Berliner Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 08.01.2019 | Laurence Thio | Bild: rbb

Appell an Pendler - Verkehrsstaatssekretär wirbt für Nutzung von Leihrädern

Leihfahrräder in Berlin könnten nach Aussage des neuen Berliner Verkehrsstaatssekretärs Ingmar Streese mehr von Pendlern genutzt werden. 

Dem rbb sagte er am Dienstag, statt ihre eigenen Räder in den Bahnen mitzunehmen, könnten Pendler viel bequemer am Zielbahnhof auf Leihräder umsteigen und zur Arbeit fahren.

Henner Schmidt, infrastrukturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, kritisierte den Vorstoß. Statt "Fahrradfahrer auf andere Fahrräder umzulenken", solle er dafür sorgen, dass in Berlin endlich ausreichend Abstellplätze für Fahrräder an den Bahnhöfen geschaffen werden und dass die Pendler aus Brandenburg ihre Autos an den Bahnhöfen dort auf Park Ride- Parkplätzen abstellen können."

14.000 Leihräder von sieben Anbietern

Nach Schätzungen der Verkehrsverwaltung stehen in Berlin etwa 14.000 Leihräder von sieben Anbietern zur Verfügung. Streese appellierte an die Unternehmen und die Nutzer, die Fahrräder ordnungsgemäß abzustellen. Sonst drohten Strafen der Ordnungsämter, so Streese in der Abendschau.

Sendung: Abendschau, 08.01.2019, 19:30 Uhr

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14 Kommentare

  1. 13.

    Ich würde gern wissen, ob der Verkehrsstaatssekretär selbst schon eines dieses Leihtäder benutzt hat. Das sind im Vergleich zu meinem eigenen Fahrrad echte Gurken. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie immer den strassenverkehrsbedingungen entsprechen. Die Zukunft gehört Öffi MIT Fahrrad.

  2. 12.

    Also diejenigen, die ohnehin schon vorbildlich oft ihr Auto stehen lassen, um die Umwelt zu schonen und den Verkehr zu entlasten, sollen kein Radticket mehr bekommen und sich zusätzlich noch ein Zweitrad zulegen. Also irgendwo hört‘s langsam auch auf. In der Innenstadt ist es oft eng in der Bahn, das stimmt schon. Räder mitzunehmen muß aber trotzdem gehen und würde auch niemand tun, wenn es nicht unbedingt nötig wäre. In den Stadtrandgebieten ist es oft sehr schwierig mit den Busverbindungen, da nehmen mein Kind und ich auch öfter mal die Räder bis zur S-Bahn und das Rad dann mit rein. Funktioniert gut. Deswegen allen Berlinern, die das so handeln, dieses Ticket entsagen zu wollen kann nicht zielführend sein. Wären Sie denn dazu bereit, ein zweites Fahrrad über Nacht und an den Wochenenden einfach so stehen zu lassen? Wohl kaum.

  3. 10.

    Wieder? Achso, das passiert mir öfter? ;-) Nee Detlef, Ihr Vorschlag ist nicht wirklich sinnvoll, geschweige denn eine Lösung. Dass Sie ganz offensichtlich ein grundsätzliches Problem mit Radfahrern zu haben scheinen, wird nicht nur hier ersichtlich. Schnellschuß-Ideen sollten aber alltagstauglich sein. Ich werde definitiv kein Zweitrad kaufen, das dann z.b. an den Wochenenden dort herumsteht. Über Nacht reicht mir schon als Challenge, bei den Diebstahl-Statistiken Berlins. Zumal das Rad ja schon mein Zweit-Fahrzeug ist, mein Auto lasse ich aber bewußt weitgehend in der Garage. Auf meiner Strecke gibt es übrigens diese Platzprobleme für Räder nicht. Ein Leihrad am Zielort wäre zwar eine gute Sache, ich bezweifle aber, dass diese für Kopfsteinpflaster geeignet sind. Zumal auch ich das Datenschutz-Problem schwierig finde. Nein, mein tägliches Precedere ist perfekt so, das werde ich auch genau weiter so beibehalten. Kleiner Tipp am Rande: wenn man anderer Leute Kommentare schon harsch angeht, dann bitte grammatikalisch korrekt: "Ist besser ALS..." Freundliche Grüße :-)

  4. 9.

    Wieder das Problem nicht wirklich erkannt! Hier muss einfach wirklich im ÖPNV nachgebessert werden.
    Die Bahnen sind schon mit Personen gut gefüllt, da passen einfach keine Fahrräder rein. Für Ihr Problem, einfache Lösung und Sie tun was für die Wirtschaft, einfach ein zweites Rad anschaffen. Ist besser wie Leihfahräder!

  5. 8.

    Ich kann mich erinnern, dass sich der Senat darüber erregte, dass die "Leihräder" zu Hauf die Straßen zu müllen.
    Ich persönlich finde dieses Problem unerträglich. Mit der Aussage dieses Herrn wird eine Flut von Leihradanbieter einsetzen und den Müllberg erhöhen.
    Auch bin ich kein Freund, meine Daten an einen dubiosen Leihradbesitzer in China zu überlassen, der damit Schindluder treiben kann. Erinnern wir uns nichtmehr daran, dass das schon passierte? Gerade auch, dass ein Hacker Daten absage und ins Netz stellte. Ich kann nur jeden warnen, sich diesem Aufruf anzuschließen. Und wenn es dennoch aus ökologischen Gründen gemacht wird, dann jammert nicht, wenn eure Daten gegen euch genutzt werden.
    Letztlich wird mal wieder das Unvermögen des RRG Senats, der für eine funktionierende Infrastruktur verantwortlich ist, auf die Bürger abgewälzt.

  6. 7.

    Quatsch mit Soße. Unzählige Menschen (wie auch ich), fahren z.b. mit dem Rad zur S-Bahn, damit zum Zielbahnhof und dann wieder per Rad zum Endziel. Ich tue das, weil die Verbindung mit dem Bus am nördlichen Stadtrand Berlins zu meiner Arbeitsstelle sehr ungünstig und zeitaufwändig ist. Am Besten jetzt den Radfahrern auch noch diese Möglichkeit nehmen, ist klar. Berlin braucht mehr Autos ;-)

  7. 6.

    Fahrräder sind Fahrzeuge und Fahrzeuge haben im ÖPNV nichts verloren. Das Fahrradticket ist sofort abzuschaffen.
    Richtig ist das Bahnhöfe ausreichend Stellplätze benötigen, ohne zu behindern!
    Leihfahräder bringen in der Regel gar nichts und können abgeschafft werden.
    Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist die dringend benötigte Kennzeichenpflicht für Fahrräder, damit die Überwachung möglich ist.
    Politiker sollten endlich anfangen Vorbild zu sein.
    Also bitte erst selber machen, bevor man etwas von anderen fordert.

  8. 5.

    Ich würde das gerne für kurze Strecken nutzen, aber: genau wie bei den Carsharing-Anbietern sind die Geschäftsgebiete weitesgehend auf den Innenstadtbereich begrenzt. Kurz hinter Ostkreuz, z. B. Rummelsburg, Karlshorst gibt es nichts mehr.

  9. 4.

    Na klar, und an Hand der für die Fahrradbenutzung notwendigen App kann dann jeder nachverfolgen, wo ich wann bin.
    Das ist der wirkliche Hintergrund der Forderung. Einen Schritt weiter zur Totalüberwachung. Nein - danke

  10. 3.

    Gestern den Abendschaubericht gesehen. Ich habe auch lange geglaubt, das die Kunden zu blöd sind die Fahrräder vernünftig abzustellen. Jetzt glaube ich das das Verkaufsstrategie ( Nicht an meinen Angeboten vorbei kommen. ) der Anbieter ist, so blöd können Berliner und Touristen gwrnicht sein.

  11. 2.

    Ach, macht der Herr Staatssekretär das selber so?

    Also mir ist vor allem mein eigene Rad das bequemste, da es in jeder Hinsicht auf meine Bedürfnisse angepasst ist.
    Statt das wieder auf die zu schieben, die sich eh schon umweltbewusster verhalten als die Menschen, die in ihren 4-Platz-Benzinern alleine zur Arbeit fahren, sollte die Mitnahme des Rades durch zusätzliche (zweckgebundene)Waggons verbessert und erleichtert werden.
    Selbiges gilt für Busse. Es gibt tatsächlich Länder, die das schon hinbekommen mit der Radmitnahme im Bus...

  12. 1.

    Gute Idee. Aber der Shitstorm dafür wird schlimm, da bin ich sicher ;-)

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