Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) spricht sich für einen gezielteren Kampf gegen Cyberkriminalität aus. (Bild: imago/Martin Müller)
Audio: Inforadio | 06.12.2018 | Dominik Lenz | Bild: imago stock&people/Martin Müller

Kompetenzzentrum soll mehr Fachkräfte ausbilden - Schröter will härter gegen Cyberkriminalität vorgehen

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) will Kriminalität im Internet gezielter bekämpfen. Politik und Gesellschaft müssten sensibilisiert werden, um vor allem Kinder im Netz zu schützen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag am Rande einer Expertenanhörung im Innenausschuss des Landtags.

Für Cyberkriminalität habe die Polizei bereits rechtzeitig ein eigenes Dezernat eingerichtet, sagte Schröter. Doch der weitere Aufbau sei nicht ganz einfach: "Wir brauchen nicht nur Polizisten, sondern entsprechende Spezialisten, die mit der Technik gewachsen sind."

Deshalb denke Brandenburg gemeinsam mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin darüber nach, eine Ausbildung für dieses Kriminalitätsfeld anzubieten. Die Polizei sei noch lange nicht in der Stärke aufgebaut, die es künftig brauchen werde, so Schröter.

Auch der CDU-Abgeordnete Björn Lakenmacher forderte eine Aufstockung der Polizei im Kampf gegen Cyberkriminalität. Dafür müsse das Land nachbessern. Denn für IT-Spezialisten gebe es bisher wenig Anreiz, in den Öffentlichen Dienst zu gehen, weil sie woanders mehr verdienten. "Da müssen wir auch als öffentlicher Arbeitgeber viel attraktiver werden, um die Spezialisten in die Behörden zu bekommen", sagte Lakenmacher.

Sendung: Inforadio, 06.12.2018, 15 Uhr

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