Baumstümpfe entlang einer Straße in Berlin-Reinickendorf (Bild: imago/Ritter)
Audio: Inforadio | 03.05.2019 | Jan Menzel | Bild: imago/Ritter

11-Punkte-Plan für Stadtgrün - Berliner Grüne wollen Zehntausende Bäume pflanzen

Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute einen 11-Punkte-Plan für mehr Bäume in der Stadt vorgestellt. Ziel ist es, angesichts von Trockenheit und Klimaveränderungen Straßenbäume besser zu schützen und mehr für das Stadtgrün zu tun, vor allem indem den Bezirken dafür mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Die grüne Umweltstadträtin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann, sagte, "jeder Baum ist eine Klima- und Filteranlage".  Ihre Pflege sei besonders wichtig. Die Pläne der Grünen sehen daher unter anderem vor, das Geld für die Baumpflege im Doppelhaushalt 2020/21 zu verdoppeln, und zwar auf 80 Euro pro Baum und Jahr. Das ergibt insgesamt eine Summe von 14 Millionen Euro pro Jahr.

Nach den Worten von Fraktionschefin Silke Gebel sollen in den kommenden Jahren außerdem Zehntausende Straßenbäume neu angepflanzt werden, um Verluste durch Sturm oder Dürre wieder wettzumachen. Die Bewässerung der Bäume soll durch einen Sommerdienst schrittweise verbessert werden.

Baumbestand geht seit Jahren zurück

Auch die CDU-Fraktion ist der Ansicht, für die Berliner Bäume müsse mehr getan werden. Ein unabhängiger Antrag der CDU-Fraktion, der auf der seit Freitag laufenden Fraktionsklausur beschlossen wurde, zielt ebenfalls auf Verbesserungen ab. Darin heißt es, dass die Anzahl der Neupflanzungen erhöht werden soll. Auch die Christdemokraten finden, dass die Bezirke zu wenig Geld für die Pflege des Baumbestandes haben.

Laut Senatsverwaltung für Umwelt gibt es in der Hauptstadt mehr als 430.000 Straßenbäume. Der Bestand gehe seit 2014 zurück.

Kommentar

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18 Kommentare

  1. 18.

    Sehr gutes Programm; könnte noch mehr sein , um den Skandal der Abholzung der Platanen an der Heerstrasse für einen Fahrradweg auszugleichen. So etwas darf sich nicht wiederholen. Dir Verantwortung dafür liegt.bei.Senatorin Günther und Staatssekretär Tidow ; beide von B90/GRÜNE gestellt !!!

  2. 17.

    Na klar, immer wie es passt. An der Urania wird wegen 8 Bäumen geschrien, in Lankwitz wurde der halbe Park abgerissen für mobile Unterkünfte... Und Sie fällen für Radwege. Mal ist es eine "gute", mal eine "böse" Fällung... Entweder sind große gesunde Bäume nun wichtig, oder nicht. Zusätzlich Bäume zu setzen dürfte ja wohl problemlos möglich sein. Einfach mal Geld ausgeben dafür...

  3. 15.

    Bin mal gespannt wer die dann pflanzen wird, der Habeck, Göring,Beck, oder andere Grünen Oberhäupte, die wissen ja gar nicht wie man das macht, muß man halt noch einen Kurs machen, aber mit dem Habeck ist das so eine Sache der hat ja noch nichts auf die Reihe bekommen außer arrogant daher zu reden, dazu braucht es dann ja auch nicht viel Hirn

  4. 14.

    Hallo Fritz: Es gibt sicher einige Bespiele, wo das abholzen von Bäumen ärgerlich und sinnlos war. Aber der Großberliner Damm ist ja nun gerade von vorn bis hinten mit Bäumen förmlich zugepflastert! Das ist ein absurdes Beispiel ihrerseits.

  5. 12.

    Wäre gar nicht "grün". Da müsste die BER wieder mit Autos mit Wassertanks durch die Gegend fahren und das wäre "phöse". Aber für vor den Wahlen angekündigte Symbolpolitik bestimmt stillschweigend kein Problem mehr.

  6. 11.

    Die Berliner Straßenbäume sind für mich Urberlinerin so etwas wie ein Wahrzeichen der Stadt, Kinder der Stadt, die gehegt und gepflegt werden müssen, weil sie das Stadtbild prägen. Berlin ist grün und soll grün bleiben (nicht notwendigerweise politisch gemeint). Daher ist die Etatauftockung auch angesichts der Klimaveränderungen mehr als begrüßenswert, hoffentlich reicht sie. Dass so viele Sturmschäden waren und so viel abgeholzt wurde, ist sehr bedauerlich. Wenn nun neuklima-kompatibler Ersatz geschaffen wird, dann ist das sehr erfreulich. Auch ans vertikale und Dach-Begrünen denken, wir brauchen Schatten-, Kühlungs- und Sauerstoffspender!

  7. 9.

    dann kann man ja getrost die bäume an der urania fällen....

  8. 7.

    Müsste es nicht eigentlich heißen:"Berliner Grüne wollen Zehntausende Bäume Pflanzen lassen!"
    Ich denke nicht, dass Stadträte, bzw. andere Funktionäre selbst Hand anlegen!
    Genauso, wie Sie dann "Straßenbäume gießen lassen" werden, wie gerade die Aufforderung an die Bürger dieser Stadt in Zeiten der "Dürre" erging, da sich nicht genug neue Mitarbeiter der Grünflächenämter, die für'n "Appel und n' Ei arbeiten wollen, gefunden wurden!

  9. 6.

    Schon mal gehört, Berlin braucht Radwege?! Natürlich ist es schade um jeden Baum, aber Berlin braucht Radwege. Dringend.

  10. 5.

    Bei der Abbildung zu Ihrem Artikel handelt es sich um eine ca. 250m lange Sackgasse, Ernststr. In der Nähe der Borsighallen, Tegel. Die Baumstümpfe sind die Reste von etwa 8 offensichtlich gesund gewesenen Bäumen unterschiedlicher Größe und Alters. Man fragt sich, was der Grund der Maßnahmen gewesen ist, da hiermit unserer schon stark belasteten Umwelt eine nicht unerhebliche Menge von Sauerstoffspendern entzogen wurde.
    Die Verantwortlichen sollten dazu befragt werden und triftige Gründe dazu nennen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß an diesem Ort eine Neuanpflanzung Erfolgversprechend sein kann

  11. 4.

    Die Initiative geht von Friedrichshain-Kreuzberg aus? Schon peinlich für den Bezirk, der sich Grün nennt und die meisten Baumfällungen hat, die nicht wegen Krankheiten und Standsicherheit durchgeführt werden. Es reicht hier schon ein geplanter neuer Radweg und schon sind die gesunden Bäume weg.

  12. 3.

    Ja, und die Bäume an der heerstr. Mussten weichen für einen Fahrradweg... Aber Berlin ist ja so grün. Egal was war. Ich hoffe sehr das es jetzt endlich erkannt wird, das grün für uns Menschen einfach lebenswichtig ist und mehr auf Grünfläche gesetzt wird.

  13. 2.

    Hätte beinahe gesagt, endlich mal gute Idee, aber ist ja schon wieder weltfremd: Wir sind mitten in einem Klimazyklus, in dem verstärkt Dürre auftritt - JETZT GERADE - und genau dann möchte genau dann "Bäumchen pflanzen", nachdem letztes Jahr Millionen neuer Bäume nicht anwachsen konnten.
    Also schon wieder unsinnige Symbolpolitik und Steuergeldverschwendung, Vernünftige würden abwarten. Aber JETZT möchte man sich doch damit zeigen, man hat gerade Zulauf, Wahlen stehen an usw.

  14. 1.

    Wie war das doch gleich mit den Platanen an der Urania?

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