Journalist Billy Six, Aufnahme von 2013 (Quelle: imago/Ditsch)
Bild: imago stock&people/Ditsch

Nach Haftentlassung in Venezuela - Journalist Billy Six kehrt nach Deutschland zurück

Der deutsche Journalist Billy Six ist nach viermonatiger Inhaftierung in Venezuela auf dem Weg zurück nach Deutschland. Das verlautete am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. "Wir sind froh, dass der Fall Billy Six nach intensiven Bemühungen eine positive Entwicklung genommen hat", hieß es aus dem Außenamt. Die Deutsche Botschaft in Caracas habe Six "vom Bekanntwerden des Haftfalls bis zum Zeitpunkt seiner Ausreise vom Flughafen Maiquetía Simón Bolívar eng konsularisch betreut."

Seit Mitte November inhaftiert

Six war Mitte November in Venezuela festgenommen worden. Er soll bei einer Rede von Staatschef Nicolás Maduro die Sicherheitsbegrenzung überschritten haben. Ihm werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt. Darauf stehen in Venezuela bis zu 28 Jahre Haft. Am Freitag war er unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Der gebürtige Berliner hatte in der Vergangenheit unter anderem für die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" geschrieben. Der Fall Six war auch in Deutschland zum Politikum geworden: Die AfD hatte der Bundesregierung vorgeworfen, sich wegen Six' politischer Einstellung nicht mit genug Nachdruck für dessen Freilassung einzusetzten. Ähnliche Vorwürfe erhoben die Eltern von Six, der in Neuenhagen (Märkisch-Oderland) lebt. Das Auswärtige Amt hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen.

Sendung: Inforadio, 17.03.2019, 15.30 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Der Kommentar ist weder dümmlich, noch unangemessen. Höchstens provokant aber zutreffend.

    Wenn ich in solche Länder reise muß ich wissen dass ich nicht mit rechtsstaatlichen Verfahren rechnen kann, da reicht es aus wenn ich als Tourist angeblich oder tatsächlich ein Propagandaplakat (!) mitgehen lasse. Hier wäre das höchstens eine Ordnungswidrigkeit, in NK kommt man dafür als US-Amerikaner in Folterhaft.

    Und nun reisen sie als Reporter, der für äußerst rechte Blätter/Onlinemagazine arbeitet, in eine "sozialistische" Ein Mann Diktatur mit rechtsgerichteten (aus Sicht der Regierenden) Terroristen. Das heißt NICHT dass ich das gutheiße aber als Profi wußte Six um das Risiko.

  2. 4.

    Sie brauchen gar nicht bis nach Nordkorea gehen, auch hier in Deutschland wird mit der Presse nicht zimperlich umgegangen, siehe G20 Gipfel oder fragen sie die sächsische Polizei.

  3. 3.

    Das ist eine sehr dümmlicher Kommentar und unangemessen.Für ein wie immer geartetes kleines Vergehen, reicht ein Zurechtweisung, notfalls eine kurzfristige Gewahrsamsnahme um ein eindrinliches Gespräch zu führen ,aber bis zu 28 Jahre Haft die ein Gesetz zulässt ,ist immer ein Unterdrückungsinstrument, von totalitären Staaten(getarnt als Demokratien) und Autokraten- Führern.Siehe Türkei-Russland--------------usw-usw-----

  4. 2.

    Sie vergleichen Äpfel mit Kuhfladen. In Deutschland wird man nicht 4 Monate eingesperrt, weil man Journalist ist. Von Pressefreiheit scheinen Sie nicht viel zu halten. Vielleicht sollten Sie lieber nach Nordkorea auswandern, wenn Sie sich unter den Bedingen der Diktatur wohler fühlen. Sie hätten sich lieber über die Statements von Reporter ohne Grenzen zu dem Fall informieren sollen, bevor Sie sich derart unqualifiziert äußern. Danach sind die Vorwürfe gegen Six nämlich völlig an den Haaren herbeigezogen. Six ist auch nicht der einzige ausländische Reporter, der solche unangenehmen Erfahrungen in Venezuela machen mußte. Er ist allerdings der einzige, den seine eigene Regierung im Stich gelassen hat und der durch den Außenminister eines fremden Landes herausgeboxt wurde. Der "Amateur im Außenamt", wie Sahra Wagenknecht ihn nennt, hatte entweder keine Lust oder keine Ahnung. Der hat ja nicht mal Protest eingelegt oder die Freilassung gefordert. #Armutszeugnis

  5. 1.

    Wenn man in einem anderen Land ist, muss man sich an die Gesetze halten und sich kulturell anpassen. Das erzählen die Deutschen den ganzen Tag. Wenn aber ein Deutscher im Ausland eine Sicherheitsbegrenzung überschreitet ist Recht und Gesetz auf einmal egal.

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