Der Kreisverkehr um die Siegessäule wurde von Greenpeace am 26.06.2018 gelb eingefärbt (Quelle: Greenpeace)
Video: Abendschau | 07.11.2018 | Rainer Unruh | Bild: Greenpeace

Gelbe Farbe am Großen Stern - Polizei durchsucht Wohnungen wegen Greenpeace-Farbaktion

Die umstrittene Farbaktion von Greenpeace-Aktivisten rund um die Berliner Siegessäule hat ein Nachspiel. Bundesweit vollstreckte die Polizei 29 Durchsuchungsbeschlüsse. Greenpeace spricht von einem Angriff auf die freie Meinungsäußerung.

Vier Monate nach einer umstrittenen Farbaktion von Umweltaktivisten am Großen Stern in Berlin hat die Polizei am Mittwochmorgen bundesweit Wohnungen durchsucht. Nach Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft werden insgesamt 29 Durchsuchungsbeschlüsse in mehreren Bundesländern vollstreckt. Unter den Objekten war auch der Hauptsitz von Greenpeace in Hamburg, wie ein Sprecher der Umweltschutzorganisation bestätigte.

Für Greenpeace ist Vorgehen inakzeptabel, sagte Sprecher Christian Bussau dem rbb: "Für mich ist klar, dass das ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung ist, um friedlichen Protest für mehr Umweltschutz zu unterdrücken."

Kritik von Linken und Grünen, Opposition begrüßt Polizeiaktion

Linke und Grüne sprachen von "überzogener Kriminalisierung von Klimaschützern" und einer "Einschüchterungsaktion". Die Berliner CDU begrüßte dagegen die Durchsuchungen: "Es darf keinen Freibrief geben für fragwürdige Aktionen von Umweltaktivisten", teilte der verkehrspolitische Sprecher Oliver Friederici mit. Von der Berliner AfD hieß es, wer Menschen gefährde, müsse dafür hart bestraft werden.

Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte am Mittwoch: "Es geht nicht darum, Greenpeace zu kriminalisieren, sondern es geht allein darum, die Verantwortlichen an dieser Aktion, die möglicherweise die Grenze zur Strafbarkeit überschritten hat, namhaft zu machen." 

Stürze und Unfälle

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und weiterer Delikte. Dabei will sie die Organisatoren und Helfer der Aktion ausfindig machen. Bislang seien 19 Personen namentlich bekannt, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Betroffenen könnten die Durchsuchung durch freiwillige Herausgabe der gesuchten Computer und Datenträger abwenden.

Konkret wirft die Staatsanwaltschaft den Greenpeace-Aktivisten vor, am 26. Juni 3.500 Liter Farbe auf die Fahrbahn des Großen Stern ausgeschüttet zu haben. Weil die Fahrbahnmarkierung nicht mehr zu erkennen war und die Straße sehr rutschig wurde, seien viele Verkehrsteilnehmer erheblich gefährdet worden. Ein Motorradfahrer und eine Radfahrerin seien gestürzt, zudem sei es zu Auffahrunfällen mit Sachschaden gekommen. Mehrere betroffene Verkehrsteilnehmer hatten daraufhin Anzeige erstattet.

Aktion stieß auf heftige Kritik

Greenpeace-Anhänger hatten die gelbe Farbe auf die Fahrbahn gekippt, um das Straßennetz rund um die Siegessäule aus der Vogelperspektive wie eine Sonne erscheinen zu lassen. Anlass der Aktion war das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung.

Bereits unmittelbar nach der Aktion war heftige Kritik laut geworden. Dabei ging es einerseits um die Verkehrssicherheit, andererseits aber auch um die Verunreinigung: Die BSR war mit drei Spül- und acht Kehrwagen stundenlang unterwegs, um den Platz wieder zu säubern. Die Reinigungsbetriebe veranschlagten Kosten in Höhe von exakt 14.019,75 Euro. 

Greenpeace wertete die Aktion dennoch als Erfolg. Es sei den Aufwand auf jeden Fall wert gewesen, um auf die Kohle-Problematik hinzuweisen. Auch Berlins Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) hatte bei einer Rede im Berliner Abgeordnetenhaus Verständnis gezeigt. Man müsse schauen, ob die Farbe wirklich umweltfreundlich gewesen sei und ob Menschen gefährdet worden seien. Wenn Menschen nicht gefährdet würden, könnten NGOs auch spektakuläre Aktionen wählen, wenn sie dazu führten, dass die Öffentlichkeit informiert werde, hatte Günther gesagt.

Sendung:  Abendschau, 07.11.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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49 Kommentare

  1. 48.

    "Bei der Aktion wurde ein Gemisch aus Wasser (3500 Liter), Goldocker (125kg Pigment), Spinellgelb (250kg Pigment), Kreide (350 kg) und Zellulose (30kg) verwendet. Die daraus gemischte Farbe ist abwaschbar.
    Spinell, Ocker und Kreide sind mineralische Rohstoffe. Ocker beispielsweise ist Eisen(III)-Oxidhydroxid, ein harmloser Stoff nach Wasserrahmenrichtlinie ohne Grenzwert. Spinell ist ein natürlich vorkommendes Mineral. Es ist gesundheitlich unbedenklich und deshalb unter anderem als Farbstoff für Kinderspielzeug zugelassen. Methylzellulose ist ein als E461 zugelassenes Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie." schreibt Greenpeace am 26.6.18 (!) auf ihrer Webseite https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/erneuerbare-energien/farbe-gekriegt#Fußnote_Farbe
    Wir wüssten, hätten die Behörden einen anderen Sachstand.

  2. 47.

    NICHT JAMMERN GREENPEACE!!! einfach aufrufen das sich viele Menschen namentlich und öffentlich schuldig bekennen an dieser Aktion beteiligt gewesen zu sein...die "möglicherweise die Grenze zur Strafbarkeit überschritten hat" wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft den messerscharf umrissenen Ermittlungsstand beschreibt. An die 200 Beamte bundesweit im Einsatz um diese Frage zu beantworten. Das sollte nun wirklich nicht umsonst gewesen sein!!! Greenpeace verfügt über Mitglieder und Unterstützer, die es sich locker sozial und ökonomisch leisten können, eine oder einer von Hunderten gewesen zu sein, die dafür nun vor Gericht erscheinen müssen. Jeder von ihnen sollte beantragen das dieser Prozess in einem Stadion stattfindet. Sieht nicht danach aus, wäre aber für die Justiz sicherlich am Ende billiger, als hunderte Einzelprozess zu führen die Amtsgerichte blockieren. Und an Greenpeace: Ladet die Kolonnen der BSR zu einem Fest. Sie waren toll. Eure Aktion auch ein Werbefilm für BSR

  3. 46.

    Die Aktion der Staatsanwaltschaft ist absolut richtig. Man kann auch prostestieren ohne sich oder andere zu gefährden.
    Und dies war nunmal eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern.

  4. 45.

    Wegen einer etwas schiefgegangenen Aktion mit eigentlich besten Intentionen brodelt hier der Volkszorn. Der jahrelange bewusste Betrug der Automobilindustrie an Autofahrern und anderer Bevoelkerung unter Inkaufnahme massiver Gesundheitsschaeden wird dagegen fast gleichgueltig hingenommen. Erschreckend, wie einfach viele wahlberechtigte Menschen sich manipulieren lassen.

  5. 44.

    Sehe ich auch so! Und ich bin Autofahrer. Finde die Aktion dennoch akzeptabel. Nicht unbedingt gut, aber ich habe eine gewisse Sympatie für. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr ist lächerlich. Da kenne ich aber andere Strasse in Berlin wo das mehr zutrifft...

  6. 43.

    Frage an den rbb: Ist inzwischen bekannt, ob die Farbe umweltfreundlich war? Zum Zeitpunkt des Berichtes war das ja noch unklar.

  7. 40.

    "irgendwelches "Zeug" auf der Fahrbahn bedeutet nicht automatisch "Gefahr" " -Ja nee, also alles, auf dem man mehr rutscht, Glatteis, Aquaplaning, nasses Laub usw. auch alles nicht. Ich hatte das mit der Reibung bei Fortbewegung noch in der Schule und kenne das auch aus der Fahrpraxis, Sie nicht? ;)

  8. 39.

    Dass der Zweck niemals die Mittel heiligen sollte, haben wir hoffentlich aus der Weltgeschichte gelernt.

  9. 38.

    Die Diskussion ufert leider in ideologische Streitereien und Beleidigungen aus. Warum klappt ein sachlicher Meinungsaustausch nicht? Schade.

  10. 37.

    Ach ja? Was ist denn meine "Argumentationslinie"? Habe ich behauptet, daß jedermann, der Straftaten billigt, verurteilt wird? Nein. Ich habe darauf hingewiesen, daß Billigung von Straftaten ein Straftatbestand ist und man dafür verurteilt werden kann.

    Daß Sie aus dem Fall Langer schließen, daß nun jedermann Straftaten billigen darf, zeigt, daß Sie auf juristischem Gebiet - mit Verlaub - völlig unbedarft sind und auch noch nie mit Gerichten zu tun hatten. Das Fazit, daß Sie in Ihrer - sorry - Unbedarftheit ziehen, ist geradezu abenteuerlich.

    Wenn Sie den von Ihnen selbst verlinkten Kommentar gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, daß Langers Anwalt nicht mehr mit einem Freispruch gerechnet hat und dieser völlig unerwartet kam. Bitte mal der Frage nachgehen: WARUM hat sein Anwalt nicht mehr mit einem Freispruch gerechnet? In diesem Zusammenhang kann ich es mir nicht verkneifen, noch mal freundlich auf den zweiten Halbsatz meines ersten Kommentars hinzuweisen.

  11. 36.

    Großartig, endlich wird richtig durchgegriffen!
    Verstöße gegen §315b sind kein Kavaliersdelikt!
    Die Staatsanwaltschaft wird die Verhältnismäßigkeit dieser Reaktion in ihrer Jahresstatistik zeigen. Und zwar beim Umgang der gnadenlosen Verfolgung z.B. von Zweite-Reihe- und Radwegparkern. Angesichts der hier höheren Gefährdung anderer und dem ausschließlich eigennützigem Anlass der Tat bin ich auf die Maßnahmen sehr gespannt.
    In einem halben Jahr lesen wir hier dann hoffentlich z.B. "52 Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und weiterer Delikte im Fall Tamara-Danzstraße 8.11.2018, 10-11Uhr"
    Liebe Staatsanwaltschaft, ihr habt die Messlatte damit selbst gesetzt. Los gehts!

  12. 35.

    Die Gefahr muss erst einmal als solche erkannt werden und erkannt werden können - irgendwelches "Zeug" auf der Fahrbahn bedeutet nicht automatisch "Gefahr" und wer hinten im Taxi sitzt, hat keinerlei Einfluss, der Taxifahrer auch nicht, jedenfalls nicht auf das, was die vor ihm fahrenden Fahrzeuge bzw. deren Fahrer veranstalten.

    Das nennt sich Kausalität und Aktionskette, aber wer schon schreibt, dass Fahrrad- und Motorradfahrer auf dem Fußweg fahren dürften, von dem kann man solche Gedankengänge wohl nicht erwarten.

    Statt solch einem Unsinn, der nun mal eindeutig einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstellt und durchaus schwerwiegende Folgen hätte haben können, wie zB in meinem Fall, selbst wenn ein Auffahrunfall vielleicht allein nicht für lebensbedrohliche Folgen gesorgt hätte, hätte man auch einfach rund um den Platz herum ein einziges Plakat mit einem durchgehenden Spruch aufstellen können, aber das wäre ja nicht spektakulär gewesen

  13. 34.

    Pass mal auf, du verblendetes Etwas, ich war an dem Tag auch dort unterwegs, wegen einer für mich extrem wichtigen Untersuchung, die ich durch den Eingriff in den Verkehr fast verpasst hätte, denn das Taxi wäre fast in einem LKW gerutscht - wäre das so gekommen, hätte ich erst Wochen später wieder einen Termin bekommen und dadurch wiederum wäre eine ernsthafte Erkrankung ebenfalls erst Wochen später diagnostiziert worden.

    Im Extremfall würde es mich heute nicht mehr geben, aber ist eben immer alles halb so schlimm, wenn man ideologisch mit solchen Idioten übereinstimmt, aber ist man selbst betroffen, dann wird eben gejault und gemault - einfach mal das Hirn einschalten und zum Denken benutzen, nicht nur als Schwung- und Dichtmasse.

    Wie kaputt ein Wertekompass sein kann ? Solltest du dich lieber mal selbst fragen, wenn du solche Aktionen, die eindeutig Menschen GEFÄHRDET hat, gut heißt.

  14. 32.

    "kriminelle Truppe" :D? Das ist ansich üble Nachrede was Sie hier tun, ist Ihnen aber sicher bewusst, oder?
    "dass der Mensch das Klima nicht beeinflussen kann" Ja, ne ist klar, Forschung und Wissenschaft akzeptieren Sie allgemein aber schon?
    "selbsternannte Klimaschützer" Wer "ernennt" ihrer Ansicht nach denn Klimaschützer? Greenpeace sind eine ganz klar anerkannte Organisation zum Schutze des Klimas mit ca. 3 Millionen Mitgliedern....
    Ich hoffe, dass Konzerne die wieder besseren Wissens die Zukunft künftiger Generationen auf diesem Planeten zerstören, strafrechtlich belangt werden und zwar so schnell wie möglich.

  15. 31.

    Immer wieder faszinierend wie Konzerne durch ihre klimaschädigenden Handlungen ungestraft zigtausende in ihren Lebensgrundlagen bedrohen dürfen, aber wenn bei einer Aktion zur Rettung des Klimas durch "bösen Aktivisten" ein Fahrradfahrer stürzt, dann ist die Empörung groß...Wie kaputt kann ein Wertekompass noch gehen? Die Geschichte wird auch die verwirrtesten "Klimaskeptiker" eines besseren belehren...

  16. 30.

    Na wieder am Fakenews verbreiten? Wollen Sie vllt. etwas ausführen inwiefern in der Rigaer der Rechtsstaat angeblich nicht funktioniert oder habe ich Ihre Aussage falsch verstanden?

  17. 29.

    "Der Zweck heiligt die Mittel, auch in diesem Fall, also mehr solche Aktionen bitte!
    Die Rettung des Weltklimas rechtfertigt auch noch ein paar größere Kollateralschäden als ein paar Blechschäden und eine gestürzte Oma."

    So sprechen nur Fanatiker.

  18. 28.

    Bitte erläutern Sie doch mal, wer die kriminelle Truppe ist, was zur Kasse bitten heißen soll und weshalb der Mensch da Klima nicht beeinflussen kann.

  19. 27.

    Ich habe Ihren Kommentar durchaus vollständig gelesen. Vielen Dank aber für den Verweis auf den Vergleichsfall Langer, der wegen einer "Billigung von Straftaten" verurteilt wurde. Doch wenn Sie weiter recherchiert hätten, wäre Ihnen nicht entgangen, dass auch dieser Fall nicht für Ihre Argumentationslinie taugt. Denn der Mann wurde später auf ganzer Linie freigesprochen!

    http://peter-nowak-journalist.de/2017/12/28/ein-recht-auf-meinung/

    Fazit: meine Behauptung, dass man diese Greenpeace-Aktion öffentich für gut befinden darf, bleibt korrekt.

    Ich selbst sehe diese konkrete Aktion mit gemischten Gefühlen. Öffentlicher Druck auf die Kohlelobby ist jedenfalls dringends nötig.

  20. 26.

    Ich hoffe die Justiz greift hart gegen diese kriminelle Truppe durch und bittet sie zur Kasse. Gesetzte gelten für alle, auch für die selbsternannten ''Klimaschützer''! Durch diese schwachsinnige Aktion hat sich das Klima natürlich nachhaltig verbessert. Ganz davon abgesehen, dass der Mensch das Klima nicht beeinflussen kann.

  21. 25.

    Die Entrüstung über Meinungen in Foren habe ich mir schon lange abgewöhnt. Sonst würde ich mich eher Ihr Nazi-Vergleich bestürzen. Aber das ist Godwin's Law.

  22. 24.

    Laufen jetzt Fußgänger im Kreisverkehr mit herum oder was soll das für eine unsachliche Belastungsaussage sein? Die Markierungen gibt es nur bei den Fußgängerwegen. Woran die Pols nicht gedacht haben an der Aktion zu kritisieren ist, dass es durch die helle Farbe zu einer Reflektion kommt, die das räumliche Sehen beeinträchtigt, gerade im Kreisverkehr.

    Dass das aber nicht kritisiert wird zeigt nur wieder, dass um die eigentliche Gefahr nicht nachgedacht wird. Man sieht ja sehr deutlich, dass nur die Fahrbahn um die Siegessäule betroffen ist aber nicht die Fußgängerwege. Wer dann wissentlich einfach in die Farbe reinläuft und hinfällt, der ist nach deutschem Recht selber schuld. Wer die Gefahr sieht und sich ihr trotzdem aussetzt, der trägt eine Mitschuld am eigenen Schaden.

    Genauso Fahrrad- und Motorradfahrer. Die können absteigen und schieben, solange Gefahr droht. Das dürfen die sogar auf Fußwegen. (sogar fahren)

  23. 23.

    Mit solchen Aussagen, die nicht einmal die grundgesetzlich garantierte körperliche Unversehrtheit akzeptieren, stellen Sie sich bereits abseits der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und sind damit ein Fall für den Verfassungsschutz. Ist Ihnen eigentlich klar, was Sie da schreiben? Nicht ganz unähnlich haben die Nazis damals auch argumentiert, um die "Reichskristallnacht" zu rechtfertigen. Einfach erschreckend, dass manche hier kein Maß mehr zu kennen scheinen!

  24. 22.

    Greenpeace wird das schon alles aushalten. Greenpeace hat weltweit fast 3 Mio Mitglieder und beschäftigt rd. 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Welt. Das Budget von Greenpeace beträgt ca. 340 Mio €. Der Umgang mit Kritik auf Aktionen ist für Greenpeace Alltag. Ebenso die Auseinadersetzung mit Staaten.

  25. 21.

    Sogenannte "Aktivisten" dürfen doch in Deutschland alles ohnemit einer Bestrafung zu rechnen.
    Siehe auch "Rigaer Strasse".

  26. 20.

    Es geht bislang nur nun Aufklärung:

    "Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte am Mittwoch: "Es geht nicht darum, Greenpeace zu kriminalisieren, sondern es geht allein darum, die Verantwortlichen an dieser Aktion, die möglicherweise die Grenze zur Strafbarkeit überschritten hat, namhaft zu machen." "

    Nicht mehr und nicht weniger. Auf jeden Fall ist Greenpeace eine international anerkannte Organisation.

  27. 19.

    Der Zweck heiligt die Mittel, auch in diesem Fall, also mehr solche Aktionen bitte!
    Die Rettung des Weltklimas rechtfertigt auch noch ein paar größere Kollateralschäden als ein paar Blechschäden und eine gestürzte Oma.

  28. 18.

    Sie hätten auch meinen zweiten Halbsatz lesen sollen. Im Übrigen stelle ich Ihnen anheim, sich nicht nur mit dem Kommentar des User NichtNotwendig sondern auch mal mit dem Fall Langer zu befassen: https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/tat-verjaehrt-billigung-strafbar Viel Spaß bei der Lektüre.

  29. 17.

    Hier werden, wie in vielen anderen Ereignissen, hysterische Aktionisten gefeiert, die einfach nur kriminell sind. Das sind erschreckende Anzeichen von Diktatur der Demokratie. Der Gesetzgeber ist gefordert knallhart durchzugreifen.
    Es ist mittlerweile unerträglich zu registrieren, dass diesen Dummschwätzern ihre Gewalttaten als Synonym für ihre "edlen" Ziele abgekauft werden.

  30. 16.

    Eine gelungene superjeile Aktion ... und ich war Helfer. Habt ihr das gehört, liebe Staatsanwälte? Ich habe bei der Aktion mitgemacht ... aber ihr kriegt mich nicht ... niemals, hahaha muuaahahahahahaha.
    PS. Die nächste Aktion kommt bestimmt.

  31. 15.

    Wenn Motorradfahrer und Fahrradfahrer wegen dieser Aktion gestürzt sind , wurden Personen geschädigt und dabei wurden Sach- und Personenschäden von den Aktionisten billigend in Kauf gneommen. Damit handelt es sich nicht mehr um eine grundgesetzlich geschütze Meinungsäußerung zu welchem Thema auch immer, sondern um eine strafbare Handlung für die es keine Entschuldigung gibt. Zudem: Wer kommt für die erlittentn Schäden der betroffenen Verkehrsteilnehmer auf? Die Eigenen Versicherungen sicherlich nicht mit dem Hinweis auf eine strafbare Handlung von dritten und die Haftpflichtversicherung von Greenpeace wird sich hier auch raushalten ... Ob die Umweltorganisation die Geschädigten entschädigt?

  32. 14.

    Wunderbare Aktion.
    Die Reaktionen typisch "deutsch". Juristen an die Front der Meinungsmacher. Erst wenn der letzte Feinstaub unsere Lungen ruiniert hat wird - wird die letzte Aktivistin mit Farbe "Protest" auf die Straße malen. Und dafür einen Strafzettel erhalten.

  33. 13.

    § 315b Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr
    (1) Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
    1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
    2. Hindernisse bereitet oder [...]
    und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen [...] gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    So sehr ich die Motivation unsere Umwelt zu schützen respektiere, achte und unterstütze. Das Recht auf freie Meinungsäußerung steht hier nicht über dem Recht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit Art. 2 Abs. 2 Grundgesetz!

  34. 12.

    Ihr Verweis auf das StGB greift gleich doppelt nicht. Ich befürworte nahezu jede Aktion gegen die Kohleverstromung. Wer diese Aktion hier öffentlich befürwortet, kann das ebenfalls tun. Mit einer Strafe wegen einer angeblichen "Billigung von Straftaten" muss deshalb niemand rechnen. Denn die droht nur, wenn (Zitat) "der öffentliche Frieden gestört" wird. Mit einem öffentlichen Kommentar ist diese Hürde keinesfalls überschritten. Dazu kommt, dass es sich bislang nur um einen Vorwurf (Eingriff in Straßenverkehr) handelt und niemand verurteilt wurde. Eine Straftat wurde also noch überhaupt nicht festgestellt. Ihr Verweis auf § 140 StGB ist hier deshalb völlig fehl am Platze!

  35. 11.

    Greenpeace zielt aktiv auf Öffentlichkeitsaufmerksamkeit ab. Und zwar international. Demokratien halten dies fast immer aus. Der Aufschrei allerorts bestätigt die Wirksamkeit der Aktion. Das Bild ist sehr gut zu vermarkten. Insofern kann Greenpeace es schon als Erfolg bezeichnen. Etwaige Klageverfahren werden die Wirkung noch verstärken. Damit sage ich nicht, dass ich diese Aktion positiv bewerte.

  36. 10.

    Wäre schön, wenn die zuständigen Stellen das Verursacherprinzip bei der Verunreinigung unserer Trinkwasserquellen genauso konsequent anwenden würden. Zum Beispiel beim Eintrag von Sulfat aus dem Bergbau oder Glyphosat und anderer Umweltgifte aus allen möglichen Wirtschaftsunternehmen.

  37. 9.

    Ein verletzter Motorradfahrer und eine gestürzte Radfahrerin einen Erfolg zu nennen ist komplett daneben.
    Und na Klar. Die Polizei ist wieder schuld. Hier machen sich es vereinzelt Kommentatoren ziemlich einfach.

  38. 8.

    Interessant, dass Sie Ihren Kameraden den Vorsatz gleich bescheinigen. Dann braucht es das Gericht nicht in einer umfangreichen Beweisaufnahme zu tun.

  39. 7.

    Glauben Sie allen Ernstes, dass die Teilnehmer der Aktion die Verkehrsteilnehmer über die Gefahren dieser Aktion informieren wollten?
    Die waren doch nur an einer populistischen Aktion interessiert.
    Aber, wie sollte die Warnung geschehen?
    "Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, ACHTUNG, wie beschmieren die Straße mit Farbe um auf Umweltschäden hinzuweisen"?
    Was für eine Blauäugigkeit.
    Wie schon geschrieben, hoffe ich darauf, dass die Täter nachhaltig bestraft werden, Greenpeace mit Forderungen der geschädigten Bürger überflutet werden.

  40. 6.

    Wenn die Aktivisten vor der Gefährlichkeit ihrer Aktion sogar noch warnen wollten, dann geschah die Tat des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sogar mit nachweisbarem Vorsatz und ist damit strafverschärfend!
    Ansonsten schließe ich mich einfach mal dem Kommentar von "Hacksteak" #2 an, da ist alles gesagt.

  41. 5.

    Bitte mal den § 140 StGB durchlesen und gelegentlich mal nachdenken. Danke.

    https://dejure.org/gesetze/StGB/140.html

  42. 4.

    Aufgrund eines ausgesprochen Platzverweis der Polizei, kam es dazu, daß Teilnahmer der Aktion, die die Verkehrsteilnehmer über die Gefahren informieren sollte, diese dies nicht mehr tun konnten. Infolge dessen kam es zu Unfällen. Die Polizei hat dies nicht oder nur unzureichend weiter durchgeführt.

  43. 3.

    Großartige Aktion - die leider nichts gebracht hat wenn man so hört was die Kohlekommission als mögliche Ergebnisse vorschlägt.

  44. 2.

    Da erweist Greenpeace den ganzen Umweltverbänden wieder einmal einen Bärendienst.

    Was wohl (wenn man sich in den Aktivisten hineindenkt), nach der Vorlage aus der Guerilla-Kunst( https://www.youtube.com/watch?v=N1AHBZybjW4) , nach einer "coolen Aktion" und " einem Statement" klingt, das "nachhaltig Dinge bewegen wird", zeigt sich bei näherer Betrachtung etwas völlig anderes:

    Das "Statement" an die Politik und Wirtschaft wird verpuffen, die Einzigen, die etwas davon haben, sind die verletzten Motorrad- und Radfahrer*innen, sowie die Umwelt um den großen Stern herum, als auch die Klärwerke, die mit schwer-abbaubaren Farben und Lacken zurecht kommen müssen.
    Falls es umweltfreundliche Farben auf Kalkbasis waren: Irgendwo ist dafür ein Kalkfelsen mit schwerem Gerät abgetragen worden.

    Well-done, Greenpeace.

  45. 1.

    Lange hat es ja gedauert, der Schmierfinken habhaft zu werden. Aber nun hofft man auch darauf, dass der Rechtsstaat klare Kante zeigt. Hausdurchsuchungen können nur der Anfang sein, dem Treiben Einhalt zu bieten und den Bürger, die Stadt aus dem Würgegriff selbsternannter "Umwelt-Aktivisten" zu befreien.
    Ich hoffe, wie auch viele Bürger Berlins, auf eine empfindliche Bestrafung der Täter.

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