Symbolbild: Eine Apothekerin nimmt in einer Apotheke Medikamente aus einem Schubladen-Schrank (Quelle: dpa/Fredrik von Erichsen)
Bild: dpa-Symbolbild/Fredrik von Erichsen

Nach Skandal um Krebsmedikamente - Brandenburg entzieht Lunapharm Großhandelserlaubnis

Nach dem Skandal um möglicherweise illegal gehandelte Krebsmedikamente aus Griechenland hat das Brandenburger Landesamt für Gesundheit dem Brandenburger Pharmahändler Lunapharm dauerhaft die Großhandelserlaubnis entzogen.

"Damit wurde dem Unternehmen mit Sitz in Blankenfeld-Mahlow nun auch jeglicher Handel mit Arzneimitteln auf Dauer untersagt", teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Bereits Mitte Januar hatte das Amt dem Unternehmen die Herstellung von Arzneimitteln und den Handel damit untersagt. Die Großhandelserlaubnis hatte dagegen bis Mittwoch nur geruht.

Lunapharm-Geschäftsführerin erhebt schwere Vorwürfe

Unterdessen hat die Geschäftsführerin von Lunapharm, Susanne Krautz-Zeitel, schwere Vorwürfe gegen die Medien und das Ministerium erhoben. Ihr Unternehmen sei aufgrund von unbewiesenen Unterstellungen ohne belastbare Beweise und ohne Möglichkeit einer Verteidigung "öffentlich vorgeführt, ja geradezu geschlachtet" worden, sagte Krautz-Zeitel in einem am Donnerstag von ihrer PR-Agentur verbreiteten Interview. Die Geschäftsführerin kündigte Schadenersatzforderungen gegen das Land an.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.02.2019, 14:20 Uhr

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