Polizeibeamte am Rande einer Demonstration in Berlin Polizisten (Bild: imago/snapshot-photography)
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Staatsschutz ermittelt - Zwei Fälle von Antisemitismus beschäftigen Berliner Polizei

Wegen zweier Fälle von antisemitischen Pöbeleien am Wochenende hat der Berliner Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen.

In einem Fall beleidigte ein 56-Jähriger in Prenzlauer Berg am Sonntag Rettungssanitäter mit judenfeindlichen Parolen. Dabei wollten sie ihm wegen einer Platzwunde am Kopf helfen. Der Mann aus der Paul-Grasse Straße habe sich aber nicht behandeln lassen wollen und habe stattdessen einen der beiden Helfer judenfeindlich beschmimpft. Alarmierte Polizisten nahmen eine Anzeige auf und stellten die Personaldaten des Mannes fest.

Wirt beleidigt und bespuckt Gäste

In einem zweiten Fall ermittelt der Staatsschutz gegen einen Kneipenwirt aus Charlottenburg. Er wurde am Sonntagabend vorläufig festgenommen, weil er zuvor den "Hitlergruß" gezeigt haben soll.

Laut Zeugen war der 54-Jährige gegen 20.40 Uhr in dem Lokal in der Zillestraße mit zwei Gästen in Streit geraten. Dabei soll er sie fremdenfeindlich und antisemitisch beleidigt haben. Anschließend soll er seinen rechten Arm zum verbotenen Gruß gehoben und einen Gast bespuckt haben. Polizisten nahmen den alkoholisierten Mann fest und brachten ihn zur Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.04.2019, 15.30 Uhr

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