Archivbild: Jugendwiderstand auf der Rosa-Luxemburg-Demo vom Frankfurter Tor zum Friedhof der Sozialisten. Jugendwiderstand ist eine revolutionäre, antiimperialistische Jugendorganisation und kämpft gegen das System, für den Sozialismus und die freie Zukunft im Kommunismus. (Quelle: imago)
Audio: Radioeins | 10.01.2019 | Gespräch mit Alexander Hammerschmidt | Bild: imago

Linksradikale Gruppe - Wie der "Jugendwiderstand" Neuköllner Linke terrorisiert

Die maoistische Berliner Gruppe "Jugendwiderstand" attackiert in Neukölln Andersdenkende - vorzugsweise andere Linke. Betroffene erleben Einschüchterungen und Gewalt. Sie hoffen auf Unterstützung durch die Politik. Von Alexander Hammerschmidt 

Neukölln, in der Nacht zum 1. Mai 2018: 20 Minuten nach Mitternacht wird Thomas [Name von der Redaktion geändert] umstellt. Ein Schlag trifft sein Gesicht, er schmeckt Blut. Als erneut die Faust erhoben wird, ruft er: "Was wollt ihr denn noch? Ich blute ja schon!" Und dann ist es vorbei, die Täter rennen weg. Thomas löscht seine Aufregung mit einem Bier, der Mund brennt. Zurück bleibt erst ein Hämatom, dann eine Narbe im Inneren der linken Wange.

"Das war ein richtiger Überfall", erzählt er acht Monate später. "Als würde man von Nazis angegriffen werden." Seit Jahrzehnten ist Thomas in der linken Szene aktiv und so einiges gewohnt. Doch es waren keine Nazis, die ihn am 1. Mai überfielen, als er politische Plakate an Neuköllner Stromkästen anbrachte. Die zehn Männer, die ihn umringten und angriffen, waren Linke. Die Attacke auf Thomas ist kein Einzelfall: Seit vielen Monaten terrorisiert eine linke Gruppe in Berlin andere linke Aktivisten. Was ist los in Neukölln?

Ein Schriftzug des Jugendwiderstands in Neukölln (Quelle: rbb|24)
| Bild: rbb|24

Gegen Touristen und Jute-Beutel-Träger

Verantwortlich für solche Attacken ist der sogenannte "Jugendwiderstand". Beheimatet scheint er vor allem im Richardkiez zu sein, nördlich der S-Bahn-Trasse zwischen den Bahnhöfen Neukölln und Sonnenallee. An unzähligen Wänden finden sich Losungen, dazu Hammer-und-Sichel-Graffiti.

Die Gruppe sieht sich als proletarische Jugendorganisation, die nicht länger nur theoretisch über den Kommunismus sinnieren, sondern ihm jetzt sofort den Weg bereiten möchte – mit Drohungen und Gewalt: "Wir sind eine proletarische, revolutionäre und antiimperialistische Jugendorganisation und kämpfen gegen dieses System, für den Sozialismus und die freie Zukunft im Kommunismus. Rebellion ist gerechtfertigt!", heißt es auf dem Blog der Organisation.

Zum Feindbild des "Jugendwiderstands" gehören dabei zwar auch Nazis, Polizei und Konzerne, doch vor allem Touristen, Jute-Beutel-Träger und Israel-Freunde. Denn "wahre" Linke sind für den "Jugendwiderstand" nur Proletarier von ganz unten, Leute mit Straßenkämpfer-Attitüde, harte Kerle mit einer Schwäche für autoritäre Führer wie Stalin und Mao. Besonders verhasst sind ihnen "imperialistische" Staaten wie die USA und Israel. So finden sich auf manchen Neuköllner Wänden neben Symbolen des "Jugendwiderstands" auch Schmierereien wie "9mm für Zionisten" – Morddrohung und Mordaufruf in einem.

Ein solcher "Zionist" ist in den Augen der Schläger-Gruppe auch Thomas, der mit seinen Plakaten für Solidarität mit Israel und gegen Antisemitismus werben wollte. "Ich passe jetzt sehr auf, wenn ich mich unterhalb vom Hermannplatz bewege", sagt Thomas. "Und Rixdorf versuche ich ganz zu vermeiden."

Hammer und Sichel: Symbole des Jugendwiderstand in Neukölln mit der Beleidigung an Polizisten "ACAB" (Quelle: rbb|24)
Hammer-und-Sichel-Symbole an einer Hauswand | Bild: rbb|24

Der Kreis der eingeschüchterten Personen ist groß

Neben Thomas konnte rbb|24 mit fünf weiteren Betroffenen sprechen. Bei der Recherche wurde deutlich, wie breit der Kreis an eingeschüchterten Personen ist. Auch Szenekneipen wie das Laidak scheinen von der Aggression des "Jugendwiderstands" betroffen zu sein. Viele sprechen offen über ihre Erfahrungen, seinen wahren Namen will hier jedoch keiner lesen.

Auch nicht einer, den wir hier Jens nennen. Mit etwa 20 Freunden wollte er am 12. September gegen eine Veranstaltung im Biergarten Jockel protestieren. Dort trat Manal Tamimi vor Anhängern von palästinensischen Widerstandskämpfern auf. Manal ist die Tante von Ahed, einer in Palästina gefeierten Aktivistin. Für die Veranstaltungsbesucher und den "Jugendwiderstand" sind diese beiden Frauen Freiheitskämpferinnen, die gegen den imperialistischen Unterdrücker-Staat Israel vorgehen. Für Thomas und Jens dagegen sind sie Antisemiten, die Juden angreifen und töten wollen.

"Sie versuchten, uns zu provozieren"

Diese Auseinandersetzung trennt die linke Szene in Deutschland seit Jahrzehnten. Neu ist jedoch, dass in Berlin die eine Seite gegen die andere so aggressiv vorgeht. Statt Argumente auszutauschen, wird bedroht. So auch im September vor dem Biergarten Jockel in Kreuzberg.

"Als wir am Biergarten ankamen, sind die Männer vom 'Jugendwiderstand' gleich auf uns zugekommen und haben angefangen, uns zu beleidigen und zu bedrohen", berichtet Jens. "Sie haben einzelne Personen umzingelt, gedroht ihnen den Kiefer zu brechen, sie teilweise mit Namen angesprochen. Das heißt, sie wissen sogar, wer wir sind."

Der "Jugendwiderstand" kennt seine Gegner gut, macht auf Demonstrationen Fotos von pro-israelischen Aktivisten, um sie dann systematisch einzuschüchtern. "Die versuchen uns dann zu provozieren, fordern zum Duell auf, damit es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt", schildert Jens seine Erlebnisse weiter. Vor dem Biergarten Jockel beruhigte sich die Situation im September erst, als ein einzelner Polizist Unterstützung von einer Hundertschaft bekam. Dem örtlichen Polizeiabschnitt schien vorher nicht klar gewesen zu sein, welche Gefahr vom "Jugendwiderstand" ausgeht.

Ein teilweise verdecktes Kürzel des Jugendwiderstand in Berlin Neukölln (Quelle: rbb|24)
Hammer und Sichel sind Erkennungsmerkmale der Gruppe | Bild: rbb|24

"Jugendwiderstand" vom Verfassungsschutz gelistet

Die Polizeiführung hat die Gruppe jedoch längst auf dem Schirm. Der "Jugendwiderstand" wird im Verfassungsschutzbericht aufgeführt, die Mitglieder sind namentlich bekannt. Der harte Kern besteht aus zehn bis 20 Menschen: Die meisten gehen regelmäßig trainieren, machen Kampfsport, posieren mit ihren Muskeln für Fotos im Internet. Während der "Jugendwiderstand" behauptet, neben einigen Deutschen vor allem Migranten in seinen Reihen zu haben, halten manche Beobachter sie für Brandenburger oder Zehlendorfer Gymnasiasten, die "auf cool" tun. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, der auch mit Gangster-Rap auf sich aufmerksam macht, ist Erzieher, machte der "Tagesspiegel" im Dezember öffentlich. Die Eltern scheint es nicht zu stören.

In der linken Szene jedoch sorgte die verstärkte Berichterstattung über die Gruppe für Aufregung. So würde eine Zusammenarbeit mit der "bürgerlichen Presse" ein Verrat an der eigenen Klasse darstellen und der Repression gegenüber der linken Szene Vorschub leisten, hieß es in Solidaritätsbekundungen. Jens, der regelmäßig vom "Jugendwiderstand" bedroht wird, findet das absurd: "Die beschimpfen Frauen als Zionistenfotzen oder Männer als Schwuchteln. Das ist sexistisch, homophob und antisemitisch – unglaublich für eine angebliche linke Gruppe."

Durchgestrichenes Graffiti des Jugendwiderstand in Berlin Neukölln " 9mm für Zionisten". 9mm steht dabei für das Kaliber einer Handfeuerwaffe (Quelle: RIAS Berlin)
Drohung des "Jugendwiderstands" in Neukölln | Bild: RIAS Berlin

Linke Szene duckt sich weg

Dennoch bleiben klare Distanzierungen aus der linken Szene bislang aus. Am Wochenende wäre dazu eigentlich eine Gelegenheit, denn es findet die traditionelle Gedenkdemo für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit Tausenden Teilnehmern statt. Der "Jugendwiderstand" ruft selbst zur Demonstration auf, die Veranstalter wollen sich auf Anfrage mit dem Thema aber nicht weiter beschäftigen. "Wer kommt, der kommt halt", teilen sie mit. Und verweisen darauf, dass Themen wie Mietsteigerungen derzeit wichtiger seien.

Für die Betroffenen von Gewalt und Einschüchterung sind solche Aussagen zynisch. Sie hoffen jetzt auf mehr Unterstützung aus der Politik. June Tomiak, Abgeordnete von den Grünen, beobachtet den "Jugendwiderstand" schon seit Längerem und mahnt verstärkte Repression an: "Was den 'Jugendwiderstand' von anderen Gruppen unterscheidet, ist, dass für ihre Gewaltorientierung nicht einmal ein theoretischer Unterbau besteht. Ein dialogbezogener Ansatz ist also verfehlt, es muss seitens der Sicherheitsbehörden repressiv gehandelt werden." Mit einem Sticker an Tomiaks Bürgerbüro zeigte der "Jugendwiderstand" kürzlich, dass er davon nicht viel hält und seine Gegner sehr genau beobachtet.

Beitrag von Alexander Hammerschmidt

Kommentar

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74 Kommentare

  1. 74.

    "False flag"... wenn ich so einen Anglizismenblödsinn schon höre...
    Das Prinzip von der "falschen Flagge" habe ich ja schon verstanden, aber meine Frage ist, ob Sie allenernstes davon ausgehen, dass das alles bewusst geschieht.
    Wer bestimmt denn eigentlich welche "Flagge" richtig oder falsch ist? Sie?

  2. 72.

    Wieso Fascho-Truppe?
    Wären es Faschisten, würden sie sich auch so nennen. Wie stellen Sie sich das vor? Dass das alles ausschließlich verkappte Nazis sind, die sich gedacht haben: hmmm, lasst uns statt des Hakenkreuzes einfach Hammer und Sichel nehmen, um die Leute zu verwirren und sie glauben lassen, dass wir Kommunisten seien, obwohl wir ja eigentlich Nazis sind??

  3. 71.

    Auch das größte "gegrabene Loch" bringt mich zu keinem anderen Ergebnis. Nach: festen Clanstrukturen, Schießereien auf offfener Straße, gefährliche U-Bahn-höfe und -strecken, "eigenwillige" Busfahrten, Schulproblemen, BER, Wettrennen mit Protzautos, Diebstählen - sogar von größten Münzen, Polizeischulproblemen, Einschüchterungen durch "Rigaer", Terroranschlag und und,.. und nun auch noch das Rufen der Linken nach der Polizei aus Angst vor NochLinkeren im linken Berlin, komme ich immer zum gleichen Ergebnis.
    Das ist aber meine Meinung. Ihre akzeptiere ich auch und denke es ist gut, dass es noch Menschen gibt, die das hinnehmen oder wegsehen oder sich damit abfinden.

  4. 70.

    Dass sie davon verwirrt sind wundert mich nicht. Auch nicht wenn sie zwei sich hier einig sind und mir etwas andichten wollen.

    Ich habe mich doch eindeutig über diese Gruppierung geäußert, hier wird ganz eindeutig unter falscher Flagge gesegelt.

    Auch wenn es sie sicher erfreut wenn Linke auf Linke losgehen, hier ist dem nur oberflächlich so.

    http://www.friedensdemowatch.com/2018/12/06/die-kameradschaft-jugendwiderstand-und-die-neonazis-die-maoistische-gruppe-aus-berlin-auf-extrem-rechten-wegen/

    Wie gesagt, diese Fascho Truppe hat mit "links" soviel zu tun wie die AfD mit demokratisch.

  5. 68.

    hipster-linke kacken sich ein, haben keine eier, können nichts machen. kann man nicht ernst nehmen deshalb gibts den jugendwiderstand und das ist auch gut so.

  6. 66.

    Siehe unter #47, auf den hilflosen Relativierungsversuch ist nur keiner eingegangen. Die Methode ist aber immer dieselbe. Ginge es in diesem Artikel um rechte Vollhonks, wären ein Drittel der Kommentare wieder von einer Person.

  7. 65.

    Linke, Linksradikale, Kämpfer für eine bessere Welt, Aktivisten - eigentlich DAS Thema für unseren ich mein ja nur.
    Wurde der etwas desillusioniert? Rote, im Kampf .... äh ...... gegen was eigentlich? Gegen Rechts? Nee, gegen die eigenen Ideologien.
    Und das versteht der nicht. Das verwirrt. Auch mich.

  8. 64.

    "Gefallen" sagt man ja wohl, wenn man sich im Krieg zu befinden glaubt... in dem Fall, man darf es vermuten, im "Rassenkrieg", im Krieg ums Abendland, oder irgend eine ähnliche Scheisse. Wer meine Heimatstadt zur Kriegszone erklärt hat aber nicht alle Latten am Zaun, und soll sich bitte "in die Etappe" zurückziehen! Rechts um! Abmarsch!

  9. 63.

    Da fällt garnichts. Da verändert sich nur einiges, und zwar rapide. Damit sollte sich abgefunden werden, weil stoppen kann man die Veränderungen sowieso nicht. Aber man kann die eigene Sicht auf all das ändern, und einen Weg finden, damit umzugehen.
    Wenn man so einen Artikel wie diesen hier liest, hat man entweder die Möglichkeit, das zusammengefasste Bild des hier dargestellten 1 zu 1 zu übernehmen und alles auf Anhieb zu glauben. Dann dient es irgendwo in einer Schublade im Kopf mit der Aufschrift "Verfall Deutschlands" oder "militante Nazis" als ein weiteres, nettes, kleines Accessoir, das die ohnehin schon negative Sicht auf die Welt noch verstärkt.
    Oder man versucht sich ein eigenes, unabhängiges Bild zu machen und soweit zu graben, sodass man für das vermeintlich "absurde Phänomen" eine Erklärung und vielleicht sogar ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen kann.

  10. 62.

    Vielleicht eine Fehltinterpretation von "Ihr Erbe ist unser Kampf"- https://www.rbb24.de/politik/beitrag/av12/video-rosa-luxemburg-karl-liebknecht-demo-berlin-lichtenberg-friedrichshain.html

  11. 61.

    So wie alle Millionenstädte auf der Welt auch "gefallen" sind? Die Probleme, die Berlin strapazieren, gibt es überall. Sollten Sie Berlinerin sein und so empfinden, täte es mir von Herzen leid für Sie. Ich lebe hier ein ganz normales Leben und bin trotz aller Probleme sehr froh darüber. Berlin ist anstrengend, aber die beste Stadt der Welt ;-)

  12. 60.

    Gerade beim Lesen: „Wenn du das von Natur aus Abhängige für frei hälst und das Fremde dein eigen, so wird man deine Pläne durchkreuzen und du wirst klagen, die Fassung verlieren und mit Gott und der Welt hadern, ...“ (Epiktet, Handbüchlein der Moral) - gesagt, getan ... - Selbstironie aus.

  13. 59.

    Hallo konstanze (22:09), aha. Die Welt kann man als „Wohlwollen“ interpretieren, denn sie eröffnet Möglichkeiten. Bei mir soll das Glas halbvoll sein. Ich lebe in Berlin und aus meiner Umgebung kann ich Ihnen berichten: nicht perfekt und „alles gut“.

  14. 58.

    Berlin und NRW sind längst verloren. Eine gefallene Stadt, ein gefallenes Bundesland.

  15. 57.

    Völlig falscher Zusammenhang. Es geht um die üblichen verehrten Linksideologen, die oben auf der Fahne zu sehen sind. Die Typen hier wollen erklärtermaßen Maoisten sein. Mao= Massenmörder:
    Machtfestigung und Enteignungen 1949–1953: 8.427.000 Todesopfer
    „Großer Sprung nach vorn“ und Enteignungen 1954–1958: 20 bis 40 Mio. Opfer
    Vernichtung durch Arbeit (Arbeitslager) sowie Hunger als Folge der Enteignungen 1959–1963: 10.729.000
    Kulturrevolution 1964–1975: 7.731.000 Tote (nach Rummel), 400.000 bis 1 Million (nach dem Schwarzbuch des Kommunismus) (siehe Wiki).
    Stalin (der nächste oben auf dem Bild) war auch nicht viel besser.
    Wer solche Typen verehrt, hat entweder null Geschichtswissen oder idealisiert wissentlich schlimmste unmenschliche Tyrannei.
    Merkwürdig, dass das bei den oben zu sehenden Linksideologen immer keinem auffällt.

  16. 56.

    Ihr Beitrag geht völlig vom Thema "Jugendwiderstand" weg. Die tragen oben auf dem Bild ein Fahnentransparent mit mehreren Massenmördern des linken "Kommunismus"-Spektrums (damit meine ich weder Engels noch Marx, die da auch zu sehen sind).
    Es ist gruselig, wenn Leute die Geschichte derart bagatellisieren und idealisieren wollen. Solche Bilder der eigenen Ideologen werden auch häufig von nichtextremistischen Linken getragen, sogar von Teenies, weil man entweder null Geschichtskenntnisse hat und ideologischer Mitläufer ist oder die Geschichte eben einfach für das eigene Wohlergehen bagatellisieren und idealisieren will.
    Stalin- oder Maoverehrung ist in Dt. trotz der zig Millionen Toten nicht einmal ein linkes Propagandadelikt, daher darf das immer so weitergehen.

  17. 55.

    Die Ihrerseits beschriebene Vorstellung einer Gesellschaft klingt bilderbuchreif, und ich wünschte es wäre genauso. Aber eine solche Gesellschaft sehe ich leider nicht. Und dabei sehe ich auch nicht eine Gruppierung wie den Jugendwiderstand als Schuldige dafür. Diese Gruppe ist eher eine Antwort auf diese Gesellschaft, bzw. ein unmittelbares Produkt davon.
    Meine persönliche Positionierung erachte ich übrigens als äußerst alltagstauglich, da es mir mit dieser Sicht auf die Dinge bislang gut gelingt, einen gesunden Weg durch den Alltag der Gesellschaft zu finden. Und für den Fall, dass mich "irrationale und blinde Gewalt" trifft, bin ich bestens vorbereitet, da ich mir durchaus darüber im Klaren bin, dass auch dies leider ein Teil des gesellschaflichen Zusammenlebens sein kann.

  18. 54.

    Ich persönlich glaube ja, dass "Hypermaskulinität, Homo-, Trans-, Frauenfeindlichkeit, Eugenik, völkischer Nationalismus u. Militarismus ("Volkskrieg"), israelbezogener Antisemitismus, Andersdenkende "Volksfeinde" zu nennen, bildet ein geschlossen rechtsextremes Weltbild" sich auch in Kreisen der Linken (hier die SED Nachfolge) den Linken, den Linksradikale und den sogenannten "Aktivisten" nicht fremd ist.
    Die Linken (SED Nachfolge) gehen doch geradezu hausieren mit ihren Strategiepapier zum israelbezogenen Antisemitismus und fördern bez. unterstützen den BDS.

  19. 53.

    Vielleicht waren ja die Brandanschläge u.a. in der Hufeisensiedlung gar nicht von Rechtsradikalen (wie man gerne vermittelt), sondern eben von den "Jugendwiderstand"-Aktivisten. Schon einmal darüber nachgedacht oder als Möglichkeit in Betracht gezogen?
    "Das war ein richtiger Überfall [...] Als würde man von Nazis angegriffen werden." erzählt Thomas [Name von der Redaktion geändert] der seit Jahrzehnten in der linken Szene aktiv und so einiges gewohnti ist.

  20. 52.

    Natürlich ist eine Gesinnung zunächst ersteinmal etwas Subjektives. Da stimme ich Ihnen zu. Nun zeichnet es eine Gesellschaft aus, sich auf einige Regeln des Zusammenlebens zu einigen, um es überhaupt möglich zu machen. Je mehr Menschen auf engem Raum miteinander klar kommen müssen, desto klarer müssen sie definiert sein. Und irgendwann gehörte auch dazu, sich weder sexuell an anderen zu vergehen, Probleme verbal statt gewalttätig zu regeln und den Eigentum des Anderen zu respektieren. Das ist ein immerwährender Lernprozess. Und diese Dinge haben weder etwas mit einer Meinung oder verschiedenen Wahrnehmungen zu tun. Sich nicht daran zu halten mag eine Art Statement sein, ist aber nicht akzeptabel und muss bestraft werden. Um diejenigen zu schützen, die sich an die gesellschaftlich festgelegten Formeln halten. Ihre Positionierung bezüglich dieser Themen ist sicherlich interessant, für mich aber weder themenbezogen, da sie auf alles und jede Situation irgendwie wahllos anwendbar wäre, noch alltagstauglich. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Sie, wenn Sie solch irrationale und blinde Gewalt träfe, einen Sinneswandel durchmachen würden. Das habe ich schon oft erlebt. Es ist bisher auch alles sehr theoretisch, was Sie äußern, dennoch war es für mich ein interessanter Kurztrip in ihre Welt.

  21. 51.

    Die Handlungen entsprechend der Strategie der "national befreiten Zonen" nur anders vermarktet. "Der Ausdruck „national befreite Zone“ beschreibt als Selbstbezeichnung eine Strategie des deutschen Rechtsextremismus. Medien, zivilgesellschaftliche Initiativen und Wissenschaftler sprechen von rechten „No-go-Areas“ oder „Angstzonen“. Die „national befreite Zone“ gilt als eines der bedeutendsten rechtsextremen Strategiekonzepte der letzten Jahre. Burkhard Schröder beschreibt das Konzept wie folgt:
    „Eine ‚befreite Zone‘ ist kein fest umrissener und geografisch definierter Ort, sondern beschreibt ein bestimmtes Milieu, ein Netz von Verhaltensmustern, das Einstellungen und Ideen nur innerhalb bestimmter Grenzen als 'normal' vorschreibt. Ziel sei es, die normale Alltagskultur und ihre moralischen Normen mit weltanschaulichen Versatzstücken zu infiltrieren [...]"
    https://de.wikipedia.org/wiki/National_befreite_Zone

  22. 50.

    Guten Tag Jan,
    wir haben uns bei der Bezeichnung Ahed Tahimis als "Terroristin" an der allgemeinen Definition der Europäischen Union orientiert, wonach Straftaten als terroristisch eingestuft werden, die "die politischen, verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Grundstrukturen eines Landes oder einer internationalen Organisation ernsthaft zu destabilisieren oder zu zerstören" versuchen. Nach dieser Definition ist Tahimi so einzustufen, da sie bereits mehrfach solche Handlungen begangen hat und dafür auch verurteilt wurde. Deshalb handelt es sich hier erstmal nicht um eine Falschdarstellung.

    Da die Einordnung als "Terrorist" aber grundsätzlich staatlichen Ermittlungsbehörden obliegt und dies im Fall Tahimis bisher nicht offiziell geschehen ist, haben wir uns auf die Bezeichnung militante Aktivistin geeinigt.

    Beste Grüße aus der Redaktion

  23. 49.

    "Sie sprechen mit Ihrer Äußerung anderen Menschen aber ihre positive Gesinnung ab und machen sie lächerlich." Ja, das ist garnicht mal so unwahr. Was ist denn schon bitte eine "positive Gesinnung"? Jeder Mensch, der irgendeine Gesinnung hat, zielt im Grunde darauf an, dass er damit etwas für sein Verständnis Positives bewirkt. Ob etwas positiv oder negativ bewertet wird, liegt im Auge des Betrachters. Ich maße mir nicht an eine Gesinnung als positiv oder negativ zu bezeichnen.
    Die "linke Szene" in Deutschland hat ein tiefsitzendes Identitätsproblem, und ist von den Grundsätzen her so gespalten, wie es sonst in keinem anderen Land der Fall ist. Die eine Seite macht beispielsweise Sexismus zum großen Thema, wobei das Ganze aber letzlich eher in eine Form der Selbsttherapie ausartet, bei dem sich ein gesellschaftlicher Konsens herangedichtet wird, um dem ganzen eine politische Dimension zu geben. Ob ich so etwas lächerlich finde? Ja sicherlich.

  24. 48.

    "Identisch" geht gar nicht. Da stehen ganz unterschiedliche ideologische Systeme dahinter und mit denen werden jeweils die Handlungen begründet. Mao, Lenin, Stalin usw. sind natürlich die linke Richtung. Lenin hatte die Rechtfertigung für Massenmord im Interesse der Partei schon theoretisch vorgegeben, die anderen haben das ausgeführt.
    Ist immer lustig, wie das von links als nicht zu ihnen gehörig verleugnet wird, sobald sich wie hier das wahre Gesicht zeigt, denn klar distanzieren kann man sich von den eigenen Theoretikern ideologisch nicht und will man auch nicht. Daher wird auch nie etwas gesagt, wenn nichtlinke Demonstranten oder Polizisten von der Antifa verprügelt werden. Was baer stimmt, ist, man trifft sich bezüglich Diktaturrechtfertigung und Menschenfeindlichkeit links- und rechtesxtrem letztlich in der Mitte.

  25. 47.

    So ist es. Das hat mit "links" soviel zu tun wie AfD mit demokratisch. Bei beiden dienen die Begriffe als Feigenblatt.

  26. 46.

    Hallo Müller (09:50), danke für "'Gewalt ist die letzte Zuflucht der Unfähigen." (Isaak Asimow)'". Das hat mir gefallen, ich finde es klug und präzise.

  27. 45.

    Kann mir jetzt noch jemand den Unterschied zwischen JW und JN erläutern. Ich sehe da keinen Unterschied.. Ich sehe einen Haufen der aktiv gegen das GG verstößt. Art. 20 GG ist da eindeutig. Hoffe, dass unser Staat mit der nötigen Härte gegen diese Elemente vorgehen wird und das es für all die anderen kriminellen Subjekte eine Warnung ist. Unabhängig ob es Linke, Nazis, religiöse Spinner oder sonstige Kriminelle sind.

  28. 44.

    „...Gewalt ist eine Auswirkung, die manchmal unabdingbar ist...“ Mag sein. Wenn man auf Leben und Tod sein Leben verteidigt oder sich wehren muss, um Frau und Kind zu beschützen. Aber nicht, wenn man gewaltgeil durch die Gegend zieht und irgendwelche wirren Ideologien als Ausrede dafür mißbraucht, harmlosen, fremden Menschen Leid zuzufügen. Das ist weltfremd. Ihre sonstigen Ausführungen hören sich ja auch interessant an, aber z. B. gegen Gewalt zu sein und sie kontrollieren und kanalisieren zu lernen zeichnet einen zivilisierten, sozialkompetenten Menschen aus. Sie sprechen mit Ihrer Äußerung anderen Menschen aber ihre positive Gesinnung ab und machen sie lächerlich. Ich versuche ja zu akzeptieren was Sie äußern, manches ist aber einfach nicht richtig und befremdlich.

  29. 43.

    Nein. Konflikte auf körperlicher Ebene auszutragen, ist(leider) das natürlichste der Welt. Das Belegen alle Konfliktherde weltweit zu allen Zeiten. Die Aussage, dass es "hohl und kriminell" sei, ist schon sehr arrogant. Es ist mit Sicherheit nicht mit positiven Attributen zu umschreiben, doch es ist real.
    Niemand sagt, dass körperliche Gewalt an sich revolutionär sei. Doch sie ist eine Auswirkung, die manchmal unabdingbar ist. Wenn jemand sagt, er/sie sei gegen Gewalt, dann ist das so als würde jemand sagen, gegen Armut zu sein.
    Was die Bedrohungen und das Auspionieren betrifft: Sagt das mal den Menschen, die diese Artikel schreiben und persönliche Daten veröffentlichen, plus die Versuche irgendwelche staatlichen Sanktionen herbeizuführen, die einzelnen die Lebensgrundlage zerstören sollen.

  30. 42.

    Statt zu relativieren und schön zu reden, könnte man auch einfach mal einsehen, dass Links- und Rechtsextremisten ziemlich identisch in Ihren Handlungen und Ansichten sind. Nur die Ausrede dafür unterscheidet sich marginal.

  31. 41.

    Andere als "Schwuchteln" o. "Trotzkistenfotzen" zu bezeichnen, zeugt von einem enormen Kompensationsdrang eigener Männlichkeitskomplexe. Dazu passen auch Anti-Gender-Mainstreaming u. das zwanghaft Gewaltaffine - eine verzerrte Vorstellung v. Männlichkeit. Darin eine Stärke zu sehen, seine eigene Gewaltkompetenz (Kampfsporterfahrung) mit Anderen zu messen, ist ein Beleg eigener Unfähigkeit zu rationalem Denken o. soz. Handeln.

    Der "JW" ist nicht links, weil es keinen Antisemitismus bei Linken geben dürfe. Den gibt es leider viel zu oft. Sie sind nicht links, weil die oberflächlichen Beschäftigungen mit Ideologie nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie Querfrontler*innen sind. Links andeuten, rechts zuschlagen, das trifft hier wörtlich zu.

    Hypermaskulinität, Homo-, Trans-, Frauenfeindlichkeit, Eugenik, völkischer Nationalismus u. Militarismus ("Volkskrieg"), israelbezogener Antisemitismus, Andersdenkende "Volksfeinde" zu nennen, bildet ein geschlossen rechtsextremes Weltbild.

  32. 40.

    Konflikte auf körperlicher Ebene austragen ist nicht revolutionär, sondern hohl und kriminell. Nazi-Methoden würde ich da eher auf das ausspionieren und bedrohen beziehen.

  33. 39.

    Glaubt der Autor auch, dass die SPD als "linke Volkspartei" den "demokratischen Sozialismus" anstrebt?! @rbb Bitte zwischen Propaganda und Handeln unterscheiden ;)
    Quelle: Hamburger Programm. Das Grundsatzprogramm der SPD. SPD-Parteivorstand, 28. Oktober 2007.

  34. 38.

    Also man muss ja wohl mal feststellen, dass die sog. "Linken" in Deutschland in einer intellektuellen Blase gefangen sind, welche eher zu einer Art bürgerlichen Popkultur, verkommen ist, als einen wirklichen politischen Anspruch zu haben. Da wird lieber wie wild rumgegendert und mit der Lupe nach vermeintlich sexistischen Äußerungen gesucht, statt sich den wirklichen, greifbaren, essentiellen Dingen zu widmen.
    Hier wird in den Kommentaren von sog. "Nazi-Methoden" gesprochen. Was?? Jetzt ist jeder, der bereit ist, einen Konflikt auf körperlicher Ebene auszutragen schon ein Nazi???
    Das ängstliche und verbitterte Mitläufertum in diesen "linken" Kreisen findet bei alledem nur einen Ausweg: Nazi-Keule und Polizei rufen.

  35. 37.

    Hallo Mao zhuxi yulu (15:12 Uhr), Sie schreiben "Ich freue mich immer wenn ich junge Linke sehe, aber wenn der "Jugendwiderstand" mehr sein will als ein Haufen von Lumpen und Rechtsabweichlern, muss er sich von dieser sexistischen und antisemitischen Kackscheisse befreien." Was halten Sie von der ausgeübten Gewalt? Was halten Sie von Anerkennung anderer Meinungen?

  36. 36.

    Hallo Yusuf Buttmann (14:46), mich wundert, dass jemand wichtig findet, ob Leute, die anderen Leute die Rübe einschlagen wollen, zu Recht oder Unrecht als "revolutionär" zu bezeichnen sind. Das verstellt den Blick auf das, was geschah: "Leute, die anderen Leute die Rübe einschlagen". Denen gehören die Hände gebunden, basta. Wir leben alle in dieser Stadt und möchten körperlich unversehrt leben.

    "Der Jugendwiderstand stellt sich dagegen. Mit allen Mitteln. Dies ist die Keimzelle eines revolutionären Gedankens." Na und? Stellen Sie sich gern wohin, nur nicht in den Weg.
    "Statt verzwiefelt mit der Antisemitismus-Keule um sich zu schlagen, sollten Menschen anfangen ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen, dies wäre immerhin der erste Schritt." 1.Antisemitismus: Die einen sagen so, die anderen so. Seit je sind die Menschen frei, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Das gehört zur menschlichen Natur. 2. "... eigenes Weltbild zu hinterfragen ..." Jawoll, immer 'ran!

  37. 35.

    "revolutionäre Gruppierung ...gegen das Establishment" Da ist gar nichts "revolutionär", die pöbeln und sind gewaltaffin, hier auch viel sprachliche Gewalt. Diese üblichen Entschuldigungsarien für pseudolinksverpeilte prollige Ausschreitungen kann doch keiner mehr hören. Jemand wie Marx würde sich gruseln, wenn da Verbindungen zu seinen Ideen von einer besseren Gesellschaft konstruiert würden.
    Diese Typen stehen auch nicht umsonst auf Mao, der Sinnbild für eine ideologisch festgeschraubte Gleichschaltung und menschenfeindliche Tyrannei geworden ist.

  38. 34.

    Ich bin Linker. Und distanziere mich hiermit von diesen undemokratischen und aggressiven Spinnern. In alle Richtungen intolerant und gewaltbereit durch den Kiez zu ziehen ist nicht LINKS. Das wird jetzt wieder für Rechte und Ahnungslose der Aufhänger über Linke herzuziehen.

  39. 33.

    Erschreckend sind die Nazi-Methoden dieser Gruppe. Auskundschaften potentieller Ziele durch fotografieren und Daten sammeln, wie die Anti-Antifa. Einschüchtern durch bedrohen und gewalttätige Angriffe, wie die Anti-Antifa.

  40. 32.

    Bitte was?! Diese Hohlbirnen wenden Nazi-Methoden an, um andere, die auch nur geringfügig von ihrer Gesinnung abweichen, zu terrorisieren, sie mundtot zu machen und einzuschüchtern. Und Sie kommen ernsthaft daher und verlangen eine differenzierte Sichtweise, weil das große zu erreichende Ziel doch erstrebenswert wäre? Sie sollten ganz dringend mal Ihren Demokratie-Kompass reseten. Und Antisemiten bleiben Antisemiten, egal ob sie den sich selbst dahingemeuchelten Österreicher mit lächerlichem Schnauzbart oder die für ihre großartige Leistung der Menschenvernichtung im eigenen Land bekannten Kommunistenführer Stalin oder Mao anhimmeln.

  41. 31.

    Doch. Im Artikel steht: „ Manal ist die Tante von Ahed, einer in Palästina gefeierten Terroristin“
    Das ist schlichte Falschdarstellung und @rbb sollte sich dazu verhalten.

  42. 30.

    Ich freue mich immer wenn ich junge Linke sehe, aber wenn der "Jugendwiderstand" mehr sein will als ein Haufen von Lumpen und Rechtsabweichlern, muss er sich von dieser sexistischen und antisemitischen Kackscheisse befreien.

  43. 29.

    Die Art und Weise, wie der JW von Seiten der Presse dargestellt wird, ist äußerst einseitig.
    Man kann über die ideolgischen Hintergründe dieser Gruppe diskutieren, daran besteht kein Zweifel. Nichtsdestotrotz sollte anerkannt werden, dass es sich dabei um eine linksgerichtete revolutionäre Gruppierung handelt, die mit voller Entschlossenheit gegen das Establishment, und sich somit auch gegen das Mainstreamverständnis des sog. "Links-Seins" positioniert. Was ist bitte revolutionär an einer bedingungslosen Solidarität mit dem Staat Israel? Nichts! Diese "anti-deutsche" Haltung (wie sich diese polit. Gruppen selbst definieren) wird weitläufig innerhalb der Gesellschaft repräsentiert. Der Jugendwiderstand stellt sich dagegen. Mit allen Mitteln. Dies ist die Keimzelle eines revolutionären Gedankens.
    Statt verzwiefelt mit der Antisemitismus-Keule um sich zu schlagen, sollten Menschen anfangen ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen, dies wäre immerhin der erste Schritt.

  44. 28.

    Klassenkampf, den ich ausdrücklich begrüße.
    Links gegen Links.
    Aber, ich frage mich, diese Truppe ich doch nicht plötzlich da?
    Oder würde deren Existenz unter dem Teppich gekehrt, weil man sich derer bediente im Kampf gegen "Rechts"?
    Die Revolution frisst ihre Kinder.

  45. 27.

    Hallo Thomas (11:12) ich möchte nicht darauf hereinfallen, mich in den Meinungsstreit über verschiedene menschenfeindliche, gewalttätige Gruppen oder Sekten hineinziehen zu lassen. DIE sind sich durch ihr je eigenes Menschenbild sooo ähnlich - und "brauchen" sich gegenseitig - sehr. Einen Schritt weiter kämen wir alle, wenn wir auf unsere innere Stimme hören würden. Der eine sagt sich innen "Kann nicht sein. Interessiert mich aber nicht", der andere "Ich muss diesen Typen unbedingt klarmachen, dass ...". Einfach mal hören, was Sie sich selbst sagen, denn ist einfach nur die innere Stimme, die zu sich selbst spricht. "Draußen" ist alles in Ordnung. Menschen, Wetter, Stadt - läuft. Drinnen ist es spannend, un-erhört.

  46. 26.

    @ Jan

    Nein, das Mädchen aus Palästina wurde selbst NICHT als Terroristin bezeichnet. Das stimmt einfach nicht.

  47. 25.

    Genau so ist es. Trotzdem werden viele Leute das zum Anlaß nehmen, Linke wie immer und oft zu fanatisch Radikalen zu stilisieren. Vielen Dank an diese Chaotentruppe, die wahrscheinlich zu bildungsfern und vernagelt ist zu begreifen, was sie den Linken damit antun.

  48. 24.

    @rbb
    ich sehe auf dem zweiten Bild weit und breit kein Hammel. Auch nicht als Symbol...
    Ansonsten ist das Thema ein sehr schönes Beispiel dafür, dass das altbekannte Schubladendenken Links / Mitte / Rechts nicht funktioniert. Es gibt auch linke Nazis, vegane Konservative und auch offen lesbisch mit einer pakistanischen Frau lebenden Bundesvorsitzende einer als rechtspopulistisch einsortierten Partei.

  49. 23.

    Dass es sich beim JW möglicherweise um Nazis unter falscher Flagge handelt, habe ich auf einer anderen Nachrichtenseite in den Kommentaren gelesen. Insbesondere wurde der Antisemitismus des JW und die Herkunft der Mitglieder (aus dem Umland zugezogene Deutsche) als Beleg angeführt. Ausserdem sei der JW isoliert und die linke Szene mache einen Bogen um die.

  50. 22.

    Haben Sie Ihren Artikel überhaupt gelesen? Dann hätten Sie vielleicht festgestellt, daß diese Gruppierung auch explizit Neonazis bekämpft. Sie glauben tatsächlich, weil ein Mitglied, bevor er zur Gruppe kam, früher mal bei NPD-Veranstaltungen aufgetaucht ist, sei die ganze Gruppe rechts? Wie einfältig ist das denn? Daß Leute die Seiten wechseln, ist Vorgang, der immer mal wieder geschieht. Das besagt genau: gar nichts. Im Übrigen: für wie seriös halten Sie einen Blog, der nicht mal ein Impressum hat?

    Fakt ist, daß es auch im linken Spektrum Wirrköpfe und menschenverachtende Gewalttäter gibt. Gewöhnen Sie sich daran und suchen Sie die verantwortung dafür nicht bei anderen.

  51. 20.

    @rbb Möglicherweise ist da mindestens ein Agent Provocateur dabei. Remember Döner Morde / NSU? Laut Tagesspiegel und Friedensdemo-Watch waren Mitglieder früher bei der rechtsextremen NPD und als Fußballhooligans aktiv. Die Einschätzungen der Polizei sind treffend.
    http://www.friedensdemowatch.com/2018/12/06/die-kameradschaft-jugendwiderstand-und-die-neonazis-die-maoistische-gruppe-aus-berlin-auf-extrem-rechten-wegen/

  52. 19.

    Das sind die gleichen Schwachköpfe wie die Nazis.

  53. 18.

    "Die zehn Männer, die ihn umringten und angriffen, waren Linke."

    Waren sie das? Ich finde den Hintergrund dieser Gruppe viel zu diffuse um da eine (klare) Einordnung treffen zu können. Auch ist der politische Unterbau nicht wirklich zu erkennen.

  54. 17.

    Schön dass die Gruppe thematisiert wird, sie fällt hier schon seit Jahren übel auf.
    Nicht erwähnt in diesem Beitrag ist die spannende Nähe vom JW zu NPD und der Identitären Bewegung.
    Siehe hier: http://www.friedensdemowatch.com/2018/12/06/die-kameradschaft-jugendwiderstand-und-die-neonazis-die-maoistische-gruppe-aus-berlin-auf-extrem-rechten-wegen/

  55. 16.

    Halten wir fest: eine Minderjährige, deren Land von Soldaten eines anderen Landes besetzt wird und die dagegen Protestiert, weil ihr Onkel von diesen Soldaten umgebracht wird, wird vom RBB hier als Terroristin bezeichnet.

    Leute, die Jens heißen und Veranstaltungen zu diesem Thema stören wollen, werden vom RBB als Teil der linken Szene in Berlin dargestellt.

    Nix für ungut, die Kleppos vom Jugendwiderstand sind Spinner, aber der Rest von dem Artikel ist doch recht einseitig.

  56. 15.

    Äh sorry. JW sind natürlich voll daneben, aber Ahed Tamimi hier nebenbei als Terroristin darzustellen zeigt nicht gerade von journalistischer Expertise, sondern eher von Stimmungsmache für eine bestimmte politische Gruppe. @RBB24, was ist da los bei euch?

  57. 14.

    Wenn ich mir anschaue wieviel Leid Betonköpfe wie Hitler, Stalin, Mao, Pol-Pot (um mal die vielleicht bekanntesten aufzuzählen) mit ihrer Politik "Gewalt heiligte die Mittel" angerichtet haben wird mir ganz doll übel.
    Ich bezweifele an ihrem Bericht nur, daß die Terrorisierung bevorzugt "Linke" trifft. Allerdings ist es egal wen die Gewalt trifft, da es sich beim Opfer um ein menschl. Wesen handelt.

  58. 12.

    "Schmiedet die Einheit von Körper und Geist" ist eine Parole des JW - mit dem Körper scheint es ja gut zu klappen bei den Jungs, aber der Geist, oh jeh der Geist...

  59. 10.

    Das kann ich nur unterschreiben. Seine eigenen Vorstellungen, wie die Welt zu sein hat, mit Gewalt durchdrücken zu wollen, war noch nie der richtige Weg. Gewalt - völlig egal, ob von links oder rechts - ist abzulehnen und zu verurteilen. Diskussions- oder Redebereitschaft? Fehlanzeige.

  60. 9.

    sone Spinnertruppe hat weder was mit Sozialismus noch Kommunismua noch Links zu tun.

  61. 8.

    Stalin und Mao auf dem Transparent. Das ist so unterirdisch. Sorry, da fällt mir NICHTS mehr zu ein. Das sind politische Analphabeten.

    Faschist ist, wer faschistoid handelt.

    "Gewalt ist die letzte Zuflucht der Unfähigen." (Isaak Asimow)

    "Nach neuen Archivrecherchen und Berechnungen – wie sie zum Beispiel der niederländisch-britische Historiker Frank Dikötter 2010 in seinem Buch Mao’s Great Famine (»Maos Große Hungersnot«) vorgelegt hat – kostete der Große Sprung mindestens 45 Millionen Menschen das Leben. Die meisten Opfer verhungerten. Hinzu kommen mindestens 2,5 Millionen Menschen, die direkt ermordet wurden." https://www.zeit.de/2012/17/Riesenreich-China

  62. 7.

    Linke terrorisieren Linke. Und Linke schauen weg oder lügen sich die Schweinereien schön. Der Zweck heiligt angeblich jedes Mittel. Und was nicht sein darf, kann auch nicht sein - die Realität ist falsch, nicht die Theorie.

    Also all das, was man von diesen Beglückern der Menschheit und selbsternannten allerbesten Menschen seit Jahrzehnten gewohnt ist. Ausnahmen bestätigen die Regel (und haben dann meist Ärger mit ihren eigenen Genossen bekommen).

    Der Feind von Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit steht eben nicht nur rechts.

  63. 6.

    Diese sogenannten Linken,haben nichts mit politischen Linken zu tun,sie sind ungebildete Idioten,die nur Angst und Schrecken verbreiten,eher anzusiedeln im Bereich von Chaoten,die absolut nichts am gesellschaftlichen Zustand ändern können.

  64. 5.

    Meine Meinung: Die selbsternannten Menschen-Ingenieure könnten was lernen, wenn sie sich bewusst würden, was sie sich selbst mit ihren Interventionen erfüllen wollen (zB. Anerkennung, Respekt, Wirksamkeit). Und das „geht“ nicht mit Gewalt gegen andere, das ist eine Illusion. Diese Gewalt ist sinnlos und unreflektiert. Willkommen in unserer Gesellschaft! Die anderen sind nicht schuld! Die anderen können mich/euch weder glücklich noch zufrieden machen! Nur das Kehren vor der eigenen Tür bewirkt etwas.

  65. 4.

    Diese Typen sind genau wie die Nazis! Beide Gruppen sind fest überzeugt, dass nur sie die absolute Wahrheit für sich gepachtet haben, daher ist es nur "folgerichtig", dass es nichts zu diskutieren gibt. Die eigene Ideologie soll mit aller Macht durchgesetzt werden, Widerspruch oder gar Widerstand werden mit Gewalt gebrochen. Terror ist dafür ein erprobtes Mittel.
    Beschämend ist, dass dieses Thema, obwohl lange bekannt, von der Politik und auch anderen Linken systematisch klein geredet bzw. verschwiegen wurde und immer noch wird, aus purer falscher Angst, dass es den Rechten in die Hände spielen könnte. Der Denkfehler dabei ist nur, dass gerade dieses Herunterspielen den Rechtsextremen ihre "Argumente" an die Hand gibt. Extremismus darf in einer Demokratie niemals Toleranz oder Ignoranz erfahren!

  66. 3.

    Dass der "Jugendwiderstand" kurios und ein linker Totalausfall ist, ist ja nichts neues. Dass der Autor hier die durchaus auch gewaltbereiten und rassistischen Aktivistinnen, die für eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Politik werben als Aktivisten der "linke Szene" darstellt und Ahmed Tamimi als "eine in Palästina gefeierte Terroristin" tituliert lässt den RBB leider eher schwach dastehen. Alternative Fakten in einem öffentlich-rechtlichen Medium?
    Schwach.

  67. 2.

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Es wird ja nun wirklich niemand gezwungen links zu sein. Schon komisch, dass sich Linke selbst terrorisieren.

  68. 1.

    Den Figuren vom Jugendwiderstand ins Stammbuch geschrieben: "Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden." - Rosa Luxenburg

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