Der grüne Pfeil nur für Radfahrer (Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen)
Audio: radioBerlin 88.8 | 09.01.2019 | Miriam Keuter | Bild: Bundesanstalt für Straßenwesen

Pilotversuch an fünf Straßenkreuzungen - Berlin testet den Grünpfeil für Radfahrer

Für Autofahrer gibt es ihn schon lange: Den Grünen Pfeil. Jetzt soll dieses Zeichen in Berlin auch für Radfahrer eingeführt werden, zumindest probeweise. Ziel ist, die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Ab Februar soll der Grünpfeil an fünf Kreuzungen angebracht werden.  

Berlin testet an fünf Straßenkreuzungen einen Grünpfeil an Ampeln, der nur für Radfahrer gilt. Die Verkehrszeichen sollen im ersten Quartal dieses Jahres angebracht werden, möglichst im Februar, teilte die Senatsverwaltung für Verkehr am Mittwoch mit. Zuvor hatten "Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Von Mai bis Juli sollen an den Kreuzungen Erhebungen zum Verkehrsaufkommen gemacht werden, die dann mit älteren Daten verglichen werden sollen.

Die Tests sind laut Senatsverwaltung an folgenden fünf Kreuzungen vorgesehen: Hannah-Arendt-Straße/Ebertstraße, Torstraße/Rosa-Luxemburg-Straße, Schönhauser Allee/Torstraße, Gürtelstraße/Frankfurter Allee, Bergstraße/Thorwaldsenstraße.

ADAC begrüßt Projekt

Bis zum Januar 2020 soll dann ein Schlussbericht vorliegen. Ein solcher Pilotversuch ist den Angaben zufolge im Koalitionsvertrag verabredet. Berlin habe sich auch um die Teilnahme an einem entsprechenden Projekt des Bundes bemüht, sei aber dort nicht berücksichtigt worden.

Der ADAC Berlin-Brandenburg äußerte sich positiv zu dem Test. "Es ist sinnvoll, dieses Verkehrszeichen - wissenschaftlich begleitet - zu testen, da der grüne Pfeil für Radfahrer vor allem die Sicherheit für die Radler erhöhen kann", teilte der Verband auf Anfrage mit. "Die Gefahr von Abbiegeunfällen durch den Toten Winkel könnte abnehmen." Radfahrern, die nach rechts abbiegen wollen, würde das Verkehrszeichen ermöglichen, die Kreuzung zu verlassen, bevor zum Beispiel Lastwagen losfahren.

Grüner Pfeil für Autofahrer in der Diskussion

Während der Grünpfeil für Radfahrer nun eingeführt werden soll, wurde im Herbst die Abschaffung des grünen Blechpfeils für Autofahrer diskutiert. Vor allem der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. hält das Relikt aus DDR-Zeiten für eine Gefährdung für Fußgänger - zumindest an Ampeln mit Fußgängerüberwegen.

Sendung: Inforadio, 09.01.2018, 10:30 Uhr

Kommentar

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54 Kommentare

  1. 54.

    Täter zum Opfer machen? Nein, das will ich nicht, wie kommen Sie darauf? Ich verstehe nicht, dass Sie nicht erkennen, dass @Radfreund Martin mit seiner Notiz seiner Aversion gegen Radfahrer freien Lauf läßt, wie schon des Öfteren zu dem Thema zu anderen Berichten. Außerdem ist im Leben nicht immer alles schwarz oder weiß. Der alte Mann ist definitiv ein Opfer, durch sein falsches Verhalten kam es aber dann noch schlimmer für ihn. Genausowenig wie ein Bankangestellter dem Räuber mit der Beute hinterher laufen soll, sollte ein alter Mann einen dissozialen Fahrradrowdy versuchen festzuhalten. Mehr habe ich nicht geschrieben und gemeint. Den negativen Rest interpretieren Sie in meinen Kommentar hinein.

  2. 53.

    Ich frage mich, was die Intention Ihrer Antwort war. Das Opfer zum Täter machen, weil es verzweifelt verhindern wollte, dass der Verursacher abhaut? Der Fall ist ein, wenn auch krasses und in dieser Härte nicht alltägliches Beispiel, wie aggressiv, hemmungslos und ohne Mitgefühl sich einige Radfahrer sich inzwischen in dieser Stadt aufführen. Die stehen manch intelligenzbefreitem Autofahrer in absolut nichts nach.

  3. 52.

    Das ist in der Tat eine schreckliche Sache. Wie mies, einen Fußgänger anzufahren und zu flüchten. Gute Besserung an das Opfer. Aber: es ist auch sehr riskant und grenzwertig, besonders für so einen alten Menschen, einfach jemanden festhalten zu wollen. Davon wird ja immer wieder abgeraten. Was hat er bezweckt? Es kann sehr lange dauern, bis die Polizei eintrifft. Das bringt doch nichts. Und was soll uns das aber nun sagen, dass Sie diesen Vorfall einstellen? Dass alle Radfahrer böse Menschen, aggressiv und potentielle Straftäter sind? Das ist albern. Siehe Kommentar von @Rico um 9:24h. Tut nichts zum Thema.

  4. 51.

    Polizeimeldung vom 11.01.2019
    Pankow
    Nr. 0076
    Ein bislang unbekannter Radfahrer erfasste gestern Nachmittag einen Fußgänger in Prenzlauer Berg und flüchtete anschließend vom Unfallort. Der 75-jährige Fußgänger lief derzeitigen Erkenntnissen zufolge auf dem Gehweg der Wichertstraße in Richtung Schönhauser Allee. Gegen 16.30 Uhr kam ihm der unbekannte Radfahrer entgegengefahren und erfasste den Mann. Dieser soll sich unmittelbar nach dem Unfall an dem Fahrrad festgehalten haben, um zu verhindern, dass der Unbekannte sich entfernt. Hierbei soll der Radfahrer dem Mann gegen den Kopf getreten haben und anschließend geflüchtet sein. Der 75-Jährige kam mit einer Schulterverletzung zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 1 führt die Ermittlungen und Fahndung nach dem geflüchteten Radfahrer.

    Ohne Kommentar!!

  5. 50.

    ........... ICH kenne die Regeln schon, daß nützt mir aber nichts, wenn andere sie nicht einhalten.
    und ALLE Radfahrer habe ich nicht geschrieben, sondern Sie. Würde ich auch nicht schreiben, denn wenn ich radfahre, halte ich mich an die Regeln. Und es kommt mir nie in den Sinn auf dem Troittoir zu fahren und Fußgänger in Gefahr zu bringen.

  6. 49.

    Manchmal fühlt man sich hier wie im Kindergarten ;-) "Du bist doof-nein DU bist viel döofer...!". Der grüne Pfeil macht eigentlich Sinn, weil er den Verkehrsfluß verbessern könnte, birgt aber viele Gefahren. Weil sich einfach zuviele Verkehrsteilnehmer zu wenig an die Regeln halten und zu egoistisch nur an ihr eigenes Vorankommen denken. Das betrifft Rad- und Autofahrer (Fußgänger sind ein extra Thema, aber natürlich nicht ausgenommen!). Dieses ständige aufeinander einhacken und pauschal immer einer Gruppe Schuld zuzuweisen spiegelt die tatsächlichen Aggressionen und Fehlleistungen im Verkehr wieder. Das ist kindisch. Tatsache ist einzig, dass Autofahrer am längeren Hebel sitzen, dadurch von Ihnen die größte Gefahr ausgeht. Wer sich aber täglich im Berliner Strassenverkehr bewegt weiß, dass sich viele Rad- UND Autofahrer gerne um die Einhaltung von Regeln und Fairness drücken. Aus Egoismus und Ignoranz. Ich hoffe der grüne Pfeil unterstützt das nicht zusätzlich und es passieren nicht noch mehr Unfälle. Hörtveinfach auf Euch gegenseitig runterzumachen und gebt dafür mehr Acht aufeinander. Wir wollen alle gesund wieder zu Hause ankommen.

  7. 48.

    Ich wundere mich immer dass alle die ihr Rad zum Vatertag für 1,2 km herausholen um den Führerschein zu schonen sich als Radfahrer bezeichnen. ;-)

    Ich bin gespannt wie sie Situationen für Radfahrer aus der S-Bahn heraus beurteilen wollen.

  8. 47.

    Na, mal schauen ob es besser läuft als der Grüne Pfeil für die Autofahrer. Als Fußgänger wäre es mir lieber, wenn es diese Pfeile nicht geben würde. Aber Fussbänger muss man eh sehr oft nach Radfahrern Ausschau halten. Komme mir manchmal wie eine Slalomstange vor. Leider.

  9. 46.

    Als Ossi kann ich den Pfeil verstehen. Wir hatten ihn ja... :)))) (Zumindest den grünen Autopfeil...) Allerdings kann ich auch alle verstehen, die Fahrradfahrer verdammen, weil sie so fahren, wie sie wollen. Ich sehe das jeden Tag (und ja, bin Fahrrad-S-Bahn und Autofahrer und hab einen Bruder, der täglich Straßenbahn fährt).)

  10. 45.

    @24 Sorry, aber das ist Quatsch. In Polen z.B. gibt es den grünen Abbiegepfeil auch, aber dort ist er ein Lichtsignal. Die Regelung dazu ist aber gleich zu unserem Blechpfeil. Es gibt Verkehrszeichen, und als Verkehrsteilnehmer habe ich die zugehörigen Regeln zu kennen und zu beachten. Tue ich das nicht, ist das zu sanktionieren.

  11. 44.

    Na ein Glück existiert das was sie hier schildern nur in ihrer Wahrnehmung.

    Der Verkehr hier in B ist schon schlimm genug, noch schlimmer ist was manche Leute daraus machen.

  12. 43.

    Junge, Junge...

    Wer das Emblem nicht erfassen kann gehört nicht hinter ein Steuerrad, erst recht nicht das eines LKW.

    Wenn sich ein Busfahrer umdreht sieht er was? Seinen Bus von innen, was meinen sie warum der min. 2 Außenspiegel hat?

    "Nicht immer ist der Autofahrer schuld." Da gebe ich ihnen uneingeschränkt recht, er ist aber oft genug zu schnell, überfordert oder rücksichtslos.

  13. 42.

    Das scheint sich mir bei sehr vielen Diskussionen wie ein roter Faden durchzuziehen. So, als wenn zugestandene Rechte für die einen im Umkehrschluss die Wegnahme von Rechten für den anderen bedeuten würden. Im konkreten Einzelfall kann das sehr wohl sein, aber eben nicht grundsätzlich.

    Mehr Rechte für einen anderen, dem es bisher an Rechten gemangelt hat, heißt einfach nur, dass er stärker ins Blickfeld gerät, wo das bisher nicht oder nur unzureichend der Fall war. Das scheint für viele eine unnötige Verkomplizierung des Lebens zu sein, dass einfach nur im Sinne recht gradliniger Abläufe zu erfolgen hat. Im Sinne dessen, was behauptet alle machen.

    Es gibt so gesehen keinen Nachteil im Sinne des Grünpfeils für Radfahrende. Allenfalls können durch persönliches "Übermaß" gewisser Charaktere schwierige Situationen entstehen. Das aber ist eine Aufgabe von Sensibilisierung und konkreter Ahndung.

  14. 41.

    Die bitterböse Ironie ist doch dass die rücksichtlosen Rüpel selten mal unter einem Auto landen, wissen sie warum?

    Weil Autofahrer, Buslenker etc. sie wahrnehmen! Da hat man Angst ums heilige Blechle, die anderen werden rücksichtslos an die Seite gedrängt, im wahrsten Sinn des Wortes.

  15. 40.

    E-ben. Es würde schon genügen die Strafen auf europäisches Niveau anzuheben. Und ich meine damit nicht nur Rotlichtverstöße. Zu schnelles Fahren und Falschparken ist in D unglaublich "billig".

  16. 39.

    @34: Martin, mit Ihrem Sinn fuer's Dramatische sollten Sie zum Film gehen oder Journalist werden. Wenn man Sie liest ist man ueberzeugt, dass Radler in Prenzlberg taeglich mehrere Schwerverletzte und Tote verursachen. Auch ich wohne aber nahe an Prenzlberg und kann sagen, dass es so schlimm hier nun laengst nicht ist.
    In der Tat ist es allerdings eng und die Stimmung manchmal aufgeladen: Nicht zuletzt, weil die mittlerweile massenhaften Fahrradnutzer teilweise noch immer auf schmale, 15 Jahre alte Wege gedrueckt werden, die damals von den Fusswegen abgeknapst wurden, damit KFZ weiterhin ungestoert parken koennen.
    Echt aggressive Fusswegradler ueber Schrittgeschwindigkeit finde auch ich zum Kotzen. Hiergegen gibt es allerdings einfache Mittel. Die werden z.B. bestimmt keine Kollision wollen, weil sie dabei selber sehr schlecht aussehen.

  17. 38.

    Ihr Unwissen spricht Bände, ich hoffe sie haben keinen Führerschein, ansonsten sollten die Behörde ihnen eine Nachschulung auferlegen.

    Licht und Reflektoren am Rad sind nach §67 StVZO vorgeschrieben, alles andere entspringt ihrer Phantasie.

  18. 37.

    @Ellinor, scheinbar kennen auch Sie nicht die Regeln, wie ein grüner Pfeil zu nutzen ist. Sonst käme Ihr Fußgänger-Einwand nicht.

    Außerdem sind Ihre Verallgemeinerungen, nachdem sich ALLE Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten, nur polemisch.

    Ich ärgere mich zu 90 % meines Begehens des Tauentzien über rücksichtslose Radler auf dem Bürgersteig. Behaupte ich deshalb, alle Radfahrer würden sich an keine Regeln halten?

  19. 36.

    Ein grüner Pfeil ist nicht nötig, da Radfahrer sich sowieso nicht an Ampelfarben halten und ohnedies schon rücksichtslos und fröhlich abbiegen, egal, ob die Ampel rot oder grün zeigt. Wenn das jetzt noch legalisiert wird ist es umso schlimmer - wann sollen denn dann bitte Fußgänger die Straße überqueren gar nicht mehr oder vielleicht schwebend?

  20. 35.

    Nun, da habe ich wohl den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Aber, ich will Ihnen mal antworten: ich noch einer, der seit Generationen hier Geborener ist, der zu je einem Viertel Rad-, Auto-, Motorrad fährt und auch Füßgänger ist, der im Prenzlauer Berg wohnt.
    Gerade, oder besonders in diesem Stadtbezirk scheint sich der Radfahrer besonders hirnlos und aggressiv zu verhalten. Rote Ampel scheint es nicht zu geben. Beispiel? Tor-/Prenzlauer Allee (in alle Richtungen). Radfahrer, die pöbeln, schreien, rämpeln, wenn man an der Kreuzung steht und auf Grün warten, sie aber, Helden des Alltags, eben doch bei Rot fahren wollen. Bürgersteige, die zu Kampfbahnen irrer Kampfradler werden, ohne Rücksicht auf Kinder, Frauen alten Menschen. Zu beobachten: Schönhauser -, Prenzlauer Allee, Danziger Straße, auf BÜRGERSTEIGEN im allgemeinen.
    Und ja, ich bin auch im ADAC und, höre und staune, im ADFC und: ich fahre ohne Helm - weil ich es kann.

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