Kippa-Flashmob am Brandenburger Tor (Bild: imago/Christian Mang)
Video: Abendschau | 17.09.2019 | Wassermann/Eckardt/Hingst | Bild: imago/Christian Mang

Bestätigung der Polizeistatistik - Fachstelle zählt deutlich mehr antisemitische Vorfälle in Berlin

Schon die Berliner Polizeistatistik hat für das Jahr 2018 deutlich mehr judenfeindliche Übergriffe gezählt als im Jahr zuvor. Jetzt bestätigt das die Fachstelle RIAS mit ihren eigenen Zahlen, die auf Meldungen von Betroffenen und Zeugen zurückgehen.

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus in Berlin (RIAS) beklagt eine starke Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in der Bundeshauptstadt. 2018 zählte die nichtstaatliche Institution 1.083 entsprechende Zwischenfälle. Das waren 14 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. Die Zahl tätlicher Angriffe habe sich von 18 auf 46 mehr als verdoppelt, teilte die Stelle am Mittwoch weiter mit. Auch die Zahl der Bedrohungen sei erheblich gestiegen: von 26 auf 46. Den Angaben zufolge waren 368 Menschen betroffen. Darunter waren mit 187 mehr als die Hälfte jüdische Bürger.

22 Prozent mehr verletzendes Verhalten

Unter den tätlichen Angriffen waren sechs Körperverletzungen oder versuchte Körperverletzungen gegen Menschen, die eine Kippa oder ein Davidstern-Tattoo trugen oder israelische Musik hörten. Dabei konnte über die Hälfte der gemeldeten Angriffe keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden, drei waren islamistisch motiviert und fünf links-antiimperialistisch.

Daneben gab es 831 Fälle von verletztendem Verhalten (plus 22 Prozent). Dazu gehören schriftliche oder mündliche Anfeindungen sowie Propaganda mit antisemitischen Inhalten. "Wir stellen im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine zunehmende Bereitschaft fest, antisemitische Aussagen mit konkreten Gewaltandrohungen zu verbinden oder ihnen gar Gewalt folgen zu lassen", kommentierte RIAS-Projektleiter Benjamin Steinitz die Ergebnisse.

Die meisten Vorfälle in Berlin-Mitte

Die Intensität, mit der Antisemitismus sich in gewalttätigen Angriffen in Berlin ereignet, sei frappierend, sagte Steinitz in der rbb-Abendschau. Man müsse davon ausgehen, dass die Zahl der Fälle gestiegen sei und der Anstieg nicht lediglich auf eine erhöhte Meldebereitschaft zurückzuführen sei. Es gebe eine Verrohung in der Auseinandersetzung mit der Shoah.

RIAS hat auch ausgewertet, in welchen Bezirken es besonders häufig zu antisemitistischen Vorfällen kommt: Trauriger Spitzenreiter ist Berlin-Mitte mit 63 Vorkommnissen, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg. In Lichtenberg und Reinickendorf wurden die wenigsten antisemitischen Vorfälle gezählt. Am häufigsten ereignen sich RIAS zufolge antisemitische Vorfälle auf offener Straße, gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr und Bildungseinrichtungen.

Zentralrat: Al-Kuds-Marsch verbieten

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, nannte die gestiegene Zahl von Angriffen "zutiefst besorgniserregend". Schuster forderte ein Verbot des jährlichen israelfeindlichen Al-Kuds-Marschs und der Hisbollah als Veranstalter.

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Die Grünen) betonte in einer ersten Reaktion, Berlin habe ein Antisemitismusproblem, das gewachsen sei und sich in der Gesellschaft verfestige. Er verwies auf ein Senatskonzept, das die Antisemitismus-Prävention weiterentwickeln werde.

"Verschiebung vom Sagen zum Tun"

Der Antisemitismusbeauftragte der Berliner Jüdischen Gemeinde, Sigmount Königsberg, forderte eine zügigere Klageerhebung bei antisemitischen Vorfällen. Von Politik und Justiz sei zu gewährleisten, dass jüdische Menschen sich sicher fühlen können, sagte Königsberg.

"Wir erleben eine Verschiebung vom Sagen zum Tun", warnte die Projektleiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Bianca Klose. Dafür müsse nicht mehr weit nach rechts geschaut werden, es reiche ein Blick in die Mitte der Gesellschaft.

Auch Polizei zählte mehr Fälle

In Berlin erheben verschiedene Institutionen nach unterschiedlichen Kriterien Statistiken zum Antisemitismus. Die Berliner Polizei zählte im vergangenen Jahr 324 antisemitische Vorfälle, das waren 18 Fälle mehr als im Vorjahr. Noch drastischer gestiegen sind laut Berliner Polizeistatistik die antisemitischen Straftaten: Gab es im Jahr 2017 noch sieben gewalttätige Angriffe, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 27. Allerdings waren das weniger als der Fachstelle gemeldet wurden.

RIAS sammelt seit 2015 Zahlen

Die Fachstelle RIAS wurde im Januar 2015 vom Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) ins Leben gerufen. Zusammen mit jüdischen und nichtjüdischen Organisationen hat RIAS ein berlinweites Meldenetzwerk für antisemitische Vorfälle aufgebaut.

Die Institution bezeichnet sich selbst als parteilich und orientiert sich an den Bedürfnissen und Wahrnehmungen der Betroffenen, ihrer Angehörigen oder der Zeugen eines Vorfalls. Die Fachstelle erfasst auch Vorfälle, die nicht angezeigt wurden oder keinen Straftatbestand erfüllen. Opfern und Angehörigen werden psychosoziale und juristische Beratungen angeboten.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, RIAS habe im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 1.083 gezählt. Tatsächlich bezieht sich die Zahl aber auf das ganze Jahr 2018. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: Radioeins, 17.04.2019, 10.00 Uhr

Kommentarfunktion am 18.04.2019, 11:30 Uhr geschlossen

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45 Kommentare

  1. 45.

    Wunder geschehen immer wieder!
    Jetzt ist der Link wieder da!
    Sozusagen: auferstanden und das zu Ostern.
    Danke RBB!

  2. 44.

    Gewalt gegen Menschen ist in jedem Fall zu verurteilen und durch nichts zu rechtfertigen. Ebenso verhält es sich mit Antisemitismus. Egal aus welchem Lager. Allerdings ist die Benennung von antisemitischen Tendenzen aus bestimmten Richtungen politisch derzeit nicht opportun. Es gibt noch immer antisemitischen Vorbehalte in der bürgerlichen Mitte und ja, es gibt auch Übergriffe von Rechtsradikalen.

    Doch wer kümmert sich um den linken und wer um den muslimischen Antisemitismus? Das er existiert ist keine Frage, das habe ich bereits mehrfach selbst erfahren dürfen. Als Co-Trainer eines israelischen Kampfsports trage ich des Öfteren Mal ein Shirt, auf dem auch hebräische Buchstaben abgedruckt sind. Ich wurde in Berlin schon mehrfach von sog. "südländisch aussehenden" Personen belästigt, als Jehudi beleidigt (ich bin hier geboren und als Atheist aufgewachsen) und auch angegriffen. Antisemitismus muss bekämpft werden und zwar aus jeder Richtung.

  3. 43.

    Als ich gestern Vormittag diesen Artikel las, war noch ein Link auf die RIAS "Untersuchungsergebnisse" - nun ist er weg.
    Das erklärt die unterschiedlichen Wahrnehmungen, Interpretationen und die Reflektierung einiger Kommentare, wo auch die vom RBB kein Ruhmesblatt darstellen.
    Das scheint auch nicht das einzigste zu sein, was zu diesem Thema moderiert wird.

  4. 42.

    Was ist das denn für ein Unfug? Nationalsozialismus hat mit Gewinnmaximierung überhaupt nichts zu tun, es wurde zu Gunsten von Staat und Militär sogar Privateigentum enteignet. Auch etwas, was er mit dem Sozialismus gemein hat. Das Entscheidende aber ist, dass Sozialismus und Nationalsozialismus absolut wesensverwandt sind! Beide Ideologien richten sich gegen das Individuum, stellen die Gemeinschaft über jegliche persönlichen Interessen und setzen das auch mit Gewalt durch. Während der Sozialismus die "Arbeiterklasse" zum Mittelpunkt und Nutznießer verklärt, ist es beim Nationalsozialismus der eigene "Volkskörper". Der Unterschied liegt letztlich in der Verbreitung der eigenen Ideologie. Während der Nationalsozialismus dies plump mit Krieg und Eroberung erreichen will, erfolgt das durch den Sozialismus weitaus subtiler durch Zersetzung anderer Länder von innen, indem man dort revolutionäre Kräfte unterstützt. Menschenfeidlich und menschenverachtend sind beide Ideologien!

  5. 41.

    Können Sie uns mal bitte erklären, was daran aufgebläht sein soll, wenn ein jüdischer Mitbürger körperlich attackiert wird? Was kann der für die Siedlungspolitik des israelischen Staates? Und was ist mit den ständigen Angriffen auf den Staat Israel, der von mehreren Ländern mitsamt seiner Bewohner beständig und vom Iran unterstützt ausgelöscht werden soll? Ist das nicht das Gleiche, was die Nazis wollten? Kritik an der Politik Israels darf man üben, muss es teils sogar. Das ist aber noch lange kein Grund, das Judentum an sich in Frage zu stellen. Wer das nicht unterscheidet, begeht keine Israelkritik sondern blanken Antisemitismus!

  6. 40.

    Übergriffe sind Übergriffe. Übergriffe sind keine Kritrik an israelischer Politik sondern dümmliche Gewalt gegen Unbeteiligte. Daran gibt es nichts zu beschönigen und zu rechtfertigen. Gewalt ist die Sprache der Dummen. Auch in diesem Fall.

  7. 39.

    Sie Irren sich mehrfach. Nationalsozialismus hatte nichts mit Sozialismus zu tun sondern mit Faschismus und diente der Gewinnmaximierung. Und wir haben jetzt auch keinen "internationalen Sozialismus", denn die Produktionsmittel sind nach wie vor in privater Hand. Tatsächlich geht es hier um Lohndumping mittels Einwanderer und um die Plünderung des Sozialstaates durch Konzerne mittels Herbeischaffung alimentierter Konsumenten. Der Steuerzahler bezahlt's - also eine Form der Umverteilung von unten nach oben auf dem Rücken der kleinen Leute und der Zuwanderer. Daß Linke und Gutgläubige sich in ihrer No-Borders-Naivität für diese Interessen des Großkapitals einspannen lassen und sich zu deren Erfüllungsgehilfen machen, ist zwar Realsatire, macht das Ganze aber noch lange nicht zu "internationalem Sozialismus."

  8. 38.

    Traurig, was Sie da schreiben. Hat mich nachdenklich gemacht. Ich kann beide Seiten relativ nachvollziehen. Darf ich fragen, welche Staatsbürgerschaft Sie neben der deutschen haben?

  9. 37.

    Antisemitismus ist nicht verwerflich wenn er von Linken betrieben wird? Eine interessante Argumentation...

  10. 36.

    "Dabei konnte über die Hälfte der gemeldeten Angriffe keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden, drei waren islamistisch motiviert und fünf links-antiimperialistisch."

    Auf gut Deutsch: 100% der politisch motivierter Faelle hatte einen links-antiimperialistischen Hintergrund!

  11. 35.

    Die Verantwortung auf muslimische Einwanderer zu schieben ist etwas zu simpel, denn latenter Antisemitismus ist in the der Gesellschaft nie ausgestorben. Umfragen belegten, dass 30 % der Deutschen sich den jüdischen Mitbürgern gegenüber distanziert verhalten und diese als Parallelgesellschaft ansehen. Alte Klischees sind in Wirklichkeit nie ausgestorben, sondern lebten in den Köpfen der Menschen weiter. Der einzige Unterschied ist, dass Antisemitismus heute zunehmend gesellschaftsfähig wird und genau hier muss die Politik ansetzen und den Anfängen wehren. Sonst habe ich wirklich Angst um unsere Zukunft und die unserer Kinder.

  12. 34.

    Lieber rbb24, Ihr seid schon wieder 'reingefallen. Schon wieder dürfen die üblichen Verdächtigen ihre braune Brühe ausgießen, ohne dass Ihr einmal beherzt dagegen vorgehen würdet. Stattdessen bringt Ihr nur zaghafte
    Rechtfertigungsversuche. Wie erbärmlich!


    Ok, ich weiß auch dieser Kommentar wird wohl die Moderation nicht überstehn.


    Bin ich von Euch schon gewöhnt.

  13. 33.

    Mir fehlen die Worte...

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/04/gedenken-befreiung-kz-haeftlinge-brandenburg-jahrestag.html

  14. 32.

    Naja - nicht nur die Übergriffe gegen Semiten werden direkter und härter, sondern gegen ALLE:
    Gegen Deutsche, gegen Frauen, gegen Ausländer ... und auch alle untereinander.
    Fehlende Erziehung als Zeittrend und zunehmend Ego-Taktiker, die gelernt haben, daß die eigenen Befindlichkeiten viel, viel wichtiger sind als die Grundrechte anderer Menschen, und diese nicht auch (gewaltsam) durchzusetzen einen sofort zum Total-Versager degradieren würde ...
    Jedenfalls so oder so ähnlich - einfache Rücksichtnahme avanciert zunehmend zum Fremdwort in unserer Gesellschaft - und solch asoziales Verhalten wird hierzulande auch noch politisch belohnt ...
    Mich wundert`s also nicht - das "Wehret den Anfängen" (in jeglicher Hinsicht!) hat D-Land erfolgreich verpaßt!

  15. 31.

    Antisemitismus ist heute vor allem auch ein Kampfbegriff. Ein Begriff, der immer weiter aufgebläht wurde, und heute jegliche Kritik am Staat Israel, jüdischen Interessensverbänden, jüdischen Personen. Ein Beispiel ist der Begriff des "sekundären Antisemitismus", der bezeichnenderweise auch "Schuldabwehr-Antisemitismus" genannt wird, worunter jedwede Kritik an der Art und Weise der deutschen "Erinnerungskultur" bezeichnet wird. Selbst Äußerungen, die das Judentum gar nicht namentlich benenen, können heute als "Antisemitismus" bezeichnet werden.

  16. 30.

    Immer mehr Antisemitismus ! Kann mir mal jemand erklären, warum wir hier in Deutschland, nach dem NationalSozialismus, dem DDR-Sozialismus, nun auch noch mit dem dritten Experiment InternationalerSozialismus, gepaart mit Multikulturalismus, wieder einen Irrweg eingeschlagen haben ? Und warum leeren wir den Kelch immer bis zum bitteren Ende, ja bis dieser auf den Boden aufgeschlagen und in tausend Teile zersprungen ist ? Wir bauen Denkmäler in Erinnerung an den Holocaust. Aber haben wir uns jemals gefragt, warum gerade uns das passiert ist ? Und heute ? Zu viele nehmen wieder alles hin, oder tun so, als würden sie nicht merken, was in diesem Land vor sich geht. Das Leid der Freundin ihrer Schwester, der Tante ihrer Kollegin, des Sohnes ihres Friseurs ... ist schnell wieder vergessen. Gut ist, dass sich andere Länder nicht mehr beeinflussen lassen. Ich danke ihnen dafür.

  17. 29.

    Hier irren Sie! Es ist nicht egal woher der Antisemitismus rührt. Fragen Sie mal ein paar Juden, die werden Ihnen unbequeme Antworten geben. Politische Korrektheit und Verallgemeinerung ist hier fehl am Platze, auch wenn es RRG gerne so hätte.

  18. 28.

    Nein. In unserem Land muss es möglich sein, dass jeder Mensch unbehelligt mit einer Kippa oder einem Davidstern-Anhänger herumlaufen kann. Und wer das nicht akzeptiert, kann nicht Teil unserer Gesellschaft sein oder werden. Ich bin strikt dagegen, dass man Juden empfiehlt, ihre Kippa abzusetzen.

  19. 27.

    Diese Studie ist komplett unglaubwürdig. Die Studie beruht auf anonymen Meldungen, die dann von den Studienautoren nach einer extrem weitreichenden Definition des Begriffs als "Antisemitismus" gewertet wurden.
    Die für die Studie verantwortliche Organisation "RIAS" zählt unter anderem, antideutsch-rassitischen "Kampf-gegen-rechts"-Gruppen zu ihren Kooperationspartnern wie etwa die umstrittene Amadeo Antonio Stiftung.

  20. 26.

    Will ja nicht lästern. Warum kommen denn immer mehr Juden nach Deutschland, weil es hier sicherer ist für sie in Deutschland als im gefährlichen Israel. Und noch eins warum bremst Frau Merkel nicht den Zufluss von jungen Moslems sie sind meistens ohne Arbeit Sitzen herum und verzapfen Unsinn , weil denen der Hafer sticht. Doch mir sind die Juden lieber. Vielleicht für sie eine guten Rat die sollen ihre Kippa abnehmen, dann sind sie 100%ig sicher.

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