Symbolbild - Straßenbahn in Berlin-Prenzlauer Berg (Bild: imago/T.Seeliger)
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Unbekannter zeigt zuvor Hitlergruß - Frau mit Kopftuch offenbar in den Bauch getreten

Ein Unbekannter soll einer Frau mit Kopftuch in Berlin mehrmals den Hitlergruß gezeigt und ihr in den Bauch getreten haben. Auf diese Weise ist eine 33-Jährige nach eigenen Angaben attackiert und verletzt worden, wie die Polizei am Montag mitteilte. 

Demnach meldete sich die Frau am Sonntag bei der Polizei und berichtete, sie sei nach dem Vorfall selbst zum Arzt gegangen. Die Tat ereignete sich der Frau zufolge bereits am vergangenen Dienstag. Nun ermittelt der Staatsschutz. 

Armbruch bei Sturz

Nach Angaben der Frau wurde sie von dem Täter zunächst in der Straßenbahn M4 in Richtung Alexanderplatz rassistisch beleidigt - offenbar wegen ihres Kopftuchs, wie es hieß. Der Unbekannte habe ihr zusätzlich auf den Fuß getreten.

Als die 33-Jährige dann am S-Bahnhof Greifswalder Straße ausstieg, sei ihr der Mann gefolgt und habe mehrfach den verbotenen Hitlergruß in ihre Richtung gezeigt. Wenig später habe er sie eingeholt und ihr in den Bauch getreten. Die Frau stürzte dabei ihren Angaben zufolge und verletzte sich. Sie erlitt einen Armbruch, verstauchte sich einen Finger und klagte über Fuß- sowie Rückenschmerzen. Der Mann entkam unerkannt.

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8 Kommentare

  1. 7.

    Mich wundert doch sehr,über wieviel Insiderwissen so einige Kommentatoren verfügen. Im Text steht doch eindeutig " Der Staatsschutz ermittelt ". Warten sie alle doch einfach mal diese Ermittlungen ab,statt zu diffamieren und unbegründet andere Menschen zu beleidigen.

  2. 6.

    Schreiben Sie doch bitte einfach direkt, dass Sie meinen, die Frau hat sich das ausgedacht! Es erkennt sowieso jeder, welch Geistes Kind Sie sind...

  3. 5.

    Ich hoffe sehr, dass es einige Zeugen gibt, die nach öffentl. Aufruf ihre Aussagen machen. Sofern die zuständ. Polizei im östl. Stadtteil es überhaupt für "wichtig" genug hält.
    Leider wurde gerade im vergangenen Jahr vermehrt über Polizisten berichtet, auch hier im rbb24, welche gerade wegen rechten Gedankenguts vom Dienst freigestellt wurden. Ich bitte das nichtverallgemeinert zu sehen. Die meisten Polizisten sind rechtschaffend und haben eh schon einen schweren Job zu bewältigen. Dafür gebührt ihnen großer Dank!
    Kann mir aber gut vorstellen, dass es für die junge Frau nicht leicht war, ein derart erlebtes Traumata auf einer Polizeiwache vorzutragen.

  4. 4.

    Dass Sie statt einer mutmaßlich Betroffenen lieber einen mögl. Neonazi in Schutz nehmen, spricht Bände. Verleumdungen haben im Übrigen nichts mit dem Aufrechterhalten der Unschuldsvermutung gemein.

    Sekundäre Viktimisierung nennt es sich, wenn Betroffene von Verbrechen mit, hier, rassistischer Tatmotivation eine Mitschuld oder gar die Konstruktion der Tat selbst unterstellt wird. Sie werden erneut zu Opfern der Gewalt gemacht.

    ReachOut kann Betroffenen von rassistisch, sexistisch oder antisemitisch motiverten Straftaten beratend helfen. Nicht nur dass eine solche mutmaßliche Tat nicht sofort aufgezeigt wird, sondern auch dass sie gar nicht Zur Anzeige kommt, ist leider nicht unüblich. Betroffene haben oft angesichts Polizei und Justiz bereits resigniert.

    Die Statistiken ReachOuts sowie anderer Registerstellen auch in anderen Bundesländern sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt nahezu täglich Übergriffe. Juristische Beratung u. Begleitung ist über solche Stellen möglich.

  5. 3.

    Bevor wieder pauschal nach einem Schuldigen gesucht wird, bitte Fakten überprüfen und dann urteilen. Jede andere Person hätte vermutlich bereits am Tattag in einer Erste Hilfe Stelle in einem Krankenhaus die Polizei informiert. Wichtig wären die Beweggründe, warum die junge Frau sich dagegen entschieden hat, um sich ein annäherndes Bild machen zu können.

  6. 2.

    Na nun mal langsam, bevor wir alle nicht wissen,was da wirklich war,müssen Sie sich auch nicht schämen.
    Bisher gibt es offenbar nur diese Aussage der Dame.
    1. Warum geht sie erst Sonntag zur Polizei, wenn sich doch der Vorfall angeblich am Dienstag ereignete ??
    2.Es müssen doch Zeugen in der Straßenbahn und am sehr belebten Bahnhof Greifswalder Straße gewesen sein.3.Kamerabilder Bahn/Bahnhof ??

  7. 1.

    Es tut mir sehr leid, dass der jungen Frau das passiert ist. Es ist widerwärtig, hoffentlich wird der Täter gefasst und kommt nicht nur mit einem DuDu davon.
    Ich fass es nicht, dass niemand auf diesen vielen Stationen der Hetze und Angriffe nicht eingegriffen oder wenigstens über Handy die Polizei angerufen hat.
    Tragen denn so viele schmutziges Gedankengut in sich oder schauen einfach nur weg?
    Ich schäme mich für diese Deutschen. Pfui!



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