22.03.2019, Berlin: Ein Polizeiwagen steht vor der Moschee am Columbiadamm (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 22.03.2019 | Susanne Bruha | Bild: dpa

Nach Anschlag in Christchurch - Polizei schützt Moscheen in Berlin und Brandenburg

Nach dem Anschlag auf Moscheebesucher in Neuseeland hat die Polizei am Freitag ihre Präsenz an den Moscheen in Berlin und Brandenburg erhöht.

"Gerade zum Freitagsgebet, aber auch in den kommenden Tagen sind wir in allen Direktionen verstärkt im Einsatz", erklärte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Brandenburg. An der Potsdamer Al-Farouk-Moschee waren am Freitag mehr Streifen unterwegs. "Um das Sicherheitsgefühl zu stärken", wie eine Sprecherin mitteilte. Eine konkrete Gefährdung bestehe demnach nicht.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte Anfang der Woche erklärt, die Brandenburger Polizei prüfe laufend, ob es für Moscheen oder auch Synagogen Anhaltspunkte für die Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes gebe.

Polizei "besonders sensibilisiert"

Auch Berliner Moscheen sollen besser vor islamfeindlichen Angriffen geschützt werden, teilte Berlins Innensenator Andreas Geisel bereits am Donnerstag mit. So waren am Freitag Streifenwagen vor der Al Nur Moschee sowie der Şehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln zu sehen.

Nach dem rechtsextremistischen Anschlag auf Muslime im neuseeländischen Christchurch würde man alles für den Schutz der muslimischen Mitbürger tun. Die Polizei sei "besonders sensibilisiert" worden, sagte Geisel.

Die Maßnahmen "umfassen die sichtbare Präsenz vor Stätten, die zur Ausübung der Religion dienen, vor allen Moscheen". Punktuell würden auch Zivilpolizisten und Spezialeinheiten im Einsatz sein, so Geisel. "Die Polizei Berlin steht mit dem Bundeskriminalamt und anderen
nationalen wie internationalen Sicherheitsbehörden im engen Austausch und bewertet die Lage fortlaufend neu." Außerdem stehe sie in Kontakt mit den in Berlin ansässigen Religionsgemeinschaften.

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21 Kommentare

  1. 21.

    Wer behauptet, alle Moslems würden uns nicht mögen, schottet sich genauso ab, wie wir es „den“ Moslems vorwerfen. Das ist erstens unwahr und zweitens sinnfrei.

  2. 20.

    Leider voll daneben ;-) Seit 25 Jahren arbeite ich in einem Brennpunkt und bin mittendrin. Da ist nichts einseitig beleuchtet. Im Gegenteil. Ich habe nur keine Vorurteile und sehe Problempotential, Fehlverhalten und Abschottung von allen Seiten. Kann es nicht eher sein, dass Sie nicht so richtig viel Erfahrung und Berührungspunkte diesbezüglich haben? Ist aber schon okay, alles gut :-)

  3. 19.

    Danke! Natürlich gibt es auch bei uns negative Erfahrungen und Dinge, die einen stören. Aber das hat man doch bei allen Menschen., Nachbarn, Kollegen, sogar Familienmitgliedern, oder? ^^ Wer wie ich schon seit frühester Kindheit mit Menschen aus aller Welt und aller Religionen zu tun haben dürfte, ist wohl doch etwas entspannter und offener. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir alle zugänglicher werden, anstatt immer mehr dicht zu machen. Die allgemeine Stimmung ist besorgniserregend, finde ich.

  4. 18.

    Danke für die Zensur (kenne ich noch aus DDR-Zeiten)

  5. 16.

    Ich kann Ihren Kommentar nur unterstützen. Auch wenn ich mal negative Erfahrungen mir Muslimen gemacht habe, die positiven Erfahrungen überwiegen deutlich. Letztendlich gibt es überall Idioten... ;-)

  6. 15.

    Ich denke, wer sich in seinem beschaulichen Umfeld befindet, sieht den Brennpunktkiez und die normalen Probleme in Berlin nicht wirklich.
    Selbst muslimische Freunde sehen dieses Problem und suchen offen nach Lösungsansätzen. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Glück mit Ihrem positiven, wenn auch sehr einseitigen, Blickwinkel.

  7. 14.

    Wer in Deutschland lebt, wird geschützt. Egal wer. Das macht Demokratie aus. Wo gibt es da überhaupt eine Frage? Sonst würden mir vielleicht auch Menschen oder Parteien einfallen, die ich dessen nicht für würdig erachte. Oder umgekehrt. Die mich oder meine Gesinnung nicht akzeptieren. Schutz für alle, richtig so.

  8. 13.

    Mmhhh...traurige Aussage. Haben Sie denn gar keine positiven Erfahrungen mit Leuten muslimischer Kultur? Wir ja. Alleine schon durch die Freundschaften der Kinder und Enkel. Und es interessiert bei Festen und anderen Gelegenheiten niemanden die Bohne, welchen Gott er verehrt, oder ob überhaupt einen (wie wir^^). Wir werden sehr gemocht. Kommt wahrscheinlich doch sehr auf die Beteitschaft jedes Einzelnen an, ob er Kontakte hat, möchte und wie die,sich dann entwickeln. Ich würde mir daher wünschen, dass Sie das nicht so pauschalisieren. Viele andere Menschen haben viele andere, sehr gute Erfahrungen.

  9. 12.

    Abgesehen von der Pauschatät, die Sie hier annehmen und die natürlich (so) nicht stimmt: Jemanden zu schützen, der einem nicht mag, ist geradezu das Sinnbild für Demokratie.

    Motto von Jean-Jaques Rousseu: "Ich werde Ihre Auffassung bis an mein Lebensende bekämpfen und ich werde zugleich mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie sagen dürfen."

    Alles andere wäre, pardon, Gesinnungs-Kumpanei.

  10. 11.

    Als erstes macht mich stutzig, dass dieser Bericht unter "Politik" geführt wird. Wie war das doch gleich mit der Trennung von Staat und Kirche?
    Dann frage ich mich, warum von meinem Steuergeld die Polizei dort schützen muss. Jede Disco, jedes Kaufhaus muss selbst für seinen Schutz sorgen. Ich warte natürlich im Fall eines Unfalls oder Überfalls gerne auf die Polizei, denn die ist ja anderweitig beschäftigt.
    Wieder einmal blinder Aktionismus unser Regierenden? Man will sich lieb Kind machen?

    Was Kommentator Nr. 2 angeht: Haben Sie eine Legitimation, anderen Menschen das Schreiben von Kommentaren zu verbieten oder fällt es Ihnen nur schwer, sachlich andere Meinungen zu aktzeptieren. Man muss nicht mit ihnen einverstanden sein.
    So, mal sehen, ob DAS nun veröffentlicht wird. Bei der politischen Heimat des RBB wahrscheinlich nicht.

  11. 10.

    Die eigene, oft emotional eingetrübte, subjektive Wahrnehmung kann man anderen nicht als Realität aufzwingen wollen. Sie scheinen ein sehr verängstigter und besorgter Mensch zu sein. Das tut mir sehr leid für Sie. Trotzdem sind Ihre Äußerungen nicht realistisch und Sie sollten sich diesbezüglich erst einmal informieren, ehe Sie Menschen so diffamieren und solch unhaltbare Dinge behaupten. Das geht gar nicht und ist sehr kontraproduktiv. Alles Gute!

  12. 9.

    Ich habe das auch noch nie erlebt, können Sie von ihren Erfahrungen berichten? Sie sagen ja, Realität tut weh, daher ist Austausch von Erfahrungen wohl der beste Weg damit umzugehen.

  13. 8.

    Die Realität zu erkennen kann weh tun, da gebe ich Ihnen recht. Wenn es denn welche wären. Aber Hirngespinste Ihrer Art sind nicht nur beängstigend, sondern m. E. behandlungsbedürftig. Angefangen von der Äußerung "...christlichen Glaubens...". In Berlin gibt es sehr wenige gläubige Christen. Und von den paar werden ständig welche verbal attackiert? Und wie kommt es, dass diese wenigen Menschen täglich auf muslimische Fundamentalisten treffen? Im "Fight Club", oder wo? Sehr geehrte Marion, das ist frei erfundener Unsinn.

  14. 7.

    Wir bewachen das, was uns nicht mag. Traurige Entwicklung

  15. 6.

    Persönlich glaube ich nicht, dass derartige Schutzmaßnahmen irgendetwas Positives bewirken. Denn die menschliche Phantasie ist sowohl im Konstruktiven als auch im Destruktiven, im Zerstören-Wollen, immer ausgiebiger als alle Schutzmaßnahmen es bewerkstelligen könnten.

    Sicherheit ist somit eine Vokabel, die umgekehrt Angstphantasien eher nährt und einen realistischen Umgang mit Ängsten bzw. Befürchtungen geradezu verhindert. Wer von Angst getrieben wird, legt sie, die Angst gerade in jenen Situationen "lahm", in denen sie wirklich gebraucht wird: Im spontanen, zielgerichteten, intuitiven und damit UNüberlegten Reagieren.

  16. 5.

    Angriffe gegemüber sich christlich Bekennenden wären allenfalls zu befürchten, wenn jemand mit einem vorgetragenen Riesenkreuz mitten durch Kreuzberg oder das Altbaugebiet von Neukölln läuft. Außer den Angst Vorschützenden, die damit doch nur ihr Feindbild pflegen wollen, würde ich umgekehrt auch keinem sich christlich bezeichnenden Menschen Angriffe auf Muslime zutrauen.

    Gegenüber Juden sieht es allerdings anders aus. Da sind es die Hardliner im Palästina-Konflikt einerseits, da ist es die verbale Neuauflage einer jüdischen Weltverschwörung andererseits.

  17. 3.

    Habe ich noch nie erlebt. Bilden Sie sich das nicht ein? (das sind die Sprüche, die ich bekomme wenn ich über weißen Rassismus berichte)

  18. 2.

    Ihr Armen Cristen die zu 90% durch Deutschland rumlaufen.
    Soll man aufpassen das ihr euch gegenseitig nicht angreifst?
    Bitte unterlasse Kommentare im Internet.

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