Eine Pistole, ein unechter Pass, ein Nummernschild und ein Wappen (Quelle: dpa/Bildagentur-online/Ohde)
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Recherchen von NDR und "Süddeutscher Zeitung" - Hunderte von "Reichsbürgern" besitzen noch Waffen

Die Entwaffnung von sogenannten Reichsbürgern, die den Staat und die Verfassung ablehnen, kommt nur schleppend voran.

Nach Recherchen von NDR und "Süddeutscher Zeitung" dürfen noch immer mehr als 600 von ihnen Pistolen und Gewehre besitzen.

Allein in Brandenburg horten 37 Reichsbürger mehr als 150 Schusswaffen. Bundesweit gibt es nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 18.000 "Reichsbürger". Sie erkennen die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland nicht an und behaupten, das Deutsche Reich würde weiter bestehen. Teile der Szene werden vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

Sendung: Inforadio, 09.10.2018, 22.40 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Vielleicht sollte man erst einmal klären, was ein Reichsbürger ist und vor allem warum es schlimm sein sollte, Reichsbürger zu sein, als Menschen von vornherein zu stigmatisieren. Es gibt ja auch Menschen die glauben an UFOS und anderen Unsinn. Weiterhin wird wohl jemand der welchen Umsturz auch immer planen sollte, dies nicht der Form Kund tun, sich einen Waffenschein zu holen. Der fährt einfach in einer der Krisengebiete dieser Welt und rüstet sich aus. In die Ukraine ist ja nun nicht so sehr weit oder etwa nicht? Da kann man alles kaufen, was das Herz begehrt.

  2. 2.

    Und wer Bundesrepublik in Anführungszeichen schreibt macht deutlich wessen Sympathisant er ist.

    Aber das machen sie ja mit ihrem letzten Satz sowieso mehr als deutlich.

  3. 1.

    Bei den im Artikel Beschriebenen wird es sich um "spaet berufene Reichsbuerger" handeln.
    Sie werden ihre WBK beantragt haben, als sie noch an die "Rechtstaatlichkeit" bzw. eine "Rechtssicherheit" der "Bundesrepublik" glaubten.
    Wer diese Staatssimulation ablehnt, wird nicht so bloed sein, irgendwelche scheinstaatlichen Organe um "Erlaubnis" zu fragen.

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