Das Wappen von Berlin und ein Kalender, auf dem der 8. März eingestellt ist (Bild: imago/Christian Ohde
VideoÖ: rbb24 | 08.03.2018 | Bild: imago/Christian Ohde

Aktionen, Verkehr, Öffnungszeiten - Der 8. März in Berlin - ein Wegweiser

Premiere für den neuen Feiertag: Die Berliner gehen ins verlängerte Wochenende, während für die Brandenburger ein ganz normaler Freitag ansteht. Welche Aktionen sind in Berlin geplant, wie fahren BVG und S-Bahn – und sind wirklich alle Läden geschlossen?

Wer diesen Internationalen Frauentag und Feiertag in Berlin zum Ausspannen auf der heimischen Couch nutzen will, hat zumindest das Wetter auf seiner Seite. Am mittag gingen heftige Schauer über weite Teile der Stadt nieder -  und das bei höchstens 10 Grad und stürmischem Wind.

Auch am Nachmittag soll es laut Meteogroup zunächst wolkig mit Schauern bleiben, später nachlassend und Aufheiterungen. Auf diese Aufheiterungen werden all jene hoffen, die eine der vielen Kundgebungen im Laufe des Tages besuchen wollen.

Wer demonstriert wann und wo?

Den Auftakt des Veranstaltungskalenders zum 8. März machte bereits um 10 Uhr die Bundeswehr – sie verteilte Blumen am Brandenburger Tor.

Um 12 Uhr begann dann die feministische Fahrraddemo "Purple Ride" am Mariannenplatz in Kreuzberg, Ziel ist der U-Bahnhof Magdalenenstraße in Lichtenberg.

Ab 13 Uhr veranstaltete das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf am S-Bahnhof Ahrensfelde eine Demonstration zum Clara-Zetkin-Denkmal.

Um 13:45 Uhr benennen die Berliner Grünen die Dircksenstraße am Alexanderplatz symbolisch in "Margarete-Poehlmann-Straße" um. Die Politikerin Margarete Poehlmann (1856–1923) war die erste Rednerin in der verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung, die zwischen 1919 und 1921 im heutigen Abgeordnetenhaus von Berlin tagte.

Ab 14 Uhr ruft dann das "Frauen*kampftags Bündnis Berlin" zur Demonstration auf dem Alexanderplatz in Mitte auf. Erwartet werden laut Polizei 10.000 Menschen. Angekündigt haben sich Gewerkschafterinnen, Vertreterinnen von Frauenorganisationen mit Migrations- und Fluchterfahrungen aus Iran, Afghanistan und Syrien sowie Hebammen und Unterstützerinnen und das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. Die Demonstration führt vom Alexanderplatz zum Oranienplatz in Kreuzberg, dort wir sie gegen 19 Uhr erwartet. Um 17 Uhr sind alle Demo-Teilnehmer zum #globalscream aufgerufen – für etwa 30-60 Sekunden solle sich die ganze Wut über die Geschlechterungerechtigkeiten vom Leibe geschrien werden, heißt es von den Veranstaltern.

Bleiben alle Geschäfte dicht?

Am 8. März gilt in Berlin das, was sonst sonntags gilt: Nur Supermärkte in Bahnhöfen dürfen öffnen, alle anderen bleiben geschlossen. Dafür öffnen viele Supermärkte und auch Einkaufszentren am Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Der Brandenburger Einzelhandel hofft derweil am Freitag auf regen Betrieb durch Berliner, die ins Umland strömen - oder auch durch Brandenburger, die in Berlin arbeiten und ihren freien Tag zum ausgiebigen Shoppen in den heimischen Läden nutzen.

Wie fahren BVG und S-Bahn?

S-Bahn, U-Bahn, Busse und Straßenbahnen fahren am Freitag weitgehend nach dem Samstag-Fahrplan.

Bei Fahrten mit der S-Bahn ins brandenburgische Umland lohnt sich ein Blick vorab auf die Fahrpläne, hier gibt es laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) einige Abänderungen und Taktverschiebungen.

Bei der BVG fahren einige Straßenbahnlinien (M2, M4, M10, 12 und 50) nach dem ausgedünnten Sonntagsfahrplan, der Tramverkehr auf den Linien 16, 18, 37 und 67 fällt ganz aus.

Viele Buslinien werden laut VBB wie gewohnt nach Freitagsfahrplan bedient, darunter die Linien 204, 291, 326, 327 373, X49, TXL, X7, X9, 109 und 118.

Kommentar

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105 Kommentare

  1. 105.

    Also dann will ich mal nicht hoffen dass mein Sohn mitliest. Der gibt dann zukünftig alle Rechenaufgabe ohne sie auszurechnen ab.

    Weil "für mich liegt die Lösung schon in der Nennung des Problems." Ihre arrogante Ignoranz ist tatsächlich schwer zu ertragen.

  2. 104.

    Also für mich liegt die Lösung schon in der Nennung des Problems. Mehr Hebammen und Erzieherstellen. Wie das umgesetzt werden sollte, darüber muss sich die Politik Gedanken machen. Dafür werden weder Sie noch ich bezahlt. Am Geld kann es ja wohl kaum scheitern, so wie das vom Senat für Sinnloses und Unausgereift rausgeworfen wird. Damit ist hierzu meinerseits alles gesagt und diese Nebendiskussion für mich beendet. Schönen Abend!

  3. 102.

    Ich kann darinnen keinen Lösungsvorschlag erkennen. Nur weitere Phrasen. Die Benennung eines Problems mag zur Lösung beitragen, sie kann aber nicht deren Lösung sein.

  4. 101.

    Der Ruf nach gleichem Recht für alle obliegt derzeit noch den Frauen, weil sie in mehreren Bereichen des Lebens ja noch nicht auf einer Stufe mit uns Männern stehen. Was soll denn da jetzt die Forderung nach einem Männertag? Sollten wir Männer nicht zunächst unterstützen, dass unsere weibliche Bevölkerung gleichberechtigt wird, nicht nur theoretisch, sondern endlich auch in der Praxis, anstatt weitere männliche Forderungen zu stellen? So nach dem Motto: Frauentag ist vorbei, jetzt ist aber auch mal wieder gut? Dass Frauenrechte gestärkt werden ist gesamtgesellschaftlich wichtig, wir profitieren letztendlich alle davon. Dieses kindische „mein Tag- Dein Tag“ zeigt leider erneut deutlich auf, wie groß der Egoismus auch zwischen den Geschlechtern ist.

  5. 100.

    Klar, warum nicht? Sind Sie denn aber wirklich an der Gleichberechtigung interessiert, oder ist das jetzt nur eine Art "Bockanfall"? Der Männertag soll kommen, wenn denn die Grundbedingen für Frauen im alltäglichen Leben manifestiert und verbindlich sind. Ansonsten wären ja dann die Frauen wieder die Gelackmeierten! ;-)

  6. 99.

    Gleichberechtigung? Ok, wie wäre es mit einen Weltmännertag....Gleiches Recht für alle.

  7. 98.

    Es tut mir sehr leid für Sie, wenn Sie die Andeutung auch nicht erkennen können. In dem Fall nerve ich Sie gerne und zitiere mal: "Der eh Gleichberechtigung auf dem Papier ist, sonst hätten wir in der Praxis kein Hebammen- oder Kitaproblem. Beides benachteiligt nachweislich direkt Frauen." Einverstanden, das erst mal anzugehen?

  8. 97.

    Ich kann genauso wenig wie Tom einen Vorschlag zur Lösung der angesprochenen Probleme in den Kommentaren finden.

    Sie schlagen allen Ernstes die Phrase Wie wäre es damit, diese beiden Probleme einfach zu lösen? als Lösung vor? Ihre ständigen Anfeindungen und Überheblichleit anderen Nutzern gegenüber nerven tatsächlich, auch da muß ich Tom recht geben.

  9. 96.

    Wie wäre es damit, diese beiden Probleme einfach zu lösen? Genau so, wie es G.M. angedeutet hat? Oder ist Ihnen das als Lösung zu einfach? Zumindest bringt das den Frauen mehr, als ein symbolischer Feiertag. Dass ich Sie offenbar nerve, ist ja nun wirklich nicht neu, damit kann ich aber gut leben. Ihre ständigen Einwürfe ohne Substanz störe ich gern. ^^

  10. 95.

    Ja sicher, außer ihnen können alle anderen nicht (nach-) lesen oder erfassen. Diese hohle Floskel nervt einfach nur noch.

    Ich kann im Kommentar #88 keine Lösungsvorschläge finden, höchstens rechtspopulistische Phrasen ohne Substanz.

    Aber wenn sie sich schon einmischen, haben sie ja eventuell Lösungsvorschläge? Ich warte gespannt.

  11. 94.

    Ja sicher, immer das gleiche. Außer ihnen können alle anderen können nicht lesen, nicht erfassen oder sonstige Beleidigungen. Nur Argumente oder belastbare Zahlen oder Quellen fehlen wie immer.

    Ich kann auch in #88 keinen Vorschlag erkennen, nur rechtspopulistisches Geschwafel ohne realen Hintergrund.

  12. 93.

    Jetz passens amoi auf, Sie "Balina"! Erstens mog i des net, wenn a wuidfremder Mensch, den i net kenn und wahrscheinli a net kenna mecht, moant, er muaß mi Duzn. Des derfa a in Bayern bloß meine Verwandtn und guade Freind. Und zwoatens - i glaab net, dass mia zwoa scho amoi irgendwo mitnanda gsuffa ham. Und des mit'm Geld verprassn - des woaß doch a jeda, bloß so obergscheide wia Sie woins hoit ums Verrecka net zuagebn. Und wega dem bissl Gegnwind von so Leit wia eahna mach i mia gwiß net ins Hemad. Oiso machas es guad und an scheena Dog no.
    PS: Sollten Sie bayrisch nicht verstehen, schreibe ich ihnen gerne diesen Text auch auf hochdeutsch. Übrigens, Ihren Kommentar habe ich verstanden, ob Sie's glauben oder nicht.

  13. 92.

    Wenn Sie Beiträge, auf die Sie antworten, endlich mal zu Ende lesen würden, könnten Sie zwei Beispiele in Beitrag #88 auch erkennen und könnten darauf eingehen. So Sie das wirklich wöllten. Das sind zwei echte Themen, die Frauen heute bewegen und ihnen eine wirkliche Unterstützung zur Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung verwehren.

  14. 91.

    Hallo Herr Atzl,

    Thüringen führt in diesem Jahr den Weltkindertag als 11. Feiertag ein:

    https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/landtag-beschliesst-feiertag-100.html

    Was Maria Himmelfahrt angeht haben Sie recht, allerdings bezieht sich dieser Feiertag schon auf sehr viele bayerische Bürger - deshalb haben wir ihn reingenommen (Gruß von einem ebenso Ortskundigen). Hier eine Übersichtskarte, wo der Tag gilt:

    https://www.statistik.bayern.de/medien/presse/201_2018_44_a_himmelfahrt_bayernkarte.pdf

    Schöne Grüße aus Berlin und ein angenehmes Wochenende.

  15. 89.

    Seit wann hat Thüringen denn 11 gesetzliche Feiertage? Meines Wissens hat man dort neben den bundesweiten Feiertagen nur noch den 31. Oktober (Reformationstag) als Feiertag. Das wären dann 10 gesetzliche Feiertage. Außerdem hat auch nicht ganz Bayern 13 gesetzliche Feiertage, da der 15. August (Mariae Himmelfahrt) in Nordbayern nur in den überwiegend katholischen Gemeinden gesetzlicher Feiertag ist (das weiß ich so genau, da ich selbst aus Bayern komme).

  16. 88.

    Ha, lustig, die Idee des Sozialismus und Kommunismus wurde mal gutgemeint von Marx geboren, der die immer wiederkehrende Pervertierung als Diktatur nicht vorhersehen konnte. Der Frauentag wurde massiv von den ideologischen Vertretern des real existierenden Sozialsimus mit eben diesem gekoppelt, dem die SPD bis heute nachhängt. Das ist simples Geschichtswissen und ohne real existierende Sozialismusfantasien hätten wir keinen neu aufgelegten sozialistischen Feiertag. Der eh Gleichberechtigung auf dem Papier ist, sonst hätten wir in der Praxis kein Hebammen- oder Kitaproblem. Beides benachteiligt nachweislich direkt Frauen.

  17. 87.

    Na, das glaube ich nun nicht angesicht der ca 45 Milliarden Schulden die Berlin hat und noch viel mehr

  18. 86.

    Und noch ein edler Spender, der den armen Berliner Schluckern den Feiertag finanziert. Wenn man nichts hat zum Angeben, bedient man sich halt solcher lächerlichen Gründe. Vielen Dank Ihr großzügigen Menschen, die Almosen sind angekommen. Wenn es denn Euer Selbstwertgefühl aufpoliert, dann hat der Blödsinn wenigstens das erreicht. Wir küssen Euch symbolisch die Füße :-D

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