Symbolbild - Lieferauto stauen sich in einer Straße in Berlin (Bild: rbb)
Video: Abendschau | 20.10.2018 | Ulli Zelle | Bild: rbb/Abendschau | Bild: rbb

Stau durch Lieferverkehr in Mariendorf - Bezirksbürgermeisterin drängt auf Lösung in Porschestraße

Ab 9 Uhr morgens ist viel los in der Porschestraße in Berlin-Mariendorf: Hunderte Lieferfahrzeuge fahren in die kleine Straße, um bei dem dortigen Lager des Online-Händlers Amazon Waren abzuholen. Anwohner klagen über Lärm und chaotische Zustände. Jetzt will sich Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), um eine Lösung mit Amazon kümmern, wie sie am Donnerstag ankündigte.

Sie habe das Unternehmen bereits vor den Beschwerden besucht, teilte Schöttler mit. Dabei habe ihr die Werksleitung versichert, dass dem Unternehmen eine gute Nachbarschaft wichtig sei. Der Werksleiter habe sich den Nachbarn persönlich vorgestellt. "Für mich ist das ein Indiz dafür, dass dem Unternehmen eine gute Nachbarschaft sehr wichtig ist", so Schöttler.

"Wir kümmern uns darum, was zulässig ist"

Dem rbb erklärte sie auf Nachfrage, dass sie allen Anwohnerbeschwerden nachgehen wolle. "Wir kümmern uns darum, was zulässig ist und was nicht", so Schöttler.

Sie verwies aber auch darauf, dass die Porschestraße in einem Industriegebiet liege. "Dort ist der Dreischicht-Betrieb zulässig", sagt sie. "Aber sicherlich will das Unternehmen seinen Geschäften im Einklang mit dem Umfeld nachgehen", so Schöttler.

Die Anwohner hatten im rbb über schlechte Luft durch die Abgase und Lärm geklagt. Außerdem stünden Lieferfahrzeuge oft im Halteverbot. Mit vielen Fahrern könne man sich auch nicht verständigen, weil sie kein Deutsch sprächen. Auch anliegende Gewerbetreibende hatten sich beschwert.

Sendung: Abendschau, 20.10.2018, 19.30 Uhr  

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