Archivbild: Eine Hundehälterin geht in Berlin mit drei Mischlingen an der Leine spazieren. (Quelle: dpa/ Wüstenhagen)
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Video: rbb|24 | 17.12.2018 | Bild: dpa/Wüstenhagen

FAQ Hundegesetz - Das müssen Hundebesitzer über die Leinenpflicht wissen

Seit 2016 hat Berlin ein neues Hundegesetz. Der bekannteste Bestandteil regelt die Leinenpflicht. Doch was Gesetz ist, ist nicht automatisch in der Praxis gültig. Dazu braucht es die "Hundegesetzdurchführungsverordnung", die 2019 in Kraft tritt. Was steht drin?

Zwar gibt es das Berliner Hundegesetz in seiner neuesten Fassung schon seit Sommer 2016, doch die allgemeine Leinenpflicht für Hunde gilt in ganz Berlin erst ab 1. Januar 2019. Dann tritt auch die lange erwartete Verordnung zum Hundegesetz in Kraft, wie der Senat Ende September bekanntgab. Zuvor hatten unter anderem zu der Frage wie die Sachkundeprüfungen gemacht werden können, noch die Ausführungsvorschriften gefehlt. Diese sind nun fertig.

Ab 2019 müssen in der Hauptstadt also alle etwa 104.000 (gemeldeten) Hunde auf allen Straßen, Plätzen, im Treppenhaus von Mietshäusern, Bussen und Bahnen, in Parks und Wäldern an die Leine. Zwar gibt es Ausnahmen - die gelten aber vor allem für Brachflächen und unbelebte Straßen und Plätze. Und auch da dürfen nur bestimmte Hund von der Leine.

Fragen und Antworten

  • Wo muss ich meinen Hund an die Leine nehmen?

  • Ausnahmen von der Leinenpflicht

  • Muss ich die Sachkundeprüfung ("Hundeführerschein") machen?

  • Wo kann ich die Sachkundeprüfung machen?

  • Offene Fragen

Hundebiss-Statistik 2017 Berlin

Das Hundegesetz soll helfen, Menschen vor Hunden zu schützten. Im Jahr 2017 wurden in Berlin knapp 600 Fälle registriert, in denen Menschen von Hunden angesprungen oder verletzt wurden. Demnach wurden genau 584 entsprechende Vorfälle gemeldet. Im Jahr 2016 lag die Zahl mit 614 Fällen ähnlich hoch. Weil längst nicht alle Konfrontationen zwischen Hund und Mensch gemeldet werden, dürfte die Dunkelziffer höher sein.

Außerdem listet die Statistik für das Jahr 2017 398 Fälle auf, in denen Hunde von anderen Hunden verletzt wurden.

Sendung: Inforadio, 18.12.2018, 08:20 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Ich wurde einmal auf der Straße vor einem Imbiss von einem Hund (freudig) angesprungen.
    Es hat leicht geregnet an diesem Tag und die Hundepfoten haben gewaltigen Dreck auf meinem weißen Hemd hinterlassen. Der Hundeführer/Besitzer hat sich geweigert mir den Schaden zu ersetzen und ich wäre Schuld, weil ich dem Hund zu nah gekommen wäre, der nicht angeleint war.
    Um einen Streit zu vermeiden, habe ich nicht die Polizei geholt und das Hemd als Putzlappen weggeworfen, da sich die Flecken nicht mehr entfernen ließen.
    Ich möchte nicht von dem nettesten und allerliebsten Hund angesprungen werden, jeder Hund darf bei mir gerne seine Pfoten dort lassen, wo sie auch hingehören, auf dem Boden und nicht auf meiner Kleidung.

  2. 5.

    Da gibt es tatsächlich eine Statistik, in der erfasst wird, wenn jemand von einem Hund angesprungen wird... Und dieses wird offenbar gleichgesetzt mit einem Biss. Das ist so absurd dass ich eigentlich nur lachen kann.
    Wie geht ein absoluter Leinenzwang eigentlich mit dem Tierschutzgesetzes konform? Ein ständiges an der Leine halten entspricht keiner artgerechten Haltung eines Hundes. Wobei Hunde in einer Großstadt eh nur fragwürdig artgerecht gehalten werden können.

  3. 4.

    Und bitte die Ausnahme für Hunde unter 40cm Schulterhöhe nicht vergessen, denn die sind ebenfalls ausgenommen, wobei ich viele der sogenannten Fußhupen für gefährlicher halte, als viele große Hunde.

  4. 3.

    Mit Ihrem ersten Punkt haben Sie Recht. Wir haben jetzt präzisiert, dass es sich um das NEUE Hundegesetz (seit 2016) handelt. Danke für den Hinweis!

    Was die Leinenpflicht angeht, schreiben Sie ja selbst: Sie galt seit 2004 für alle GEFÄHRLICHEN Hunderassen (sowie an bestimmten Orten für alle), ab Januar gilt sie nun für alle Rassen - mit Ausnahme nur der Hunde, die vor Inkrafttreten 2016 registriert wurden.

  5. 2.

    @RBB: Schon der erste Satz enthält zwei Fehler. Das Berliner Hundegesetz gibt es (mindestens) seit 2004 und nicht erst seit 2016, und eine „allgemeine Leinenpflicht“ gibt es seit 2004 für alle gefährlichen Hunde(rassen) sowie an den meisten für den Hundeauslauf relevanten Orten (Grünflächen, Liegewiesen, belebte Straßen und Plätze), siehe GrünanlG und HundeG.

  6. 1.

    Hundeführerschein wird Pflicht und ist an Überregulierung kaum noch zu übertreffen, auf das unsere Stadt lebenswerter wird. Statt mal die oder den 90 jährigen Gehbehinderten Autofahrer zu reglementieren, der als Zeitbombe durchs Stadtgebiet fährt und mal gelegentlich nen Radfahrer umnietet kein Problem stärkt die Wirtschaft da kann der kleine Köter natürlich nicht mithalten . Da will ich mir nicht vorstellen was hier die kommenden Jahre von diesen Kleinbürgern noch alles ausgeheckt wird, schickt sie dorthin wo sie herkamen , in die Provinz und nicht vergessen sie dort anzuleinen.

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