Blick auf die Marienkirche auf dem Alexanderplatz, Hauptkirche der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Audio: Inforadio | 07.12.2018 | Friederike Sittler | Bild: dpa/Britta Pedersen

Markus Dröge geht in Ruhestand - Zwei Männer und eine Frau bewerben sich fürs Bischofsamt

Im Oktober 2019 wird Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, 65 Jahre alt. Und weil auch Kirchenoberhäupter in den Ruhestand gehen, wird bereits nach einem geeigneten Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin gesucht.

Zwei Männer und eine Frau bewerben sich im Frühjahr 2019 um das Bischofsamt in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Kandidaten für die Wahl
Anfang April sind:

- die evangelische Senderbeauftragte beim Hessischen Rundfunk, Heidrun Dörken, der Direktor des Michaelisklosters Hildesheim und Kirchenmusiker Jochen Arnold und der Propst und bisherige Stellvertreter von Bischof Dröge, Christian Stäblein.

Am Montag wollen sich die drei Kandidaten der Öffentlichkeit vorstellen, teilte die Landeskirche am Freitag in Berlin mit. Im Januar und Februar stellen sie sich in Gottesdiensten der Landeskirche vor.

Jochen Arnold (Bild: EKBO)
Bild: EKBO

Jochen Arnold - der Kirchenmusiker

Einer der drei Kandidaten für die Nachfolge Dröges ist der Kirchenmusiker Jochen Arnold. Die Musik zieht sich als roter Faden durch das Leben des Theologen, den Direktor des Michaelisklosters Hildesheim. Seit 2004 leitet der 50-Jährige das Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik der hannoverschen Landeskirche in Hildesheim.

Arnold wurde am 28. Dezember 1967 in Marbach am Neckar geboren und hat Theologie in Tübingen und Rom sowie Kirchenmusik in Stuttgart studiert. Unter anderem war er Kantor in Rom und im baden-württembergischen Reutlingen. 2002 wurde Arnold, der kurz darauf mit einer Doktorarbeit über die Theologie des Gottesdienstes promoviert wurde und sich ein paar Jahre später mit einer Arbeit über die Kantaten Johann Sebastian Bachs habilitiert hat, zum Pfarrer ordiniert.

Christian Stäblein (Bild: EKBO)
Christian StäbleinBild: EKBO

Christian Stäblein - der Stellvertreter und Medienfachmann

Zweiter im Bunde ist Probst Christian Stäblein, Stellvertreter des Bischofs und theologischer Leiter des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der 51-jährige Theologe, der im Konsistorium auch für die Arbeitsbereiche Diakonie, Ökumene und Weltmission, Publizistik und für das Medienhaus zuständig ist, kandidiert für das Bischofsamt.

Stäblein wurde am 1. November 1967 in Bad Pyrmont geboren und ist in Hannover aufgewachsen. Nach Studien der evangelischen Theologie, Judaistik, Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaften in Göttingen, Berlin und Jerusalem wurde er im Jahr 2000 zum Pfarrer ordiniert.

Heidrun Dörken (Bild: EKBO)
Bild: EKBO

Heidrun Dörken - die Sender-Beauftragte

Auch die Theologin Heidrun Dörken bewirbt sich um das Berliner Bischofsamt. Seit 2013 ist sie evangelische Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main, davor war sie ab 1996 Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Von 1992 bis 1995 gehörte sie zu den Sprecherinnen beim "Wort zum Sonntag" in der ARD. Nun kandidiert die 56-jährige gebürtige Hamburgerin für das Bischofsamt der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Dörken ist in Frankfurt am Main aufgewachsen. Eine Lehrerin, die in der Schule "von der Einen Welt und den Rechten aller Menschen" gesprochen habe, habe sie stark geprägt, schreibt sie. Später hat sie in Frankfurt, Heidelberg und Marburg Theologie studiert, von 1992 bis 1996 war sie Pfarrerin in Frankfurt und Mitglied der hessen-nassauischen Synode.

Eine Million Protestanten in Berlin, Brandenburg und Ost-Sachsen

Das neue geistliche Oberhaupt der knapp eine Million Protestanten in Berlin, Brandenburg und Ostsachsen soll bei der Frühjahrstagung der Landessynode vom Kirchenparlament gewählt werden. Bei der Bischofswahl sind bis zu fünf Wahlgänge möglich. Im fünften Wahlgang steht nur noch der Kandidat, der im vierten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen hat, zur Wahl. Sollte auch im fünften Wahlgang keine Zwei-Drittel-Mehrheit zustandekommen, müssen neue Kandidaten gefunden werden.

Die zehnjährige Amtszeit von Bischof Dröge endet im November 2019. Der Theologe wird im kommenden Oktober 65 Jahre alt. Sein Nachfolger bzw. seine Nachfolgerin soll am 16. November in das Bischofsamt eingeführt werden, zugleich wird Dröge dann aus seinem Amt verabschiedet.

Sendung: Abendschau, 07.12.2018, 19.30 Uhr

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