ErzieherInnen und LehrerInnen stehen am 29.01.2019 während eines Warnstreiks mit Fahnen und einem Transparent mit der Aufschrift "KinderschützerInnen" auf dem Dorothee-Schlegel-Platz, um für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. (Bild: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Teilweise halb so viel wie Grundschullehrer - Darum verdienen Berliner Erzieher vergleichsweise wenig

Wenn Fachkräfte knapp sind, erhöhen Arbeitgeber die Löhne, um den Beruf attraktiver zu machen. Deshalb konnten sich Berlins Grundschullehrer über ein großes Lohnplus freuen – Erzieher und Erzieherinnen hingegen hinken hinterher. Woran liegt das? Von Robin Avram

An den Berliner Grundschulen ist es besonders krass: Der frisch eingestellte Lehrer, der die Kinder vormittags unterrichtet, verdient 5.300 Euro brutto im Monat. Wechseln die Kinder nachmittags in den Hort, betreut sie eine frisch eingestellte Erzieherin – die mit 2.650 Euro brutto gerademal halb so viel verdient wie der Lehrer.

So bitter kann die Einkommensrealität von Berliner Erziehern und Erzieherinnen aussehen – obwohl tausende Kitaplätze nicht besetzt werden können. Und zwar meist, weil Personal fehlt. Und obwohl Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Bundesbildungsministerin Franziska Giffey (beide SPD) unisono seit langem betonen, sie wollen Berliner Erzieherinnen endlich deutlich besser bezahlen.

Lehrergehälter sind Erziehergehältern enteilt

"Die SPD tut alles, um Geld zu verteilen – aber bei der Frage, ob es wirklich bei den Erziehern ankommt, heben sie die Hände", schimpft Doreen Siebernick von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Ihre Gewerkschaft hatte am Dienstag hunderte Erzieher landeseigener Kitas zum Streik aufgerufen, damit in den laufenden Tarifverhandlungen der Länder ein sattes Gehaltsplus herausspringt.

rbb|24 hat sich die Einkommensentwicklung von Grundschullehrern und Erziehern in Berlin genauer angesehen. Das Ergebnis: Ein wenig hat sich schon getan bei den Erziehergehältern. Der Tariflohn für eine Erzieherin mit fünf Jahren Berufserfahrung liegt derzeit bei rund 3.044 Euro monatlich - damit verdient sie nach Abzug der Inflationsrate immerhin rund 264 Euro mehr im Monat als noch im Jahr 2014.

Doch das verblasst hinter der spektakulären Gehaltsentwicklung von neu eingestellten Grundschullehrern. Sie verzeichneten im selben Zeitraum - inflationsbereinigt, wohlgemerkt - ein monatliches Gehaltsplus von satten 1.670 Euro.

Grundschullehrer bundesweit spitze, Erzieher Schlusslicht

Den Gehaltssprung von sage und schreibe 57 Prozent für die Grundschullehrer hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) durch jahrelange Lehrer-Streiks hart erkämpft. Im August 2017 beschloss der Senat, neu eingestellte Grundschullehrer von der Gehaltsgruppe E11 in die Gruppe E13 höherzustufen. Begründung: Das Studium für Grundschullehrer dauert inzwischen genau so lange wie das Studium der Gymnasiallehrer, also sollen alle Grundschullehrer, die genausolang studiert haben, auch genau so gut verdienen.

Aufgrund des akuten Lehrermangels wurden Berufseinsteiger zudem gleich in die höchste Gehaltsstufe 5 eingruppiert - heraus kam das Spitzengehalt für frisch eingestellte Grundschullehrer. Ab August 2019 sollen auch alle Bestands-Grundschullehrer in den Genuss dieses vergleichsweise hohen Gehalts kommen.

Berlins Erzieher sind hingegen bundesweit Letzte im Gehälterranking. Denn nur Berlin bezahlt noch nach dem Tarifvertrag der Länder - in allen anderen Bundesländern gilt für Erzieher der höhere Tarifvertrag des Bundes. Auch hier hat rbb|24 genauer hingeschaut: Bei Berufseinsteigern ist der Gehaltsunterschied noch gar nicht so gravierend - steigt aber mit den Berufsjahren immer weiter an.

Und wie kommt es nun, dass die Lehrer so viel bessere Gehaltssteigerungen für sich herausholen konnten?

Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Lehrer in anderen Bundesländer verbeamtet sind, Berlin neue Lehrer seit 2004 aber nur noch anstellt. Diesen Wettbewerbsnachteil wollte der Senat durch höhere Löhne wettmachen. Zum anderen stand der Senat aber weit stärker unter Druck, dies zu tun - weil die Lehrer weit besser gewerkschaftlich organisiert sind als die Erzieher.

Die meisten Lehrer arbeiten an staatlichen Schulen. Vier von fünf Erziehern arbeiten hingegen an "privaten" Kitas, die von freien Trägern, Elterninitiativen oder Firmen betrieben werden. Der Großteil der Erzieher und Erzieherinnen ging am Dienstag deshalb nicht auf die Straße, um zu streiken - sondern nur die Beschäftigten der staatlichen Kitas.

"Es ist schwierig, alle Erzieher zu organisieren, weil es keine flächentariflichen Regelungen gibt, sondern für die privaten Träger nur Rahmenvereinbarungen mit dem Land Berlin", begründet Doreen Siebernik von der GEW. Und diese Rahmenvereinbarungen erlauben es, sogar deutlich schlechter zu bezahlen als es der Tarifvertrag des Landes vorsieht. Deshalb organisierten beispielsweise die AWO-Erzieher kürzlich ihre eigenen Streiks, um den mageren Haustarifvertrag aufzubessern.

In dieser Tarifrunde ist Finanzsenator Kollatz gefragt

Viele kleine Arbeitskämpfe also statt einem großen gemeinsamen Arbeitskampf - das war in der Vergangenheit ein Hauptproblem der Berliner Erzieher und Erzieherinnen. Großer Druck lässt sich so nicht aufbauen. Und so sprang bei den Tarifverhandlungen der Länder im Jahr 2017 nur ein schmaler Zuschlag von monatlich 80 Euro auf den Landes-Tarifvertrag heraus. Das verringerte den Lohnabstand zu den anderen Bundesländer etwas - beseitigte ihn aber nicht.

Den Mangel an gewerkschaftlicher Durchschlagskraft hat auch das Elternbündnis "Kitakrise" erkannt - und effektiv behoben. Seitdem neben den Erzieher*innen auch tausende Eltern für höhere Erziehergehälter auf die Straße gehen, ist Bewegung in die Debatte gekommen. Seit dem Frühjahr 2018 setzt sich nun auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) für höhere Erziehergehälter ein - und ihren Genossen, Finanzsenator Matthias Kollatz (ebenfalls SPD), damit unter Druck.

Denn bei den Tarifverhandlungen der Länder, bei denen derzeit über höhere Erziehergehälter verhandelt wird, ist Kollatz Verhandlungsführer - und zwar auf Seiten der Arbeitgeber. "Herr Kollatz hat hier eine Verantwortung für die Stadt und für das Land Berlin", sagt GEW-Frau Siebernik.

Und tatsächlich - so ist aus Senatskreisen zu hören - ist der Senat willens, die Berliner Erzieher in diesem Jahr auf das Niveau des Bundes-Tarifvertrags anzuheben. Sollten die Berliner Erzieher darüber hinaus den 2017 herausgehandelten Zuschlag in Höhe von 80 Euro monatlich behalten dürfen, würden sie damit sogar ein bißchen besser verdienen als ihre Kolleg*innen in den anderen Bundesländern.

Update: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass die Berliner Grundschullehrer bis zum Jahr 2017 in der Entgeltgruppe E12 eingruppiert wurden. Die Senatsbildungsverwaltung teilte nach Veröffentlichung des Textes mit, dass Grundschullehrer bis zum Jahr 2017 in der Besoldungsgruppe E11 (entspricht A12) eingruppiert wurden. Wir haben die Tabelle mit der Gehaltsentwicklung der Grundschullehrer entsprechend geändert und bitten, die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

Beitrag von Robin Avram

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28 Kommentare

  1. 28.

    Die Ausbildung ist Ländersache. Vlt könnte der rbb da mal einen Vergleich machen. Berlin hat zb höhere Anforderungen als MeckPomm

  2. 27.

    Es muß ja einen Grund geben, warum es so wichtig ist, neue-strahlendere-Bezeichnungen für eine Berufsausbildung zu finden. Zu geringes Gehalt? Fehlende Bestätigung? Und genau dort muß angesetzt werden. Die Kita meiner Kinder war großartig. Ein traumhaftes Erzieher-Team, geringer Krankenstand, es wurden viele Ausflüge gemacht, viel gesungen, versch. Kurse (schwimmen, basteln, turnen) angeboten uvm. Diese Frauen haben sich über die Jahrzehnte einen soliden, guten Ruf verdient aufgebaut, auch durch stetiges Fortbilden, weil sie Instrumente spielen konnten und durch vorbildliche Elternarbeit. Nicht zu vergessen die wunderbaren Feste, die sie organisierten. Wenn ich jetzt z.t. mitbekomme, wie oft Erzieherinnen krank sind, wie lustlos und gelangweilt manche wirken-bin ich froh, dass wir unsere durch haben. Ob Hauptschulabschluß oder Abitur, darum geht es nicht. Der Beruf muß mehr Anerkennung erfahren und solide bezahlt werden. Aber aus einer Erzieherausbildung sollte trotzdem kein Studium oder akademischer Beruf gemacht werden. Das ist gar nicht nötig ;)

  3. 26.

    Bitte z.b. die Seite der Bundesagentur für Arbeit/Erzieherausbildung sichten (gibt unzählige mehr, auch private Erzieherschulen): überall wird lediglich ein mittlerer Schulabschluß gefordert. Die Ausbildung dauert 36 Monate. Ich verstehe auch das Ganze nicht. Eine schulische Ausbildung zum Studium zu stilisieren und Schulen auf einmal als Akademien zu betiteln ist sinnfrei und albern. Das ist nur ein oberflächliches Polieren einer angeschlagenen Fassade. Denn auch so ist dieser Beruf zu respektieren und gesellschaftlich wichtig. Viel wichtiger wäre es, diesen Beruf besser zu bezahlen und die Ausbildung zu verbessern.

  4. 25.

    Sie beziehen sich auf ein "Studium" an einer Fachschule. Dies sind Weiterbildungseinrichtungen. Mit dem Beruf des Normalerziehers hat dies nichts zu tun. Und mit einer Hochschulausbildung (Bachelor/Master) auch nicht. Es geht hier um die ganz normalen Erzieherinnen.... Nicht mal um Facherzieher, sondern um die, die Hauptarbeit mit Kindern machen. Warum Sie hier faken weiß ich nicht....

  5. 24.

    Siehe http://gesetze.berlin.de/jportal/;jsessionid=16F46E6E1095CB540892D35B9A0D6788.jp27?quelle=jlink&query=FSchulSozP%C3%A4dAPrV+BE&psml=bsbeprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-FSchulSozP%C3%A4dAPrVBE2016pP5he im § 5 - das ist so, wie es ist

  6. 23.

    Sicher gibt es Unterschiede in den Ausbildungsinhalten und der Ausbildungsdauer.
    Schaut man sich allerdings die Realität an, vertreten hunderte von Erzieher und Erzieherinnen tagtäglich fehlende Lehrer und Lehrerinnen. Dies wird stillschweigend von der Politik hingenommen. Etliche meiner Kollegen und Kolleginnen haben sogar auch noch einen Bildungsanspruch gegenüber ihnen anvertrauten Kindern.
    Und ganz ehrlich, manche können den zu vermittelnden Stoff besser rüber bringen als so mancher studierte Fachkraft.

  7. 22.

    Meine Kollegin ist vom freien Träger gekommen und arbeitet jetzt im Hort (EFöB) als Angestellte Berlins. Trotz über 30 Jahren Berufserfahrung wurde sie als Anfängerin eingruppiert!
    2665,09€ brutto
    Auch der Personalrat konnte nicht helfen. Soll alles rechtens sein. Ich finde es beschämend.

  8. 21.

    Da Sie ja als Pädagoge auftreten meinen Sie vermutlich Erziehungswissenschaft. Das Studium der Pädagogik hat nichts mit der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin zu tun.

  9. 20.

    Es ist offenbar eine Tendenz vorhanden, den Lehrer als Beruf abzuwerten. Quereinsteiger können angelernt werden, Erzieher sollen wie Lehrer bezahlt werden... Gehts noch? Auf Lehramt zu studieren ist etwas völlig anderes, als zB Mathe zu studieren oder eine Ausbildung zum Erzieher zu machen. Aber bitte, wenn jemand das alles in eine Tüte stecken will, dann können ja demnächst Erzieher in der Schule unterrichten und Lehrer helfen in der Kita aus. Ach ja, vermutlich können Sozialarbeiter und Sozialpädogogen auch noch eingebunden werden. Wer Sarkasmus in diesem Kommentar findet, hat ihn verstanden.

  10. 19.

    Die Berufe sind auch nicht identisch und nicht mal vergleichbar, ebenso wenig wie mit Lehrern. Alle unterschiedlich und mit verschiedenen Anforderungen und Ausbildungen. Ich sag ja, es geht bei diesem Thema eine Menge durcheinander.

  11. 18.

    Das stimmt nicht. Ein Abitur ist immer hilfreich, MSA reicht aber meist. Dass die Ausbildung zur/zum ErzieherIn inzwischen Studium genannt wird, verbessert aber nicht die Qualität und Quantität der Ausbildung, das ist ausschließlich eine sprachliche Aufwertung. Ich habe seit Jahrzehnten mit Erzieherinnen sowie Sozialpädagoginnen zu tun (@berliner) und bin befremdet, dass diese beiden Berufe nun gleichwertig sein sollen. ErzieherIn ist ein wichtiger Beruf und auch diese Ausbildung muß bewältigt werden, aber sie ist absolut nicht gleichzusetzen mit LehrerInnen oder SozialpädagogInnen. Daher auch die legitime unterschiedliche Entlohnung.

  12. 17.

    bitte rbb korrigieren: " Gehaltsgruppe E12 in die Gruppe E13" Im Tarifrecht sind das Entgeltgruppen. Läuft eh schon alles durcheinander bei Vergleichen......

  13. 16.

    wo leiten Sie das denn her: "Eine Voraussetzung für den Beruf als Erzieher*in ist seit Jahren das Abitur und bei einer Vollzeitausbildung 4 Jahre Studium (lt. SozPädVO"? Sie verwechseln gerade Erzieher mit Sozialpädagogen... Das was Sie schreiben ist falsch. Erzieher benötigen kein Abitur. Ein Studium gibt es auch nicht.

  14. 15.

    Eine Voraussetzung für den Beruf als Erzieher*in ist das Abitur und bei einer Vollzeitausbildung 4 Jahre Studium (lt. SozPädVO). Erzieher*innen gibt es seit x Jahren in den Schulen, weil es in den Kitas keine Horte mehr gibt. Und diese unterschiedl. Bezahlung war schon vorher ungerecht. Erzieher*innen verdienen in anderen Bundesländern mehr und es ist, wie auch der Beruf der Lehrer*in ein sehr anspruchsvoller Beruf. Es geht nicht um den Wunsch nach Bereicherung, sondern einfach um die Tatsache, dass mehrheitlich Frauen von diesem Gehalt ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen und müssen und ihre Rente sich später daraus berechnet. Für viele bedeutet das Armut im Alter. Das trifft auch auf andere Berufsgruppen zu, denen ich ebenso wünsche, dass sie mehr bekommen. Die Erzieher*innen können unter den heutigen Rahmenbedingungen sicher nicht alle ihre Potentiale ausschöpfen, aber ich habe Hochachtung vor der Arbeit der Kolleg*innen.

  15. 14.

    Eine Voraussetzung für den Beruf als Erzieher*in ist seit Jahren das Abitur und bei einer Vollzeitausbildung 4 Jahre Studium (lt. SozPädVO). Erzieher*innen gibt es seit x Jahren in den Schulen, weil es in den Kitas keine Horte mehr gibt. Und diese unterschiedl. Bezahlung war schon vorher ungerecht. Erzieher*innen verdienen in anderen Bundesländern mehr und es ist, wie auch der Beruf der Lehrer*in ein sehr anspruchsvoller Beruf. Es geht nicht um den Wunsch nach Bereicherung geht, sondern einfach um die Tatsache, dass mehrheitlich Frauen von diesem Gehalt ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen und müssen und ihre Rente sich später daraus berechnet. Für viele bedeutet das Armut im Alter. Das trifft auch auf andere Berufsgruppen zu, denen ich ebenso wünsche, dass sie mehr bekommen. Die Erzieher*innen können unter den heutigen Rahmenbedingungen sicher nicht alle ihre Potentiale ausschöpfen, aber ich habe Hochachtung vor der Arbeit der Kolleg*innen.

  16. 13.

    RRG verspricht so einiges beim Thema Besoldung, nur nichts passiert.

    Lieber rbb genaue Recherche ist hilfreich, denn von A12 zu E13 geht. Das eine sind Beamte und das andere Angestellte.

  17. 12.

    Diese immensen Gehaltsunterschiede nur mit dem Studium zu rechtfertigen, greift zu kurz. Erzieher*innen haben zwar kein Fachstudium, dafür aber eine dreijährige, fundierte, pädagogische Ausbildung. Nach meiner Erfahrung als Erzieher bzw. koordinierender Erzieher an Berliner Grundschlen hatte ich bisweilen das Gefühl, dass Lehrkräfte genau diese Ausbildung fehlt und es deshalb gut war, Erzieher*innen mit an Board zu haben...trifft natürlich nicht auf alle zu, versteht sich. Zudem: wird nur die Ausbildung bezahlt oder auch die geleistete Arbeit? Hier sehe ich nämlich keine all zu großen Unterschiede.

  18. 11.

    Guten Morgen Frau Hagspihl,
    ich weiß, dass im Regelfall der Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss und der Höhe des Gehaltes nicht hinterfragt wird. Ich tue das aber trotzdem und habe nie verstanden, warum aus beispielsweise einem Hochschulstudium stets automatisch eine höhere Qualifikation für einen bestimmten Beruf abgeleitet wird, welche dann ein höherers Gehalt rechtfertigt. Ich stehe nun seit ca. 40 Jahren im Berufsleben, in verschiedenen Tätigkeiten, teils auch als Selbstständiger. In dieser Zeit habe ich eine Menge Leute kennengelernt, deren Fähigkeiten weit hinter den Anforderungen, die berufliche Position betreffend, standen und deren Bezahlung sich offenbar ausschließlich an einem - wie auch immer erworbenen - akademischen Grad orientierten. Und umgekehrt gibt es imho genug Berufe, deren Leistung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Dazu gehören für mich auch Erzieher, die selbstverständlich genauso gut entlohnt werden sollten, wie Lehrer. Gruß, Hajakon

  19. 10.

    Ergänzung:
    Die meisten Erzieher in Kindergärten etc., die ich kenne, leisten gute bis großartige Arbeit. Auch nach Dienstschluss! Eine angemessene Bezahlung ist damit mehr als angebracht.
    VG

  20. 9.

    Der Beruf des Erziehers ist kein akademischer und die Qualität der Erzieher lässt in vielerlei Hinsicht zu wünschen über. Wie kommen Erzieher nur auf den Gedanken, ihre Tätigkeit wäre der eines Lehrers gleichzusetzen?
    Die Qualität in den Grundschulen ist schon desaströs, was die neuerdings gern verheimlichten VERA Vergleichsarbeiten nahelegen, die Qualität in Kitas und Horten ist meines Erachtens aber noch um ein vielfaches schlimmer.

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