Wildschwein (Quelle: dpa)
Audio: rbb | 11.03.2019 | Susanne Hakenjos | Bild: Picture alliance

Sondergenehmigung in Aussicht gestellt - Bogenjagd auf Wildschweine in Stahnsdorf soll erlaubt werden

In Stahnsdorf sollen Wildschweine in Kürze mit Pfeil und Bogen abgeschossen werden dürfen. Brandenburgs Landwirtschaftsministerium hat dafür eine Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt. Der Versuch wird wissenschaftlich begleitet.

Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium will die Bogenjagd in Stahnsdorf im Kreis Potsdam-Mittelmark im Rahmen eines Modellversuchs zulassen. Die Genehmigung werde demnächst zeitlich befristet und personell beschränkt erteilt, bestätigte am Montag ein Ministeriumssprecher dem rbb.

Bei dem Modellversuch sollen Wissenschaftler begleitend untersuchen, ob mit der Bogenjagd die Tötung der Wildschweine tierschutzgerecht erfolgt, teilte das Ministerium Antenne Brandenburg mit. Ebenso solle dabei die Gefährdung von Dritten sowie der grundsätzliche Erfolg dieser Jagdmethode geprüft werden. Nun erfolge zunächst die Ausschreibung der wissenschaftlichen Begleitung für diese Art der Jagd. Dies werde "noch einige Zeit" dauern, hieß es vom Ministerium.

Die Idee: Übermäßige Wildschäden sollen so vermieden werden

Beantragt hatte die Ausnahmegenehmigung der zuständige Jagdpächter, der bereits über die vom Ministerium verlangte Zusatz-Qualifikation verfügt. Begründet wurde der Antrag mit der Vermeidung übermäßiger Wildschäden.

In Stahnsdorf haben sich innerorts bereits mehrere Wildschweinrotten mit 20 bis 30 Tieren ausgebreitet. Die Gefahr von Gewehrschüssen halten Jäger in bewohntem Gebiet jedoch für zu hoch.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.03.2019, 12 Uhr

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Antwort auf [Frei Wolfgang ] vom 07.04.2019 um 21:34
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10 Kommentare

  1. 10.

    Bogen ist im deutschen Recht ein Sportgerät und keine Waffe. Da sich hier ja nur Veganer zu Wort melden, und keine Leute die ihr Fleisch im Supermarkt kaufen, da ja dieses Fleisch aus dem Supermarkt von Tieren stammt die ein wunderschönes Leben hatten und zu Tode gekuschelt wurden, bin ich der Meinung das es sinnvoll ist mit Bogen zu jagen. Die Tiere hatten ein Leben, und wissen nicht wann der Tod kommt, was die Tiere die ins Schlachthaus getrieben werden wohl anderst sehen.

  2. 9.

    "Da quält sich gar nichts": Anscheinend sprechen Sie da aus Erfahrung und ihr Körper wurde auch schon von einem Pfeil durchschlagen!
    Absurd!!!!!

  3. 8.

    jede ordentlich Jagdarmbrust lässt sich im gespannten Zustand sichern. Ein Schuss aus etwa 30m durchschlägt den Tierkörper. Der Streukreis auf eine solche Entfernung beträgt bei einem geübten Schützen wenige Zentimeter. Da quält sich gar nichts!

  4. 7.

    Genau, man kommt sich vor wie anno dazumal, nicht wie im 21.Jahrhundert - und: Durch die bloße Reduzierung der Anzahl von Tieren kann eine Population nicht nachhaltig kontrolliert werden. Wer bekämpft die Ursachen der "Einwanderung" der Wildschweine in Städte und Siedlungsgebiete: Systematische Zerstörung ihres Lebensraumes u n d starke Bejagung in ihren angestammten Plätzen!

  5. 6.

    Zitat: "Aber die Gefahr einer Verwundung ohne das, dass Tier daran verendet kommt mir doch relativ hoch vor. "

    Das Problem hat man doch aber bei einem Gewehr ebenso! Der der schießt muß seine Waffe beherrschen können. Dabei ist es unerheblich, welche Waffe das ist!

  6. 5.

    Das Problem an der Armbrust besteht darin, dass der Bolzen abschussbereit und die Armbrust gespannt sein muss. Also ähnlich der Kugel im entsicherten Gewehr. Daher besteht die Gefahr einer unbeabsichtigten Schusslösung.
    Bei einem Bogen legt man den Pfeil erst ein und spannt erst bei Zielsichtung.
    Den Fehlschuss sehe ich beim Bogen aufgrund der begrenzten Reichweite nicht als Problem. Im Gegensatz zum Gewehr.
    Aber die Gefahr einer Verwundung ohne das, dass Tier daran verendet kommt mir doch relativ hoch vor.

    Bin gespannt was dabei rauskommt.

    Gruß!

  7. 4.

    Es lebe die Republik der Tierquäler: Tiere töten und quälen wird unverzüglich genehmigt, fadenscheinige und verlogene Begründungen inklusive (s.a. DDR-Jagd methode = Saufänge in Brandenburg)Geht es hingegen darum das Leid von Tieren zu lindern oder abzustellen (s. neuerliche aktuelle Diskussion über Tiertransporte in Nicht-EU-Länder) wird taktiert und auf Zeit "gespielt" mit dem Ergebnis, dass sich doch wieder Nichts ändert! Das ist nur armselig und widerwärtig!Wenn dann noch die Begrifflichkeit "Tierwohl" verwendet wird, kann man sich nur voller Ekel abwenden angesichts soviel Verlogenheit! Ein Arzt FÜR Tiere

  8. 3.

    Hallo,

    [quote]Das da nie was "daneben geht" oder keine Gefahr von ausgeht, kann ich mir kaum vorstellen[/quote]

    Warum sollte bei dieser Art Jagd etwas "daneben gehen"? Es wird sicherlich aus erhöhter Position geschossen und damit kommt der Pfeil, auch beim Nichttreffen, in unmittelbarer Umgebung im Erdreich zum Liegen.
    Davon mal abgesehen, glaube ich kaum, daß der Jäger schießt, wenn er sich nicht 100% klar darüber ist, daß der Schuß sitzen wird! Und wie anderswo schon beschrieben, hat der Bogen dabei den Vorteil, daß er fast lautlos ist sowie keine Querschläger oder Anderes produzieren kann.

    Ich finde die idee gut.

    Gruß!

  9. 2.

    Warum nicht gleich mit der Armbrust auf die Pirsch?

  10. 1.

    Mich würde stark interessieren, an welchen armen Schweinen, bzw. anderen Wildtieren der "jagdpächter mit Qualfifikation" in Namibia geübt hat. (Info-Quelle: PNN)
    Compound-Bögen sind schon ziemlich scharfe Waffen. Die Pfeile dürften eine starke Durschhlagkraft haben.
    Das da nie was "daneben geht" oder keine Gefahr von ausgeht, kann ich mir kaum vorstellen (selber bereits mit so einem Bogen geschossen, allerdings nur zwei Kurse lang, also nicht so viel Ahnung).
    Hoffe, dass das wirklich anständig geprüft ist. Auch im Sinne des Leids für das geschossene Tier.

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