27.01.2019: Polizeifahrzeuge vor der Botschaft der Republik Kamerun in Berlin-Westend (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Video: rbb|24 | 27.01.2019 | TV News Kontor | Bild: dpa/Christoph Soeder

Einsatz in Berlin-Westend - Polizei beendet Besetzung der Botschaft von Kamerun

Sieben Männer und eine Frau sind in der Nacht zu Sonntag in die Botschaft von Kamerun im Berliner Westend eingedrungen. Laut Polizei stellten sie politische Forderungen. Das Gebäude wurde beschädigt.

Die Botschaft der Republik Kamerun in Berlin-Westend ist in der Nacht zum Sonntag besetzt worden.

Nach Angaben der Polizei drangen sieben Männer im Alter von 24 bis 41 Jahren sowie eine 48-jährige Frau in das Gebäude ein. Gegenüber den Beamten gaben sie an, sie wollten mit der Aktion eine politische Aussage treffen. Zum Inhalt gibt es bislang keine Informationen.

Die Polizei rückte mit großem Aufgebot in der Ulmenallee an, nahm die Personalien der acht Personen auf und brachte sie aus der Botschaft. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht.

Bei der Besetzung kam es laut Polizei auch zu Beschädigungen in dem Gebäude - Türen seien gewaltsam geöffnet und Büros beschädigt worden. Jetzt ermittle der Staatsschutz des Landeskriminalamtes wegen schwerem Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

27.01.2019, Berlin: Ein zerstörtes Bild ist im Eingang des Konsulats der Botschaft von Kamerun in Berlin-Westend zu sehen (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
| Bild: dpa/Christoph Soeder

Sendung: Inforadio, 27.01.2018, 08:00 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Glück gehabt, Februar 1999 in einer anderen Botschaft ging es anders zu

  2. 4.

    Genau genommen ist eine Botschaft in Berlin kein deutsches Staatsgebiet. Könnte mir vorstellen, dass die Polizei daher lediglich gegen "normale" Kriminalität wie Einbruch und Sachbeschädigung vorgehen kann, sich aber nicht in inhaltliche Angelegenheiten des jeweiligen Staats einzumischen hat.

  3. 3.

    Es gibt in Kamerun seit langer Zeit einen Konflikt zwischen der englischsprachigen Minderheit im Norden, die sich von der französischsprachigen Mehrheit im Süden unterdrückt sehen.
    Einer der vielen Konflikte, die seinerzeit von den Europäern geschaffen wurden, als diese ihre Einflußgebiete und Kolonien am Reißbrett absteckten - ohne Rücksicht auf dort lebende Volksgruppen.

  4. 1.

    Die Polizei kann nichts zu den Hintergründen sagen? Aber sie weiß, dass politische Forderungen gestellt wurden. Welche Forderungen denn? Das sollte die Polizei schon sagen können. Oder fehlt der Übersetzer? Der Kamerun wird autoritär regiert. Insofern wäre es schon wichtig zu wissen, was von den Besetzern gefordert wurde!

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