Symbolbild: Ein Mediziner trägt eine Transportbox für ein Spenderorgan. (Quelle: imago/localpic)
Video: Brandenburg Aktuell | 11.01.2019 | Norbert Polster | Bild: imago/localpic

Im bundesweiten Trend - Mehr Berliner und Brandenburger spenden ihre Organe

Die Zahl der Organspender ist in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) von Freitag  wurden in der Bundeshauptstadt Organe von 48 Spendern entnommen, 2017 zuvor waren es noch 35. In Brandenburg gab es demnach 37 Spender im vergangenen Jahr nach 18 Spendern in 2017.

Auch die Zahl der gespendeten Organe ist gestiegen - in Berlin von 110 auf 166 im vergangenen Jahr und in Brandenburg noch deutlicher von 49 auf 123. Dabei sind Lebendspenden laut DSO nicht eingerechnet.

Bundesweit warten über 9.000 Patienten auf ein Spenderorgan

Von 2016 auf 2017 waren die Zahlen in beiden Ländern gesunken. Bundesweit entwickelte sich die Organspende seit 2010 erstmals wieder positiv. 955 Menschen haben nach ihrem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten gespendet, 2017 war die Zahl mit knapp 800 Spendern auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Die Stiftung wertete die aktuellen Zahlen als "ersten Hoffungsschimmer" für wartende Patienten. Sie betonte, dass das auch auf das wachsende Engagement der Kliniken zurückzuführen sei.

In Deutschland gibt es aber generell zu wenig Spenderorgane für  schwerkranke Patienten. Aktuell stehen der Stiftung zufolge rund 9.400 Patienten auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Deswegen will der Bundestag in diesem Jahr die Regeln für die Organspende ändern. 

Die DSO organisiert eigenen Angaben zufolge jede Organspende in Deutschland.

Sendung: Inforadio, 11.01.2019

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ohne mich. Ich traue den Medizinern da leider nicht....

  2. 1.

    Also für mich schon seit Jahren eine Selbstvertändlichkeit. Doch glaube ich, sind hier die Kliniken in die Pflicht zu nehmen.

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