Stacheldraht in der Mahn und Gedenkstätte des ehemaligen KZ Sachsenhausen (Bild: imago/Ritter)
Bild: imago stock&people

Stiftung Gedenkstätten prüft Fall - Wachschutz eines Rechtsextremen an KZ-Gedenkstätte?

Für den Wachdienst in Brandenburger KZ-Gedenkstätten sollen teilweise Mitarbeiter eines als rechtsextrem eingeschätzten Wachunternehmens eingesetzt worden sein.

In insgesamt sechs Schichten seien Mitarbeiter des Unternehmens beschäftigt worden, bestätigte ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Samstag einen Bericht der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" vom Samstag [maz-online.de (für Abonnenten)]

Demnach wurde die Wachfirma aus Cottbus von der eigentlich beauftragten Firma als Subunternehmen engagiert. Die Gedenkstättenstiftung habe die zuständige Wachfirma aufgefordert, die Geschäftsbeziehungen zu dem Subunternehmen einzustellen. Der Vorfall
werde weiter geprüft, sagte der Sprecher.

Sendung: Brandenburg aktuell, 16.02.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 3.

    Der Wahnsinn hat System. Keiner der diese „Firma“ beauftragt hat, kann oder will genauer hinsehen. Das ist so peinlich, man kann sich nur schämen

  2. 2.

    Danke für den Link, sehr erkenntnisreich.

    Denn dadurch wird klar, dass nicht irgendein einzelner, individueller Nazi als Wachschutz angestellt wurde, sondern dass das ein strukturelles Problem mit zahlreichen "Security"-Firmen in Brandenburg, speziell Cottbus ist.

    Neulich berichtete der rbb hier vom weiten Einfluss der eigentlich aufgelösten Ultragruppe "inferno Cottbus". Genau dieselben Leute, die dort bei Energie die "Stadionsicherheit" stellen und kritiklos vom Verein akzeptiert werden, sind auch hier beteiligt. Die Welt ist klein, besonders wenn es um Rechtsextremismus in Cottbus geht.

    Die rechte Kampfsportszene drückt sich durch inszenierte Hypermaskulinität, Gewalt als unveräußerliches Mittel zur Darstellung eigener Überlegenheit und Vernetzung von Gewaltkompetenz aus. Als Rechtsextreme isolieren sie sich, indem sie sich in rechten "Security"-Firmen keinem Arbeitgeber mehr rechtfertigen müssen und dadurch weniger angreifbar sind.

  3. 1.

    "In dem KZ bei Oranienburg ermordeten die Nazis Zehntausende – ausgerechnet dort lief jetzt ein Wachschutz Streife, der einem rechtsextremen Cottbuser Kampfsportler gehört."

    Und immer wieder Cottbus...

    Leider ist der Artikel kostenpflichtig, das Schwesterblatt HAZ bietet den Artikel frei an:

    "So hat die Cottbuser Firma „Boxing Security“ Objektschützer gestellt. Das bestätigte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten auf Nachfrage der „Märkischen Allgemeinen“ [...] Der Chef des fraglichen Sicherheitsunternehmens „Boxing Security“, Ronny S., ist in der rechtsextremistischen Cottbuser Szene tief verwurzelt."

    http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Securityfirma-eines-Neonazis-bewachte-KZ-Gedenkstaette-Sachsenhausen

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