Mitarbeiter der DRK-Kältehilfe kümmern sich in Berlin um einen Obdachlosen (Quelle: dpa/ Gambarini)
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Audio: rbb | 11.03.2019 | Ute Schuhmacher | Bild: dpa/ Gambarini

Alle Einrichtungen in einem System - Berlin will Obdachlosenunterkünfte zentral erfassen

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) will wohnungslose Menschen künftig mithilfe eines zentralen Computersystems unterbringen.

In der Kartei sollen alle Obdachlosenunterkünfte der Stadt gespeichert sein, sagte eine Sprecherin der Senatorin am Montag: von der Notunterkunft über Wohnheime bis zu Hostelplätzen. Alle Unterkünfte müssen außerdem bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Das solle Wildwuchs verhindern helfen.

Senatorin erhofft sich schnellere Vermittlung

Durch das Computersystem sollen dann beispielsweise obdachlos gewordene Familien mit Kindern leichter eine passende Unterkunft finden. Wann das zentrale Computersystem an den Start geht, sei noch offen.

Schätzungen zufolge leben in der Hauptstadt zwischen 4.000 und 10.000 Menschen auf der Straße, rund 37.000 wohnungslose Menschen sind in Übergangsquartieren untergebracht.

Ende vergangenes Jahr hatte Sozialsenatorin Elke Breitenbach bereits angekündigt, dass Obdachlose in Berlin künftig statistisch erfasst werden sollten. Dafür würden dann Teams zu einem bestimmten Zeitpunkt das Stadtgebiet abgehen, Obdachlose zählen und sie um einige Angaben, beispielsweise zu ihrem Herkunftsland, bitten. Auf der Grundlage dieser Zahlen solle das Angebot für die Obdachlosen dann verbessert werden.

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