Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister von Tübingen, fährt bei einer Berlin-Tour über den Potsdamer Platz (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Hauptstadt-Tour mit der CDU - Tübinger OB Palmer bemängelt Radwege-Situation in Berlin

Nach seiner Berlin-Schelte hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer nachgelegt und die Radwege-Situation in der Hauptstadt bemängelt. "Hier in Berlin wird der Radfahrer zwischen Autos rechts und links durchgequetscht", sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch bei einer Tour durch die Stadt, zu der ihn die Berliner CDU-Fraktion eingeladen hatte. "Und ich habe eine Menge gefährlicher Situationen in einer Viertelstunde erlebt. Ich finde, da könnte Berlin noch besser werden."

Palmer betonte auch: "Ich wollte zwischen Zoo und Nollendorfplatz Fahrrad fahren. Aber außer Baustellenlücken, roten Ampeln und fehlenden Fahrradwegen ist mir irgendwie nichts ins Auge gestochen."

"Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands"

Vor einiger Zeit hatte der Oberbürgermeister der schwäbischen Stadt in Baden-Württemberg Aufsehen erregt, als er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe über Berlin gesagt hatte: "Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands."

Palmer resümierte nach der Berlin-Tour über diesen Satz: "So in dem Sinne, wie ich ihn gesagt hab' - nämlich zugespitzt und auch ein bisschen ironisch - mit dem Hinweis, dass es halt für mich als schwäbischen Spießbürger sich so darstellt, würde ich ihn wieder sagen."

Sendung: Radioeins, 20.02.2019, 17:10 Uhr

Kommentar

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22 Kommentare

  1. 22.

    Haben sie die letzten Jahre nicht in Berlin gelebt? Seit 2001 wurde die Stadt kaputt gespart und das blieb nicht ohne Folgen.

    "Wie hoch war der Überschuss im Haushalt im letzten Jahr gleich noch mal? "

    Genau, seit ca. 1 Jahr hat man Überschüsse, wo soll man anfangen die Folgen des Spardiktats abzufedern? Der eine wünscht sich dies, der andere das. Gründen sie doch eine BI um ihre Verbesserungsvorschläge durchzusetzen, an Meckerern dagegen wird es nicht mangeln, wetten?

  2. 21.

    Da bestehen entgegen Ihrer vermuteten Ansicht zweifellos die größen Gemeinsamkeiten zwischen den Bündnisgrünen in Tübingen und denen in Berlin: Ausbau des Radwegenetztes und sogar in der gar nicht so kleinen Mittel- und beinahe Großstadt Tübingen der Aufbau eines Straßenbahn-Umlandnetzes bis hin nach Reutlingen.

    Einfach mal informieren.

    Das andere, was er gesagt hat, empfinde ich als schillernd. Es ist immer schon aus der "überbordenden Größe" Berlins erwachsen, wie es aus jeder "überbordenden Größe" anderer Städte erwächst. Um das zu lösen, müsste Berlin nur ein Zehntel seiner Fläche und Einwohnerschaft haben oder wie in Nordkorea seine Bewohner in Umerziehungslager stecken.

  3. 20.

    Recht hat der Mann. Mehr kann man nicht sagen.
    Vielleicht könnte Palmer mal mit den Grünen in Berlin reden. Die verantworten nämlich gerade die Verkehrs- und Umweltpolitik in Berlin...

  4. 19.

    Spardiktat? Wie hoch war der Überschuss im Haushalt im letzten Jahr gleich noch mal? Was hat das Kosmosviertel gekostet für die überschaubare Anzahl von Mietern, die davon profitieren (ein höherer Mietzuschuss wäre preiswerter gewesen)? Vielleicht sollte man mal die Prioritäten etwas anders legen? Die Infrastruktur verfällt in Berlin in atemberaubendem Tempo.
    Gerade Radwege muss man nicht vorrangig in Seitenstraßen oder Straßen mit wenig Verkehr schaffen sondern genau da, wo Radfahrer auf viele Kraftfahrzeuge treffen - also vorrangig große Durchgangsstraßen. Wie man das richtig gut und richtig schnell macht, könnte sich Herr Müller und sein Senat mal in Stettin angucken, das Bahnticket dahin kostet pro Nase irgend was um die 11,- EUR, als Brandenburg-Berlin-Ticket noch weniger. Das wäre dann wenigstens mal gut angelegtes Geld.

  5. 18.

    Und wo bleiben ihre Verbessungsvorschläge? Ick weeß, nett sein kann jeder, meckern muß man können. :-P

  6. 16.

    Ehrlich gesagt stimme ich ihm als Berliner sogar zu!
    Nur er sollte sich an seine eigene Partei in der Stadt wenden und bekennen: ausser Spesen, nix gewesen!

  7. 15.

    Wie? Damit sPD und cDU, denen wir das Milliardenloch zu verdanken haben übrig bleiben? Oder gar diese Fluggesellschaft mit angeschlossener Partei, wie hieß die noch? Achja, FDP.

    Dann aber bitte auch die rechtsextreme AfD entfernen, so wie deren Vorgänger '45 entfernt wurden, danke.

  8. 13.

    Große Klappe-nichts dahinter. Das Image ist gebauchpinselt und dann ist der Tausendsassa wieder weg. Und reibt sich seine Kleinstadt-Pfötchen, wieviel Staub er mit seinem Quatsch aufgewirbelt hat. Herr Müller fährt dann bald nach Tübingen und belächelt das sauberere, aber todlangweilige und piefige Kleinstadt-Idyll. Gleiches Recht für alle. Palmer, fahr heim und jetzt ist auch mal gut! Plan B: nach Berlin umziehen, anpacken, die Höllen-Stadt aufräumen. Dann wirds Zeit das schwäbische Höschen runterzulassen ;-)

  9. 12.

    Warum hat Herr Palmer nicht gleich alle Grünen mit in seine Stadt genommen, damit es endlich wieder Aufwärts geht mit Berlin.
    Die Linken, als ewig gestrigen, die im hier und heute nicht angekommen sind,, kann er auch gleich mitnehmen.

  10. 11.

    Dann nehmen sie mal ihre AfD Brille ab oder besuchen sie einen VHS Kurs über die jüngere Berliner Geschichte. Alternativ können sie auch hier die Bemühungen von RRG nachlesen die Folgen des Spardiktats abzumildern.

    Man kann es offensichtlich nicht oft genug wiederholen, der Auslöser für das Milliardenlochs Berlins war der Größenwahnsinn zweier cDU Politiker, wenn sich auch die damalige Berliner sPD nicht mit Ruhm bekleckert hat.

    Seit rot-rot-grün in Berlin regiert geht es langsam aber stetig bergauf, wenn auch mit Hilfe der gestiegenen Einnahmen. Wie soll man auch 18 Jahre Spardiktat und Missmanagement in 1,5 Jahren wieder rückgängig machen?

  11. 10.

    In vielem stimme ich mit Herrn Palmern nicht überein, aber hier hat er recht: Die Radwegesituation ist in vielen Teilen Berlins immer noch erbärmlich. Da muss noch schneller und besser nachgeholt werden, was die Verkehrspolitik über viele Jahrzehnte vernachlässigt hat. Immerhin wird gerade hier und da ein Anfang gemacht...

  12. 9.

    Warum kümmert er sich nicht um SEINE Stadt?! Dort hat er so gut wie nichts zuwege gebracht außer einem Rad-Zähler.

  13. 8.

    Na hören 'se mal! Das finanziert nicht einmal die von latteschlürfenden Kinderwagenterroristen zerstörten Gehwege in New Spätzle Town oder die Parkplatzgebühren die man eigentlich für schwäbische Hausfrauenpanzer erheben müßte. Und dann noch das Schmerzensgeld wenn der radikalisierte Nachwuchs mit ihren Laufrädern Einheimischen die Beine brechen! ;-)

  14. 7.

    Herr Palmer hat mit all seinen Aussagen über Berlin vollkommen Recht. Berlin überlebt nur auf Kosten der Geberländer.
    Seit rot-rot-grün in Berlin regiert, geht es nur noch berg ab. Berlin wird immer mehr zum Mülleimer der Bundesrepublik und das in allen Belangen.

  15. 6.

    Das ist nicht erfrischend, das ist billig. Der Politkasper auf der tiefsten Provinz hat leicht reden. Berlin ist nunmal etwas größer als Tübingen und hatte und hat immer noch unter dem aufgezwungenen Spardiktat zu leiden.

    Ich würde gerne mal den Politkasper sehen was er als erstes finanziert wenn man Milliardenschulden hat die ein paar Größenwahnsinnige verursacht haben.

    Der Wichtigtuer soll lieber weiter Ordnungspolizei zu Hause spielen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tuebingen-hat-boris-palmer-einen-studenten-bedraengt-a-1240411.html

  16. 4.

    ...und wer Recht hat gibt einen aus! Als OB eines reichen Provinznestes im reichsten Bundesland kann er doch gerne ein paar Millionen rüberschieben, immerhin haben wir hier jede Menge schwäbische Wirtschaftsflüchtlinge aufgenommen. :-D

  17. 3.

    Erfrischend, dass der Palmer einfach ausspricht, wie es ist. Der Berliner Oberbürgermeister würde das nie tun, der hat aber ablenkende Sprüche parat. Bei uns gibt es kaum Radwege und immer mehr Fußwege, auf denen man sich schon zu Fuß die Beine brechen kann - nichts passiert.

  18. 2.

    Stimmt, hat er, aber Berlin ist nunmal nicht Tübingen. Davon abgesehen wurde und wird dank der Dauerblindheit des Senats hier immer weiter verpennt, was wirklich zählt, um es sicherer für alle zu machen. Labern können se, das beweisen die Politzausel seit Jahrzehnten immer wieder, aber handeln.... da brauchts dann immer neue Stuhl-Rede-Arbeits-Gesprächs- und Klausurkreise. Große Klappe ist immer da, aber es wird nur dann schnell gehandelt, wenn es um das Image geht. Immer schön nach außen wirken, was kümmert dann noch der Rest?

  19. 1.

    Der Mann hat doch Recht.

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