Hubertus Knabe mit Blumenstrauß am 26.11.2018 vor der Gedenkstätte Hohenschönhausen (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: rbb 88,8 | 14.03.2019 | Matthias Bartsch | Bild: dpa/Zinken

Entlassener Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte - Kultursenator Lederer muss Knabes Abfindung offenlegen

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) muss offenlegen, unter welchen Umständen der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, entlassen wurde. Das hat das Berliner Verwaltungsgericht entschieden.

Die Kulturverwaltung müsse über die Höhe der an Knabe gezahlten Abfindung sowie über mögliche sexistische Verhaltensweisen Knabe Auskunft erteilen, sagte Gerichtssprecher Stephan Groscurth am Donnerstag.

Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

Die Entscheidung vom Mittwoch geht auf einen Eilantrag des Berliner "Tagesspiegel" zurück, der auch zuerst darüber berichtete. Sie ist noch nicht rechtskräftig. Die Kulturverwaltung kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) einlegen.

Knabe musste im Herbst seinen Posten als Gedenkstättendirektor räumen, nachdem Vorwürfe sexueller Belästigung gegen seinen Stellvertreter Helmuth Frauendorfer bekannt wurden. Dem Leiter der Gedenkstätte wurde ein zu nachsichtiger Umgang damit vorgeworfen. Nach einer außergerichtlichen Einigung und einer Abfindung in unbekannter Höhe verzichtete Knabe auf gerichtliche Schritte gegen seine Kündigung. Über Details vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Sendung: Abendschau, 14.03.2019, 19.30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    ...und diese gern kolportierten Fake News werden durch Wiederholungen nicht wahrer. Hr. Knabe mußte gehen weil seine Führungsqualitäten unzureichend waren und er massiven Verstößen seiner Mitarbeiter nicht entgegengetreten ist.

    Die Causa Frauendorfer brachte das Fass zum überlaufen.

    "Im September 2018 wurde Knabe einstimmig durch den Stiftungsrat der Gedenkstätte Hohenschönhausen auf Betreiben des Vorsitzenden, Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), gekündigt und von seinem Amt freigestellt, da er Vorwürfen gegen den Vize-Direktor Helmuth Frauendorfer wegen übergriffigen Verhaltens und sexueller Belästigung nicht nachgegangen sein soll. Dem Stiftungsrat gehören unter anderem Dieter Dombrowski (CDU) und eine Vertreterin von Monika Grütters (CDU) an. Knabe soll über Jahre Frauendorfers Übergriffe geduldet und sich selbst gegenüber einigen Frauen inadäquat geäußert haben."

    Der rbb-24 hat darüber ausführlich berichtet und Lesen bildet. Siehe link oben rechts.

  2. 5.

    Herr Knabe mußte gehen, weil er sich inkorrekt verhalten hat. Es wird behauptet, daß sein Vergehen so schwerwiegend sei, daß ein langgedienter, erfolgreicher und durchaus anerkannter Forscher einen hohen Posten räumen muß. Angesichts dieses Schweigens drängt sich der Verdacht auf, daß Herr Knabe aus politischen Gründen gehen muß.

  3. 4.

    Mußte das sein? Die Blümchen für Herrn Knabe hätten doch nun wirklich gereicht.

  4. 3.

    Nicht immer, ich erinnere an die Causa Maaßen. Der sollte auch erst die Treppe nach oben fallen. Nun fiel er, wenn auch sehr, sehr weich.

    Sie haben recht, diese Art der Verschwendung von Steuergeldern ist unerträglich.

  5. 2.

    In bestimmten Kreisen und Positionen ist das so. Nur normaler Arbeitnehmer darf man nicht sein, dann gibt's nicht's außer Ärger.

  6. 1.

    Seit wann bekommt man bei Verfehlungen eine Abfindung?Sehr eigenartig.

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