Eine Protestaktion gegen das Verspruehen von Gift findet in Fichtenwalde statt. (Quelle: dpa/Sascha Steinach)
Audio: Antenne Brandenburg | 16.05.2019 | Björn Haase-Wendt | Bild: dpa/Sascha Steinach

Oberverwaltungsgericht - Nabu legt in Sachen "Karate Forst" Beschwerde ein

Im Kampf gegen den Einsatz des Insektizids "Karate Forst" in Brandenburger Wälder lässt der Nabu Brandenburg nicht locker. Am Donnerstag legte er beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde ein.

Der Naturschutzbund (Nabu) hat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt, dass das umstrittene Insektizid "Karate Forst flüssig" weiter eingesetzt wird. Das teilte die Umweltorganisation am Donnerstag mit. Das Gericht hatte am
Mittwoch einen entsprechenden Eilantrag mit der Begründung abgelehnt, dass der Nabu nicht antragsbefugt sei.

Laut Nabu begrenze das Verwaltungsgericht die Antragsbefugnis der Umweltorganisation auf umweltbelastende Vorhaben. Umweltverbände könnten jedoch auch gegen umweltbelastende Handlungen vorgehen, meint der Bund. "Wir haben die schwerwiegenden Auswirkungen des Totalinsektizids 'Karate Forst' auf Insekten und Vogelwelt nachgewiesen", erklärte Friedhelm Schmitz-Jersch, Vorsitzender des Nabu Brandenburg.

Trotz dieser Entscheidung darf das Insektenmittel nicht in manchen Gebieten versprücht werden, in denen die Untere Naturschutzbehörde es untersagt hatte. Dort finden sich beispielweise Adlerhorste.

Forstwirte befürchten Kahlfraß

Nach Angaben des Landesbetrieb Forst ist der Einsatz des Mittels notwendig, um den Kahlfraß von mindestens 3.000 Hektar Wald durch den Kiefernschädling Nonne zu verhindern. Seit vergangener Woche fliegen Hubschrauber des Landesbetriebs Forst Brandenburg über Wälder im Landkreis Teltow-Fläming und versprühen das Insektizid. Kommende Woche solle die Ausbringung des Mittels in den Gemeinden Borkheide, Borkwalde sowie dem Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde (Potsdam-Mittelmark) beginnen, wie Einsatzleiter Michael Kopka am Mittwoch sagte.

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1 Kommentar

  1. 1.

    @ NABU DANKE! Bleibt zu hoffen, dass der Einsatz bei den kommenden Gewittern und Regen nächste Woche ausfällt. Traurig mit welcher Ignoranz weiterhin Gift "zum Umweltschutz" eingesetzt wird.

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