Freilaufender Hunde sowie ein angeleinter Hund am 26.04.2015 auf einer Wiese (Quelle: dpa/Bodo Marks)
Audio: Inforadio | 03.10.2018 | Ute Schumacher | Bild: dpa/Bodo Marks

Ausnahmen für rund 80 Prozent der Tiere - Leinenpflicht für Hunde kommt im Januar - theoretisch

Seit zwei Jahren gilt das neue Berliner Hundegesetz - an wichtigen Verordnungen, wie zur Leinenpflicht, arbeiteten die Behörden aber bis jetzt. Ab 1. Januar 2019 gibt es nun striktere Vorgaben - die für 80 Prozent der Hunde nicht gelten.

Die allgemeine Leinenpflicht für Hunde gilt in ganz Berlin ab 1. Januar 2019 - die lange erwartete Verordnung zum Hundegesetz tritt dann in Kraft, wie der Senat Ende September bekanntgab. Hunde müssen dann in Berlin auf allen Straßen, Plätzen, im Treppenhaus von Mietshäusern, Bussen und Bahnen, in Parks und Wäldern an die Leine.

Allerdings gibt es Ausnahmen - und zwar für alle Hundebesitzer, die ihren Hund schon vor dem 22. Juli 2016 hatten. Der Senat schätzt, dass das rund 80 Prozent der angemeldeten Hunde in der Stadt sind. Anfang 2017 waren rund 104.700 Hunde angemeldet.

Ausnahmen auch für Halter mit Sachkundeprüfung

Ausnahmen werden auch für unbelebte Straßen und Plätze gewährt - hier aber nur für Halter, die eine Sachkundeprüfung abgelegt haben. Hunde dürfen zudem in Hundeauslaufgebieten ohne Leine herumlaufen.

Die Ordnungsämter sollen kontrollieren, ob die allgemeine Leinenpflicht eingehalten wird. Bei Verstoß droht ein Ordnungsgeld von 25 Euro. Nach Angaben der Senatsinnenverwaltung von Anfang 2018 gab es bis dahin allerdings so gut wie keine Kontrollen der Hundehalter zum Thema Hundekot, kaum Verwarnungen oder verhängte Bußgelder.

Gesetz schon seit zwei Jahren in Kraft

Das Berliner Hundegesetz war bereits vor zwei Jahren, am 22. Juli 2016, in Kraft getreten. Wichtige Verordnungen fehlten jedoch. Daher galten bisher, wie beispielsweise bei der Leinenpflicht, die Regelungen aus dem alten Hundegesetz, wonach laut Senatsverwaltung "Hunde in bestimmten Bereichen der Stadt (unbelebte Straßen und Plätze, Brachflächen etc.) noch unangeleint geführt werden dürfen".

FAQ: Berliner Hundegesetz

  • Leinenpflicht

  • Hundeführerschein

  • Gefährliche Hunde

  • Rasseliste

  • Hundeverbote

  • Kotbeutel

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49 Kommentare

  1. 49.

    Nett Dein Kommentar aber dann sage doch mal wie z.B. Hundebesitzer zu ihrem Tierarzt kommen wenn nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel?
    Weisst Du eigentlich wie viele Rentner völlig alleine wären hätten sie ihren Hund nicht? Mit dem gehen sie mindestens 3 X am Tage runter. Ein Hund ist der beste, ehrlichste und liebevollste Freund eines Menschen.

  2. 47.

    Im Grunde hat sich nichts verändert. Es ist nur pauschal und nicht mehr großer Hund, kleiner Hund, Rassehund...

    Macht den Wesenstest, wer seinen Hund nach 2016 zu sich genommen hat und gut.

    Halte es auch für andere Halter für Vorteilhaft, wenn nicht jeder seinen Hund bedenkenlos freilässt!

    Schon gar nicht bei all diesen gefühlsduseligen "ich liebe mein Tier aus Protest wie ein Barfuß-Veganer und das macht euch zu Nazis"-Bloggern.

  3. 46.

    wer tiere mag, hält sie nicht in gefangenschaft. verdammte „tierfreunde“. die ganzen gesetze dazu sind meiner meinung nach nur verwaltungsversuche des problems.

  4. 45.

    Blödsinn... Denke fast 80% der Berliner Hundebesitzer lieben ihren Hund mehr als jeder auf dem Dorf. Was nützt Hof und Haus, wenn der Hund keine Liebe bekommt? Und viel mit ihm unternimmt. Jeder Hund in Berlin ist mehr sozialisiert als einer auf dem Dorf...

  5. 44.

    Wenn jemand schon sagt "ich habe nichts gegen Hunde, aber ", dann ist er ziemlich sicher ein Hundehasser. Oder er hasst Hundehalter, weil er denen ihr Glück nicht gönnt. Weil er es nicht haben kann, dass Hundehalter ein Glück empfinden können, das ihm verschlossen bleibt, zu dem ihm die Gabe fehlt. Deshalb sollen Hundehalter die einzige Interessengruppe sein, die nicht so leben sollen wie sie möchten. Weil sie dem einen oder anderen auf den Geist gehen - genau wie Eltern, Raucher, Autofahrer, Radfahrer, Biertrinker, Partyfreunde usw. kurz: jeder andere auch. Aber jene dürfen scheinbar jederzeit jedem auf dem Geist gehen, ohne dass jemand radikale Einschränkungen haben will. Autofahrer z.B. dürfen mit ihrem Hobby jederzeit und überall die Luft verpesten, für Lärm, Gefahren und Platzmangel sorgen. Wo sind da die Eltern, die sich aufregen? Aber so ein unschuldiges Lebewesen, das ist dann für den einen oder anderen viieeel schlimmer.
    Ich nenne das Heuchelei.

  6. 43.

    das ist ja mal wieder eine ganz schlaue Aussage ....was ist mit Blindenhunden ( oder dürfen Blinde dann auch nur noch auf dem Land leben ? ) was mit Polizeihunden usw.

  7. 42.

    Ich möchte hier darauf hinweisen, dass wir Hundehalter Steuern zahlen. Und die gehen in die allgemeine Kasse.

  8. 41.

    Es sollte im ganzen Innenstadtbereich sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein absolutes Hundeverbot gelten. Damit sparen wir uns die Diskussionen um die Länge der Leine, Bestandshund oder nicht oder vor allem die ewigen Beteuerungen der Hundebesitzer, dass ihr Hund ein ganz lieber ist. Demnach müsste kein Hund beißen sondern alle nur spielen wollen. Und die Hauptstadt wäre mit einam Mal viel sauberer.
    Die Empörungen zu diesem Kommentar habe ich schon vor mir, ist aber nun mal meine Meinung.

  9. 40.

    Wen wunderts, wenn man da sauer wird. Es wird Verständnis gefordert und selber keines gezeigt. Ass aus dem Ärmel ist dann der Spruch, man sei Hundehasser. Es geht nicht um die Leute, die-lobenswerterweise-ihre Hunde im Griff haben und die Haufen beseitigen. Es geht um die, die es nicht tun. Das sind viele. Und dafür müssen klarere Verordnungen und härtere Strafen her. Hundehalter müssen sich klar darüber werden, dass sie zwar das Recht auf ihren Hund haben, aber auch eine Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber, sie damit nicht zu belasten und belästigen. Und so wie unsere Stadt verkotet ist, scheinen das nicht viele kapiert zu haben. Deswegen muss der Gesetzgeber ran. Aber nicht mit so einem Schmarrn an Alibi-Gesetzen, die ohnehin keiner kontrolliert.

  10. 39.

    Pauschalieren ist nicht möglich. Einen Mops oder Bolonka Svetna beispielsweise mit Jagdtrieb habe ich nocht nicht erlebt. Mir tun eher die Hunde leid, die auf dem Lande lebend nie das Gelände verlassen und im Zwinger gehalten werden, jedoch auch die Wohnungshunde, die länger als 4h allein sein müssen. Ist das artgerechter als die Haltung, wenn auch ein Hundesitter das Tier abholt, mit mehreren Hunden in den Auslauf geht und die Tiere gleichzeitig ich soziale Kontakte haben dürfen? Meine Hunde sind ausgeglichen, sozialisiert, keine Kläffer und ruhig, denn sie bekommen Bespaßung und Auslauf mit Artgenossen am Tage, sind nicht im Zwinger oder der Wohnung den ganzen Tag alleine. Wenn wir aufs Land fahren, haben wir tatsächlich mehr Bedenken, Landhunden zu begegnen, die keine Sozialkontakte kennen und entsprechend aggressiv auf andere Hunde reagieren. Also, ich finde pauschale Urteile hierzu nicht geeignet sich sinnvoll auszutauschen.

  11. 38.

    Dieses Thema scheint ( auch sicherlich zu recht nicht ohne Grund ) Sie sehr zu erzürnen. Was Sie aber dabei übersehen, besonders die Berliner Bevölkerung ist für ihre starke Tierliebe berühmt und berüchtigt. Es gab mal einen Spruch: Die Berliner lieben ihre Tiere mehr als Kinder. Ich mag Hunde. Da ich alleinstehend bin kam bei mir oftmals schon der Gedanke auf, mir einen treuen Vierbeinigen Kumpel anzuschaffen, aus dem Tierheim selbstredend. Dann tat ich mal den Versuch u.ging ins Tierheim Berlin um mir einen Hund anzuschauen, den ich im Internet auf deren Homepage gesehen hatte. Schon nach einer kurzen Unterhaltung siegte meine Vernunft u.ich ging ohne Hund wieder Heim. Denn da ich zuvor noch nie einen besessen hatte, machte ich mir über die Kosten die entstehen können, kaum so richtig Gedanken. Hundehaltung ist Luxus, sagte mal ein Nachbar d. einen Hund hat zu mir. Darum denken vielleicht auch manche Halter, die Hinterlassenschaft dürfen ruhig andere beseitigen.

  12. 37.

    Hunde sollten auf dem Land gehalten werden, wo sie Haus und Hof behüten können, aber nicht in einer Mietwohnung in der Großstadt. Über "artgerecht" möchte ich hier gar nicht diskutieren, da dem Jagdtrieb des Hundes in beiden Fällen nicht gerecht werden kann. Auch auf dem Land kann/darf ein Hund nicht einfach frei rumstromern und seinen Instinkten nachgehen. Hunde in Städten zu halten basiert mehr auf Egoismus als auf Tierliebe.

  13. 36.

    Also Leute ohne Hunde müssen sich jetzt darum bemühen, dass es mehr Hundeauslaufgebiete gibt? Das kanns ja wohl nicht sein. Wo sind dann bitte Ihre Lösungsansätze zu den Problemen, die ich eingeworfen habe? Sind Sie dann jetzt Kinderhasser, weil Sie gar nicht darauf eingehen? Kümmern Sie sich um mehr eingezäunte Spielplätze für Kinder? Um mehr Ordnungsamts-Präsenz? Eine Lösung zu finden heißt aufeinander zuzugehen? Bisher wird fast alles belächelt oder abgetan, was ich schildere. Das ist jetzt der faire Lösungsansatz? @Hundehalterin: Danke für Ihren fairen Kommentar. Die besagten mit Kot gefüllten Beutelchen liegen bei uns übrigens auch fast an jeder Ecke. Ganz spaßig ists, die auf unserem Grundstück zu finden, so wie bei anderen Nachbarn auch. Schwupps übern Zaun, erledigt.

  14. 35.

    Ich mag Hunde zwar, doch sind diese Tiere (da sie immer auch ein Minimum an Auslauf und Wildnis brauchen) nicht wirklich großstadtkompatibel.
    Da Deutsche Gesetze eh gern ignoriert werden (was u. a. mit einem gewissen Personalmangel und den zu erwartenden Strafen und zu tun hat), sehe ich aber nicht wirklich etwas, dass irgendeinem Hundebesitzer (und sei er auch noch so nachlässig) Sorgen bereiten sollte.
    Viele Straßen werden also Hindernisparcours bleiben und noch so manches Kind wird auf seine Bissfestigkeit geprüft werden (dass es hingegen wohl kaum angenagte Jogger gibt - zumindest liest man nichts von ihnen - wundert mich übrigens).
    Es heißt also weiterhin: Augen auf ! Besonders wenn man's eilig hat!

  15. 32.

    Und ich dachte,es geht darum eine Lösung zu finden,die Jedem Gerecht wird. Mein Fehler. Und sie wundern sich,warum man sie für eine Hundehasserin halten könnte.

  16. 31.

    So lange sich Hundehalter nicht an die einfachsten Regeln halten, brauchen sie sich nicht zu wundern, das sie immer mehr in der Hundehaltung eingeschränkt werden. Dabei sind es doch so einfache Regeln, wie Kot aufheben (egal wo er liegt)und im Mülleimer entsorgen, kein (aufgezwungenen) Kontakt zu wildfremden Menschen oder Hunden. Und was mich richtig richtig ankotzt, sind die Hundehalter, die ihren verdammten Kot nicht mitnehmen oder die Tütchen am Wegrand liegen lassen! Jedes Mal wenn ich mit meinem Labrador-Mix rausgehe, trete ich in Hundescheiße! Egal, ob kleiner Hund oder großer Hund, nicht mal wenn der Mülleimer direkt daneben steht, wird aufgehoben, weil ist doch Wiese... Was ich mich schon über andere Hundehalter aufgeregt habe, geht auf keine Kuhhaut! Auch wenn ich mal mit jemanden mitlaufe, damit unsere Hunde Kontakt haben, wurde ich gebeten, den Hundehaufen nicht aufzuheben, weil sieht doch keiner/ stinkt doch..blabla. Zum KOTZEN!

  17. 30.

    KontAminiert muss es heißen..... Also ich hab meinen Kindern mit auf den Weg gegeben, immer die Augen auf zu halten um nicht in Hundeknök zu latschen - ich kann mir nicht vorstellen, dass in Ihrem Umfeld nur minimalste Teile der Wegbereiche frei von Hundehaufen sind.....

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