Symbolfoto: Beamte der Bundespolizei bei einer großangelegten Razzia (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 10.10.2018 | Timo Fabian Nicolas | Bild: dpa/Paul Zinken

Berlin und Brandenburg - Polizei geht mit Razzien gegen tschetschenische Gruppen vor

Die Polizei ist am Mittwoch in Berlin und Brandenburg mit einer großangelegten Razzia gegen Mitglieder zweier verfeindeter Gruppen vorgegangen. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei rbb|24 bestätigte, handelte es sich dabei um tschetschenische Gruppierungen.  

Die Polizei vollstreckte nach eigenen Angaben 19 Durchsuchungsbeschlüsse - 18 in Berlin, einen in Brandenburg. Dabei sei es um den Verdacht auf gegenseitigen, gemeinschaftlichen versuchten Totschlag gegangen. Beteiligt an den Razzien waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK).

Waffen, Handys und Drogen sichergestellt

Die Ermittlungen richteten sich einer gemeinsamen Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge "gegen 18 Mitglieder zweier verfeindeter Gruppierungen, die sich Anfang August 2018 in mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen teilweise schwere Verletzungen zufügten". Damals waren zwei Männer in einem tschetschenischen Kulturzentrum im Märkischen Viertel durch Schüsse schwer verletzt worden. 

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler nun den Angaben zufolge umfangreiches Beweismaterial sicher - unter anderem Mobiltelefone, Datenträger, Hieb- und Stichwaffen, Reizstoffsprühgeräte und geringe Mengen Betäubungsmittel. Ein 27-Jähriger sei zur erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Gefangenensammelstelle gebracht und später wieder entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an. 

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.10.2018, 08:00 Uhr

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