Wolf im Wildpark Schorfheide (Quelle: imago/Gora)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.03.2019 | Bild: imago stock&people/Gora

Votum der Stadtverordneten - Rathenow stimmt gegen "wolfsfreie Zone"

In der Stadt Rathenow (Havelland) wird es keine "wolfsfreie Zone" geben. Ein entsprechender Antrag der CDU ist am Mittwochabend in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt worden.

Zwölf Abgeordnete stimmten dagegen und zehn dafür, wie CDU-Fraktionschef Andreas Gensicke am Donnerstag dem rbb sagte. Gensicke zeigte sich von dem Ergebnis enttäuscht. Die Gegner des Antrags hätten den Handlungsbedarf beim Wolfsmanagement nicht erkannt. Die Probleme würden bei einer steigenden Wolfspopulation eher zunehmen. Dann kann Gensicke zufolge nicht schnell gehandelt werden.

Eine "wolfsfreie Zone" in der Stadt sollte aus Sicht der CDU ein Signal an die Landesregierung sein, sich dafür einzusetzen, dass die strengen Schutzbedingungen für den Wolf auf europäischer Ebene gelockert werden.

Gegner des Wolfs in Brandenburg haben die Protestbewegung initiiert. Sie wollen, dass sich bis zur Landtagswahl im Herbst möglichst viele Gemeinden im Land symbolisch zur "wolfsfreien Zone" deklarieren. Seit Jahren wird zwischen Naturschützern auf der einen und Weidetierhaltern auf der anderen Seite heftig über die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland gestritten. 

Sendung: Inforadio, 14.03.2019, 07.00 Uhr

Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    "MuellerButzbachSamstag, 16.03.2019 | 22:32 Uhr
    Ich möchte von den Wolfsbefürwortern gerne einmal wissen, warum ihre ,, Heilige Kuh " ständig bei den Schafsherden ein Massaker anrichtet, dies hat nichts mit dem normalen Futtertrieb zu tun ?!"
    Doch das machen Wölfe und andere Raubtiere. Auch Hunde, für die es ja auch keinen Sinn macht, einem Stöckchen hinerherzujagen.

    Eine symbolische Erklärung zur wolfsfreien Zone ist doch reichlich verwirrend. Wenn die Gemeinden meinen, ein symbolisches Statement abgeben zu wollen, dann sollen sie irgendwas anderes erklären wie "Willkommen Wolf" oder "Wolf, nein danke" usw., aus dem deutlich wird, dass es allein um eine Meinungsäußerung geht und nicht um eine rechtliche Festsetzung.

  2. 19.

    Ich möchte von den Wolfsbefürwortern gerne einmal wissen, warum ihre ,, Heilige Kuh " ständig bei den Schafsherden ein Massaker anrichtet, dies hat nichts mit dem normalen Futtertrieb zu tun ?!
    Schafe, Ziegen, usw. sind auch Tiere, welche es zu beschützen gilt.
    Wieso schreitet hier EuerTierschutz nicht ein ?????
    Aber der arme liebe Wolf, …….
    Ich komme aus Kanada und kenne dort dieses Problem. Es hat sogar schon mehrere Angriffe auf Menschen ( bevorzugt Kinder ) gegeben, es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis in diesem dicht besiedelten Land ein Angriff erfolgt.

    In Kanada hat die Regierung aber,, Eier in der Hose" und den Wolf zum geregelten Abschuß freigegeben.
    Falls ihr unbedingt Wölfe benötigt, ok, aber bitte nur in begrenzter Stückzahl.



  3. 18.

    Danke. Sie schreiben es ja selber: Es gibt nur etwa 700 Wölfe in Deutschland. Eine Hysterie ist also nicht angebracht. Das gegen auffällige Wölfe vorgegangen werden muss, bestreite ich ja nicht.

  4. 17.

    Falsch. Es gibt in der Natur kein Gleichgewicht. Tatsächlich gibt es ständige, teils massive Schwankungen in den Populationsgrößen. Bislang sind 500 Millionen Tierarten ausgestorben - also 99,9 % aller Tierarten. Das ist der Normalzustand. Sie zeigen doch mit Ihren naturromantischen Parolen nur, wie wenig Kenntnis Sie von der Materie haben.

    Daß Wölfe dem Menschen aus dem Weg gehen, ist ebenfalls falsch. Französische Wissenschaftler (Moriceau) haben historische Aufzeichnungen von über 10.000 Wolfsangriffen in Frankreich auf Menschen zusammengetragen und katalogisiert. Googeln Sie außerdem "List of Wolf Attacks".

    Wir das einzige Tier, daß es geschafft hat, seine Umwelt von Großraubtieren zu befreien, so daß Kinder sich völlig ohne Angst im Freien bewegen können. Haben Sie eigentlich eine Ahnung, was es für ein Verlust an Lebensqualität bedeutet, wenn sich plötzlich ein Wolfsrudel in der Nachbarschaft ansiedelt? Siehe ZDF-Doku "Der Wolf vor der Haustür" Min. 11 bis 16.

  5. 16.

    Sie vergleichen Äpfel mit Blumenkohl. Wie haben in Deutschland etwa 7 Millionen Hunde aber nur etwa 700 oder etwas mehr Wölfe. Merken Sie was? Wenn wir die gleiche Wolfsdichte wie Hundedichte haben, werden Sie sich garantiert nicht mehr trauen, Ihre Wohnung zu verlassen.

  6. 15.

    Stimme Ihnen vollkommen zu. Und bevor hier wieder einer mit 3. Stock kommt: Ich wohne direkt am Waldesrand. Einen Wolf habe ich leider in freier Wildbahn noch nie gesehen. Mehrfach angegangen wurde ich nur von Hunden. Trotzdem fordere ich keine hundefreien Zonen oder gar deren Abschuss.

  7. 14.

    Es geht nur gerade nicht darum , ob Tiere über uns zu entscheiden haben - auch wenn sie es könnten. Sorry.
    Wildlebende Tiere, ob Raub- oder Nichtraubtiere, gehen uns Menschen eh aus dem Wege, sind auch empathisch (wissenschaftlich belegt), daher gibt es auch Rangkämpfe aufgrund Revierverhaltens, auch in der Fortpflanzungsphase, das ist nicht nur Instinkhaftigkeit.
    Ich glaube, dass viele Menschen den generellen Blick für das Große und Ganze völlig verloren haben und daher meinen, über den Dingen zu stehen. Dann möchte ich mal sehen, wie diese Leute auch Naturgewalten steuern wollten - wir sind als Säugetier das einzige Lebewesen, welches in der Lage ist, sich seine Existenzgrundlage komplett zu zerstören. Können das Tiere? Nein, sie regulieren Bestände selbst; bloß weil der Mensch übergebühr eingreift und selbst das Gleichgewicht zerstört (hat) darf sich Mensch nicht anmaßen, daher über den Dingen zu stehen. Etwas mehr Zurückhaltung wäre wohl mehr-ob Herr Müller das verstünde?

  8. 13.

    Wenn Sie meine Argumente des von Ihnen kritisierten Posts nicht verstanden haben und sich damit selbst über eine Spezies stellen und dieser ihre Existenz absprechen, sind Sie auch nicht besser wie die, die "dem Wolf" den Garaus wünschen. Wer hat denn bitte den Angriff geführt, den Sie mir mit der ins Feld geführten lateinischen Begrifflichkeit vorwarfen?
    Ist es nicht die Arroganz, die Sie selbst entlarvt, indem Sie mir eine sogenannte Erkenntnis zum Besten halten?
    Also langweilen Sie mich nicht länger. Leben Sie lang und in Frieden in Ihrer wolfsfreien Lebensblase.


  9. 12.

    Das sehe ich genau so ! Die Überheblichkeit vieler Menschen ist lästig und dumm. Wenn Wölfe über Menschen
    entscheiden dürften, wäre das Ergebnis einstimmig, Sie leiden nun schon soooo lange unter dem Menschen ( wie
    so viele andere Tiere auch )....zum heulen...

  10. 11.

    Sieh an. Und und ich hatte schon gedacht, Sie würden Argumente vortragen wollen. Statt dessen verlegen Sie sich auf's "argumentieren" ad hominem. Große Töne spuckt hier nur einer.

  11. 7.

    Typisch deutsch:
    Von einem extrem ins nächste.
    Ihrer Logik folgend wäre aber
    der Mensch als Nahrungskonkurent des Wolfes dessen Tod.
    Ich soll Verständnis für die Situation des Wolfes haben, dieser braucht aber nicht meinen Wunsch nach Unversehrtheit meiner Nahrungskette.

  12. 6.

    Ich will an niemanden irgendwas verschicken und habe auch nicht mal einen Fernseher. ;)
    Ihren Schwall an unsachlichen Vorurteilen können Sie also gerne für sich behalten.
    Mir ging es allein um die Sachinformation. Die CDU war dafür(jedenfalls mag man davon ausgehen, da auch das direkt natürlich nicht dasteht), wer war also dagegen?
    Zur Sache selbst erlaube ich mir gar kein Urteil, da ich die Situation vor Ort nicht weiter kenne.

  13. 5.

    Richtig. Der Mensch ist Bestandteil der Natur. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis. Das bedeutet, alles was der Mensch macht, ist völlig natürlich. Wenn er sich und sein Vieh wie auch immer vor im Rudel jagenden Großraubtieren schützt, ist das also Bestandteil der Natur.

    Im übrigen könnten Sie Ihre Schafe gar nicht zuverlässig schützen. Wolfssichere Zäune dürfen Sie im Tierpark bewundern: 3 Meter hoch und mit Untergrabschutz. Das können Sie weder bezahlen, noch werden Sie eine Bauaufsichtsbehörde finden, die Ihnen solch ein Ungetüm im Außenbereich genehmigt. Aber das wird ihresgleichen natürlich nicht daran hindern, große Töne zu spucken.

  14. 3.

    Ist das für Sie von Interesse, weil sie evtl. persönliche Nachrichten an die Ablehner senden wollen?
    Wir sind alle Bestandteil der Natur - das sollte auch der verstehen, der sich geistig hauptsächlich von privaten Sendern nährt und auch sonst der Panikmache einer bestimmten Lobby erlegen ist. Ergo gehört dazu, dass die Spezies Wolf nicht vernichtet zu werden hat und Überlegungen zur Koexistenz endlich mal ernsthaft beginnen sollten. Ich bin übrigens auch Hundehalter und bin mir bewusst, dass mein Hund für Wölfe zur Nahrungskette gehören, sollten wir im Wald umherlaufen - es wäre für mich sehr schmerzhaft und meinen Hund mit Sicherheit tödlich, aber verdamme ich daher Wölfe? Nein - und hätte ich Schafe oder andere Weidetiere, würde ich alles nutzen, um meine Weidetiere zu schützen, koste es was es wolle, denn der Wolf gehört nunmal dazu - fertig.

    Wolfsfreie Zone bedeutet für mich übrigens *Sarkasmusmodusan* Fahrverbot für Autos aus WOLFsburg *Sarkasmusmodusaus*

  15. 1.

    Und wer hat nun dagegen gestimmt?

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