Archivbild: Jugendwiderstand auf der Rosa-Luxemburg-Demo vom Frankfurter Tor zum Friedhof der Sozialisten. Jugendwiderstand ist eine revolutionäre, antiimperialistische Jugendorganisation und kämpft gegen das System, für den Sozialismus und die freie Zukunft im Kommunismus. (Quelle: imago)
Audio: Radioeins | 10.01.2019 | Gespräch mit Alexander Hammerschmidt | Bild: imago

Linksradikale Gruppe - Wie der "Jugendwiderstand" Neuköllner Linke terrorisiert

Die maoistische Berliner Gruppe "Jugendwiderstand" attackiert in Neukölln Andersdenkende - vorzugsweise andere Linke. Betroffene erleben Einschüchterungen und Gewalt. Sie hoffen auf Unterstützung durch die Politik. Von Alexander Hammerschmidt 

Neukölln, in der Nacht zum 1. Mai 2018: 20 Minuten nach Mitternacht wird Thomas [Name von der Redaktion geändert] umstellt. Ein Schlag trifft sein Gesicht, er schmeckt Blut. Als erneut die Faust erhoben wird, ruft er: "Was wollt ihr denn noch? Ich blute ja schon!" Und dann ist es vorbei, die Täter rennen weg. Thomas löscht seine Aufregung mit einem Bier, der Mund brennt. Zurück bleibt erst ein Hämatom, dann eine Narbe im Inneren der linken Wange.

"Das war ein richtiger Überfall", erzählt er acht Monate später. "Als würde man von Nazis angegriffen werden." Seit Jahrzehnten ist Thomas in der linken Szene aktiv und so einiges gewohnt. Doch es waren keine Nazis, die ihn am 1. Mai überfielen, als er politische Plakate an Neuköllner Stromkästen anbrachte. Die zehn Männer, die ihn umringten und angriffen, waren Linke. Die Attacke auf Thomas ist kein Einzelfall: Seit vielen Monaten terrorisiert eine linke Gruppe in Berlin andere linke Aktivisten. Was ist los in Neukölln?

Ein Schriftzug des Jugendwiderstands in Neukölln (Quelle: rbb|24)
| Bild: rbb|24

Gegen Touristen und Jute-Beutel-Träger

Verantwortlich für solche Attacken ist der sogenannte "Jugendwiderstand". Beheimatet scheint er vor allem im Richardkiez zu sein, nördlich der S-Bahn-Trasse zwischen den Bahnhöfen Neukölln und Sonnenallee. An unzähligen Wänden finden sich Losungen, dazu Hammer-und-Sichel-Graffiti.

Die Gruppe sieht sich als proletarische Jugendorganisation, die nicht länger nur theoretisch über den Kommunismus sinnieren, sondern ihm jetzt sofort den Weg bereiten möchte – mit Drohungen und Gewalt: "Wir sind eine proletarische, revolutionäre und antiimperialistische Jugendorganisation und kämpfen gegen dieses System, für den Sozialismus und die freie Zukunft im Kommunismus. Rebellion ist gerechtfertigt!", heißt es auf dem Blog der Organisation.

Zum Feindbild des "Jugendwiderstands" gehören dabei zwar auch Nazis, Polizei und Konzerne, doch vor allem Touristen, Jute-Beutel-Träger und Israel-Freunde. Denn "wahre" Linke sind für den "Jugendwiderstand" nur Proletarier von ganz unten, Leute mit Straßenkämpfer-Attitüde, harte Kerle mit einer Schwäche für autoritäre Führer wie Stalin und Mao. Besonders verhasst sind ihnen "imperialistische" Staaten wie die USA und Israel. So finden sich auf manchen Neuköllner Wänden neben Symbolen des "Jugendwiderstands" auch Schmierereien wie "9mm für Zionisten" – Morddrohung und Mordaufruf in einem.

Ein solcher "Zionist" ist in den Augen der Schläger-Gruppe auch Thomas, der mit seinen Plakaten für Solidarität mit Israel und gegen Antisemitismus werben wollte. "Ich passe jetzt sehr auf, wenn ich mich unterhalb vom Hermannplatz bewege", sagt Thomas. "Und Rixdorf versuche ich ganz zu vermeiden."

Hammer und Sichel: Symbole des Jugendwiderstand in Neukölln mit der Beleidigung an Polizisten "ACAB" (Quelle: rbb|24)
Hammer-und-Sichel-Symbole an einer Hauswand | Bild: rbb|24

Der Kreis der eingeschüchterten Personen ist groß

Neben Thomas konnte rbb|24 mit fünf weiteren Betroffenen sprechen. Bei der Recherche wurde deutlich, wie breit der Kreis an eingeschüchterten Personen ist. Auch Szenekneipen wie das Laidak scheinen von der Aggression des "Jugendwiderstands" betroffen zu sein. Viele sprechen offen über ihre Erfahrungen, seinen wahren Namen will hier jedoch keiner lesen.

Auch nicht einer, den wir hier Jens nennen. Mit etwa 20 Freunden wollte er am 12. September gegen eine Veranstaltung im Biergarten Jockel protestieren. Dort trat Manal Tamimi vor Anhängern von palästinensischen Widerstandskämpfern auf. Manal ist die Tante von Ahed, einer in Palästina gefeierten Aktivistin. Für die Veranstaltungsbesucher und den "Jugendwiderstand" sind diese beiden Frauen Freiheitskämpferinnen, die gegen den imperialistischen Unterdrücker-Staat Israel vorgehen. Für Thomas und Jens dagegen sind sie Antisemiten, die Juden angreifen und töten wollen.

"Sie versuchten, uns zu provozieren"

Diese Auseinandersetzung trennt die linke Szene in Deutschland seit Jahrzehnten. Neu ist jedoch, dass in Berlin die eine Seite gegen die andere so aggressiv vorgeht. Statt Argumente auszutauschen, wird bedroht. So auch im September vor dem Biergarten Jockel in Kreuzberg.

"Als wir am Biergarten ankamen, sind die Männer vom 'Jugendwiderstand' gleich auf uns zugekommen und haben angefangen, uns zu beleidigen und zu bedrohen", berichtet Jens. "Sie haben einzelne Personen umzingelt, gedroht ihnen den Kiefer zu brechen, sie teilweise mit Namen angesprochen. Das heißt, sie wissen sogar, wer wir sind."

Der "Jugendwiderstand" kennt seine Gegner gut, macht auf Demonstrationen Fotos von pro-israelischen Aktivisten, um sie dann systematisch einzuschüchtern. "Die versuchen uns dann zu provozieren, fordern zum Duell auf, damit es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt", schildert Jens seine Erlebnisse weiter. Vor dem Biergarten Jockel beruhigte sich die Situation im September erst, als ein einzelner Polizist Unterstützung von einer Hundertschaft bekam. Dem örtlichen Polizeiabschnitt schien vorher nicht klar gewesen zu sein, welche Gefahr vom "Jugendwiderstand" ausgeht.

Ein teilweise verdecktes Kürzel des Jugendwiderstand in Berlin Neukölln (Quelle: rbb|24)
Hammer und Sichel sind Erkennungsmerkmale der Gruppe | Bild: rbb|24

"Jugendwiderstand" vom Verfassungsschutz gelistet

Die Polizeiführung hat die Gruppe jedoch längst auf dem Schirm. Der "Jugendwiderstand" wird im Verfassungsschutzbericht aufgeführt, die Mitglieder sind namentlich bekannt. Der harte Kern besteht aus zehn bis 20 Menschen: Die meisten gehen regelmäßig trainieren, machen Kampfsport, posieren mit ihren Muskeln für Fotos im Internet. Während der "Jugendwiderstand" behauptet, neben einigen Deutschen vor allem Migranten in seinen Reihen zu haben, halten manche Beobachter sie für Brandenburger oder Zehlendorfer Gymnasiasten, die "auf cool" tun. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, der auch mit Gangster-Rap auf sich aufmerksam macht, ist Erzieher, machte der "Tagesspiegel" im Dezember öffentlich. Die Eltern scheint es nicht zu stören.

In der linken Szene jedoch sorgte die verstärkte Berichterstattung über die Gruppe für Aufregung. So würde eine Zusammenarbeit mit der "bürgerlichen Presse" ein Verrat an der eigenen Klasse darstellen und der Repression gegenüber der linken Szene Vorschub leisten, hieß es in Solidaritätsbekundungen. Jens, der regelmäßig vom "Jugendwiderstand" bedroht wird, findet das absurd: "Die beschimpfen Frauen als Zionistenfotzen oder Männer als Schwuchteln. Das ist sexistisch, homophob und antisemitisch – unglaublich für eine angebliche linke Gruppe."

Durchgestrichenes Graffiti des Jugendwiderstand in Berlin Neukölln " 9mm für Zionisten". 9mm steht dabei für das Kaliber einer Handfeuerwaffe (Quelle: RIAS Berlin)
Drohung des "Jugendwiderstands" in Neukölln | Bild: RIAS Berlin

Linke Szene duckt sich weg

Dennoch bleiben klare Distanzierungen aus der linken Szene bislang aus. Am Wochenende wäre dazu eigentlich eine Gelegenheit, denn es findet die traditionelle Gedenkdemo für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit Tausenden Teilnehmern statt. Der "Jugendwiderstand" ruft selbst zur Demonstration auf, die Veranstalter wollen sich auf Anfrage mit dem Thema aber nicht weiter beschäftigen. "Wer kommt, der kommt halt", teilen sie mit. Und verweisen darauf, dass Themen wie Mietsteigerungen derzeit wichtiger seien.

Für die Betroffenen von Gewalt und Einschüchterung sind solche Aussagen zynisch. Sie hoffen jetzt auf mehr Unterstützung aus der Politik. June Tomiak, Abgeordnete von den Grünen, beobachtet den "Jugendwiderstand" schon seit Längerem und mahnt verstärkte Repression an: "Was den 'Jugendwiderstand' von anderen Gruppen unterscheidet, ist, dass für ihre Gewaltorientierung nicht einmal ein theoretischer Unterbau besteht. Ein dialogbezogener Ansatz ist also verfehlt, es muss seitens der Sicherheitsbehörden repressiv gehandelt werden." Mit einem Sticker an Tomiaks Bürgerbüro zeigte der "Jugendwiderstand" kürzlich, dass er davon nicht viel hält und seine Gegner sehr genau beobachtet.

Beitrag von Alexander Hammerschmidt

Kommentar

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Antwort auf [Yusuf Buttmann] vom 13.01.2019 um 18:03
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74 Kommentare

  1. 74.

    "False flag"... wenn ich so einen Anglizismenblödsinn schon höre...
    Das Prinzip von der "falschen Flagge" habe ich ja schon verstanden, aber meine Frage ist, ob Sie allenernstes davon ausgehen, dass das alles bewusst geschieht.
    Wer bestimmt denn eigentlich welche "Flagge" richtig oder falsch ist? Sie?

  2. 72.

    Wieso Fascho-Truppe?
    Wären es Faschisten, würden sie sich auch so nennen. Wie stellen Sie sich das vor? Dass das alles ausschließlich verkappte Nazis sind, die sich gedacht haben: hmmm, lasst uns statt des Hakenkreuzes einfach Hammer und Sichel nehmen, um die Leute zu verwirren und sie glauben lassen, dass wir Kommunisten seien, obwohl wir ja eigentlich Nazis sind??

  3. 71.

    Auch das größte "gegrabene Loch" bringt mich zu keinem anderen Ergebnis. Nach: festen Clanstrukturen, Schießereien auf offfener Straße, gefährliche U-Bahn-höfe und -strecken, "eigenwillige" Busfahrten, Schulproblemen, BER, Wettrennen mit Protzautos, Diebstählen - sogar von größten Münzen, Polizeischulproblemen, Einschüchterungen durch "Rigaer", Terroranschlag und und,.. und nun auch noch das Rufen der Linken nach der Polizei aus Angst vor NochLinkeren im linken Berlin, komme ich immer zum gleichen Ergebnis.
    Das ist aber meine Meinung. Ihre akzeptiere ich auch und denke es ist gut, dass es noch Menschen gibt, die das hinnehmen oder wegsehen oder sich damit abfinden.

  4. 70.

    Dass sie davon verwirrt sind wundert mich nicht. Auch nicht wenn sie zwei sich hier einig sind und mir etwas andichten wollen.

    Ich habe mich doch eindeutig über diese Gruppierung geäußert, hier wird ganz eindeutig unter falscher Flagge gesegelt.

    Auch wenn es sie sicher erfreut wenn Linke auf Linke losgehen, hier ist dem nur oberflächlich so.

    http://www.friedensdemowatch.com/2018/12/06/die-kameradschaft-jugendwiderstand-und-die-neonazis-die-maoistische-gruppe-aus-berlin-auf-extrem-rechten-wegen/

    Wie gesagt, diese Fascho Truppe hat mit "links" soviel zu tun wie die AfD mit demokratisch.

  5. 68.

    hipster-linke kacken sich ein, haben keine eier, können nichts machen. kann man nicht ernst nehmen deshalb gibts den jugendwiderstand und das ist auch gut so.

  6. 66.

    Siehe unter #47, auf den hilflosen Relativierungsversuch ist nur keiner eingegangen. Die Methode ist aber immer dieselbe. Ginge es in diesem Artikel um rechte Vollhonks, wären ein Drittel der Kommentare wieder von einer Person.

  7. 65.

    Linke, Linksradikale, Kämpfer für eine bessere Welt, Aktivisten - eigentlich DAS Thema für unseren ich mein ja nur.
    Wurde der etwas desillusioniert? Rote, im Kampf .... äh ...... gegen was eigentlich? Gegen Rechts? Nee, gegen die eigenen Ideologien.
    Und das versteht der nicht. Das verwirrt. Auch mich.

  8. 64.

    "Gefallen" sagt man ja wohl, wenn man sich im Krieg zu befinden glaubt... in dem Fall, man darf es vermuten, im "Rassenkrieg", im Krieg ums Abendland, oder irgend eine ähnliche Scheisse. Wer meine Heimatstadt zur Kriegszone erklärt hat aber nicht alle Latten am Zaun, und soll sich bitte "in die Etappe" zurückziehen! Rechts um! Abmarsch!

  9. 63.

    Da fällt garnichts. Da verändert sich nur einiges, und zwar rapide. Damit sollte sich abgefunden werden, weil stoppen kann man die Veränderungen sowieso nicht. Aber man kann die eigene Sicht auf all das ändern, und einen Weg finden, damit umzugehen.
    Wenn man so einen Artikel wie diesen hier liest, hat man entweder die Möglichkeit, das zusammengefasste Bild des hier dargestellten 1 zu 1 zu übernehmen und alles auf Anhieb zu glauben. Dann dient es irgendwo in einer Schublade im Kopf mit der Aufschrift "Verfall Deutschlands" oder "militante Nazis" als ein weiteres, nettes, kleines Accessoir, das die ohnehin schon negative Sicht auf die Welt noch verstärkt.
    Oder man versucht sich ein eigenes, unabhängiges Bild zu machen und soweit zu graben, sodass man für das vermeintlich "absurde Phänomen" eine Erklärung und vielleicht sogar ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen kann.

  10. 62.

    Vielleicht eine Fehltinterpretation von "Ihr Erbe ist unser Kampf"- https://www.rbb24.de/politik/beitrag/av12/video-rosa-luxemburg-karl-liebknecht-demo-berlin-lichtenberg-friedrichshain.html

  11. 61.

    So wie alle Millionenstädte auf der Welt auch "gefallen" sind? Die Probleme, die Berlin strapazieren, gibt es überall. Sollten Sie Berlinerin sein und so empfinden, täte es mir von Herzen leid für Sie. Ich lebe hier ein ganz normales Leben und bin trotz aller Probleme sehr froh darüber. Berlin ist anstrengend, aber die beste Stadt der Welt ;-)

  12. 60.

    Gerade beim Lesen: „Wenn du das von Natur aus Abhängige für frei hälst und das Fremde dein eigen, so wird man deine Pläne durchkreuzen und du wirst klagen, die Fassung verlieren und mit Gott und der Welt hadern, ...“ (Epiktet, Handbüchlein der Moral) - gesagt, getan ... - Selbstironie aus.

  13. 59.

    Hallo konstanze (22:09), aha. Die Welt kann man als „Wohlwollen“ interpretieren, denn sie eröffnet Möglichkeiten. Bei mir soll das Glas halbvoll sein. Ich lebe in Berlin und aus meiner Umgebung kann ich Ihnen berichten: nicht perfekt und „alles gut“.

  14. 58.

    Berlin und NRW sind längst verloren. Eine gefallene Stadt, ein gefallenes Bundesland.

  15. 57.

    Völlig falscher Zusammenhang. Es geht um die üblichen verehrten Linksideologen, die oben auf der Fahne zu sehen sind. Die Typen hier wollen erklärtermaßen Maoisten sein. Mao= Massenmörder:
    Machtfestigung und Enteignungen 1949–1953: 8.427.000 Todesopfer
    „Großer Sprung nach vorn“ und Enteignungen 1954–1958: 20 bis 40 Mio. Opfer
    Vernichtung durch Arbeit (Arbeitslager) sowie Hunger als Folge der Enteignungen 1959–1963: 10.729.000
    Kulturrevolution 1964–1975: 7.731.000 Tote (nach Rummel), 400.000 bis 1 Million (nach dem Schwarzbuch des Kommunismus) (siehe Wiki).
    Stalin (der nächste oben auf dem Bild) war auch nicht viel besser.
    Wer solche Typen verehrt, hat entweder null Geschichtswissen oder idealisiert wissentlich schlimmste unmenschliche Tyrannei.
    Merkwürdig, dass das bei den oben zu sehenden Linksideologen immer keinem auffällt.

  16. 56.

    Ihr Beitrag geht völlig vom Thema "Jugendwiderstand" weg. Die tragen oben auf dem Bild ein Fahnentransparent mit mehreren Massenmördern des linken "Kommunismus"-Spektrums (damit meine ich weder Engels noch Marx, die da auch zu sehen sind).
    Es ist gruselig, wenn Leute die Geschichte derart bagatellisieren und idealisieren wollen. Solche Bilder der eigenen Ideologen werden auch häufig von nichtextremistischen Linken getragen, sogar von Teenies, weil man entweder null Geschichtskenntnisse hat und ideologischer Mitläufer ist oder die Geschichte eben einfach für das eigene Wohlergehen bagatellisieren und idealisieren will.
    Stalin- oder Maoverehrung ist in Dt. trotz der zig Millionen Toten nicht einmal ein linkes Propagandadelikt, daher darf das immer so weitergehen.

  17. 55.

    Die Ihrerseits beschriebene Vorstellung einer Gesellschaft klingt bilderbuchreif, und ich wünschte es wäre genauso. Aber eine solche Gesellschaft sehe ich leider nicht. Und dabei sehe ich auch nicht eine Gruppierung wie den Jugendwiderstand als Schuldige dafür. Diese Gruppe ist eher eine Antwort auf diese Gesellschaft, bzw. ein unmittelbares Produkt davon.
    Meine persönliche Positionierung erachte ich übrigens als äußerst alltagstauglich, da es mir mit dieser Sicht auf die Dinge bislang gut gelingt, einen gesunden Weg durch den Alltag der Gesellschaft zu finden. Und für den Fall, dass mich "irrationale und blinde Gewalt" trifft, bin ich bestens vorbereitet, da ich mir durchaus darüber im Klaren bin, dass auch dies leider ein Teil des gesellschaflichen Zusammenlebens sein kann.

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