Fahrgäste der Berliner U-Bahn auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße (Quelle: dpa/Claudia Levetzow)
Video: Abendschau | 23.11.2018 | Boris Hermel | Bild: dpa/Claudia Levetzow

BerlinTrend November 2018 - Mehrheit der Berliner will mehr U-Bahnen und Busspuren

Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner wünscht sich einen Ausbau des U-Bahnnetzes sowie mehr Busspuren und Tram-Linien in der Stadt. Das geht aus dem neuen BerlinTrend hervor. Dabei würden sie auch Nachteile für den Autoverkehr in Kauf nehmen. 

Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner ist zwar grundsätzlich zufrieden mit dem Öffentlichen Nahverkehr in der Stadt, aber zwei Drittel wünschen sich, dass das U-Bahn-Netz weiter ausgebaut wird - trotz hoher Kosten. Das geht aus dem aktuellem BerlinTrend von rbb-Abendschau und Berliner Morgenpost hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Mehr U-Bahnen, Busspuren und Tram-Linien

58 Prozent der Befragten erklärten, dass ihnen Angebot und Zuverlässigkeit von Bussen und Bahnen in Berlin zusagen. 36 Prozent dagegen sind mit dem Angebot nicht zufrieden.

Unabhängig davon möchten zwei Drittel, dass das U-Bahn-Netz weiter ausgebaut wird. Die hohen Kosten dafür solle das Land Berlin in Kauf nehmen, sagten die Befragten. 57 Prozent sprachen sich zudem für mehr Busspuren und für neue Straßenbahnlinien aus - auch wenn damit Platz für den Autoverkehr verloren ginge.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass 58 Prozent der Befragten sich vorstellen können, dass das Schwarzfahren nicht mehr als Straftat, sondern als Ordnungswidrigkeit behandelt wird.

Berliner wünschen sich Ausbau des U-Bahn-Netzes

Grüne stärkste Kraft in Berlin, SPD fällt auf Platz vier

Im ersten Teil des BerlinTrends war es um die parteipolitische Einstellung der Berlinnerinnen und Berliner gegangen. Wenn am kommenden Sonntag die Wahl zum Abgeordnetenhaus stattfinden würde, käme die SPD demnach nur noch auf 15 Prozent der Stimmen. Das ist ein Minus von drei Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai. In der Reihenfolge der im Parlament vertretenen Parteien rutscht die SPD damit vom dritten auf den vierten Platz.

Die Grünen würden mit 24 Prozent mit Abstand stärkste Kraft (+9). Dahinter liegen mit jeweils 18 Prozent Die Linke, die vier Punkte verliert, und die CDU, die drei Punkte einbüßt. Die AfD kommt auf 13 Prozent (+2), die FDP liegt unverändert bei sechs Prozent. Die rot-rot-grüne Koalition würde damit ihre Mehrheit um zwei Punkte auf 57 Prozent ausbauen.

Regierungschef und Parlament sind bundesweit Schlusslicht

Zugleich sagten 62 Prozent der Befragten, dass sie mit der Arbeit des Senats unzufrieden sind. Damit ist die Unzufriedenheit im Vergleich zur letzten Umfrage um fünf Prozentpunkte gestiegen. Nur 34 Prozent äußern sich zufrieden. Berlin ist damit bundesweit Schlusslicht.

Mit der Arbeit des Regierenden Bürgermeisters, Michael Müller (SPD), sind 46 Prozent der Befragten nicht zufrieden. Nur 39 Prozent äußerten sich positiv zu Müller. Auch das ist bundesweit der schlechteste Wert für einen Landes-Regierungschef. Allerdings konnte sich Müller im Vergleich zum Mai um drei Prozentpunkte verbessern. Bei den Anhängern der eigenen Partei kommt er hingegen auf 69 Prozent Zustimmung.

SPD rutscht auf den vierten Platz

Sendung: rbb UM6, 23.11.2018, 18.00 Uhr

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