Ein Prototyp der neuen City-Toilette steht bei einem Pressetermin unweit des Roten Rathauses (Quelle: dpa/Paul Zinken)
dpa
Audio: rbb24 | 11.09.2018 | Matthias Bartsch | Bild: dpa

Wall präsentiert Prototyp für neue City-WCs - Wenn das verstopfte Klo den Techniker per Laser informiert

Die Firma Wall hat die neuen Berliner City-Toiletten vorgestellt. Seit Dienstag steht ein voll funktionsfähiger Prototyp vor dem Roten Rathaus.

Im Gegensatz zu den älteren Modellen sind die Innen- und Außenwände der neuen Häuschen unempfindlich gegenüber Grafitti, die selbstreinigenden Toilettensitze haben eine antibakterielle Beschichtung sowie eine laserbasierte Sensorik, über die automatisch ein Techniker informiert wird, wenn es zu Verstopfungen kommt.

Durch die neue Technik sei im Fall einer Verstopfung dann bekannt, "was für ein Volumen sich in der Toilette befindet", erläuterte Patrick Möller, Geschäftsführer der Wall GmbH, dem rbb. "Und wir wissen auch, wenn beispielsweise ein Gegenstand in der Toilette verbleibt, das wir sie nicht reinigen dürfen." Durch die neue Technik sei es auch möglich, schneller Hilfe zu leisten, wenn beispielsweise Personen in den Toiletten stürzen.

Die neuen Toiletten sollen stadtweit aufgestellt werden, die meisten in Friedrichshain-Kreuzberg (27), die wenigsten bekommen Spandau (7) und Reinickendorf (7) ab.

Den alten Anbieter neu engagiert

Das Unternehmen betrieb auch zuvor bereits etwa 250 sogenannte City-WCs in der Stadt. Der Vertrag läuft allerdings zum Jahresende aus und war nicht verlängert worden. Berlin wollte das seit rund 25 Jahren praktizierte, durch Werbung finanzierte Betriebsmodell "aus kartell-, beihilfe- und vergaberechtlichen Gründen" nicht fortführen und schrieb den Auftrag neu aus.

Wall hatte sich in der europaweiten Ausschreibung wieder durchsetzen können und darf nun auch in den kommenden 15 Jahren öffentliche Toiletten in Berlin betreiben.  

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich kann mich noch gut an die weltuntergangsprophezeienden Kommentare erinnern.. Abbitte leistet natürlich keiner.

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