Radschnellweg-Plan (Foto: rbb/Sebastian Schöbel)
Video: rbb|24 | 17.04.2019 | Quelle: Abendschau | Bild: rbb/Sebastian Schöbel

Von Adlershof nach Neukölln - Senat stellt Berliner Fahrradschnellweg "Y-Trasse" vor

Der Senat hat am Dienstagabend die geplanten neuen Fahrradschnellstraßen für Berlin vorgestellt.

Rund 17 Kilometer lang soll die "Y-Trasse" werden, wobei der Name noch nicht endgültig ist, Alternativvorschläge werden gesammelt. Sie soll von Adlershof zunächst entlang der A113 und dem Teltowkanal bis nach Britz führen.

Baubeginn 2022 geplant

Dort soll sich die Schnellstraße für Radfahrer gabeln: nach Norden über die Sonnenallee bis zum Görlitzer Park, nach Westen am Delfter Ufer entlang, vorbei am Tempelhofer Feld bis zur Hasenheide. Die genaue Streckenführung muss noch geplant werden, auch mit Anregungen aus der Bevölkerung. Der Radweg soll drei bis vier Meter breit werden, beleuchtet und vom restlichen Verkehr abgetrennt sein.

An Ampeln sollen Radfahrer eine Vorrangschaltung bekommen. Der Baubeginn der Y-Trasse ist für 2022 geplant. In den kommenden 10 Jahren sollen in Berlin elf Fahrradschnellverbindungen mit insgesamt rund 100 Kilometern Länge entstehen. Die Kosten werden vom Senat derzeit auf 80-90 Millionen Euro geschätzt.

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11 Kommentare

  1. 11.

    Mein Fokus war nicht der Autoverkehr, sondern der öffentliche Personennahverkehr, der in Berlin wie überall in großen Städten ein sehr dichtes Netz hat und dass es dort um die Entscheidung geht, was von Beiden Vorrang hat. Dann, wenn sich Beides kreuzt. Da ist meine Position ganz klar zu zugunsten des ÖPNV.

    Je näher zum Zentrum hin, kann der Vorrang nur dem ÖPNV gelten, dann dem Fahrrad, zuschlechterletzt dem Auto,
    je weiter weg vom Zentrum, kann der Radverkehr gleichauf mit dem ÖPNV verstanden werden, bei Nachrang des Autos.

  2. 10.

    Baubeginn 2022? Schaun mer mal! Einsprüche, Gerichtsverfahren, Kostenexplosion und dazu das bewährte Schnellbau-Verfahren ala BER werden den ersten Radweg wahrscheinlich 2030 in Betrieb gehen lassen.

  3. 9.

    Das mit der Grünen Welle für Radfahrer wäre einmal eine gute Ausnahme.
    Alle anderen Grünen Wellen in B und anderswo sind mehr oder weniger gut auf den Autoverkehr abgestimmt (als Autofahrer finde ich das gut, als Radfahrer steht man an jeder 2. Ampel, abgesehen von den paar Leichtsinnigen, die bei rot trotzdem fahren).
    VG
    P.S.: bin sehr oft mit dem Rad unterwegs, glaube also, beide Seiten beurteilen zu können.

  4. 8.

    Na wenn keine Fahrspuren wegfallen sollen müssen Parkspuren wegfallen. Da steigen dann sofort die Anwohner auf die Barrikaden und das ganze Projekt wird wenigstens zehn Jahre durch juristische Behinderung verzögert.

  5. 7.

    Was hat die A100 mit einer Nord-Süd-Fahrradtrasse durch Neukölln zu tun? Und wer soll die Untertunnelung Friedrichshains bezahlen?

  6. 6.

    Weil ja Platz nicht physikalisch vermehrbar ist, wird den einen, denen das genommen worden ist, logischerweise zurückgegeben werden müssen, soll sich was ändern. Es wird niemand als Mensch beschnitten, nur durch Straßenumbau animiert, sich im Sinne eines WIRKLICHEN Miteinders zu verhalten. Ansonsten stünde das nur auf dem Papier und wäre eine Placebo-Formulierung. Bei einem Miteinander kann der andere ja nur im Blickfeld sein, anstatt faktisch abgedrängt zu werden.

  7. 5.

    Naja, realistisch steht auf der Sonnenallee aktuell und schon seit längerer Zeit nur eine Spur richtig zur Verfügung. Zumindest zwischen Hertzbergplatz und Hermannplatz. Grund sind nicht Radfahrer, sondern Autos welche in zweiter Reihe parken bzw. "posieren".

  8. 4.

    Baubeginn 2022, fünf Jahre nach dem Mobilitätsgesetz. Bauende steht in den Sternen.

  9. 3.

    Hört sich erst mal gut an. Nur bitte das ganze ohne eingriff in weiter Fahrspuren für Autos. Diese stauen sich auch heute schon in der Sonnenallee. Wenn dann nur noch eine Spur für Autos zur Verfügung steht, möchte ich nicht den zusätzlichen Gestank einatmen, wenn es länger dauert. Es gibt nur ein miteinander. Ausbau Radwege und Ausbau A 100.

  10. 2.

    Alternativ schlage ich den Namen "Entstauungsanlage" vor.
    Aber wir wissen, was passiert, wenn Berlin baut...

  11. 1.

    Das mit der Ampelvorrangschaltung sehe ich kritisch.

    Auch wenn das Rad zweifellos ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist, so ist es doch zweifellos ein INDIVIDUAL-Verkehrsmittel. Dass ein Individualverkehrsmittel im dichtbesiedelten Zentrum einer Millionenstadt Vorrang hat vor einem gemeinschaftlichen, mithin Massenverkehrsmittel, halte ich für ziemlich absurd. Und da nenne mir im Zentrum Berlins jemand eine Kreuzung, wo nicht ein BVG-Verkehrsmittel einen derartigen Radschnellweg kreuzt.

    Vorrang für Massenverkehrsmittel, für Individualverkehrsmittel nicht. Das ist schon ein Gebot sinnvoller Platzausnutzung, die dabei nicht unberücksichtigt bleiben darf.

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