Ein Mann trägt ein Kind auf dem Arm (Quelle: imago/Sandro Di Carlo Darsa)
Audio: Inforadio | 14.02.2019 | Bettina Rehmann | Bild: imago/Sandro Di Carlo Darsa

Erste Anhörung zum Wechselmodell - Es ist das Beste fürs Kind, aber ...

Nach der Trennung sollen Eltern die Kinder gleichberechtigt betreuen, das fordert die FDP im Bundestag. Im Rechtsausschuss wurden dazu jetzt Sachverständige gehört. Auch sie wollen Kindern beide Eltern erhalten, ein Betreuungsmodell aber nicht vorschreiben. Von Bettina Rehmann

Sachverständige haben sich am Mittwoch bei einer Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages für umfassende Reformen im Familienrecht ausgesprochen. Thema war der Antrag der FDP-Fraktion, wonach eine geteilte Betreuung durch beide Elternteile nach der Trennung als Regelfall gelten soll - dann, wenn Eltern keine einvernehmliche Lösung finden können.

Die Linke-Fraktion lehnt den Antrag der FDP ab, auch den meisten Sachverständigen geht dieser Vorschlag zu weit. Einig waren sich die Experten jedoch darin, dass gesetzliche Regelungen geschaffen werden müssten, die es den Eltern nach einer Trennung ermöglichen, gemeinsam zu betreuen und unterschiedliche Modelle zu leben. Dazu seien aber noch viele Reformen nötig. Gesetzlich ist in Sorge- und Unterhaltsrecht heute nur geregelt, wenn ein Elternteil die Kinder betreut während der andere Unterhalt zahlt.

Miriam Hoheisel vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter äußerte die Befürchtung, dass mit einem neuen Leitbild den Eltern ein Betreuungsmodell aufgezwungen würde. Davon ist allerdings im Antrag der FDP nicht die Rede: "Wir sagen klar, dass wir uns das Wechselmodell als Leitbild wünschen, es aber nicht als Zwangsmodell sehen", betonte FDP-Rechtsexpertin Katrin Helling-Plahr. "Wenn es dem Kindeswohl im konkreten Fall widerspricht, darf natürlich kein Wechselmodell angeordnet werden, eine Prüfung findet natürlich weiterhin statt."

Helling-Plahr räumte ein, dass viele Rechtsbereiche noch nicht bereit für eine geteilte Betreuung seien. Sabine Walper, Sachverständige vom Jugendinstitut München e.V., wies darauf hin, es fehle beispielsweise noch an einer konkreten Definition des Wechselmodells. Denn wer wie viel betreut, wäre ausschlaggebend für den Unterhalt. Walper schilderte etwa die Idee eines Stufenmodells, wonach der Unterhalt den Betreuungsanteilen angepasst werden könnte.

Widersprüchliche Familienpolitik

Aktuell ist gesetzlich nur geregelt, dass einer betreut - und einer zahlt. Dabei wandle sich die Gesellschaft, beide Elternteile arbeiten, beide teilen sich die Erziehung, sagt Katrin Helling-Plahr: "Daher ist unsere Familienpolitik so unverständlich. Wir setzen zum einen mit dem Elterngeld massive Anreize, dass auch Väter in Elternzeit gehen und wollen es fördern, dass sich beide Elternteile an der Erziehung beteiligen." Bei einer Scheidung käme es aber zum Bruch.

Dann nämlich, so schildert es etwa auch die Juristin Hildegund Sünderhauf-Kravets im Ausschuss, gelte wieder das Hausfrauenmodell als Familienmodell. Damit komme Deutschland seiner verfassungsmäßigen Pflicht nicht nach, die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu fördern. Aktuell müssten Eltern vor Gericht beweisen, wer der oder die bessere sei. Sei das Wechselmodell - bzw. die geteilte Elternverantwortung - als Leitbild etabliert, sei hingegen klar, dass beide nach der Trennung betreuen, könnten Konflikte vermieden werden.

"In vielen Fällen wird ein Elternteil ausgeschlossen"

Streit ums Kind könne schlimme Folgen haben, beklagt auch Josef Linsler vom Elternverband Unterhalt und Familienrecht. Sein Verband berät Eltern in Trennungssituationen. "Das Problem ist, dass in sehr vielen Fällen ein Elternteil ausgeschlossen wird. Das kann Umgangsverweigerung sein, das kann so sein, dass ein Elternteil die Kinder überhaupt nicht mehr sieht, dass ein Vater zum Zahlvater wird und Vater oder Mutter die Beziehung zum Kind vollständig verlieren." Den Sachverständigen wäre aber am liebsten, die Eltern könnten ohne Streit zu eigenen Lösungen zu finden, etwa durch verbesserte Vermittlungsangebote.

FDP-Rechtsexpertin Katrin Helling-Plahr äußerte sich nach der Anhörung zufrieden. Natürlich sei es kontrovers gewesen, sagte sie dem rbb, das habe sie nach der Debatte im Bundestag zu dem Thema vor knapp einem Jahr auch nicht anders erwartet. Dennoch habe sich gezeigt, dass die Sachverständigen sich darin einig gewesen seien, "dass da, wo das Wechselmodell gelebt wird, es auch positiv für das Kind ist." Und das ließe sich auch durch internationale Studien, die zur Sprache kamen, belegen.

Sendung: Inforadio, 14.02.2019, 15:20 Uhr

Beitrag von Bettina Rehmann

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Antwort auf [Doro Hansen] vom 18.02.2019 um 14:01
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26 Kommentare

  1. 26.

    7: Gleichberechtigung für alle.
    8: Somit auch allen den Spagat zwischen Erziehung und Arbeit.
    9: Wird in vielen europäischen Ländern ausgeübt und auch Kita und Außerschulische Betreuung wie bei uns in Belgien von 7:00 bis 18:00 Uhr. für die arbeitende Bevölkerung.
    10: Auch kann ein Elternteil dem Anderen seine richtige Mama oder Papa vorenthalten und den Ersatz vorlügen. Hier auch ein Recht des Kindes.
    11: Wer sich nicht um sein Kind kümmern kann oder will, der wird dann halt zu Zahlungen gezwungen, aber der der kann und will, darf nicht dafür bestraft werden.

    12: Wer die Hosen anhaben will und alles bestimmen möchte, muss auch bei Problemen alles regeln und nicht abhauen und erst wiederkommen wenn der Andere alles geregelt hat.

    So hätte ich wenigstens ein Mitspracherecht und etwas Einfluss auf meinem durch die Mutter entführtes gemeinsames Kind von Belgien nach Deutschland.

  2. 25.

    Zum Thema Wechselmodell bin ich klar und deutlich dafür aus folgenden Gründen:
    1: Wie das deutsche Gesetz es vorschreibt ist man als Elternteil für sein Kind verantwortlich und dies geht nicht bei 4 Tage im Monat und einseitiger Erziehung.
    2: Elternteile die ihr Kind lieben sollen gleichen Anspruch haben und auch gleiche Entscheidungen treffen dürfen.
    3: Somit wären auch viele nicht durch Unterhaltszahlungen in den Ruin getrieben und gezwungen zu tricksen oder abzuhauen um zu Überleben.
    4: Jeder hat die gleiche Verantwortung und Unkosten, Schwachsinn von alles doppelt kaufen, das ist so oder so der Fall wie Kleidung und Kinderzimmer, Schulsachen werden ja auch immer mitgegeben.
    5: Auch Männer die Kinder in die Welt setzen müssen so Verantwortung übernehmen und die Frauen entlasten.
    6: Frauen können sich nicht auf Kosten des Vaters ein schönes Leben machen und sich vor der Arbeit drücken.
    7: Gleichberechtigung für alle.

  3. 24.

    Die Beurteilung, ob der Vater gut für das Kind ist oder nicht, sollte jedoch nicht in der Hand der Mutter liegen. Seien Sie mir bitte nicht böse, es liegt in der unserer Natur, dass das Urteilsvermögen durch die Nähe zur Sache subjektiv stark beeinflusst ist. Ganz egal wie stark Ihr Eindruck vom Vater ist.
    UND: Geben Sie dem Vater die Chance sich zu ändern und sich in die Vaterrolle richtig einzufinden. Genau das zeigen auch die Studien, dass sich beide Elternteile durch ein Wechselmodell besser in die Elternrolle einfinden. Das ist im Sinne des Kindes. Lassen Sie ihr Kind seine eigenen Erfahrungen vom Papa machen, unkommentiert. Festlegungen im Sinne, der Vater kann das nicht, wirken weder motivierend noch positiv.
    Ob der Vater einer war/ist entscheidet das Kind im Verlaufe selbst, spätestens wenn es erwachsen ist. Sanktionen ihrerseits werden sich in vielen Jahren negativ auf Sie auswirken.

  4. 23.

    Wenn denn der Vater einer ist. Dann kann ich Ihnen in vollem Umfang zustimmen. Wenn ein Mann nach der Trennung aber nur so tut als ob er einer wäre und das Kind bis dahin nur als Störfaktor empfand und behandelte, dann darf es halt weiterhin nur ein begrenztes oder bgleitetes Umgangsrecht geben. Daher darf das niemals zum Regelfall werden. Und ja, das ist ein persönlicher Erfahrungswert. Ansonsten ist es eine ganz klare Kiste: Kinder brauchen beide Elternteile.

  5. 22.

    Eine Änderung der bestehenden Gesetzeslage sollte Vätern, die sich kümmern wollen, die Möglichkeit geben es durchsetzen zu können. Wer im familiären Umfeld einen Umgangsrechtsstreit mitbekommen hat, weiss dass es fast unmöglich ist, längere Umgänge gegen den Willen der Mutter durchzusetzen. Väter die sich vor der Trennung um ihre Kinder gekümmert haben, werden zu Wochenend-Papas.
    Liebe Frauen, habt mehr Vertrauen in die Studienlage. Hier wurden hunderte Kinder begleitet und deren Situation und Entwicklung verglichen. Als Frau möchte ich im Fall von Brustkrebs nach Studienlage behandelt werden und nicht nach der Kunst aus der Zeit von Dr. Sauerbruch. Denn aus dieser Zeit stammen die Grundzüge der heutigen Gesetzeslage, sie kümmert sich wenig um die Bedürfnisse der Kinder. Internationale gut geführte Studien zeigen den eindeutigen Vorteil des Wechselmodells.
    Kinder brauchen sowohl ihre Mutter als auch ihren Vater.

  6. 21.

    Das mit dem Umziehen wäre eine Möglichkeit, wenn es denn noch bezahlbare Wohnungen gäbe. Diese Idee ist in Berlin derzeit nicht alltagstauglich. Denn gerade nach einer Trennung, wenn neu angefangen werden muß, ist es wohl den Wenigsten möglich, in wesentlich teurere Wohnungen umzuziehen, wenn denn überhaupt eine gefunden wird. Daher verbleiben die Kinder meist bei einem Elternteil in der ehemaligen Elternwohnung, der Andere sucht sich eine kleinere Wohnung, die im Budget liegt. In der Theorie ist das alles machbar, in der Praxis sehr schwierig und für manche nicht zu bewerkstelligen.

  7. 20.

    Schlimm und einseitig, dieser Artikel. In der Debatte selbst stand das Kind wesentlich mehr im Vordergrund, als der rbb es hier kommuniziert. Es wird Zeit, dass auch die Medien das Kind mehr in den Vordergrund rücken. Z.B. wurde klar und deutlich geäußert: Wer Gleichstellung leben will, sollte das Nestmodell als Regelfall fordern und selber umziehen, statt die Kinder für die Trennung der Eltern büßen zu lassen. Es wurde auch noch gesagt: "Umgangsrecht muss die Realität abbilden und darf sie nicht formen, denn alles andere führt zu Konflikten. Und Konflikte sind immer schlimm fürs Kind.

  8. 19.

    Bevor neue Konzepte gefordert und eingeführt werden, müssen zunächst die Behörden wieder genügend Personal zur Verfügung haben! In manchen Jugendämtern herrscht Ausnahmezustand und das Familiengericht hinkt monatelang mit vielen Fällen hinterher. Was soll der Unsinn? Meine Nichte wartet seit Monaten auf einen Sorgerechtstermin, obwohl die Sachlage eindeutig ist. Für die Anmeldung in Schule und Kita brauchte es einstweilige Verfügungen, weil der Vater den Kontakt abbrach und sich nicht meldet, geschweige denn Unterschriften für diese Situationen zu leisten. Soviel dazu. Neue Konzepte? Erstmal die Grundlagen dafür schaffen.

  9. 18.

    Dieses Frauen immer noch und ständig zu unterstellen, sie würden Kinder bekommen, um sich finanziell zu sanieren und sie im Fall einer Trennung dem armen Vater vorzuenthalten, ist eine vorurteilsbehaftete Diskriminierung, die nicht mehr zeitgemäß und inakzeptabel ist. In meinem Fall hat sich meine Ex-Partnerin von Anfang in der Mutterrolle nicht wohl gefühlt. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass ich das auch nicht erzwingen kann und mich damit wohl abfinden muss. Nach der Trennung hätte ich niemals dem Wechselmodell zugestimmt, da ich wußte, dass sie dem niemals gerecht geworden wäre, das unseren beiden Kindern geschadet hätte. Wer sich also vom Partner trennt, oft sind es ja auch die Mütter, die sich vom „Pascha“ trennen, der Familienleben konsumiert, aber wenig aktiv mitgestaltet hat, der wird das Wechselmodell nicht akzeptieren können, muss in manchen Fällen die Kinder sogar davor bewahren. Also kann und darf das nur ein Konzept sein, das nach indiviueller und sorgfältiger Prüfung zugelassen wird. Zumal wenn beide Elternteile dem bisherig am Häufigsten Modell bei der Mutter bleiben usw. zustimmen, fehlt es mir da an Verständnis für die Forderung, das Wechselmodell zum Standard machen zu wollen. Und dafür fehlt es derzeit auch an behördlichen Kapazitäten. Die lauten Rufe hier nach gleichberechtigter Sorgeteilung usw. sind zwar sogesehen politisch korrekt, in vielen Fällen aber einfach nicht alltagstauglich.

  10. 17.

    Was ist ein Wechselmodell ohne konkrete Definition? - emotionales Chaos für Kinder.

  11. 16.

    Welche Nachteile meinen Sie eigentlich? Wenn das Modell nicht passt weil die Eltern in unterschiedlichen Städten wohnen? Wenn sich Mutter oder Vater nicht mit dem Modell identifizieren und sich lieber nicht kümmern wollen? Das sind keine Nachteile des Modells. Das sind Kennzeichen für die Unfähigkeit der Eltern sich zu einigen. In diesem Fall kann nur ein gleichberechtigtes Modell die Basis sein, diese Fähigkeit wieder zu entdecken. Gerade die Mütter reden doch immer von Gleichberechtigung und Respekt. Bestehen diese etwa wenn die Väter und besonders die willigen Väter von vorn herein ausgeschlossen werden? Warum stellen sich fortschrittliche Mütter eigentlich freiwillig in die Ecke der "alleinerziehenden Mutter" die zu Hause bleiben muss, während der (Ex-) Mann arbeiten geht? Wollen diese den nicht das sich an diesen uralten Mustern (Frau im Haus, am Herd und Kinder erziehen - Mann immer weg Karriere und Geld ranschaffen)etwas ändert?

  12. 15.

    Manche Väter, die später nichts zu melden haben, haben sich schon lange vorher selbst "entsorgt", indem sie der Frau alles überlassen haben, Kinder, Haushalt, Mann versorgen, alles. Die können später schwer "Dankbarkeit" erwarten, kommt von den Kindern dann auch nicht. Es wäre allerdings ungerecht, wenn Väter wenig Kontakt mit Kindern hätten, um die sie sich gut gekümmert haben. Das heißt immer noch nicht, dass das Kind in ein Wechselmodell gezwungen werden muss, nur um eine Formalität zu erfüllen, die Politiker jetzt plötzlich als Wahlkampfthema für sich entdeckt haben.

  13. 14.

    Auch wenn sich manche Mütter unfair verhalten hat das Kind Anspruch auf Unterhalt. Der Unterhalt ist ja nicht für die Ex, sondern für das Kind. Das hat ja nichts mit den Problemen der Eltern zu tun. Und erbberechtigt ist ein Kind ohnehin, ob Trennung oder nicht. Da werfen Sie zwei Dinge in einen Topf, die unbedingt getrennt gehören. Außerdem sind die Gesetze inzwischen sehr "vaterfreundlich". Mütter können schon lange nicht mehr schalten und walten wie sie wollen. Wer diesbezüglich Probleme hat: Antrag beim Familiengericht. Die gucken sich die Situation ganz genau an. Also einen Vater einfach so zu "entsorgen", das geht gar nicht mehr. Es sei denn, man läßt das mit sich machen.

  14. 13.

    Lesen Sie doch bitte noch einmal meine Kommentare. Ich gehe jedesmal auf beide Seiten ein. Natürlich gibt es so etwas, genauso wie Väter, die gerne zeugen, sich aber nicht kümmern. Beides schrecklich.

  15. 12.

    Und was ist mit den Vätern, die von den Müttern "entsorgt" werden?

    Wozu brauchen die Kinder Unterhalt und haben Anpruch auf das Erbe vomVater, wenn Kinder den Vater nicht brauchen?


















  16. 11.

    In meinem Umfeld gibt es einige getrennt lebende Eltern. Mit dem alten Konzept, alle 14 Tage das lange Wochenende und Ferienwochen. bei Papa. Bei Bedarf und nach Absprache auch mal spontan oder länger. Die Kinds haben einen Rhythmus, an den sie sich schnell gewöhnten und keiner der Väter ist damit unzufrieden. Da zählt Qualität statt Quantität. Läuft gut. Weil es sich oft so anhört, als wenn es unbedingt eine neue, völlig andere Regelung geben muss. Viele sind mit der alten sehr zufrieden. Und ein unkalkulierbares finanzielles und emotionales Risiko gehen Frauen genauso ein, wenn sie Kinder bekommen. Man sollte immer beide Seiten beleuchten. Dann dürfte es sich ja niemand mehr wagen, Kinder zu bekommen.

  17. 10.

    Ja, ich verstehe Ihre Argumente. Und ich kenne genügend Väter, die ausgebootet wurden. Ich bin nicht blind auf dem Auge. Die Kehrseite der Medaille sind aber Väter, die eine Familie gründen und sie dann, aus vielfältigen Gründen, verlassen. Die dann, oft widerwillig oder gar nicht, zahlen und sich um ihre Kinder nicht kümmern. Die Mutter steht dann alleine da, finanziell meist am Rande des Machbaren und muß zudem noch den Vater "ersetzen". Was ich damit sagen will ist, dass es so viele verschiedenartige Gründe dafür gibt, warum sich Eltern trennen, dass es bestimmt eher selten vorkommt, dass eine derart klare Situation vorhanden ist, dass diese 50/50-Sache problemlos gewährleistet ist. Kann funktionieren, aber es sind behördlicherseits derzeit keine Kaoazitäten vorhanden, das zu prüfen oder gar zu begleiten.

  18. 9.

    Wenn der Verband der Alleinerziehenden gegen ein partnerschaftliches Betreuungsmodell ist, erkläft sich von selbst: Wes Brot ich ess', des Lied ich sing.
    Die meisten ungewollt kinderlosen Frauen geben an, es fehle ihnen ein geeigneter Partner. Ob die sich mal gefragt haben, warum wohl viele Männer keine Kinder wollen? Nach jeder Trennung droht die komplette Entsorgung zum Zahl- und Besuchsonkel. Wer als Mann heute heiratet oder Kinder zeugt, geht ein unkalkulierbares emotionales und finanzielles Risiko ein.

  19. 8.

    Ich halte es für ein Konzept, das nach sorgfältiger Überprüfung eine gute Chance für alle Beteiligten sein könnte. Könnte, aber nicht in jedem Fall. Ansonsten ist es eher wieder nur im Sinne der Erwachsenenen, man hat ja schließlich ein Recht auf 50% des Kindes und da muss das Kind jetzt durch. Zumal die beiden Wohnungen, der Schulweg und das restliche soziale Umfeld das auch hergeben müssen. Und in vielen Fällen sind die Ursachen für Trennungen in der fehlenden elterlicher Fürsorge eines Elternteils zu finden. Und wer soll sich um das alles kümmern? Wer schätzt die Familien dahingehend ein? Nichtvorhandene Jugendamtsmitarbeiter? Völlig überforderte Familienrichter? Was soll das alles und wie soll es gehen? Die armen Kinder müssen dafür wieder herhalten.

  20. 7.

    Sozialistenmodell: Kinder tauschen!

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