Häusersiedlung in Neukölln
Bild: imago

Volksentscheid in Berlin angestrebt - Mieterinitiativen wollen Immobilienunternehmen enteignen

Initiativen aus Mietern wollen per Volksentscheid Immobilienunternehmen enteignen lassen, um so steigende Mieten zu stoppen. Die FDP sieht darin lediglich "inflationäre Parolen". Doch einige der Initiatoren waren bereits mit einem anderen Mieten-Volksbegehren erfolgreich.

Berliner Mieterinitiativen streben eine radikale Lösung an, um Mietsteigerungen zu stoppen. Über einen Volksentscheid wollen sie erreichen, dass private Immobilienunternehmen ihre Wohnungen vergesellschaften müssen. Ein entsprechendes Papier haben die Initiatoren der Kampagne auf ihrer Website hochgeladen, nachdem sie am Donnerstag in einer Sitzung dazu beraten hatten. Das Label in Lila-Gelb heißt: "Deutsche Wohnen enteignen". 

Das Papier ist Ergebnis eines vorläufigen Beschlusses, in dem es wörtlich heißt, der Senat werde aufgefordert, "ein Gesetz zur Überführung von Immobilien sowie Grund und Boden in Gemeineigentum zum Zwecke der Vergesellschaftung nach Art. 15 Grundgesetz" zu erarbeiten. 

Entschädigungen für die Immobilienunternehmen sehen die Initiatoren zwar vor – jedoch "nicht nach Marktwert", wie es in dem Papier online heißt.

"Wir wollen denen Angst machen, die den Mietern Angst machen"

"Wir hätten auch sagen können: 'in Gemeineigentum überführen', 'sozialisieren' oder 'kommunalisieren'", so der Sprecher der Kampagne, Rouzbeh Taheri. "Aber wir wollen denen Angst machen, die den Mietern Angst machen - und bewusst provozieren."

Außerdem seien Enteignungen gar keine Seltenheit: Taheri nennt die Landesenteignungsbehörde, die tätig wird, wenn zum Beispiel für Bauprojekte wie Straßenbau, Schienenbau oder Städtebauplanung private Flächen oder Grundstücke benötigt werden.

Deutsche Wohnen äußert sich nicht

Hier geht es allerdings nicht um städtische Bauvorhaben, sondern um Mieterinteressen. Die Initiatoren werfen den privaten Immobilienunternehmen vor, nur an steigenden Mieten interessiert zu sein, um Aktionäre zu befriedigen – was zu immer weiter steigenden Mieten in Berlin führen werde. Um das zu verhindern, sollen deren Häuser wieder in städtischen Besitz kommen. Die Initiatoren halten eine "Enteignung im Sinne des Gemeinwohls" für möglich.

Die Deutsche Wohnen steigt auf die Provokation zunächst nicht ein. Ein Sprecher teilte rbb|24 mit, man wolle sich zu dem Thema nicht äußern - mit dem Hinweis, dass auch andere Immobilienunternehmen betroffen seien.

Angriff auf alle Immobilienunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen

Die Deutsche Wohnen steht im Fokus der Kampagne - sie hält die größte Zahl an Wohnungen in Berlin. Der geplante Volksentscheid zielt zum jetzigen Stand aber auf alle, die 3.000 oder mehr Wohnungen besitzen. Dazu gehören laut Taheri auch Akelius, Vonovia und ADO Properties.

Ausgenommen werden sollen Unternehmen, die "bereits kollektives Eigentum der Bewohner*innenschaft sind", wie es in dem Papier online heißt, zum Beispiel Genossenschaften.

Senat wartet endgültigen Beschluss ab

Laut der Initiatoren handelt es sich um einen vorläufigen Beschluss, der endgültige Beschluss sei in Arbeit.

Das ist laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auch der Grund, warum man sich zu dem vorläufigen Beschluss der Initiatoren nicht äußert. "Wenn der endgültige Beschluss eingebracht ist, muss sich der Senat dazu verhalten", so eine Sprecherin am Freitag zu rbb|24.

Czaja (FDP): "Enteignungsforderungen sind inflationäre Parolen"

Einer, der sich bereits jetzt dazu verhält, ist Sebastian Czaja, Vorsitzender der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus, in einer Mitteilung an rbb|24 am Samstag. Er hält die Enteignungsforderungen für "inflationäre Parolen". Czaja schreibt: "In Klassenkampf-Manier schreit das Klientel der Linksregierung nun nach dem angeblichen Allheilmittel Enteignung." Dabei habe die Regierung in den vergangenen zwei Jahren klar gezeigt, dass sie bei der effektiven Bekämpfung des Wohnungsmangels und der Stabilisierung von Mieten gescheitert sei.

"Die Kommunalen könnten einen Wohnungsbestand dieser Größenordnung überhaupt nicht integrieren und verwalten", so Czaja weiter. Zielführend sei allein eine bessere Zusammenarbeit von Kommunal und Privat als Reaktion auf einen umkämpften Wohnungsmarkt und die Förderung von Genossenschaften sowie Baugruppen. Außerdem schlägt er einen "Mieten-TÜV" - eine Überprüfung der Auswirkung bestimmter Gesetze auf die Mieten in Berlin - vor. "Der Senat solle darüber nachdenken, statt sich von Enteignungsphantasien treiben zu lassen", so Czaja.

Kampagne im April gestartet

Die Planungen zur Kampagne "Deutsche Wohnen enteignen" war im April 2018 gestartet. Ursprünglich war nur die Rede von einer Enteignung der Deutsche Wohnen. Ein Gesetz könne sich jedoch nicht gegen ein einzelnes Unternehmen richten, hieß es von den Initiatoren.

Leute aus dem Mietenvolksentscheid beteiligt

An der Sitzung zum vorläufigen Beschluss nahm auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram teil, ebenso wie der Bezirksvorsitzende der Linken, Pascal Meiser. Beide stammen aus Friedrichshain-Kreuzberg. Die Initiatoren beschreiben sich als Gruppe von Menschen der Mietergemeinschaft Kotti & Co., Mieterinnen und Mietern der Deutsche Wohnen, Mieterinitiativen, der Interventionistischen Linken und Mitgliedern verschiedener Parteien. Auch Personen aus dem Mietenvolksentscheid werden genannt.

Dieser hatte 2015 eine Initiative zu einem Berliner Wohnraumversorgungsgesetz gestartet. Da das Gesetz in weiten Teilen vom Berliner Senat übernommen wurde, zog Mietenvolksentscheid e.V. den Volksentscheid zurück.

Kommentarfunktion am 29.10.2018, 18:00 Uhr geschlossen

Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

61 Kommentare

  1. 61.

    "... endlich sozial verantwortliche Vermieter bekommen, die ihren Vermieterpflichten rechtstreu nachkommen..."
    Genau da liegt der Logik-Fehler! Auch diese unsozialen Vermieter handeln rechtstreu. Die holen halt "nur" an Rendite raus, was geht. Machen die kommunalen Wohnungsgesellschaften im übrigen auch, weil der Stadtkämmerer auch gerne die Rendite in seinen Haushalt einplant.
    An die echte Preistreiberei traut sich keiner in der Politik ran: Die Modernisierung! So lange es keine strikte Trennung zwischen Modernisierung und Sanierung gibt, ist der Mieter der Dumme! Warum muss ein Mieter dreifachverglaste Fenster in voller Höhe zahlen, obwohl die auszutauschenden zweifachverglasten völlig morsch waren? Warum bezahlt er bei Wärmedämmung den neuen Putz mit, obwohl der eh erneuert werden musste? Diese Kosten treiben Mieten in die Höhe und Altmieter aus den Wohnungen! Da gehört endlich ein Riegel vor und es wäre deutlich Sprengkraft rausgenommen.

  2. 60.

    Sie wissen als wieder einmal haargenau wer was und wie gemeint hat?

    Ich glaube (!)*nicht dass da was überspitzt oder provokativ gemeint war. Meines Erachtens hat sich nur jemand weit aus dem Fenster gelehnt und ausgesprochen was er wirklich denkt.

    Aber auch bin weder Hellseher, noch kann ich in jemanden hineinschauen. Also wäre es doch sinnvoll den Verfasser dieser Forderungen zu Wort kommen zu lassen oder?

    * Und DAS ist der feine aber gewaltige Unterschied! Sie wissen, ich nehme an. Sie wissen rein gar nichts.

  3. 59.

    Könnten Sie einfach mal sachlich bleiben?
    Die einzigen, die hier so kranke Gedanken wie Erbkrankheiten und Nazi-Jargon im Kopf haben, sind doch Sie.
    Es gibt diverse gesellschaftswissenschaftliche Studien, die ein "Vererben" von Armut belegen, was nichts anderes bedeutet, als dass Kinder armer Familien eine wesentlich schlechtere Chance auf eine angemessene Bildung erhalten. Das ist ein gesellschaftlicher Skandal! Kinder von Akademikern machen fast ausnahmslos Abitur, Kinder von Hartz-IV-Empfängern dagegen fast nie, selbst wenn sie gleich intelligent sind. Hier existiert eine gesellschaftliche Schranke, werden Talente vergeudet und Kinder in die nächste Armutsgeneration geschickt, weil unser Land nicht in der Lage ist, gleiche Chancen zu gewähren. Und Sie fabulieren was über "Erbkrankheit"?! Haben Sie nichts besseres zu tun?

  4. 58.

    Die Aussage von Sebastian T. war unbestritten provokativ und mehr als überspitzt. Aber sie enthält leider einen wahren Kern, der für unsere Gesellschaft bedenklich ist. Diejenigen, die gut genug situiert sind, um Kinder angemessen groß ziehen zu können, bekommen unterdurchschnittlich wenige Kinder, weil sie es mit ihrer beruflichen Laufbahn nicht vereinbaren können. Es fehlt an Kinderbetreuung hinten und vorne. Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ist kaum möglich in unserer kinderfeindlichen Gesellschaft. Wie es besser geht, zeigt ein Blick nach Skandinavien. Dort ist das dank intensiver staatlicher Fürsorge kein Thema. Deutschland versucht es dagegen mit leistungslosen Zuschüssen wie Kindergeld. Das nutzt aber berufstätigen Eltern wenig und setzt falsche Anreize. Sozialer wäre ein echter Steuerfreibetrag auch für Kinder, so dass Familien von Steuern befreit wären und damit mehr Geld hätten. Dazu muss Bildung vollständig kostenfrei werden, ohne die diversen "Nebenkosten".

  5. 57.

    Steffen, Berlin, Montag, 29.10.2018 | 09:50 Uhr:
    "Antwort auf [Sebastian T.] vom 29.10.2018 um 07:53
    Kommen Sie diesen Kommentatoren doch nicht mit Fakten oder wissenschaftlichen Erkenntnissen!"

    "Wissenschaftliche Erkenntnisse"??? Welche "wissenschaftlichen Erkenntnisse"??? Etwa die, dass Bedürftigkeit vererblich, also eine Erbkrankheit sei???

  6. 56.

    Sebastian T., Berlin, Montag, 29.10.2018 | 07:53 Uhr:
    "Wissenschaftler kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass Bedürftigkeit vererbt wird."

    Wissenschaftler kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass das die Thesen eines Sebastian T. allesamt unwissenschaftlicher Unsinn sind.

    So auch die zuletzt geäußerte These diese Sebastian T., dass JEDES Kind eines Bedürftigen zwangsläufig IMMER auch selbst ein Bedürftiger werden wird, dass es NIE vorkommt, dass ein Kind von Bedürftigen finanziell unabhängig wird, weil Bedürftigkeit - nach Sebastian T. - eine Erbkrankheit ist.

    P.S.
    Ich habe selten solch undifferenzierten Unsinn gelesen, wie von diesem Sebastian T.

  7. 55.

    "Nebenbei: ich habe damals meine Mietwohnung per Vorkaufsrecht gekauft"
    Ich wünsche Ihnen vom Herzen, dass Sie immer anständige Mieter haben werden. Falls das nämlich nicht so ist, werden Sie die ganze Härte des aktuellen Mieterrechts zu spüren bekommen. Dann ist nichts mehr mit Rendite und sorgenfreier Kreditrückzahlung. Dann können Sie froh sein, wenn Sie nicht am Ende selbst ruiniert sind.
    Für private Vermieter, die nicht genug Geld in der Hinterhand haben oder die vermietete Wohnung noch finanzieren, kann Vermieten zu existenziellen Risiko werden. Dieses Risiko können praktisch nur große Wohnungsunternehmen noch abfedern. Da ist die Rechtsprechung weit übers Ziel hinaus geschossen.

  8. 54.

    SB, Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 20:48 Uhr:
    "Enteignen = Vergesellschaften bei gleichbleibenden Wohnungsbestand. Warum?"

    Damit die Mieter, die bei unsozialen Vermietern wohnen, die z.B. ihre Mieter rausekeln, um sie leer zu verkaufen, (siehe Film "Betongold"!) oder die verantwortungslos vermieten, indem sie nur die Miete kassieren, ohne sich um den Zustand kümmern, endlich sozial verantwortliche Vermieter bekommen, die ihren Vermieterpflichten rechtstreu nachkommen.

    SB, Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 20:48 Uhr:
    "Nur ein erhöhtes Angebot sättigt die Nachfrage und drückt dementsprechend die Renditen und Mietpreise. Man nennt das Marktwirtschaft."

    Problem:
    1. Boden, insbesondere Baugrundstücke sind nur eine begrenzte Ressource im Gegensatz zu anderen Industriegütern. Und ein bisschen Grün wollen wir uns doch auch erhalten. Oder soll Berlin eine Betonstadt werden?
    2. Wohnen ist unverzichtbar im Gegensatz zu Luxusgütern. Jeder braucht ein warmes und dichtes Dach über dem Kopf.

  9. 53.

    Wer so Keulen wie "Menschlichkeit und Mitgefühl" auspackt, schießt ein wenig am Ziel vorbei, denn er verkennt Ursache und Wirkung! Natürlich ist es tragisch, wenn Menschen aus ihrem Kiez verdrängt werden. Aber dagegen helfen weder Enteignungen noch extreme Markteingriffe. Ein Mangelmarkt lässt sich nicht reglementieren.
    Es bleiben somit nur zwei Möglichkeiten. Entweder man erhöht schnellstens und massiv das Angebot durch Neubau oder man senkt die Nachfrage. Letzteres ist aber in einer freien Gesellschaft nicht durchsetzbar. Man kann Menschen nicht verbieten, nach Berlin zu ziehen. Man kann genau so wenig anordnen, dass jeder, der nicht hier arbeitet, aus Berlin wegzuziehen hat. Solange der Mangel besteht, findet eine Preiskorrektur statt. Für eine Metropole ist Berlin immer noch extrem billig, selbst in Warschau ist Mieten um Welten teurer.

  10. 52.

    Sebastian T., 28.10.2018 | 17:26 Uhr:
    "Nein, wir brauchen eine andere Familienpolitik. Es sollten sich nur diejenigen für Kinder entscheiden, bei denen das Projekt solide durchfinanziert ist. Wo also Wohnraum in der Familie vorhanden ist und wo sichergestellt ist, dass das Kind zu keinem Zeitpunkt seines Lebens der Allgemeinheit zur Last fällt."

    Oh, ein Plädoyer für eine vergreisende Gesellschaft. Ich wage mal die Prognose, dass höchstens ein Viertel aller werdenden Eltern die Anforderungen von Sebastian T. erfüllen. Dann gibt es zwar in ein paar Jahrzehnten wegen massiven Bevölkerungsschwunds genug Wohnraum, aber in dieser Rentnergesellschaft kann sich kaum ein Rentner noch irgendetwas - geschweige denn eine eigene Wohnung - leisten, weil die Renten und Sozialleistungen in sich zusammengebrochen sind, da jeder Erwerbstätige neben seinen Kindern auch noch mind. 10 Rentner durchfüttern muss. Die Alterspyramide wäre dann auf den Kopf gestellt.

    Eine wahnwitzige Schnapsidee!

  11. 51.

    Aha. Welche Wissenschaftler? Wo bleiben Belege für ihre pseusowissenschaftlichen Begründungen für ihre zutiefst menschenverachtenden Forderungen?

    Sie wollen selbstherrlich entscheiden wer Kinder bekommen darf? Wer entscheidet das? Warum erinnert das an die Rassenlehre der Nazis?

    Dann faseln sie von Sozialismus, fordern aber Ghettos für sozial Schwache. Also so eine Art Zuteilung von Wohnraum und -ort wie in der DDR.

    Der Ärger mit ihren Mietern wundert mich nicht. Wer SO denkt und sogar schreibt, der handelt auch so.

  12. 50.

    Sebastian T., Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 09:40 Uhr:
    "Das Problem in Deutschland sind nicht die Unternehmen der Wohnungswirtschaft, sondern das Problem ist die geringe Eigentumsquote. Wenn eine Familie es über Generationen nicht für nötig befunden hat, Wohneigentum zu bilden, dann sollte man jetzt nicht den schwarzen Peter den Unternehmen zuschieben, die solchen Leuten Wohnraum zur Verfügung stellt und sofort jemanden schickt, wenn mal der Wasserhahn tropft."

    UNFUG! Normal- und Geringverdiener können sich in einer Großstadt kein Wohnungseigentum leisten, weil in einem freien Markt Wohnungspreise immer überproportional steigen! In Deutschland ist dieser Preisanstieg nur durch die begrenzten Mieterhöhungsmöglichkeiten reduziert.

    Außerdem blockiert Wohnungseigentum Wohnraum. Keiner räumt freiwillig eine zu große Eigentumswohnung, weil jeder Umzug mit Eigentumswechsel viel Geld (Grunderwerbssteuer) kostet.

  13. 49.

    Hier darf man wirklich jeden Unsinn verbreiten. Die Studien würden mich mal interessieren.
    In deinen zwei Drtteln stecken in jedem Fall die Rentner und alle unter 18 Jahren drin,was dem Ganzen somit schon mal jegliche Seriösität nimmt.

    Ansonsten stimmt es,dass immer weniger Menschen nötig sind,um das Bruttosozialprodukt zu erwirtschaften. Das hat aber natürlich andere Ursachen als deine Theorie. Als Lösung könnten natürlich einfach alle weniger arbeiten,dafür tragen wieder mehr etwas bei. Es gibt aber einen entscheidenden Nachteil,weniger Rendite für das Kapital.

  14. 48.

    Sebastian T., Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 09:40 Uhr:
    "Mir wird Angst und Bange, wenn ich diese linken kommunistischen Phantasien lese."

    Diese Ideen sind KEIN Kommunismus, sondern SOZIALE Marktwirtschaft!
    Wegen eines sozialen Mietrechts muss keinem Angst und Bange werden,

    Sebastian T., Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 09:40 Uhr:
    "Ich hoffe, dass in Deutschland nie wieder irgendwelche linken Spinner politische Macht bekommen. Die DDR ist zum Glück Geschichte."

    UNSINN! Was haben die Genossenschaften und die kommunalen Wohnungsunternehmen mit der DDR oder linker Spinnerei zu tun? NICHTS!

    Sebastian T., Berlin, Sonntag, 28.10.2018 | 09:40 Uhr:
    "Wir haben nun schon ein so dermaßen mieterfreundliches Mietrecht, dass es sich kaum noch lohnt, sich im Bereich der Vermietung von Wohnraum zu engagieren."

    Leider lohnt es sich doch für Heuschrecken und Herausmodernisierer. Weil das "mieterfreundliche" Mietrecht gegen rücksichtslose Vermieter machtlos ist!

  15. 47.

    Ich halte Enteignungen für die schlechteste Lösung. Es bedarf einfach strengerer Gesetze und der Staat muss sich einfach wieder mehr beim Wohnungsbau engagieren oder noch besser,unsere Gesellschaft allgemein wird wieder sozialer. Hat früher auch funktioniert.

    @Sebastian T.
    Vererbt wird? Meinst du ernsthaft es liegt an den Genen? Da wird mir ja übel.
    "Selbst ein noch so gutes Bildungssystem kann nicht wettmachen, was unfähige Eltern verursachen." Falsch. Gerade ein gutes Bildungssystem sorgt für eine hohe Durchlässigkeit der Schichten,so dass jeder etwas erreichen kann,der er es anstrebt. Das zeichnet eine gute Gesellschaft aus und ist auch im Interesse der Besitzenden. Nur leider schneidet Deutschland auf diesem Gebiet sehr schlecht ab.

  16. 46.

    Was genau ist künstlich an Menschlichkeit? Was an Empathie mit denjenigen die Wohnungsnot betrifft? Z.B. versch. Senioren in Prenzlauer Berg, die ich seit meiner Kindheit kenne und die sich Wohnungen in Ihrem Heimatkiez mit Ihren Renten einfach nicht mehr leisten können. Der Vermieter ist hier übrigens die börsennotierte Deutsche Wohnen & die Mieten stiegen/steigen kontinuierlich dank (leider auch handwerklich schlechter) Modernisierung & Co. Soweit die Fakten.

    Nebenbei: ich habe damals meine Mietwohnung per Vorkaufsrecht gekauft, weil ich auch nicht aus meinem Heimatkiez verdrängt werden wollte & es mir via Kredit möglich war. Seit knapp 3 Jahren vermiete ich die Wohnung problemfrei & die Einnahmen gleichen die Kosten des Kredites monatlich aus. Und jetzt mal im Ernst: das lohnt sich also nicht für mich? Ich werden nach Ablauf der Tilgung eine Wohnung ohne weitere größere Kosten mein Eigen nennen können. Es wäre verlogen, wenn ich das nicht als Kapitalsteigerung betrachten würde.

  17. 45.

    Ich bleibe beim sachlichen Ton & vehement in meiner Gegenargumentation: was Sie hier suggerieren und als "besseres" "Familienpolitik"-Modell in den Raum werfen ist sehr grenzwertig. Das auch die Nazis wissenschaftliche Quellen für Ihre Rassenlehre zitiert haben und moralisch trotzdem verdammenswert waren - ist Ihnen sicher bekannt. Ja, auch Wissenschaftler können Ideologen oder schlicht unmenschlich sein. Ohne eine Quelle Ihrer zitierten Wissenschaftler & Vererbungslehre, ist ihr Kommentar nichts als eine menschenverachtende Behauptung.

    Im Übrigen haben Sie keine meiner Rückfragen zu Ihrem Modell beantwortet? Wer genau soll nun also diese Mittelschicht sein, die Kinder zeugen darf? Bin ich als ganz offensichtlich Andersdenkender der Mittelschicht dabei oder aufgrund meiner Überzeugungen auch nicht bei Ihrer düsteren Familienpolitik tragbar?

    Nebenbei: wie wäre es, wenn man Eltern einfach unterstützt, die in der Erziehung Unterstützung benötigen? Statt seltsamer Forderungen...

  18. 44.

    Ja, das dürfte der Grund sein warum sich DW z.B. entspannt zurückhält, während andere schon wieder den Untergang des Abendlandes propagieren und von irgendwelchen toten Gespenstern wie dem Sozialismus faseln.

    Besonders absurd komisch wenn man bestimmten Bevölkerungsgruppen vorschreiben will wo sie zu wohnen haben.

    Weniger komisch ist es wenn man faschistoide Träume hat, die man dann auch pseudowissenschaftlich "belegen" will.

  19. 43.

    Ja da freut sich der AfD Chefideologe. Neoliberal und menschenverachtend, DAS ist genau sein Geschmack.

    Was sie hier als "sozialistische Shitstorm" diffamieren ist schlicht Menschlichkeit und Empathie, insofern dass man nicht sogar selbst betroffen ist. Und als Mieter ist man IMMER selbst betroffen wenn solche Miethaie den Mietspiegel nach oben treiben, ihn sogar wegklagen wollen um sich an Bruchbuden noch dümmer & dämlicher zu verdienen.

    Da ihnen Menschlichkeit und Empathie offensichtlich völlig fremd sind, frage ich sie warum hätten Berliner über Münchner lachen und hämisch sein sollen. Ich kenne keinen. Man war froh aber nicht hämisch.

    Außerdem unterschlagen sie das Lohnniveau, welches stets höher war als in Berlin. Aber so "arbeiten" sie ja ständig.

  20. 42.

    Die Idee der Enteignung. Ist gut und auch machbar. Leider werden die großen Wohnungsgesellschaften sich in kleinere Firmen aufspalten, die unter die 3000er Grenze kommen. Die Gewinne werden dann an eine Holding angeführt..

Das könnte Sie auch interessieren