Eine Herzentnahme (Foto: dpa/Keystone/Gaetan Bally)
Audio: Inforadio | 03.04.2019 | Ansgar Hocke | Bild: dpa/KEYSTONE/GAETAN BALLY

Zu wenige Organspenden - Gesundheitssenatorin will Klinik für Organentnahme in Berlin

Allein in Berlin und Brandenburg warten derzeit über 800 Menschen auf ein neues Organ. Denn es gibt zu wenige Spenden. Zum Teil ist das wohl auch eine Sache der Organisation in den Kliniken - Berlins Gesundheitssenatorin will deshalb jetzt eine zentrale Entnahmeklinik.  Von Ansgar Hocke und Jan Wiese

Vor zehn Jahren erhielt Christoph Schall die Hiobsbotschaft, dass sein Herzmuskel immer mehr zerfällt – eine Erbkrankheit, die nicht heilbar ist. Nur ein neues Herz kann ihn retten. Seit vier Monaten wartet er im Paulinenkrankenhaus in Berlin-Charlottenburg auf ein Spendeorgan. Schall steht auf der Warteliste ganz oben, höchste Dringlichkeitsstufe. Doch es kann bis zu einem Jahr dauern, bis ein gesundes passendes Herz zur Verfügung steht, das ihm dann im Herzzentrum transplantiert werden kann. Seine Frau und die drei Kinder bangen mit ihm. 

Die Spenderzahlen in Deutschland sinken seit Jahren, nur in 2018 gab es erstmals einen Anstieg. Aber nach wie vor sind mehr Organspenden nötig: Über 800 Berliner und Brandenburger warten etwa derzeit auf ein neues Organ. Lediglich von 83 Spendern aus der Region konnten 2018 Organe transplantiert werden. Mit dem neuen Transplantationsgesetz, das am 1. April in Kraft getreten ist, soll sich das ändern: Unter anderem werden zusätzliche 35 Millionen Euro bereitgestellt, die Entnahmekliniken werden angemessen vergütet und die sogenannten Transplantationsbeauftragten haben mehr Zeit und Befugnisse.

Kann der Bedarf befriedigend gedeckt werden?

Auch Christoph Schall hat sich mit dem Thema Organspende intensiv beschäftigt. Das neue Transplantationsgesetz werde seiner Meinung nach nicht ausreichen: "Es wird nicht zu einem Mehrangebot an Organen führen, sodass der Bedarf befriedigend gedeckt wird."

Anders sieht das Bettina Lange, die in Potsdam eine "Selbsthilfegruppe Niere" gegründet hat, und den Dialysepatienten Mut macht. Vor vier Jahren erhielt sie eine neue Niere. Sie findet es gut, dass nun in den Entnahmekliniken die sogenannten Transplantationsbeauftragten mehr Freiheiten bekommen: Sie dürfen auf die Intensivstationen kommen, können Unterlagen einsehen und schauen, wer eventuell als Spender infrage kommen könnte, um dann mit den Angehörigen intensiver reden zu können.

Potenzielle Spender rascher erkennen

Das nun gültige Transplantationsgesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll in den Kliniken dazu führen, mögliche Spender früher zu erkennen und zu melden. Damit sich die Zahl der Spendeorgane drastisch erhöht, sieht das Gesetz vor, dass ein Mediziner zeitweise freigestellt wird, um sich intensiv um mögliche Organspender sowie deren Angehörige zu kümmern: Neurologen sollen kleine Kliniken per Rufbereitschaft beraten, um jederzeit einen irreversiblen Hirnfunktionsausfalls feststellen zu können. Geregelt wurde auch die Pflicht zur Dokumentation aller Todesfälle mit Hirnschädigungen, um zu prüfen, ob Kliniken potenzielle Organspender übersehen haben.

Julika Schön, Chefärztin der Ruppiner Kliniken (Quelle: rbb)
Julika Schön, Chefärztin der Ruppiner Kliniken | Bild: rbb

Ändert sich etwas in den Kliniken?

Alle hoffen auf mehr Spenderorgane. Doch das kann dauern. Eine rbb24-Umfrage unter den rund 80 Berliner und Brandenburger Entnahmekliniken, ergab: Bei den meisten Kliniken wird alles zunächst bleiben wie es ist. Ob es zu mehr Organspenden kommt, wagt niemand vorherzusagen. Julika Schön, Chefärztin der Ruppiner Kliniken, erklärt: "Wir haben bereits einen Transplantationsbeauftragten, einen Anästhesisten. Der ist auch freigestellt, wie es im Gesetz vorgesehen ist. Sicherlich werden es ein paar Stunden mehr sein, die der Kollege dann mit diesen Tätigkeiten zubringt. Aber insgesamt haben wir das bereits."

Auch im Krankenhaus Hedwigshöhe in Grünau wird kein neues Zeitalter ausbrechen: "Was wir in der Vergangenheit durchgeführt haben, werden wir in Zukunft weiterführen. Wenn wir einen möglichen Spender erkennen, werden alle Schritte eingeleitet, um eine Organentnahme vornehmen zu können. Da wird sich durch das neue Transplantationsgesetz nichts Wesentliches ändern", sagt Norbert Vogt, Chefarzt Intensivmedizin.

Norbert Vogt, Chefarzt Intensivmedizin, Krankenhaus Hedwigshöhe in Grünau (Quelle: rbb)
Norbert Vogt, Chefarzt Intensivmedizin, Krankenhaus Hedwigshöhe in Grünau | Bild: rbb

Gesetz ist ein Durchbruch

Für Axel Rahmel, Chef der Deutschen Stiftung Organtransplantation(DSO), ist das Gesetz ein Durchbruch. Dennoch: "Bürger werden sich mehr mit der Organspende auseinandersetzen müssen."

Von dem neuen Gesetz dürfe man nicht erwarten, dass die Zahl der Organspenden sprunghaft von Jahr zu Jahr ansteige. Dazu gehöre mehr, so Rahmel: "Das Gesetz muss mit Leben gefüllt werden." Wahrscheinlich könne erst nach zehn bis 15 Jahren die Anzahl der Organspenden so hoch sein wie im Musterland Spanien. Dort gibt es derzeit fünfmal so viele Organspenden. Damit sich schneller etwas ändert, müsse man möglichst von allen Menschen in Deutschland verbindlich wissen, wie sie sich zum Thema Organspende verhalten: "Wenn wir das erreichen, dann haben wir einen wesentlichen Schritt erreicht."

Axel Rahmel, Chef der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) (Quelle: rbb)
Axel Rahmel, Chef der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) | Bild: rbb

Manche Kliniken kassierten, ohne sich für die Organspende einzusetzen

Das neue Gesetz bringt für die Krankenhäuser mehr Geld. Zwar sollen die Häuser an Organentnahmen nichts verdienen - aber sie sollen auch nichts drauflegen. Von bisher 23 Millionen Euro pro Jahr klettert die Summe auf 57,5 Millionen Euro. Doch ob diese Mittel zweckgebunden eingesetzt werden, ist schwer zu überprüfen. Noch immer werden Organspenden in Deutschland von Ärztekammer, Krankenkassen und Krankenhausgesellschaft in Selbstverwaltung organisiert, budgetiert und abgerechnet.

Der Gesetzgeber bestimmt nur die Rahmenbedingungen. Die Stiftung für Organtransplantation analysiert etwa seit Jahren die Verwendung der Gelder und listet auf, welche Klinik wie viele Organe entnommen hat. Doch viele Häuser kassierten, ohne sich für die Organspende einzusetzen, kritisiert die Stiftung. Das soll mit dem neuen Gesetz anders werden, sagt Axel Rahmel von der DSO: "Die zuständigen Landesbehörden, die Aufsichtsbehörden, müssen stärker als bisher die Einhaltung der Vorschriften in den Kliniken prüfen."

Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Die Linke) (Quelle: rbb)
Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Die Linke) | Bild: rbb

Land hat die Aufsicht

Zuständig ist das Brandenburger Gesundheitsministerium. Das Ministerium verspricht, für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen. Doch Ministerin Susanna  Karawanskij (Die Linke) schränkt ein: "Fakt ist, dass die Kontrollen erst einmal bei den Ärztekammern, Entnahmekliniken, Krankenhäusern, Kassen und der DSO liegen. Unser Ministerium wird erst tätig, wenn es zu Auffälligkeiten kommt. Und diese Verantwortung nehmen wir natürlich wahr."

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) (Quelle: rbb)
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) | Bild: rbb

Kolat fordert zentrale Entnahmestelle

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) reicht das neue Gesetz nicht aus. Sie rechnet auch nach dem Inkrafttreten des neuen Transplantationsgesetzes nicht mit einem rasch wachsenden Angebot von Spenderorganen.

Kolat verlangt vor allem strenge Kontrollen, ob die Vorgaben aus dem neuen Transplantationsgesetz eingehalten werden.Das Potenzial möglicher Organspender werde in Berlin nicht genügend berücksichtigt, sagte Kolat rbb|24 Recherche: "Viele Kliniken sind sich bei der Organentnahme oft selbst überlassen. Wir müssen organisatorisch besser werden." Das neue Gesetz nimmt sie zum Anlass, um die Organentnahmen an einem Ort zu zentralisieren und damit auch spezialisiertes Wissen bereitzustellen.   

Diese Aufgabe könnte ihrer Meinung nach die Charité übernehmen. „Viele Krankenhäuser schaffen das im Alltag nicht. Hier braucht man Spezialisten“, so Kolat. Grundsätzlich plädiert Kolat jedoch für die Einführung der Widerspruchslösung.

Gesundheitsminister Spahn: Widerspruchslösung notwendig

Mit dem Gesetz werde ein positives Klima für die Organspende geschaffen, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn gegenüber rbb24. Belastbare Schätzungen über die mögliche Anzahl zusätzlicher Organspender durch das neue Transplantationsgesetz existieren nicht.

Für Spahn steht fest, dass erst ein ganzes Bündel von Maßnahmen einen Erfolg bringe: Organspende müsse zu einer Selbstverständlichkeit werden und eine Widerspruchslösung sei nötig. Diese bedeutet, dass jeder Bürger nach seinem Tod potenzieller Organspender ist - es sei denn, er widerspricht dem zu Lebzeiten. Zurzeit ist es genau umgekehrt: Eine verstorbene Person muss zu Lebzeiten einer Organ- und Gewebespende zugestimmt haben, etwa über einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung. Die Widerspruchslösung, so Spahn, zwinge dazu, eine Entscheidung über die eigene Spendenbereitschaft herbeizuführen.

Er will, dass der Bundestag die Widerspruchslösung offen im Bundestag debattiert. Gemeinsam mit dem SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach brachte er dazu einen Gesetzesentwurf ins Parlament ein.

Sendung: Abendschau, 03.04.2019, 19:30 Uhr 

Beitrag von Ansgar Hocke, Jan Wiese

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14 Kommentare

  1. 14.

    Ihrer Meinung schließe ich mich ja auch an. Vor nicht allzu langer Zeit sah ich einen Bericht, wonach viele Kliniken unter enormen Sparzwang stehen und besonders die Organentnahme mit hohen Kosten verbunden ist. Manche Kliniken daher davon Abstand nehmen, was mich stutzig machte. Vermutlich stützt sich Fr.Kollat auf solch Kostenrechnung und möchte daher eine extra Klinik hierfür einrichten.

  2. 13.

    Danke für diese klaren Worte. Keiner kann gewährleisten, das nach einem Unfall zum Beispiel, der Widerspruch geprüft wird.
    Ich bleibe dabei. Wer seine Organe spenden möchte, der muss das festlegen, nicht umgekehrt. Mein Körper gehört in erster Linie mir und nicht dem Staat.

  3. 12.

    Da zwischen "nicht jede Klinik"und "eine Klinik" ein erheblicher Unterschied besteht, scheint mir die Idee der Frau Kollat nicht ganz ausgegoren. Ich halte es für sinnvoller, dass jede Klinik, die Unfallopfer und damit potentielle Organspender aufnimmt, auch die Entnahmen durchführen können muss. Dass die dabei wie im Artikel angedeutet ggf. logistisch von zentraler Stelle unterstützt werden, kann durchaus sinnvoll sein.

  4. 11.

    Das stimmt so nicht, wenn die Widerspruchslösung eingeführt ist. Wer - aus welchen Gründen auch immer - nicht widersprochen hat, WIRD dann gezwungen.

    Und das Einverständnis zu erhalten, indem man die Leute verdummt, kann ja wohl auch nicht die Lösung sein.

    "wird dabei von Maschinen an etwas lebensähnlichem gehalten" Wenn die Menschen wüßten, wie die Entnahme erfolgt, würde kein Mensch mehr spenden. Der Spender wird bis zum Schluß beatmet usw. Die Vitalfunktionen der Organe enden erst DURCH die Entnahme. Es werden teilweise beim Aufschneiden erhöhter Puls, Adrenalinausstoß, Schweiß und Abwehr-BEWEGUNGEN beobachtet. Was das Unterbewußtsein dabei mitbekommt, weiß kein Mensch.

    Im Übrigen produziert man mit dem Apnoetest überhaupt erst Hirntote. Informieren Sie sich bitte.

  5. 10.

    Sehr richtig ausgeführt Herr Neumann. Ich trage schon sehr lange einen Organspendeausweis mit mir rum und weiß um die Wichtigkeit zu diesem Thema. Und eine Entnahmeklinik ist dringend erforderlich, denn nicht jede Klinik ist aus Kostengründen bereit Spenderorgane zu entnehmen. Deshalb soll diese Einrichtung gebaut werden.

  6. 9.

    warum erinnert mich das an Soylent Green aus "Jahr 2022 … die überleben wollen"?
    Bis neulich fand ich die Vorschläge der Grünen gut, aber eine zentrale Klinik zur Organentnahme? Ich glaube, gerade formuliere ich den Widerspruch.... ich denke, meine Bedenke, dort unfreiwillig und zu früh hingekarrt zu werden (nur dann sind die Organe noch brauchbar...) sind nicht ganz aus der Luft gegriffen.

  7. 8.

    Die kurzen Presseartikel sind in der Tat nicht für eine allumfassende Aufklärung geeignet. Sie zeigen aber denoch deutlich auf, dass weiterhin niemand in Deutschland zu einer Organspende gezwungen wird.

    VOR der Organentnahme muss der potentielle Spender für hirntot erklärt werden und wird dabei von Maschinen an etwas lebensähnlichem gehalten. Organe Verstorbener kann man nämlich tatsächlich nicht transplantieren, weil die dann ganz banal auch tot sind.

    Die Visonen der Mary Shelley sind noch keine Realität geworden sondern weitgehend literarische Phantasie geblieben.

  8. 7.

    Falsch. Der Bürger wird nicht aufgeklärt, was eine Entnahme bedeutet und wie sie abläuft. Nur lebende Organe sind transplantierbar. Der "Spender" ist nicht tot, sondern nur sein Gehirn ist irreparabel beschädigt. Alle übrigen Organe haben noch ihre Vitalfunktionenn bzw werden bis zum Schluß der Entnahme am Leben erhalten. Der wirkliche Tod tritt erst DURCH die Entnahme ein. Was der Mensch im Unterbewußtsein von der Entnahme mitbekommt, wissen wir nicht.

    Unter diesen Umständen und angesichts der nicht vorhandenen Aufklärung ist die Widerspruchslösung einfach nur verantwortungslos und ethisch verwerflich. Den Bürgern hier die Schuld zuzuschieben, ist völlig daneben.

  9. 6.

    Obwohl der Artikel einen anderen Schwerpunkt hat, sei Ihnen der Tipp gegeben, dass der Bürger immer noch selber entscheiden kann, ob er seine Organe (nicht) spenden möchte.

    Zitat:
    "Diese bedeutet, dass jeder Bürger nach seinem Tod potenzieller Organspender ist - es sei denn, er widerspricht dem zu Lebzeiten."
    Man darf sich nicht über die eigene Trägheit beklagen, indem man die Schuld bei anderen sucht.

  10. 5.

    „Die Widerspruchslösung, so Spahn, zwinge dazu, eine Entscheidung über die eigene Spendenbereitschaft herbeizuführen.“ —> Das Maß an Zwang zeigt, in welchem System die Menschen leben. Spahn verkennt in seinem kollektivistischen Wahn, dass eine Entscheidung über die Spendenbereitschaft auch dann gefallen ist, wenn man keinen Organspenderausweis hat. Spahns Vorhaben ist zum einen nichts anderes als Nötigung. Zum anderen ist die Organentnahme bei einem Menschen, der nicht widersprochen hat, klar rechtswidrig. Der Körper, egal ob nur hirn-, oder vollkommen tot, gehört nicht dem Staat, der somit keinerlei Verfügungsrechte daran hat.

  11. 4.

    Der nächste Schritt ist dann:
    Wer keine Bereitschaft zur Organspende erklärt hat, der kann auch nie eine Organspende erhalten.
    Ich denke mal, dass Organe von deutschen Spendern in die ganze Welt "verkauft" werden.
    Es ist ein Illusion zu glauben, dass deine Organe auf jeden Fall in einen deutschen Empfänger gelangen werden.

  12. 3.

    Furchtbar, einfach nur furchtbar was Herr Spahn da vorhat. Der Bürger wird quasi entmündigt und als Ersatzteillager missbraucht.

  13. 2.

    Wie kommen die Spender in die Entnahmeklinik? Entscheiden die Ärzte am Unfallort, ob es ins UKB oder in die Entnahmeklinik gehen soll? Sollen die Hirntoten quer durch Berlin gekarrt werden?

    Wäre es nicht stattdessen sinnvoller, die lebenden Fachleute zu den diversen Krankenhäusern in der Stadt zu bringen?

    Da im übrigen über 80% der Bundesbürger von sich behaupten, ihre Organe eigentlich spenden zu wollen, bisher ihren Popo aber für den Spenderausweis noch nicht hoch bekommen haben wollen, ist die Opt-Out-Lösung die ideale Variante auch für die, die Angst haben, ausgeweidet zu werden. Oder haben viele bei den Umfragen gelogen?

  14. 1.

    ...macht mir irgendwie Angst, nicht gerettet, sondern ausgeweidet zu werden. In diesem Punkt traue ich niemanden. Deswegen bin ich Nichtspender.

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