Archivbild 2016: Der Pogida Organisator Christian Müller (dpa/Settnik)
Bild: dpa-Zentralbild

Gerichtsurteil in Potsdam - Pogida-Gründer Müller zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Potsdam hat den Gründer des Potsdamer Pegida-Ablegers "Pogida", Christian Müller, am Mittwoch wegen Körperverletzung verurteilt.

Der 35-jährige erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Müller soll unter anderem einen Nachbarn und seine Lebensgefährtin geschlagen haben.

Müller trotz Bewährung in Haft

Trotz der Bewährungsstrafe muss Müller wegen eines anderen Verstoßes ins Gefängnis: Er soll gegen Bewährungsmaßnahmen verstoßen haben, die er für eine Straftat im Jahr 2013 in Cottbus auferlegt bekommen hatte. Er muss deshalb nun eine zehnmonatige Haftstrafe antreten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Bekannt wurde Müller als Organisator der Pogida-Demonstrationen in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Anfang 2017 hatte sich der mehrfach vorbestrafte Mann auf die Kanaren abgesetzt.  Ein erster Prozess war im vergangenen Jahr wegen eines Formfehlers geplatzt. Das aktuelle Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sendung: Brandenburg aktuell, 17.04.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 3.

    Seit wann braucht's eine weiße Weste, Bildungsnähe oder sozialkompetentes Verhalten, um Ausländerhass und anderes rechtsextremes Gedankengut in die Welt zu grölen und noch Applaus von einer Fanschar dafür zu bekommen? Dieser Müller wird nicht der Letzte Kandidat der rechtsextremen Szene Deutschlands sein, der uns demokratischen Bürgern das Fürchten lehrt. Aber noch mehr gruselt's mich vor den Menschen, die ihm so undifferenziert zugetan sind. Egal was, wer und woher...hauptsache gegen Flüchtlinge. Furchtbar!

  2. 2.

    Die erschreckende Vita des Herrn Müller lässt sich hier gut nachlesen:
    https://www.pnn.de/potsdam/potsdam-pogida-gruender-christian-mueller-verpruegelt-seine-freundin/21425940.html

    "Ermittler halten ihn für eine tickende Zeitbombe. Mehrfach verfiel er betrunken in wahre Gewaltexzesse, folterte seine Opfer sogar." "Müller trat weiter auf seine Freundin ein, als sie schon am Boden lag." "bei der Polizei als brutaler Gewalttäter registriert" " Insgesamt 170 Verfahren sind im internen Datensystem für die Jahre 2002 bis 2015 verzeichnet, zudem wird er mit den Vermerken „Drogenkriminalität“, „bewaffnet“ und „gewalttätig“ geführt."

    Und solche Schwerkriminellen, analog zu Herr Bachmann von der Pegida (beide selbst Flüchtlinge ins Ausland), fühlen sich moralisch den Flüchtlingen überlegen und werden von einer großen Masse an Pegida/Pogida-Fans dafür noch gefeiert. Das kann ich nicht verstehen.

  3. 1.

    In Cottbus wurde ein junger Mann, Familienvater, Flüchtling, nie auffällig, zu 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt, weil er einige Frauen im Suff unsittlich berührte. Die Abschiebung folgte auf dem Fuße. Keiner weiß, ob und wie er bei dieser Vorgeschichte in seinem Land weiterleben kann.
    In Potsdam wird ein bekannter Rechtsextremer, junger Familienvater, Deutscher, mit langer krimineller Vorgeschichte für schwerste Körperverletzungen (im Suff)zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das macht mich nachdenklich. Ce la vie in Brandenburg.

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