Archivbild: Einige Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz bei der Vollversammlung im Fuldaer Dom im Herbst 2016 (Bild: dpa/Arne Dedert)
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Audio: Inforadio | 16.09.2018 | Carmen Gräf | Bild: dpa/Arne Dedert

Offizielle Reaktion erst Ende September - Betroffene kritisieren Umgang mit Missbrauchsstudie

Eine vorzeitig veröffentlichte Studie der katholischen Kirche in Deutschland zeigt ein erschreckendes Ausmaß sexuellen Missbrauchs. Die Ergebnisse für das Erzbistum Berlin sollen Ende September vorgestellt werden. An vielen Punkten gibt es bereits Kritik.Von Carmen Gräf

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs haben in Deutschland 1.670 Kleriker Heranwachsende sexuell missbraucht. Genauso erschreckend wie die Zahl der Täter ist die Zahl ihrer Opfer: 3.677 Kinder und Jugendliche. Überwiegend Jungen, viele von ihnen waren Ministranten. Und: Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher sein. Soweit einige Ergebnisse der Studie, die unter anderem der Wochenzeitung "Die Zeit" vorliegen. Zahlen zu einzelnen Bistümern, etwa dem Berliner Erzbistum finden sich darin nicht.

Bischöfe wollen sich erst Ende September äußern

Zu den Forschungsergebnissen, die jetzt durchgesickert sind, äußern sich die Bischöfe nicht. Sie wollen das erst, wie geplant, am 25. September in Fulda tun, erklärt der Pressesprecher des Erzbistums Berlin, Stefan Förner. Verabredet sei gewesen, dass es eine Gesamtuntersuchung der Deutschen Bischofskonferenz gibt. "Es war auch verabredet, dass es keine nach Bistümern sortierten Zahlen gibt, sondern nur eine Gesamtzahl, die jetzt alle erschreckt."

Das, was "Die Zeit" behaupte zu kennen, liege in dieser Ausführlichkeit den Bischöfen noch nicht vor. Bei der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz würden sich die Bischöfe das in allen sieben Teilbereichen vorstellen lassen. "Was jetzt die Diskussion beherrscht, ist einer davon", so Förner.

Betroffenen-Sprecher: "Machtspiel"

Matthias Katsch ringt um Fassung bei dieser Aussage. Er ist mit das bekannteste Gesicht aus dem Kreis der Betroffenen - unter anderem als Sprecher der Initiative "Eckiger Tisch." Er sagt: "Hier findet auch eine Art Machtspiel statt." Die Bischöfe wollten demonstrieren, dass sie die Hoheit in diesem Prozess bis zum Ende behalten. "So wie sie auch in dem Aufarbeitungsprozess versuchen, die Kontrolle zu behalten, und wie sie versucht haben, die Studie im Griff zu behalten", erklärt Katsch. Was momentan zu beobachten sei, sei "symptomatisch".

Viereinhalb Jahre haben die Experten, darunter auch Kriminologen und Psychologen, den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche erforscht - und zwar im Auftrag der Kirche selbst. Das ist einmalig und positiv, einerseits. Andererseits aber auch ein Problem. Denn unabhängig ist die Studie nicht. Keiner der Forscher hat je eine Kirchen-Akte persönlich in der Hand gehabt. Die Bistümer gaben diese nicht heraus. Deshalb arbeiteten die Forscher mit Fragebögen. Diese füllten die Mitarbeiter in den Diözesen aus oder Rechtsanwälte, die die Bistümer beauftragt hatten.

"Kein juristisches Vorgehen"

"Es ist kein juristisches Vorgehen", sagt Bistumsprecher Stefan Förner. "Es ist kein Jurist, der da an erster Stelle untersucht, sondern es geht darum, eben zu sagen: Was ist passiert, was waren die Voraussetzungen, dass es zu diesen Missbrauchsfällen und zu den Vertuschungen kommen konnte." Es gehe nicht um konkrete oder aktuelle Fälle. "Die Studie wird sicherlich auch zeigen, dass Dinge in der Vergangenheit aus heutiger Sicht falsch gelaufen sind."

Ein weiteres Problem der Studie ist für Betroffenen-Sprecher Matthias Katsch: Manche Akten seien verschwunden, manche manipuliert worden - und viele Fälle, in denen die Betroffenen eine sogenannte "Anerkennungszahlung" beantragt hätten, ließen sich in den Akten gar nicht nachvollziehen.

"Das ist ein starker Hinweis darauf, dass Missbrauch in den Personalakten gar nicht dokumentiert wurde als solcher", sagt Katsch. "Man wüsste dann gerne, welche anderen Hinweise es möglicherweise auf Gründe für Versetzungen oder andere Bewegungen von Klerikern gegeben hätte." Er sei überzeugt, all das sei nur mit direktem Zugang zu den Akten zu prüfen.

Nicht alle Kleriker erfasst

Beschuldigte Kleriker seien auffallend oft an einen andern Ort versetzt worden. Die neuen Gemeinden wurden über den Missbrauch nicht informiert, heißt es in dem Bericht. Außerdem habe die Studie nicht alle Kleriker erfasst. Das lässt sich etwa im Erzbistum Berlin auch belegen – am Canisius-Kolleg, dessen Missbrauchsfälle vor acht Jahren die Nachforschungen erst richtig in Schwung brachten.

In der Studie seien zum einen alle Priester und Diakone berücksichtigt, also alle Geistlichen, die bei den Bistümern angesiedelt sind, erklärt Bistumssprecher Förner; zum anderen alle die einen sogenannten Gestellungsvertrag bei einem Bistum haben. Das sei der Fall, wenn ein Ordenspriester eine Pfarrei im Auftrag des Bistums leitet. Nicht Teil der Studie seien Priester, die in eigener Trägerschaft von Einrichtungen wie etwa dem Canisius-Kolleg tätig waren.

Als Betroffener des Missbrauchsskandals am Canisius-Kolleg meint Matthias Katsch, dass es für das Gesamtbild "enorm wichtig" gewesen wäre, "dass jene Institutionen, die 2010 der Auslöser gewesen sind für diesen Missbrauchsskandal in Deutschland, bei so einer Studie Berücksichtigung finden." Und weiter: "Das, was wir haben, ist wieder nur ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit."

Erklärung im Gottesdienst

Doch auch der sorgt in den Gemeinden des Erzbistums für Wirbel. Auf sie will Erzbischof Heiner Koch nun verstärkt zugehen. In einem Gottesdienst an diesem Sonntag wird eine Erklärung verlesen, aus der Stefan Förner vorab zitiert:

"Wir wollen uns bei der Vollversammlung die Ergebnisse umfassend präsentieren lassen und dann über weitere Konsequenzen für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle beraten. Auch wenn wir uns damit schwer tun. Wir wollen die Ergebnisse der Studie hören, denn sie werden uns helfen, uns der Verantwortung zu stellen, verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen und nötige Veränderungen anzustoßen."

Forderung nach unabhängiger Aufarbeitung

Dafür sei die Studie jedoch nur der Anfang, meint Betroffenen-Sprecher Matthias Katsch. Mit Blick auf die Aufarbeitung in Australien oder Pennsylvania sagt er: "Wenn Ross und Reiter genannt werden sollen, wenn wir das System aufdecken und verstehen wollen und dann auch dafür sorgen, dass sich das nicht wiederholen kann, dann brauchen wir eine unabhängige Aufarbeitung." Die müsse auf gesetzlicher Grundlage direkten Zugriff auf die Materialien bekommen, um diese Aufgabe zu leisten.

Am Dienstag, dem 25. September, wird Generalvikar Pater Manfred Kollig die Forschungsergebnisse für das Erzbistum Berlin bekanntgeben.

Beitrag von Carmen Gräf

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21 Kommentare

  1. 21.

    Völkermord, Kreuzzüge und Hexenjagd, Machtgier und Intrigen. Es sind Schandtaten, begangen von Kirchenvätern, Päpsten und Ordensgründern im Namen der katholischen bzw. christlichen Religion. Alles nachzulesen in den zehn Bänden "Kriminalgeschichte des Christentums".
    Jahrzehnte lang gab es Tausende von nachweislichen sexuellen Missbrauchfällen. Priester, Bischöfe und Kardinäle haben vertuscht und verschleiert.
    Dieser Verein kann kein moralisches Vorbild sein.

  2. 20.

    Was sie da in Aussicht stellen, wäre de facto die Aufgabe des Kirchenrechts mit der Möglichkeit eigener Justiz, die ja bis heute Anwendung findet. Ein Gut, das seit Jahrhunderten zäh verteidigt wird. Man stelle sich vor, ein hoher Würdenträger der katholischen Kirche wird des Missbrauchs angezeigt, und zwar von seinen Vorgesetzten, da sie sich verpflichtet haben, sofort die Staatsanwaltschaft einzuschalten, und der normale juristische Weg würde seinen Lauf nehmen. Vorläufige Festnahme, Hausdurchsuchung, U- Haft, Prozess. So sehr ich dies begrüßen würde,dazu reicht meine Fantasie nicht.

  3. 19.

    Das bleibt ihnen auch unbenommen. Nur kommt einem der jetzige Papst wie der einsame Rufer in der Wüste vor. Eine Struktur, die es gewohnt ist, in ihrem Selbstverständnis als die Unfehlbarkeit schlechthin zu gelten, zu reformieren, kommt einer Jahrhundertarbeit gleich. Und die Erfahrungen der letzten Jahrhunderte lassen zweifeln, ob dies gestemmt wird
    Was nützt der gute Wille, wenn der gesamte Apparat dagegen arbeitet. Wo wäre der Vorteil, diverse Verfehlungen einzugestehen. Das gesamte Selbstbildnis würde zerstört werden. Und demzufolge würde sich zwingend die auch von ihnen erhobene Frage der Existenzberechtigung stellen.

  4. 18.

    Da man die Vergangenheit nicht ändern kann (sonst würde ich Auschwitz abreissen VOR Inbetriebnahme)ist jeder Mensch/Organisation nur für die Zukunft verantwortlich. I.e. vergangene Verbrechen künftig zu verhindern. Die Zahl in der Studie ist grausam, mehr als. Wozu noch 10tausende vermuten? Der Bericht ist der erste Schritt, dem müssen Taten folgen. Vor deren Beschluss wollen die Bischöfe den ganzen Bericht sehen. Würde ich auch wollen. Die Kirche ist den 1. Schritt gegangen, viel zu spät, aber wichtig ist jetzt, was aus diesem Schritt in Zukunft wird. Die Kirche ist Millionen Katholiken weltweit heilig, da hilft kein pauschaler Ruf "weg damit" + auch keine Spekulation über reale o. nicht reale Dunkelziffern. Rechtlich zwingende Kooperationspflichten der Kirche mit den Strafbehörden, Transparenz ggü. neutralen Dritten mit Prüfrechten in kirchl. Einrichtungen usw. brauchen Arbeit + Dialog, keine Hetzparolen von Antiklerikalen, die es "immer schon wussten". Zeitverschwendung!

  5. 17.

    Mir ist jetzt nicht ganz klar, inwieweit der argentinische Geistliche, der der Papst damals war, in Sache missbrauchsfälle in Italienetwas hätte unternehmen können/sollen. Zwar sieht sich die katholische Religion als weltumspannend. Aber die Organisation ist jeweils national bzw. regional. Der Vatikan ist zwar in vielen Dingen weisungsbefugt, aber die Handlungszuständigkeit liegt jeweils bei den Bischöfen etc. vor Ort. Verboten/geächtet war der Kindsmissbrauch immer, also konnten de facto nur die Handlungsbefugten vor Ort etwas gegen die brutalen Verbrechen unternehmen. Das soll jetzt kein Ausflug in bürokratische Spitzfindigkeiten werden, aber ich verstehe nicht, warum einem argentinischen Kirchenoberen, der jetzt Papst geworden ist, Tatenlosigkeit vor Jahren in Italien angelastet wird, wo er evtl. gar nichts hätte unternehmen können?Kann man mir Franziskus Schuld an der stelle mal erläutern? Wäre dankbar.

  6. 16.

    Von Priestern, wo die Amtskirche sogar davon erfuhr, stiegen häufig sogar auf der Karriereleiter nach oben. Dies konnte man erst in der Presse lesen.

  7. 15.

    Wenn Lehrer/innen oder Erzieher/innen nur von einem Verdacht auf Kindesmissbrauch von Eltern oder Kollegen erfahren ist es Plicht dem nachzugehen bzw. dies zu melden. Ansonsten drohen disziplinarische Konsequenzen.
    Bei der katholischen Kirche ist das offensichtlich nicht so. Von höchsten Stellen wurden Straftaten massiv vertuscht. Hier muss die Justiz endlich handeln.

  8. 14.

    Als ehem. Katholik bin ich umsomehr sensibilisiert über dieses leidvolle Thema und bleibe bei meiner Aussage: nie hat es in der kath. Kirche so ein offenes Oberhaupt im Vatikan gegeben. Der Pabst hat sich mehrfach gegen den Missbrauch geäußert und das mit sehr deutlichen Worten. Das diese Fälle nicht von heute auf morgen aufgearbeitet werden können liegt auf der Hand. Die kath. Kirche tut gut daran sich grundsätzlich neu zu orientieren und vor allem dieses unselige Zölibat abschaffen. Frauen im Pristeramt zulassen. Aber dann könnte diese Kirche besser gleich dichtmachen.

  9. 13.

    Wenn man über die katholische Kirche und Missbrauch recherchiert stößt man auf hunderte von Artikeln allein aus Deutschland (ARD, ZDF, Spiegel, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und viele mehr), die belegen dass es seit Jahrzehnten in sehr vielen Einrichtungen dieser Vereinigung auf der ganzen Welt zehntausendfachen sexuellen Kindesmissbrauch gab. Es wurde vor allem immer wieder versucht zu vertuschen. Ein verlogener Verein gespickt mit Heuchelei und Doppelmoral. Und ein deutscher Papst hat gar nichts zur Aufklärung beigetragen. Auflösen diesen Hort von Sünde und die Milliarden an Reichtum den Armen der Welt übergeben.

  10. 12.

    Dem ist eben nicht so. In Italien wurden über weit 1000 Missbrauchsfälle in Einrichtungen der Katholischen Kirche aufgedeckt. Jorge Mario Bergoglio (so heißt der Papst bürgerlich) hat als Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz von diesen Straftaten gewusst und nichts dagegen unternommen. Heute morgen im Deutschlandfunk zu hören.
    Schockierend. Unverzeihlich.

  11. 11.

    Hat die Katholische Kirche nach diesem Skandal und nach dieser versuchten Aufarbeitung, wie sie so schön sagen "Glättung der Akten" überhaupt noch das Recht über MORAL zu predigen und zu urteilen?

  12. 10.

    Die Verbrechen der katholischen Kirche seit 2000 Jahren füllen ganze Bücherregale. Es gibt viele schlimme Vereinigungen auf dieser Welt: Mafia, CIA, Millitärisch-Industrieller-Komplex und die Katholische Kirche. Die Katholische Kirche scheint unreformierbar. Dieser Verein sollte aufgelöst werden und sein Billionenvermögen den Armen in dieser Welt übergeben werden.

  13. 9.

    Explizite Zustimmung zu ihren differenzierten Ausführungen. Es ist erschütternd wie viele Jahrzehnte und in welch hoher Anzahl hier solche unverzeihlichen widerwärtigen Strafaten ausgeführt und verschleiert wurden.

  14. 8.

    So weit, so gut. Das Erschreckende ist doch,dass, auch wenn es sich um Einzeltäter handelt, die Institution als solches alles daran gesetzt hat ,die Taten zu vertuschen. Wobei die Vorstellung, pädophile Geistliche, anstatt sie den Gerichten zu überantworten, oder anderweitig aus dem Verkehr zu ziehen, auf die nächste Gemeinde losgelassen wurden, einfach unfassbar ist. Ich kritisiere nicht die Geistlichen pauschal, aber jene, die Kenntnis hatten, und schwiegen. Und wenn man dem Bericht glauben darf, wurde in die"Glättung"der Akten viel kriminelle Energie eingebracht. Und eine Institution, die den Anspruch auf die absolute moralische Unfehlbarkeit erhebt, und genau diese Moral enden lässt, wo sie Ihr schaden könnte, disqualifiziert sich selbst.

  15. 7.

    Den Hinweis auf nicht akzeptables Vokabular nehme ich gerne entgegen, dem Hinweis, dass die Kirche nur das zur Aufklärung beitragen muss, was sie für richtig hält, widerspreche ich klar. Wenn die Institution, oder Personen dieser Institution Informationen über Straftaten haben, so sind sie verpflichtet, diese weiter zu leiten. Alles andere sehe ich als Begünstigung.

  16. 6.

    Der Vatikan ist ein Staat im Staat. Daranzukommen an all die nötigen Unterlagen dürfte selbst für Staatsanwälte schwierig sein. Aber ich finde, so sehr man zu recht auch die Kirchenoberhäupter anprangert und teilweise ja auch schon vor Gericht stellt, hat ja auch der Pabst schon sehr klare Worte ausgesprochen zu diesen Ungeheuerlichkeiten. Auch in Bezug auf die Ermittlungen steht der Pabst auf Seiten der Opfer und nicht wie seine Vorgänger, die sich sogar der Beihilfe schuldig gemacht haben.

  17. 5.

    Zölibat abschaffen!!!

  18. 4.

    Um mit den übergriffigen Kommentaren aufzuräumen: "Kinderschänder" ist NS-Vokabular, nur mal so. Es ist kein Zufall, dass bei der Dauerkampagne von Rechten u. Rechtsextremen genau davon gesprochen wird, genauso werden auch Emotionalisierung und Personalisierung - es könne ja jedes Kind treffen - angewendet. Pauschale Kriminalisierung von religiösen Institutionen, ihrer Vertretenden oder gleich ganzer Religionen ist daher ebenso abzulehnen, wie Rechten auf den Leim zu gehen. Beides hat mit Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun, sondern folgt Sündenbock- und Lynchjustiznarrativen.

    Solche schweren Verbrechen müssen aufgeklärt u. ggf. geahndet werden und zwar von Gerichten, die sich innerhalb dieses demokratischen, pluralistischen Rechtsstaats befinden. Was die Kirchen über Gerichtsverfahren hinaus selbst zur Aufklärung beitragen, bleibt ihnen selbst überlassen. Das ist deswegen längst kein Aufruf zur Kritiklosigkeit bzgl. religiöser Wertvorstellungen o. Sonderrechte.

  19. 3.

    Eine Organisation, in der führende Mitglieder in einem solchen Umfang kriminelle Taten begehen, gehört verboten.

  20. 2.

    Was uns hier gezeigt wird, ist mehr als ekeleregend. Es geht hier um um Straftaten an Kindern und Jugendlichen. Und das einzige was dieser Organisation einfällt, ist Vertuschung. Wäre es nicht die Kirche, würde man wohl schon längst von einer Kinderschänder- Sekte sprechen. Wann wird endlich das getan, was schon lange fallig ist:Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, Zeugenaussagen sammeln, Geschädigte befragen, Hausdurchsuchungen durchführen und Vorgesetzte in dieser Institution wegen Beihilfe, Verdunkelung und Strafvereitelung belangen. Es wird Zeit!

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