Eine Lehrerin und zwei Schüler in einem Klassenraum (Foto: dpa/Patrick Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 08.02.2019 | Ismahan Alboga | Bild: dpa-/Patrick Pleul

Zielgruppe junge Flüchtlinge - Brandenburg fördert Programm gegen Islamismus

Brandenburg will sich stärker mit Islamismus auseinandersetzen und fördert ein Präventionsprogramm, das sich an junge Flüchtlinge an Schulen richtet. In Workshops sollen Werte vermittelt werden - Ziel sei die Integration von Migranten.

Brandenburg startet ein Präventionsprogramm gegen Islamismus. Zielgruppe seien junge Flüchtlinge und andere Migranten an Schulen und Oberstufenzentren des Bundeslandes, hieß es am Freitag bei der Vorstellung des Projekts "Reflect" des Islamismusexperten Ahmad Mansour in Potsdam. Die Auseinandersetzung mit dem Islamismus müsse weiter intensiviert werden, betonte Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD).

Das Projekt, das zunächst am Oberstufenzentrum Cottbus laufen soll, richte sich vor allem an junge Menschen aus patriarchal und muslimisch geprägten Herkunftsländern.

Ziel sei die kulturelle Integration der Migranten

Bei dem Projekt, das vom "Bündnis für Brandenburg" mit knapp 140.000 Euro gefördert wird, sollen in Workshops Werte, Einstellungen und Meinungen unter anderem zu Fragen von Gleichberechtigung, Männlichkeitskonzepten, Islamverständnis und Antisemitismus behandelt werden.

Ziel sei die kulturelle Integration der Migranten, sagte Gorholt. Es sei wichtig zu vermitteln, dass sich alle Menschen an die in Brandenburg und Deutschland geltenden Regeln halten und das Grundgesetz respektieren müssen.
 

"Wir müssen uns davon verabschieden, dass Integration nur Sprache und Arbeit bedeutet. Die Jugendlichen müssten auch emotional in Deutschland ankommen", sagte Mansour.

"Bündnis für Brandenburg" von Woidke gegründet

Das "Bündnis für Brandenburg" wurde als Antwort auf die große Zahl von Flüchtlingen vor einigen Jahren auf Initiative von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gegründet. Es fördert nach Angaben der Staatskanzlei seit 2015 Modellprojekte, die integrationsfördernde Begegnungs- und Freizeitangebote ermöglichen, die gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen unterstützen, den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken sowie Offenheit und Toleranz der brandenburgischen Bevölkerung erhalten sollen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 08.02.2018, 19.30 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.

    @G.M. "In Berlin wurden Hassprediger und radikalisierte Gruppen regelrecht geduldet, siehe Amri usw." Das wäre mir neu und erscheint mir unglaubwürdig. Kann es sein, dass das Motiv für diese Aussage eher bei Ihnen als in den tatsächlichen Umständen liegt.

    Solange einem nicht nachgewiesen werden kann, dass er einen Straftatbestand erfüllt, ist und bleibt er ein freier Mensch. Und er hat natürlich Anspruch auf Beachtung und Schutz seiner Jedermann-Grundrechte. Das würden Sie, wenn Sie durch einen blöden Umstand gleich welcher Art in Verdacht gerieten, eine Straftat begangen zu haben, zu Recht auch für sich beanspruchen.

  2. 6.

    @ gm Was Sie auf meinen Kommentar hin schrieben, erklärte sich leider nicht von selbst. Vielleicht setzen Sie bezüglich des von Ihnen kritisch gesehenen Sachverhalts einfach einen Beleg mit Quellenangabe hier hinein, dann wird vielleicht deutlicher, was Sie ausdrücken möchten.

  3. 5.

    Ist ja schön wie Leute, die die Nachrichten nicht regelmäßig, trotzdem irgendwelche aus den Fingern gelutschte Wertungen abgeben wollen.

  4. 4.

    Meines Wissens gibt es in Brandeburg nur eine Moschee. Und was Berlin damit zu tun hat erschließt sich mir nicht.

  5. 3.

    Ich hoffe, dass dies und ähnliche Projekte als Daueraufgabe angesehen und finanziert werden.

    Nach dem, was ich über Jahre hörte, haben es Initiativen gegen Repression von vermeintlichen Randgruppen oder Minderheiten schwer, weil sie eine öffentliche Förderung meist erst nach Eskalation der Zustände zu erhalten scheinen und nicht nachdrücklich als notwendige Fundamentalstütze der Friedenssicherung dieser Gesellschaft gewürdigt werden. Diese brandenburgische Initiative geht inditekt auf den heutigen MP zurück und ist damit vielleicht als "Chefsache" besser vor Rückzug und/oder Austrocknung geschützt.

    Das Projekt scheint richtigerweise auf Integration in unser bestehendes System zu zielen. Wer das verweigert, fördert höchstwahrscheinlich das Gegenteil: Desintegration mit Ghettoisierung und/oder den Weg in eine (in Cottbus in eine weitere?) Parallelgesellschaft.


  6. 2.

    @G.M. "In Berlin wurden Hassprediger und radikalisierte Gruppen regelrecht geduldet, siehe Amri usw." Das wäre mir neu und erscheint mir unglaubwürdig. Kann es sein, dass das Motiv für diese Aussage eher bei Ihnen als in den tatsächlichen Umständen liegt.

    Solange einem nicht nachgewiesen werden kann, dass er einen Straftatbestand erfüllt, ist und bleibt er ein freier Mensch. Und er hat natürlich Anspruch auf Beachtung und Schutz seiner Jedermann-Grundrechte. Das würden Sie, wenn Sie durch einen blöden Umstand gleich welcher Art in Verdacht gerieten, eine Straftat begangen zu haben, zu Recht auch für sich beanspruchen.

  7. 1.

    Da müsste man doch zuallererst konsequent bei den Moscheen ansetzen. In Berlin wurden Hassprediger und radikalisierte Gruppen regelrecht geduldet, siehe Amri usw.
    Einer der Berliner Prediger ist zum IS gerannt Salafistenszene wächst weiter sprunghaft an.

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