Thilo Sarrazin (Bild: imago/Christian Schroedter)
Bild: imago/Christian Schroedter

Medienbericht - SPD-Ausschluss Sarrazins scheitert offenbar erneut

Auch der dritte Versuch des SPD-Vorstands, den umstrittenen früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin aus der Partei auszuschließen, könnte scheitern. Die Schiedskommission des SPD-Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf, wo das Ordnungsverfahren läuft, bemängele die bisherige Begründung des Parteivorstands, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

Im Juni soll erneut verhandelt werden

Laut Schiedskommission der SPD erfüllten die Vorwürfe, die sich auf Sarrazins jüngstes islamkritisches Buch "Feindliche Übernahme" beziehen, nicht die Begründungserfordernis. Es führe "kein Weg daran vorbei, die beanstandeten Äußerungen konkret zu benennen und zu belegen sowie im Einzelnen darzulegen, warum sie den Vorwurf eines parteischädigenden Verhaltens rechtfertigen". Das Schiedsgericht gab der SPD-Spitze Gelegenheit, den Antrag zu ergänzen, schreibt der Spiegel.

Im Dezember hatte sich die Parteispitze zu einem weiteren Versuch entschlossen, Sarrazin aus der Partei hinauszuwerfen. Ein von der SPD-Spitze eingesetztes Gremium legte Ende vergangenen Jahres einen 18-seitigen Bericht vor, der Sarrazin acht islamkritische und ausländerfeindliche Kernthesen seines Buches vorhält, die mit den "Grundsätzen der Sozialdemokratie unvereinbar" seien. Die Verhandlung über einen möglichen Ausschluss Sarrazins ist laut "Spiegel" für den 26. Juni anberaumt.

Sendung: Abendschau, 10.05.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

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16 Kommentare

  1. 16.

    Nee, das weiß „die SPD“ nicht. Weil die keine Rassisten sind. Nur weil Sie Sarrazins Populismus gutheißen, bedeutet das nicht, dass der Herr noch tragbar für eine andere Partei als...na Sie wissen schon, welche ich meine..., ist. Was er sagte und wie er es sagte, was er meinte absondern zu müssen, geht gar nicht.

  2. 13.

    Ich finde als alter SPD-Wähler dass T. Sarrazins vollkommen recht hat, und das weiß die SPD auch.

  3. 12.

    Ja mit der Meinungsfreiheit ist das eine Sache für sich. Nicht nur in der SPD auch beim rbb.

  4. 11.

    Herr Sarrazin provoziert und alle sind empört. Vieles was er geschrieben hat, entspricht imho den Tatsachen, nur keiner traut sich das zuzugeben. Es sind Bücher, die sich gut verkaufen - der eine findet sich darin seiner Meinung bestätigt, und andere schütteln nur mit dem Kopf . Aber Ihn deswegen aus der Partei ausschließen?? Vollkommener Blödsinn. Dann müssten sich so einige andere Politiker der anderen Parteien warm anziehen, bei dem was sie in Schrift und Wort so von sich geben. Aber schauen wir uns doch mal die jetzige Jugend an...

  5. 10.

    „Verkehrt ausgedrückt“ ist eine ziemliche Verniedlichung für seine Arroganz und seinen Rassismus. Wie süffisant er sich dafür auch in den Medien feierte. Natürlich darf jeder eine eigene Meinung haben. Aber jeder Politiker repräsentiert zu jeder Zeit nicht nur sich, sondern auch seine Partei. Und egal wie man sich grad über die SPD wundert und ärgert, diese Dinge sind denen ja wohl nicht vorzuwerfen. Es ist doch purer Starrsinn und krankhafter Stolz, dass er nicht von selber sein Parteibuch abgibt. Wenn man in eine Gruppierung von Menschen nicht mehr hineinpasst, sollte man soviel Anstand im Leib haben und gehen. Er hatte jetzt seine Aufmerksamkeit, nun sollte auch mal gut sein.

  6. 9.

    Wieso gibt es bei der SPD keine eigene Meinung?
    In manchen Dingen hat Herr Sarrazin hat doch vieles gar nicht so falsch geschrieben.
    Wenn auch manchmal etwas verkehrt ausgedrückt.
    Schließlich darf jeder eine eigene Meinung haben in Deutschland.
    Bis jetzt noch zum Glück.

  7. 8.

    "Nach den neuesten Erkenntnissen und Recherchen von Journalisten versuchen gewisse Muslimische Länder die Parteien zu unterwandern."

    Lassen sie mich raten... RT, Sputnik, AfD kompakt und "Die deutsche Stimme"? *facepalm*

  8. 7.

    Es ist schon ein trauriges Possentheater was die SPD veranstaltet. Das nächste Buch von Sarrazin wird wohl heißen "SPD schafft sich ab".

  9. 6.

    Die Grünen haben das Groß**** Palmer am Hacken, die SPD den bräunlichen Sarrazin. So what? Ich stimme @Rico zu, nicht zuviel Aufmerksamkeit zollen, sonst jubelt nur der „Gegner“^^ Die SPD hat viele Ecken und Kanten und bekleckert sich derzeit nicht viel mit Ruhm, aber ein Herr S. ist die Höchststrafe. Trotzdem: mit Nichtachtung strafen, gut iss.

  10. 5.

    Nach den neuesten Erkenntnissen und Recherchen von Journalisten versuchen gewisse Muslimische Länder die Parteien zu unterwandern.Herr Geisel sorgt sich sehr um die Is Heimkehrer und macht sich Gedanken wie sie in die Gesellschaft wieder zu integrieren sind.Warum setzt setz sich die SPD nicht mitihrem verdienten Genossen in Diskussionen auseinander und lässt auch mal was stehen ,was eventuell doch sein könnte.Die SPD ist fuehrungsschwach ,ohne Strategie, gestraft mit Flügelkämpfen und noch nicht mal in der Lage den Kevin allein zu Hause mit seinen bereits durch die Geschichte , die er vermutlich ignoriert um sein eigenes Stammokap Wolkenkuckucksheim zu träumen.!Zur FortbildunkLassennsie Sarrazin seine Bücher schreiben und Diskussionen führen und überlassen sie es dem mündigen Bürger,SPD, Wähler,seine Meinung zu bilden.Werden sie wieder zu einer toleranten breit aufgestellten Partei mit Abgrenzung zur Antifa und dem braunen Rand ,da gehört Sarrazin mit Verlaub nun wirklich nicht hin.

  11. 4.

    Widerlegen? Man braucht doch nur die Augen aufmachen, seine Filterblase zu verlassen, dann zeig sich doch deutlich, was Sarrazin meinte, als er schrieb "Deutschland schafft sich ab". BER, Wohnungsnot, grüne Punkte auf der Straße, Clankriminalität, Diffamierung, Bespitzelung, unfähige Senatoren (für Berlin)eine Politik am Menschen vorbei (Bund) v.a.m.
    Bis jetzt hält uns nur noch, dass wir "Export-Weltmeister" sind, in der Wissenschaft, in der Kultur bedeutungslos, im Netzausbau hinter Rumänien, bei PISA unteres Mittelfeld.
    Ja, solche Leute müssen aus der SPD, die den Verfall beschreiben und daran erinnern, wo Deutschland mal stand, wie uns einst Europa, die Welt respektieren.

  12. 3.

    Es scheint so zu sein, dass es trotz eines 18 -seitigen Papieres sehr schwierig is,t Herrn Sarrazin zu widerlegen.
    Das wird ihn freuen...

  13. 2.

    Super Kommentar!! Aber im Ernst: schenkt ihm nicht mehr so viel Aufmerksamkeit. Karteileiche, Schwamm drüber. So ist er immer wieder in den Medien und da stehen Narzissten ja bekanntlicherweise drauf^^

  14. 1.

    Dann bleibt die SPD ja für AfD-Wähler und andere Braunhemden wählbar.

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