Das Ortseingangsschild von Bad Liebenwerda. Quelle: dpa/Arno Burgi
Bild: dpa/Arno Burgi

Fusion im Kreis Elbe-Elster - Vier Brandenburger Städte schließen sich zusammen

Im Brandenburger Landkreis Elbe-Elster wollen sich vier Städte zu einer sogenannten Verbandsgemeinde zusammenschließen.

Die Hauptausschüsse von Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück gaben am Dienstagabend grünes Licht für das Projekt. In zwei Wochen entscheiden die Stadtverordneten in einer gemeinsamen Sitzung über den ersten derartigen Zusammenschluss im Land Brandenburg. Die beitretenden Städte behalten ihre Selbstständigkeit, Verwaltungen werden aber zusammengelegt und verschlankt.

Gemeinsame Verwaltung für Schulen, Kitas und Feuerwehr

Herold Quick, parteiloser Bürgermeister in Falkenberg/Elster sagte dem rbb, die Gemeinden würden mit der Fusion der Verwaltungen Stellen einsparen, die aus demografischen Gründen künftig schwer zu besetzen seien. "In zehn Jahren werden wir nur noch 40 Prozent unserer jetzigen Mitarbeiter zur Verfügung haben", sagte Quick. 

Das Ansinnen der beteiligten Gemeinden: Statt vier Rathäusern, die jeweils alle Aufgaben erfüllen, soll jedes der Rathäuser seine Spezialaufgabe bekommen. Eine übergeordnete Verwaltung wird künftig für Schulen, Kitas und die Feuerwehr zuständig sein und auch einen Großteil der Mitarbeiter beschäftigen. In der künftigen Verbandsgemeinde Liebenwerda leben dann insgesamt 25.000 Menschen.

Freiwillige Feuerwehrleute hatten Angst, wegen des Zusammenschlusses Ortswehren schließen zu müssen. Um die Wogen zu glätten, reiste sogar Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in den Elbe-Elster Kreis um mit den Beteiligten zu sprechen.  

Sendung: Brandenburg Aktuell, 05.03.2019, 19.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Wir können nur hoffen, dass unser Bestmann CDU-Richter nun auch noch Verbandsbürgermeister oder Oberbürgermeister wird.

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