Beschmierte Wände im Treppenhaus einer Berliner Schule am 22.06.2017 (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
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Audio: rbb | 07.2018 | Britta Nothnagel | Bild: dpa/Jens Kalaene

Beratungsstelle in Berlin eingerichtet - Schulen mit Antisemitismus-Problem bekommen Hilfe

Berliner Schulen, an denen es Probleme mit Antisemitismus gibt, sollen künftig besser unterstützt werden - durch eine neue Praxisstelle Bildung und Beratung. Vorgestellt wurde diese am Freitag von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne).

Beratung für Lehrer und Schulleiter

Den Angaben zufolge können sich dort Schulleitungen und Lehrer beraten und weiterbilden lassen. Es werde auch Begleitung bei akuten Fällen sowie eine längerfristige Zusammenarbeit angeboten, hieß es. Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (Kiga) [externer Link] soll die dazu nötigen Fachkräfte stellen.

Die Stelle soll ein zentraler Anlaufpunkt für Schulen sein, in denen es Fälle von Judenhass gibt. In der Vergangenheit war wiederholt deutlich geworden, dass verbale Attacken gegen jüdische Schüler, aber auch das allgemeine "Schimpfwort "Du Jude" an Berlins Schulen keine Seltenheit sind. Im Sommer hatte ein Vorfall an der John-F.-Kennedy-Schule für Schlagzeilen gesorgt.

"Antisemitismus und religiöses Mobbing sind gesellschaftliche Probleme, die auch in die Berliner Schulen hineingetragen werden", erklärte Scheeres. Schulen müssten engagiert dagegen angehen, könnten das Problem aber nicht alleine lösen.

Sendung: Inforadio, 07.12.2018, 07:00 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Was ist denn jetzt der bisher fehlende Opferschutz für betroffene Kinder, die "Weiterbildung" von Lehrern?
    Welche konkrete Maßnahme wird denn nun in Schulen angewandt, damit nicht mehr die Opfer die Schulen verlassen müssen? Lehrer können auch z. B. 10 x "Weiterbildung" machen, wenn die Behörde keine konkreten Maßnahmen für den Schulalltag festlegt. - Und für die Festlegung hat man ein Jahr gebraucht?

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