Etwa tausend Rüstungsgegner haben sich am Samstag (20.04.2019) am traditionellen Berliner Ostermarsch beteiligt (Quelle: imago/Christian Ditsch)
Video: Abendschau | 20.04.2019 | Tobias Schmutzler | Bild: www.imago-images.de

Für Abrüstung und Klimaschutz - 1.000 Menschen protestieren bei Berliner Ostermarsch

Rund 1.000 Demonstranten haben sich am Samstag am Ostermarsch durch Berlin-Mitte beteiligt. Obwohl bei der Demonstration traditionell Friedensaktivisten auf die Straße gehen, hatten diesmal auch Umweltaktivisten zum Protest aufgerufen.

Am traditionellen Berliner Ostermarsch haben sich am Samstag rund 1.000 Demonstranten beteiligt. Unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten - die Welt braucht Frieden statt Kriegsbündnisse" führte der Demonstrationszug durch Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg. Wichtiges Thema in diesem Jahr war die Forderung nach einem Stopp der Rüstungsexporte in Krisengebiete. Neben Rüstungskritikern haben auch Klimaaktivisten zur Teilnahme aufgerufen. 

Im Berliner Demonstrationsaufruf hieß es, jeder fünfte Euro des Bundeshaushalts gehe in die Rüstung. Die Auftakt- und Abschlusskundgebung fand jeweils vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz statt. Redner waren unter anderem der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands, Michael Müller, und die Schauspielerin Jutta Kausch.

Demos in Cottbus und Frankfurt am Sonntag und Montag

Auch in Brandenburg sind Ostermärsche geplant. So sind am Ostersonntag in Frankfurt (Oder) und am Ostermontag in Cottbus die Menschen aufgerufen, unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten", auf die Straße zu gehen. Bereits am 13. April hatten in Potsdam etwa 120 Menschen für Frieden und Abrüstung demonstriert.

Über das ganze Osterwochenende verteilt gehen Friedensaktivisten in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße. Sie protestierten unter anderem gegen Einsätze der Bundeswehr und gegen deutsche Waffenlieferungen.

Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Der erste Ostermarsch fand 1958 in England statt, zwei Jahre später folgte Deutschland. Bundesweit finden in Deutschland heute rund 90 Ostermärsche statt.

Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Der erste Ostermarsch fand 1958 in England statt, zwei Jahre später folgte Deutschland. Bundesweit finden in Deutschland heute rund 90 Ostermärsche statt.
Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Der erste Ostermarsch fand 1958 in England statt, zwei Jahre später folgte Deutschland. Bundesweit finden in Deutschland heute rund 90 Ostermärsche statt.

Sendung: Berlin 88,8, 20.04.2019, 12 Uhr

Kommentar

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18 Kommentare

  1. 18.

    "Sie sollten mal den letzten Bericht über den Zustand der BW lesen."

    E-ben. Mißwirtschaft über Jahrzehnte. Man sollte den Selbstbedienungsladen inkl. schwimmenden Luxusschrott und nicht zulassungsfähiger Drohne gleich schließen und stattdessen eine kleine, schlagkräftige Truppe ala GSG 9/KSK unterhalten, z.B. zur Rettung von Botschaftsangehörigen in Krisengebieten und Sicherung von humanitären Einsätzen.

    Dann sollte man nicht vergessen beide Einheiten von verfassungsfeindlichen Elementen zu säubern.

  2. 17.

    Sie sollten mal den letzten Bericht über den Zustand der BW lesen. Es muss schnell investiert werden. Die Optimierung der Strukturen ist nur mittelfristig für Einsparungen zielführend

  3. 16.

    Mehr Geld durch Sparsamkeit statt Erhöhung des Etats. Sparsamkeit durch effizientere Strukturen und sinnvolle Nutzung der Mittel, etwa Abbau der Hierarchien und Abschaffung überkommener Traditionen oder Durchführung europäische Bestellungen statt nationaler Alleingänge.

  4. 15.

    Da halte ich gegen! Es werden genügend Leute zusammenkommen die versuchen werden die1. Mai Demonstrationen, die friedlich verlaufen (DGB usw.), in den Bereich von Linksextremisten zu rücken.

    Die Wette habe ich jetzt schon gewonnen.

  5. 14.

    Und wenn die paar enthemmten Idioten in deren Reihen es ausnahmsweise mal schaffen, friedlich und zerströrungsfrei für ihre Anliegen zu demonstrieren, wird das Thema Linksextremismus in Zusammenhang mit der Demo keine Sau interessieren. Wetten?

  6. 13.

    Jetzt muss ich aber doch deutlich widersprechen! Die Bundeswehr wurde schlicht und einfach nach Beendigung des kalten Krieges kaputt gespart, da der Feind weggefallen war. Zunächst war das auch kein Problem. Dann aber kamen die Auslandseinsätze, die das Material erfordert hätten, was inzwischen wegrationalisiert worden war. Die Bundeswehr war zu diesem Zeitpunkt dafür gar nicht mehr bereit. Gleichzeitig fehlten die Kosten der Einsätze für die Instandhaltung des Bestandes, veraltete der Bestand zusehends. Die Bundeswehr mutet mehr nach Militärmuseum denn nach moderner Armee an. Hinzu kommt, dass Neubeschaffungen regelmäßig preislich und technisch in die Hose gehen, weil Politiker sich mit Nichtwissen einmischen statt die Fachleute machen zu lassen. Es muss immer die europäische Rüstungsindustrie bedacht werden und ein Alleskönner herauskommen. Das geht beim Tiger und beim A400M genau so schief wie einst beim Starfighter. So wird die Armee oft mit drittklassischem Gerät versorgt.

  7. 12.

    Die gleichen die z.B. hier herablassend von einem "Demonstratiönchen" schreiben werden die ersten sein die am 1. Mai von einem bevorstehenden Weltuntergang und entfesselten Linksextremisten faseln werden... Wetten?

  8. 11.

    Unabhängig der Frage, ob ein militärisches Vorgehen wirklich etwas löst oder immer nur von einem zum anderen Mal hin nur etwas bewältigt, liegt der Ausrüstungsgrad der Bundeswehr nicht am zu wenig Geld, sondern jz. lang an zu vielem. Im Aufsichtsgremium der Bundeswehr sitzen alle namhaften Hersteller drin, die immer schon eine Art Selbstbedienungsmentalität bewerkstelligten. Dadurch, dass dieses Land - glücklicherweise - an militärischen Konflikten jz.lang nicht beteiligt war, fiel das bloße Abnicken der militärischen SPIELgeräte auch nicht weiter auf. Es ist makaber, dass erst dadurch, dass die ersten "Leinensäcke" und die ersten Särge von woanders eingeflogen werden, auf erschreckende Weise diese Tatsache offenkundig werden lassen.

  9. 10.

    In der Tat ist die Frage, wer dieses sogenannte 2%-Ziel mit welcher Legitimation entschieden hat. Ich jedenfalls kann mich an keine einzige Bundestagsdebatte erinnern, wo dieses oder ein anderes Ziel diskutiert worden wäre. Wird hier nicht durch eine einsame Entscheidung in einem ausgelagerten Gremium das '"vornehmste Recht" des Bundestages, nämlich das Haushaltsrecht, recht vordergründig unterlaufen und schlichtweg ausgehebelt? Wo bleibt die Souveränität der Bundestagsabgeordneten, die doch selber am besten wissen, dass sie dies niemals so beschlossen haben? Dass ihnen dies nur "zur Kenntnis" gegeben wurde, damit sie diesem von außen herangetragenen "ZIel" in einem Nachbeschluss die nötige Formalie verleihen müssten?

  10. 9.

    Der Fortschrittsbegriff war und ist immer schon schillernd. Die einen folgen dem blinden technischen Fortschritt, wie immer er aussieht, die anderen nannten das "Fortentwicklung der Produktivkräfte" und beide Varianten sind Spiegelbild ein und desselben - als hoch angesetzte Vokabel schlichtweg phantasielos. Wenn wir im Wald oder in einer Stadt an einer Weggabelung stehen und drei recht verschiedene Wege versprechen uns eine Aussicht und ein (schrittweises) Vorankommen: Welchen Weg wollen wir gehen? Welcher von diesen Wegen könnte die Anmaßung des einzig fortschrittlichen für sich reklamieren, auf welchen Wegen schritten wir denn zurück, was physisch doch sehr sehr schwierig ist? Ist Fortschritt denn nicht bloß eine rein beschreibende Vokabel, dann, wenn sich Menschen für einen dieser Wege entschieden haben? Dass wir schauten, wie es um den Baufortschritt geht oder um den Genesungsfortschritt, aber als Begründung für einen Weg dieser Begriff schlichtweg ausfällt?

  11. 8.

    „irrsinnige 2%-Ziel des Wehretats“. So unterschiedlich sind die Meinungen. Für Sie ist es Irrsinn, für mich sinnvoll. Der Zustand der Bundeswehr ist leider nicht sehr gut, da muss viel mehr Geld investiert werden.

  12. 7.

    Hm 1.000 Teilnehmer, doch so viel? Ostern für Frieden auf die Strasse gehen ist eben doch etwas anderes als Freitag die Schule zu schwänzen oder etwa nicht?

  13. 6.

    Ich hätte gerne mit demonstriert. Aber angesichts meiner vielfältigen anderen Engagements, war es mir nicht möglich. Vielleicht geht es anderen Menschen auch so? Protestmüde? Leider ziehen auch viele Bürger*Innen nur mit, wenn etwas gerade ein Hype ist, auch beim Demonstrieren. Ich wünsche mir mehr DemonstrantInnen und Widerstand gegen das irrsinnige 2%-Ziel des Wehretats. Und Einsicht der Entscheidungsträger...

  14. 5.

    Was wollen Sie uns sagen, Barbara? Im Bericht kommen Gruene und Linke doch gar nicht explizit vor. Oder wollen Sie uns mitteilen, dass Sie Frieden rueckschrittlich finden? Dann haben Sie die Idee von Ostern als Fest des Lebens nicht kapiert.

  15. 4.

    1000... Randnotiz. Ok, Ostermärsche haben Tradition. Aber vlt. wäre eine Überschrift mit „kaum noch Menschen auf Ostermärschen“ treffender.

  16. 2.

    Knapp 1.000 Demonstranten beim
    Ostermarsch würde ich eher als "Demonstratiönchen" nennen.

  17. 1.

    Wenn ich das lese fühle ich mich um Jahrzehnte zurückversetzt dabei sagt man doch immer die Grünen und Linken seien fortschrittlich.

    Schöne Osterfeiertage an den RBB

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