Archivbild: Pony hinter einem Deich in Cumlosen (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
Video: rbb24 | 25.12.2018 | Bild: dpa/Bernd Settnik

Weiterer Ausbau 2019 - 35 Millionen für den Hochwasserschutz

Auch 2019 werden wieder, wie schon 2018, 35 Millionen Euro bereitgestellt, um den Hochwasserschutz in Brandenburg weiter auszubauen. Allein der Umbau eines Schöpfwerkes in der Prignitz verschlingt dabei 5,5 Millionen.

Der Ausbau des Hochwasserschutzes in Brandenburg an Elbe, Oder, Neiße und anderen Flüssen wird 2019 unvermindert fortgesetzt. Wie im Vorjahr stehen dafür rund 35 Millionen Euro bereit. Das Geld stamme aus EU-, Bundes- und Landesmitteln, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Aus dem Nationalen Hochwasserschutzprogramm werden bis zu zwei Millionen Euro beigesteuert. 2018 waren es aus diesem Topf bis zu einer Million Euro. "Das Geld ist hauptsächlich für Studien zur Machbarkeit von Projekten, für Berechnungen und für Planungsaufgaben gedacht", so Vogelsänger.

Seit 1997 flossen 700 Millionen in den Hochwasserschutz

Seit 1997 wurden knapp 700 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Land investiert. 278 Kilometer Deiche wurden erweitert, neu gebaut oder rückverlegt - allein dafür fielen Ausgaben in Höhe von 523 Millionen Euro an. 93 Hochwasserschutzbauwerke wie Rückhaltebecken oder Speicher wurden um- und neu gebaut. Zudem wurden gut 23 Millionen Euro in Gefahren- und Risikokarten sowie regionale Maßnahmepläne investiert.

Im Herbst 2019 beginnen nach Angaben des Ministeriums Arbeiten an mehreren Abschnitten des rechten Elbdeiches in der Prignitz: An dem Abschnitt bei Hinzdorf und in der Ortslage Bälow sind 1,9 beziehungsweise 1,6 Millionen Euro eingeplant. Auch in der Ortslage Breese gehen die Arbeiten zum Hochwasserschutz weiter. Der letzte Deichabschnitt wird hier in Angriff genommen, die vorbereitenden Planungen laufen derzeit. Nach Angaben des Umweltministeriums sind rund 3,9 Millionen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln dafür vorgesehen. Der Ort  nahe der Elbe und dem Fluss Stepenitz war immer von Hochwasser gefährdet, 2013 wurde er überschwemmt.

Allein 5,5 Millionen für Umbau eines Schöpfwerkes

Die größte Summe mit rund 5,5 Millionen Euro fließt 2019 jedoch in den Umbau des Schöpfwerkes Cumlosen (Prignitz). Es sorgt bei Hochwasser unter anderem für die Entlastung der Stadt Wittenberge. In Mühlberg im Süden des Landes wird an der Elbe der Deich verstärkt: Kosten 2,7 Millionen Euro.

Auch an der Oder gehen die Arbeiten an Hochwasserschutzanlagen weiter. In der Uckermark wird zum einen ein Deich verstärkt und ein sogenanntes Auslaufwerk neu gebaut. Rund 2,3 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. An der Neiße bei Guben geht es im Herbst kommenden Jahres los.

Weitere Hochwasserschutzmaßnahmen richten sich im kommenden Jahr auch auf den Fluss Schwarze Elster im Süden Brandenburgs, hieß es. Insbesondere gehe es dabei um die Städte Herzberg, Bad Liebenwerda und Elsterwerda.

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