09.11.2018, Berlin: Ein Büste für den 2017 verstorbenen ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl steht an der Straße der Erinnerung im Spreebogen (Quelle: dpa / Gregor Fischer).
Bild: dpa

Private Stiftung finanziert Denkmal - Büste an Berliner Spreeufer erinnert an Helmut Kohl

Helmut Kohl hat jetzt ein Denkmal in Berlin: Am 29. Jahrestag des Mauerfalls ist eine Büste zum Gedenken an den ehemaligen Bundeskanzler enthüllt worden. Bezahlt hat die Büste in der "Straße der Erinnerung" am Spreeufer in Moabit die private Ernst-Freiberger-Stiftung.

Zu der Zeremonie kam am Freitag auch der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel. Ohne einen Schuss sei Deutschland vereint und souverän, seien die russischen Truppen abgezogen und die Länder in Mittel- und Osteuropa wieder Teil einer Europäischen Union, sagte der frühere CSU-Politiker bei der Einweihung der Büste. Ohne Kohl wäre das nicht gelungen.

Letzte von elf Skulpturen

Auf einer Bronzeplatte auf dem Sockel der Büste ist ein Ausspruch von Kohl (1930 - 2017) eingraviert: "Mein Ziel bleibt - wenn die geschichtliche Stunde es zulässt - die Einheit unserer Nation". Mit der Büste hat die Stiftung ihre "Straße der Erinnerung" im Spreebogen vervollständigt.

Dort stehen nun elf Skulpturen, mit denen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik gewürdigt werden. Darunter sind Albert Einstein, Georg Elser, Ludwig Erhard, Thomas Mann, Walther Rathenau, Ludwig Mies van der Rohe, Konrad Zuse und Käthe Kollwitz. Das Denkmal für die Künstlerin hatte Kohl vor einigen Jahren noch selbst eingeweiht. Die Stiftung ist nach ihrem Gründer, dem 68-jährigen Unternehmer und Investor Ernst Freiberger, benannt.

Sendung: Abendschau, 09.11.18, 19.30 Uhr

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 14.

    Warum sein Kontafei? Ein Geldkoffer hätte doch wohl gereicht, diesen Kanzler der "Einheit" in Erinnerung zu behalten und hätte sein "Lebenswerk" nachhaltiger beschrieben.

  2. 12.

    "Entscheidend ist, was hinten raus kommt..." Ausstrahlung?-nein. Höchstens ob seiner Körpergröße und -fülle. Großes bewirkt?-nein. Da schmückt man ihn mit fremden Federn. Aber er war immer wieder Grund für Verwunderung und Grundlage für viele Lacher. Birne hätte Kanzler bleiben müssen ;-) Danke H. Kohl und Titanic. Es war eine schöne Zeit. Daher soll er doch die Büste bekommen!!

  3. 11.

    Warum fragen Sie, wenn Sie sich Ihre Frage selbst beantworten? Ansonsten empfehle ich Ihnen, die Frage Herrn Freiberger zu stellen. Es ist eine private Sammlung auf seinem Gelände. Zwar frei zugänglich, aber eben privat. Und jeder darf sammeln, was er möchte. Es ist eine Straße der Erinnerung.

  4. 10.

    Ich dachte immer es wäre David Hasselhoff gewesen.
    Aber Kohl?
    Vor allen Dingen: was hat dieser Kohl gemein mit Albert Einstein, Georg Elser, Ludwig Erhard, Thomas Mann, Walther Rathenau, Ludwig Mies van der Rohe, Konrad Zuse und Käthe Kollwitz? Nichts.

  5. 9.

    Ja, die Büste erinnert an Helmut Kohl.
    Im Gegensatz zum Altkanzler (ob man ihn mochte oder nicht) fehlt ihr der typische Ausdruck dieses Mannes.
    Eine lebensechte Büsten Nachbildung, so wie hier versucht, beinhaltet auch dessen Ausstrahlung. Das MUSS ein Künstler draufhaben. Hat er aber nicht. Äußerst schade um das dafür ausgegebene Geld.

  6. 8.

    Der Termin für die Enthüllung ist vlt. etwas irritierend, zwischen Mauerfall und Einheit lag eine Zeit, in der diskutiert wurde. Ein zweiter deutscher Staat oder die Wiedervereinigung. Eine Würdigung Kohls wäre am 3.10. „passender“ gewesen. Kohl hat sich gegen das Zwei-Staaten-Konzept gestellt. Kohl stand Vorbehalten der europäischen Nachbarn gegen die Wiedervereinigung gegenüber. Und falls jetzt jemand meint, ich sei Kohl-Fan, dann irr er. Nur, Leistung erkenne ich an.

  7. 7.

    Ich glaube nicht, dass er irgendeine Ausstrahlung hatte. Keine jedenfalls, die bspw. Richard von Weizsäcker oder Willy Brandt gleichkäme.

    Die Büste verkörpert offenbar unwillentlich diesen Widerspruch in ihm: Sich nicht entscheiden wollen, ob Bauernschlauheit die Oberhand gewinnen soll oder das deshalb extra betonte und verkünstelte Staatsmännische.

  8. 6.

    Das sind die, die nach dem 9. Nov., dem Tag des Mauerfalls, auf die Straße gingen und ihr Kreuz wieder einmal an richtiger Stelle setzten. Jahrzehnte danach will es dann keiner mehr gewesen sein und das Ergebnis dieser Unausgegorenheit, pardon, ist dann das Wählen der AfD.

  9. 5.

    Die Seitenansicht ist noch weniger gelungen. Wer hat denn nach welcher Vorlage die Büste gefertigt? Diese Infos hätte ich mir im Beitrag schon gewünscht.

  10. 4.

    Ja Matt die gibt es, ca. 8 Millionen

  11. 3.

    So löblich die Absicht so schrecklich die Ausführung der Büste. Von der Ausstrahlung dieser Persönlichkeit ist aber auch nichts vorhanden. Dann besser nicht liebe Stiftung

  12. 2.

    Helmut Kohl hat die Mauer fallen lassen? Mehr Geschichtsklitterung geht nicht. Das schlimme ist, es gibt Leute die glauben sowas. Aber es gibt ja auch Menschen, die wählen AFD.

  13. 1.

    "Ohne Kohl wäre das nicht gelungen."

    Da beansprucht, mit Verlaub, Theo Waigel die Profession als Hellseher.

    Den Mauerfall würde ich eher denjenigen "zurechnen", die als Erste und unter Einsatz ihrer körperlichen Unversehrtheit auf die Straße gingen und nicht wissen konnten, wie das für sie ausgeht. Die allenfalls ahnten, dass die sowjetrussischen Truppen aufgrund des Auftretens von Gorbatschow nicht aus den Kasernen kämen. Das andere waren dann Folgewirkungen, so oder anders gehandhabt, je nach Naturell und persönlicher Überzeugung, in diesem oder jenem Zeitraum vollzogen.

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