Symbolbild: Ein Kind umklammert am 30.11.2012 seinen leeren Teller in der Kita Treue in Berlin Reinickendorf (Bild: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Protest in Berlin gegen Kinderarmut - Demonstranten fordern Kindergrundsicherung

Weniger Menschen als erwartet haben in Berlin einen Tag vor dem Muttertag gegen Kinder- und Familienarmut protestiert.

"Aufschwung geht an vielen Kindern vorbei"

Rund 200 Demonstranten zogen nach Veranstalterangaben am Samstagmittag vom Neptunbrunnen am Alexanderplatz über den Boulevard Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor - angemeldet waren laut Polizei 300 Menschen. Eine Sprecherin der Initiative sagte, bei dem Thema würden sich viele Leute schämen. Deswegen habe man offenbar nicht die Massen erreicht. 

Unter dem Motto "Es reicht für uns alle" forderten die Organisatoren unter anderem eine Kindergrundsicherung. Der wirtschaftliche Aufschwung gehe an vielen Kinder vorbei. Es dürfe nicht sein, dass Elternteile sich nach einer Trennung weigern, den festgelegten Unterhalt zu zahlen und Kinder darunter leiden müssen. Zudem sei eine gerechtere Besteuerung von Alleinerziehenden notwendig, hieß es weiter. Die Demonstration verlief nach Polizeiangaben ohne Störungen.

Sendung: Fritz, 11.05.2019, 18:30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Was meinen Sie wie ich jedes Mal staune, wenn das Jobcenter und die Sozialgerichte in Berlin-Brandenburg die UN-Behindertenrechtskonvention skrupellos ignorieren!

  2. 3.

    Kindergrundsicherung ist bestimmt sinnvoll. Leider findet sich dazu auf der website (https://www.esreichtfuerunsalle.org/) wenig. Offenbar haben die großen Kooperationspartner nicht sehr wirksam für die Demo geworben. Abschreckend könnten auch Politiker von Berliner Regierungsparteien wirken - fordern die von sich selbst eine kinderfreundlichere Politik?!
    Wenn die 4-6 Mitglieder das als Veranstaltende weitgehend selbst organisiert haben, dann sind 200 Teilnehmende doch super bei dem Wetter. Doch für eine menschenwürdige Kinderpolitik im Sinne der UN Kinderrechtskonvention würden sicherlich noch viel mehr Eltern und Familien auf die Straße gehen - "Kinderarmut" ist doch nur die Spitze des Eisbergs, wenn ich mir die im wahrsten Sinne des Wortes armselige Kinderpolitik in Berlin und Deutschland anschaue.
    Ich staune immer wieder, wenn ich die Kinderrechtskonvention lese - wissend, dass Deutschland diese ratifiziert hat.

  3. 2.

    Alle Kinder sind gleich, aber einige sind gleicher als die anderen.

  4. 1.

    Auf HartzIV-Niveau? - Schönen Dank im Voraus!

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