Eingang zum ehemaligen Arrestgebäude des Konzentrationslagers Mauthausen in Österreich (Bild: dpa/Vladimir Fedorenko)
Audio: Inforadio | 23.11.2018 | Mathias Wetzl | Bild: dpa/Vladimir Fedorenko

Beihilfe zum Mord in mehr als 36.000 Fällen - Ehemaliger KZ-Wächter aus Berlin-Neukölln angeklagt

Ein 95-jähriger ehemaliger KZ-Wächter aus Neukölln ist angeklagt worden. Er soll bis zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen in Österreich mitverantwortlich für Erschießungen, Vergasungen und Folter in über 36.000 Fällen gewesen sein. Von Ulf Morling

Wegen "mindestens 36.223-facher Beihilfe zum Mord" von Häftlingen des Konzentrationslagers Mauthausen ist ein 95-jähriger Berliner jetzt angeklagt worden.

Er soll spätestens ab Juli 1944 bis zur Befreiung Anfang Mai 1945 der Wachmannschaft des in Österreich liegenden deutschen Konzentrationslagers angehört haben. Jahrzehntelang lebte der Angeklagte unbehelligt in Neukölln.

Ab Ende Juli 1944 soll der Angeklagte Angehöriger der 16. Kompanie des SS-Totenkopfsturmbanns im KZ Mauthausen gewesen sein. Im Dienstrang eines Rottenführers soll er bis zur Befreiung im Stammlager des Konzentrationslagers mitverantwortlich gewesen sein für Erschießungen, Vergasungen und Folter. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

Historische Aufnahme - Abgemagerte Häftlinge liegen im Konzentrationslager Mauthausen kurz nach der Befreiung am 05.05.1945 am Boden (Bild: dpa/Lambros)
Häftlinge im KZ Mauthausen bei der Befreiung durch die US-Armee | Bild: dpa/Lambros

Mindestens 36.223 Opfer während seiner Dienstzeit

Viele der Häftlinge in Mauthausen starben allein durch völlig unzureichende Ernährung und Misshandlungen durch das Wachpersonal. Seit Eröffnung des Vernichtungslagers in der Nähe von Linz im Herbst 1939 wurden außerdem mindestens einmal im Monat jeweils mindestens fünf Häftlinge mit Herzinjektionen (Gemisch u.a. aus Benzin und Magnesiumchlorat) ermordet. Die systematische Vernichtung von Häftlingen durch die Wachmannschaften wurde auch mit sogenannten "Totbadeaktionen" vorgenommen: Die Häftlinge wurden solange mit eiskaltem Wasser abgeduscht, bis sie durch Kreislaufversagen oder Unterkühlung starben. Weitere Opfer ertranken im absichtlich verstopften Abfluss des "Duschraumes".

Anfang 1943 wure in Mauthausen zusätzlich eine getarnte Genickschussanlage zwischen Gaskammer und Leichenkühlraum gebaut. Hier wurden ahnungslose Häftlinge hingerichtet. Die weitaus meisten Häftlinge des KZ Mauthausen wurden während des mutmaßlichen Dienstzeitraums des Angeklagten in Gaskammern getötet.

Ein konkreter Vorwurf gegen den Angeklagten ist eine Aktion der SS im Februar 1945: 300 Häftlinge hatten sich nackt ausziehen müssen und wurden kalt abgeduscht. Einen Tag und eine Nacht lang hatten die Opfer in der Winterkälte auf dem Appellplatz stehen müssen. Wer danach noch lebte, wurde von den SS-Wachleuten totgeschlagen.

Gefangene wurden als Vergeltungsmaßnahme erschossen

Ebenfalls vorgeworfen wird dem angeklagten früheren SS-Rottenführer eine Vergeltungsaktion gegen geflüchtete russische Kriegsgefangene. Am 2. Februar 1945 waren 419 Häftlinge aus dem KZ entkommen. In einer zweiwöchigen Großfahndung, bei der nach Zeugenaussagen auch alle SS-Leute der Wachmannschaften eingesetzt wurden, waren 300 Häftlinge erschossen worden.

Seit Februar 1942 war im KZ Mauthausen zudem eine Gaskammer in Betrieb. Der 13,5 Quadratmeter große Raum war im Keller des Krematoriums als Duschraum getarnt. Um die jeweils 50 bis 100 Häftlinge in Sicherheit zu wiegen, war die Gaskammer gefliest und mit Heizkörpern und Beleuchtung ausgestattet. Bevor die Häftlinge den Raum betraten, wurde ihnen Handtuch und Seife ausgehändigt. Die Opfer wurden auf Zahngold untersucht und markiert. Allein zwischen Ende September 1944 und 28. April 1945 wurden dort mindestens 2.683 Menschen vergast.

Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage davon aus, dass dem Beschuldigten "sämtliche Tötungsarten und –methoden" und die desaströsen Lebensumstände der Gefangenen bekannt waren. Ihm sei bewusst gewesen, dass nur getötet werden konnte, wenn die Opfer "durch Personen wie ihn selbst bewacht wurden". Der frühere SS-Rottenführer habe durch seine Tätigkeit als Wachmann die vieltausendfache Ermordung der Häftlinge gefördert oder zumindest erleichtert. Dass es tödliche Misshandlungen, die Ermordung durch Injektionen und eine Gaskammer gab, habe der damalige KZ-Kommandant persönlich auf dem Sterbebett bestätigt. Er hatte vor mehreren Zeugen nach seinem gescheiterten Fluchtversuch Ende Mai 1945 gestanden, dass tausende Gefangene im KZ Mauthausen ermordet wurden.

Angeklagter will nicht dort gewesen sein

Wie der rbb erfuhr, bestreitet der laut Anklage 1944/45 zur SS-Wachmannschaft gehörende Neuköllner, jemals im Stammlager Mauthausen gewesen zu sein. Er will, so die Staatsanwaltschaft, lediglich Gefangene im 20 Kilometer entfernten Rüstungsbetrieb "Hermann-Göring-Werke" bewacht haben. Nach wenigen Monaten habe er seinen Dienstort wieder gewechselt.

Als Beweise für die Täterschaft präsentiert die Staatsanwaltschaft auch eine Mannschaftsliste der 16. Kompanie des SS-Totenkopfbanns. Danach soll der Angeklagte am 26. Juli 1944 im KZ Mauthausen als Rottenführer tätig gewesen sein. In einer Liste des Rüstungsbetriebes "Hermann-Göring-Werke", in denen er als SS-Mann gewesen sein will,  soll der Angeklagte hingegen nicht aufgeführt sein. Bei der Durchsuchung seiner Neuköllner Wohnung sollen die Ermittler darüber hinaus einige Fotos gefunden haben, auf denen der Angeschuldigte in SS-Uniform zu sehen ist.

Wieder verstärkte Ermittlungen gegen Nazi-Täter

Nach der Bestätigung des sogenannten "Lüneburger Auschwitz-Urteils" durch den Bundesgerichtshof im September 2016 wird gegen mutmaßliche NS-Täter wieder verstärkt ermittelt. Grundlage dabei ist die Rechtsauffassung, dass auch SS-Wachleute sich wegen Beihilfe zum Mord schuldig machen konnten.

Der Leiter der "Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" in Ludwigsburg, Oberstaatsanwalt Jens Rommel, erklärte gegenüber dem rbb, dass noch weitere Ermittlungen geführt würden. Es gebe unter anderem acht Verfahren zum KZ Buchenwald und neun zum KZ Ravensbrück, wovon drei allerdings wegen des Todes der Beschuldigten bereits eingestellt seien. Zum KZ Mauthausen lägen insgesamt sieben Verfahren vor, von denen ebenfalls drei wegen Todes der Beschuldigten eingestellt seien. In Ludwigsburg würden derzeit weitere Fälle aus den Konzentrationslagern Bergen-Belsen, Neuengamme, Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück und Mittelbau-Dora geprüft.

Die Anklage muss jetzt vom Landgericht Berlin zugelassen und gegebenenfalls terminiert werden.

Sendung: Inforadio, 23.11.2018, 14:00 Uhr

Beitrag von Ulf Morling

Kommentar

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40 Kommentare

  1. 40.

    Zuersteinmal finde ist die Aufarbeitung unserer Vergangenheit ein sehr wichtiges und bedeutungsvolles Anliegen für die kommende Generation. Damit liegen wir weit vorne zu anderen Ländern. Wir stehen dazu und das ist auch gut so. Verschweigen, vergessen nein und nochmals nein. Das sind wir all den Millionen Opfern u.ihren Angehörigen schuldig. Auch wenn’s vielen Bundesbürgern nicht passt. Zudem braucht man sich ja nur umzuschauen wie verwegen und mit welch Unverblümtheit Rechte Gesinnungsgenossen und Nazis die Geschichte zu ihren Gunsten drehen und wenden tun um somit gegen unsere jetzige Politik Front zu machen. Geradezu erbärmlich, ja abartig finde ich das. Enttäuscht bin ich von den Ostlern, die schreiend durch die Gegend rennen mit den Ruf: Wir sind das Volk. Sich für solch einen gefährlichen Schwachsinn auch noch vor den Karren spannen lassen anstatt nach vorne zu blicken. Von allein wird einem nichts i.den Schoß gelegt. Dafür muß der Mensch auch selbst etwas tun.

  2. 39.

    Am besten sie lesen sich mal folgenden wiki Artikel durch und dann wiederholen sie nochmal was sie hier Ungeheuerliches von sich geben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen

  3. 38.

    Und wie das Verharmlosung ist!

    Was sie hier unglaubliches von sich geben ist die Position der ewiggestrigen Nazis und die der Neonazis. Ja, richtig gelesen, das sind evt. auch Positionen der Ewiggestrigen ("Fliegenschiß") in der AfD aber hauptsächlich ist das was sie hier von sich gegeben haben Ausdruck der Gesinnung von Rechtsextremisten!

  4. 37.

    Es geht hier nicht um Verharmlosung sondern darum das diese 12 Jahre Nazi Zeit nicht alleine unsere Deutsche Geschichte & Kultur bestimmen sollten, denn die Deutsche Geschichte ist mehr als 1000 Jahre alt nicht die Nazis, aber um so mehr man immer wieder diese Zeit hervor hebt um so mehr erreicht man das Gegenteil, man hat die Nase voll von der ewigen Deutschen Schuld, wenn man im Fernsehen & Presse erlebt wie doch immer wieder der Nazi Hitler in den Blick Punkt gerückt wird kann man nur den Kopf schütteln der Hitler würde sich sehr freuen hat er doch sein Ziel erreicht unvergessen zu bleiben

  5. 36.

    Lächerlich? Haben Sie eigentlich verstanden, weshalb der Mann angeklagt werden soll? Lächerlich ist in diesem Zusammenhang nichts. Über 36000 Menschen, die mit seiner Hilfe ermordet wurden...

  6. 34.

    Der sollte mindestens 30 Jahre Knast bekommen, oh sorry der ist ja schon 95 Jahre alt, na und dann muß die Bundesregierung dem Mann Frischzellen spendieren, man was ist das für eine lächerliche Justiz

  7. 33.

    " Bei diesem Prozess, wird es, so glaube ich, kein gerechtes Urteil, [ ..........] geben."

    wie auch, was wäre denn ein gerechtes Urteil ? wie könnte das aussehen ? nach mehr al 7 Jahrzehnten

  8. 32.

    ich bin nicht darüber empört, dass er noch verurteilt werden soll. Ich habe lediglich angemerkt, was für ein Strafmaß für einen 95-jährigen Menschen überhaupt eine Strafe sein kann, sofern er vernehmungsfähig ist . Sollte er ein Pflegefall sein , dann wird es ihm wohl egal sein wenn er in einer JVA betreut wird. und, die Anklage muss jetzt vom Landgericht Berlin zugelassen werden, dem Artikel zufolge ist sie es noch nicht.

  9. 31.

    @ IchMeinJaNur
    >Ich bin geneigt ihnen recht zugeben, wüßte aber sehr gerne welches Re­sü­mee sie daraus ziehen würden.<


    Prozess ja,
    allerdings bleibt dann danach nur noch Achselzucken bei mir.

    - Todesstrafe ist in Deutschland (zum Glück) verboten,
    - wenn mir bei einem Mord zum Teil (einerseits) 10 Jahre zu wenig erscheint, so müsste er, wenn er schuldig gesprochen würde über 360.000 Jahre Haftstrafe erhalten (was mich wiederum an unsinnige Urteile in den U.S.A. erinnert),
    - und wenn er zu, schreibe ich mal eine zweistellige Jahresanzahl (z.Bsp. 10 Jahre) an Haftstrafe verurteilt würde, so wären es nur ca. 2,5 Stunden pro Menschenleben
    Wie geschrieben nur Achselzucken meinerseits.
    Und ich weiß nur eins: Ich bin froh, dass ich nie Geschworener war und mit Sicherheit nie einer sein werde.

  10. 30.

    Stimmt. Und manche vergessen, dass auch ein "Vogelschiss" einen dauerthaften Schaden im Lack verursacht. Dieser Spruch mit dem Vogelschiss zeigte leider, wie man Ereignisse, von so tiefgreifende Bedeutung verharmlosen will.

  11. 29.

    IchMeinJaNur
    ... >D. gleiche Wahn wie damals soll wieder gesellschaftsfähig werden. Wie sich bereits jetzt d. Geschichte wiederholt sieht man aktuell an d. Fall AfD u. Finck. D. bittere Ironie, sein Vater hat d. Vermögen damals durch "Arisierung" zusammengeraubt, d. Sohn finanziert jetzt diese rechtsextreme "Partei" damit.
    https://www.tagesschau.de/inland/afd-von-finck-101.html<

    .
    Sie behaupten: >Vermögen durch Arisierung zusammengeraubt<. Geben m. als Quelle eine URL d. Tagesschau an, bei d. betreffenden Seite wird jedoch, meines Wissens, nichts dergleichen angegeben.
    Und auf d. Seite v. wikipedia.org >August von Finck junior< wird ebenfalls d. Behauptung erhoben m. Verweis auf >Henry Ashby Turner (Hrsg.): Hitler aus nächster Nähe, Aufzeichnungen eines Vertrauten 1929-1932, ... , S. 372 ff.<.

    Wobei auf d. betreffenden Seiten, ab Seite 372, d. angegebenen Buchs nichts dergleichen zu entnehmen ist.
    siehe: https://tinyurl.com/y76on95h

  12. 28.

    Ja, war nicht ganz ernsthaft gemeint, aber leider verharmlosen hier einige die Mitläufer von Damals. Auch Beihilfe zum Mord ist strafbar. Das Alter des Tatberdächtigen speilt bei der Anklage keine Rolle. Beim Strafmaß und der Umsetzung der Strafe schon. Die rhetorische Frage sollte nur zum Nachdenken anregen, was einige so schreiben.

  13. 27.

    "Bei diesem Prozess, ebenso wie bei vielen anderen, wird es, so glaube ich, kein gerechtes Urteil, zumindest aus Sicht der Opfer, bzw. deren (noch lebenden) Nachkommen, Verwandten und Freunden geben."

    Ich bin geneigt ihnen recht zugeben, wüßte aber sehr gerne welches Re­sü­mee sie daraus ziehen würden.

  14. 26.

    "Kein Prozess dieser Art ist überflüssig."

    Wie wichtig diese Prozesse sind zeigt sich auch daran dass sich erneut eine rechtsextreme Partei anmacht mit genau den gleichen Mitteln wie die NSDAP damals die Geschichte zu wiederholen.

    Der gleiche Wahn wie damals soll wieder gesellschaftsfähig werden. Wie sich bereits jetzt die Geschichte wiederholt sieht man aktuell an dem Fall AfD und Finck.

    Die bittere Ironie, sein Vater hat das Vermögen damals durch "Arisierung" zusammengeraubt, der Sohn finanziert jetzt diese rechtsextreme "Partei" damit.

    https://www.tagesschau.de/inland/afd-von-finck-101.html

    Der Schoß ist fruchtbar noch...

  15. 25.

    @ Gast
    >Mal ne Frage, haben die Nazis damals bei den Juden aus Altersgründen Unterschiede gemacht? Achtung, die Frage ist rhetorisch.... Nur mal zum Nachdenken für die, die jetzt mit dem "armen alten Mann" aus Gründen es Alters Mitleid haben..... <

    Die rhetorische Frage würde allerdings bedeuten, dass Sie nach den selben moralischen Vorstellungen, zumindest in dem Bereich, agieren würden. Oder etwa nicht?

    Bei diesem Prozess, ebenso wie bei vielen anderen, wird es, so glaube ich, kein gerechtes Urteil, zumindest aus Sicht der Opfer, bzw. deren (noch lebenden) Nachkommen, Verwandten und Freunden geben.

  16. 23.

    Mal ne Frage, haben die Nazis damals bei den Juden aus Altersgründen Unterschiede gemacht? Achtung, die Frage ist rhetorisch.... Nur mal zum Nachdenken für die, die jetzt mit dem "armen alten Mann" aus Gründen es Alters Mitleid haben..... Die Anklage ist richtig und notwendig.

  17. 22.

    Aus welcher Ecke diese "Schlußstrichdebatte" immer wieder kommt ist ihnen aber bekannt?

    Mord verjährt nicht und nur weil Tausende unbehelligt davongekommen sind soll dieser Mann nicht angeklagt werden?

    Verstehe ich jetzt nicht, was ich aber verstehe ist warum die bundesdeutsche Justiz Mörder und Schuldige hat laufen lassen, sie saßen ja auch in den eigenen Reihen und das wirkt teilweise bis heute nach.

  18. 21.

    Wer hier oberflächlich ist und rumtönt, man möge es doch nun endlich mal gut sein lassen, macht sich in meinen Augen zum späten Mittäter der Nazi-Zeit. Er möge seine Einstellung doch bitte mal den vielen Hinterbliebenen, die evtl. sogar einzig und allein übrig blieben, weil ihre gesamte Familie ausgelöscht wurde, erklären.
    Machen wir uns doch bitte nicht zu Mittätern, indem wir diese Verbrechen als erledigt und abgehakt betrachten.
    Selbstverständlich gehört der Mann vor Gericht. Unerklärlich nur, warum erst jetzt.
    Nach dem Ende des 2. Weltkriegs haben sich die Menschen bereits zu Mittätern gemacht, indem sie Nazi-Größen gedeckt oder in hohe Positionen gehievt haben. Ich frage mich noch heute, warum die Freisler-Witwe eine hohe Rente vom Nachfolgestaat beziehen durfte. Während gleichzeitig viele Kinder, deren Mütter ums Überleben kämpften, am Rande des Existenzminimums standen.
    Kein Prozess dieser Art ist überflüssig. Ebenso wenig wie eigene Meinungen in anderen Kommentaren.

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