SEZ in Berlin (Quelle: imago/Jürgen Ritter)
Bild: imago/Jürgen Ritter

Bebauungsplan verabschiedet - SEZ-Gelände: Senat setzt auf Schule statt Spaßbad

Im Ringen um die Entwickung des Geländes rund um das Sport- und Erholungszentrum SEZ an der Landsberger Allee hat der Senat nun genaue Vorgaben beschlossen.  

Der vom Landesparlament beschlossene Bebauungsplan für das verfallene Spaßbad und das angrenzende Gelände gibt den Rahmen vor für die weitere Nutzung und schränkt die Pläne des SEZ-Investors Rainer Löhnitz sehr deutlich ein.

Wohnungen gegen neues Spaßbad

Der Senat hatte vor rund 15 Jahren das Areal zusammen mit dem damals leer stehenden stillgelegten Spaßbad für einen symbolischen Euro verkauft und dies an die Bedingung geknüpft, zumindest einen Teil des Freizeitbades weiter zu betreiben.

Aufgrund der massiv gestiegenen Immobilienpreise in Berlin und aufgrund des Wohnungsbooms ist die etwa 4,5 Hektar große SEZ-Immobilie an der Landsberger Allee heute rund 14 Mio. Euro wert. Der Investor hat Pläne für die Bebauung; das Land allerdings hat konkrete Nutzungsvorgaben und schreibt diese mit nun beschlossenen Plan vor. Zu diesen Plänen gehört der Bau einer Schule, ebenso der Bau einer Kita und die Schaffung von 500 Wohnungen – davon 30 Prozent Sozialwohnungen.  

Bemühungen des Senats, das Grundstück von dem Investor zurückzukaufen, waren in den vergangenen Jahren gescheitert. Auch die juristischen Bemühungen des Senats mit dem Ziel einer Rückübertragung aufgrund nicht eingehaltender Vereinbarungen nach dem Verkauf hatten keinen Erfolg. Die Senatsbauverwaltung allerdings hatte nach dem Gerichtsentscheid damals mitgeteilt, dass sie sich nun mit Investor Löhnitz zusammensetzen würden. Der Investor hatte unter anderem erwähnt auf dem Gelände wieder ein neue Spaßbad errichten zu wollen.  

Sendung: Inforadio, 14.12.2018, 11.20 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.

    A GRÜNDE SANIERUNG:
    1 SOZIAL:
    Junge Familien, kleine Kinder in Fr-h.. Mehr Bedarf an attraktiven Kultur- und Sportstätten, als an Wohnungen
    2 KULT.:
    Kult. Vielseitigkeit beispielhaft. Vergleichbares ? Nein.
    3 TECHN.-KOMMERZ.:
    Kein vergleichb. Objekt, dass Eisstadion (2 Bahnen) + Schwimmbad (Welle) integriert ? Nein ? Alleinstellung. Kosten für Abriss + Neubau 1 X Schwimmbad (W.) + 1 X Eisstadion (2 B.) >= als für Sanierung SEZ. Energie-/Betriebs- Kosten für separates, neues Schwimmbad (W.) + separates, neues Eisstadion (2 B.) >= als SEZ (sogar 2X wegen vorteilhafter Kälte- Wärme- Kopplung).
    4 BEBAUUNGSTECHN.:
    Grünflächen als Teil des kult. und sportl. Angebotes.
    5 DENKMALSCHUTZ:
    Kulturelle Vielseitigkeit, bahnbrechende techn. Umsetzung
    B GRÜNDE ABRISS:
    1 POLITISCH:
    HONECKER weihte es ein

  2. 6.

    Was hat der Schulneubau im Prenzlauer Berg mit einem Schulneubau in Friedrichshain zu tun? Richtig, nichts. Beide Standorte werden dringend gebraucht. Der eine für steigende Schülerzahlen im Prenzlauer Berg, der andere im Friedrichshain. Dort war man ja so schlau, eine Vielzahl von Grundschulen zu schließen, die jetzt benötigt werden würden. Aber am Standort SEZ wird sich eh in den nächsten Jahren nichts tun.

  3. 5.

    Nee Ulla
    Altenheime gibt es genug, sind auf Grund der Diskrepanz zwischen den Mieten und Nebenkosten einer Seits und den Einkünften der "Alten" andererseits kaum für die Hälfte derer
    bezahlbar. Was gebraucht wird sind:
    Familienwohnungen mit Kinder- Eltern-und Oma/OpaZimmern
    Daran hat ein Investor kein Interesse weil die sind nicht ganz so hochpreisig vermietbar.

  4. 4.

    Wenn 500 Wohnungen gebaut werden, kommen auch etliche Familien dazu. Entsprechend werden mehr Schilplätze benötigt und @Ulla - eine Kita ist laut Nachricht ebenfalls angedacht.

  5. 3.

    Typisch Frau Lompscher. Beteiligte vergraulen und am Ende wird gar nichts gebaut.

  6. 2.

    Ein Kindergarten oder Altersheim wäre auch sinnvoll !

  7. 1.

    In unmittelbarer Nähe, nämlich in der Conrad-Blenckle-Strasse wird gerade eine neue Schule gebaut. Jetzt wenige hundert Meter weiter ebenfalls eine Schule neu zu errichten, grenzt an Absurdität, weil man nicht bedenkt, dass die Schüler ja da auch hinkommen müssen. An dieser Stelle kreuzen sich Tram M5,M6,M8 und M10. Wie soll insbesondere die Tram M 10 die zusätzlichen Schüler denn bewältigen, die M 10 ist jetzt schon übervoll und verkehrt NIE pünktlich! bzw. fällt aus. Man muss im Senat auch mal den Kopf einschalten und über den Tellerrand hinausdenken, doch das hat mal wohl verlernt.

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