Viele Bezirke haben es im vergangenen Jahr nicht geschafft, alle zur Verfügung stehenden Gelder für die Kita- und Spielplatzsanierung auszugeben. (Bild: imago/Seeliger)
Audio: Inforadio | 06.02.2019 | Jan Menzel | Bild: imago stock&people/Seeliger

Schwierige Suche nach Fachfirmen - Bezirke lassen Geld für Kita- und Spielplatzsanierungen liegen

Viele Bezirke haben es im vergangenen Jahr nicht geschafft, alle zur Verfügung stehenden Gelder für die Kita- und Spielplatzsanierung auszugeben. Wie aus einer Anfrage der SPD-Abgeordneten Clara West hervorgeht, blieben in Lichtenberg rund 260.000 Euro liegen. Als Grund dafür nennt die Senatverwaltung für Bildung, Jugend und Forschung vor allem einen Mangel an geeigneten Fachfirmen.

96 Prozent verbaut

2018 bekamen alle Berliner Bezirke insgesamt 16 Millionen Euro aus zwei Sonderprogrammen, um Kitas und Spielplätze auf Vordermann zu bringen. Insgesamt wurden 96 Prozent der vorgesehenen Mittel verbaut. Die Bezirke waren unterschiedlich gut im Geldausgeben. In Lichtenberg, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg und Pankow blieben jeweils mehr als hunderttausend Euro ungenutzt. Mitte, Marzahn-Hellersdorf und Neukölln legten dagegen Punktlandungen hin. Charlottenburg-Wilmersdorf lag deutlich über dem Plan: Der Bezirk gab für Kitas und Spielplätze 300.000 Euro mehr aus als geplant.

Schwierige Suche nach Fachfirmen

Der Grund, dass nicht alle Gelder ausgeschöpft wurden liegt nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vor allem darin, dass einige Ausschreibungen ergebnislos verliefen. Offenbar fanden die Bezirke teilweise einfach keine Fachfirmen, die zu den angestrebten Preisen Sanierungen bei Kitas und Spielplätzen durchführen wollten.

Sendung: Inforadio, 07.02.2019, 7 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Ich würde als Firma auch keinen Auftrag vom Bezirksamt annehmen, da ich Monatelang auf mein Geld warten müßte.
    Außerdem wird doch wieder alles zerstört und beschmiert. Ist halt so in Berlin.

  2. 4.

    Doch hinter den selbst gesteckten Zielen beim Spielplatzausbau bleiben einige Bezirke weit zurück. @rbb Wie ist jetzt das Verhältnis zwischen Ist- und Soll bei den Spielplatzflächen in den einzelnen Bezirken?! 2016 war es so: "Statt einen Quadratmeter Spielfläche pro Einwohner wie im Spielplatzgesetz festgehalten, erreicht die Stadt nur 0,6 Quadratmeter. 220 Hektar Spielplatzflächen gibt es, 340 Hektar sind das Ziel. Der Bau von neuen Spielplätzen kompensiert offenbar nicht einmal die neu entstandene Nachfrage, entstanden durch den Einwohnerzuwachs, deshalb verschlechtert sich die Relation seit einigen Jahren wieder, in Mitte von 0,72 auf 0,6, in Friedrichshain-Kreuzberg von 0,73 auf 0,66. In anderen Bezirken hat sich die Spielplatzversorgung hingegen verbessert: in Lichtenberg von 0,56 auf 0,74, in Reinickendorf von 0,43 auf 0,66 Quadratmeter pro Einwohner." https://www.tagesspiegel.de/berlin/welcher-kiez-hat-die-meisten-spielflaechen-der-grosse-berliner-spielplatz-check/14705270.html

  3. 3.

    Wenn die Spielplätze auf der Liste stehen, dann sind sie wohl bei den Ausschreibungen entsprechend finanziell berücksichtigt.

    Wenn sich dann aber keine Fachfirma findet, die die Aufträge ausführt, dann bleiben die Spielplätze notgedrungen auf dieser Liste stehen.

  4. 2.

    In Pankow sind viele dringend benötigte Spielplätze seit Jahren teil/gesperrt, z.B. Spielplatz Parkstr. seit 2016, Verweis auf die Liste gesperrte Spielplätze des Straßen- und Grünflächenamtes Pankow. Das im Artikel genannte überschüssige Geld könnte doch dort eingesetzt werden. Liebe Mitarbeiter des Bezirksamts, kann das bitte nochmal überprüft werden? Vielen Dank!

  5. 1.

    Die werden saniert und dann gleich wieder angezündet, beschmiert oder verdreckt. Macht das noch Sinn?

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