Essensausgabe an bedürftige Menschen in Berlin (Quelle: dpa/Riedl)
Audio: Inforadio | 18.05.2019 | Oliver Soos | Bild: dpa/Riedl

Wirbel um Fall in Berlin-Lichtenberg - Der Student, die Tafel und das Wohngeld

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Einem Studenten war das Wohngeld gekürzt worden, weil er Essen von der Berliner Tafel bekommt. Nun aber sind Details bekannt geworden, die das Geschehen in einem anderen Licht erscheinen lassen. Von Oliver Soos

Die Aufregung war groß: Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das Bezirksamt Berlin-Lichtenberg einem Studenten Lebensmittel-Spenden als Einkommen angerechnet hat. Der Informatik-Student hatte einen Antrag auf Wohngeld gestellt und dabei angegeben, Lebensmittel von einer "Laib und Seele"-Ausgabestelle zu beziehen.   

450 Euro Einkommen - zu wenig für Wohngeld

Mittlerweile aber ist klar: Die Anrechnung der Lebensmittel-Spenden auf sein Einkommen hat überhaupt erst dafür gesorgt, dass er Wohngeld beziehen konnte. Hintergrund ist, dass man Wohngeld nur bekommen kann, wenn man seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann und ein bestimmtes Einkommen nachweist.

Als der Student seinen Wohngeld-Antrag im Sommer 2018 stellte, gab er einen 450-Euro-Job an - zu wenig, um Wohngeld zu bekommen. In dem Antrag hatte er auch erwähnt, ehrenamtlich für die Tafel zu arbeiten und von dort Lebensmittel zu beziehen. Bei der Wohngeldstelle wurden nun 240 Euro Sachbezüge zu seinem Einkommen addiert. Die zuständige Lichtenberger Familien- und Jugendstadträtin Katrin Framke (parteilos, für Die Linke) wollte sich noch nicht zu den Details äußern, sie teilte lediglich der "taz" mit, dass die Aussage "Amt kürzt Wohngeld" völlig falsch sei. Im Gegenteil: Das Amt habe dem Studenten etwas Gutes tun wollen, ihm helfen wollen, dass er überhaupt Wohngeld bekommen kann.

Ein Detail ging unter - auch in der Berichterstattung

In der Berichterstattung und in der öffentlichen Wahrnehmung ist dann einiges durcheinandergeraten. Auch der rbb hatte berichtet. Der Student hatte sich eigentlich nur darüber aufgeregt, dass er nicht den vollen Wohngeldsatz von 190 Euro bekommen hat, sondern nur 90 Euro.

Als er den Mitarbeitern der Berliner Tafel davon erzählte, setzte diese eine Pressemitteilung auf: "Berliner Bezirksamt berechnet Lebensmittel als Einkommen und kürzt Sozialleistungen." Das kleine, aber sehr wichtige Detail, dass der Student ohne die Essens-Berechnung keine Berechtigung für Wohngeld bekommen hätte, ging dabei unter - auch in der Medienberichterstattung.

Auch innerhalb der Politik lief die Kommunikation schief

Bezirksstadträtin Framke sagte dem rbb, dass sie es gut fände, wenn juristisch geprüft wird, ob Essen von der Tafel grundsätzlich zum Einkommen angerechnet werden darf. Diese juristische Prüfung hat der Bezirksbürgermeister Michael Grunst dann veranlasst. Offenbar lief aber auch hier etwas in der Kommunikation schief, denn Grunst regte sich darüber auf, dass dem Studenten "jeder Bissen von der Tafel vorgerechnet" werde. Ebenso wie Wohnsenatorin Katrin Lompscher, die es "befremdlich" fand, was in Lichtenberg abgelaufen war - zwei Politiker der Linkspartei kritisierten eine von der Linken aufgestellte Stadträtin, ohne offenbar denselben Wissensstand zu haben.

Der Fall wird nun vom Bezirk juristisch überprüft, in der kommenden Woche soll es ein öffentliches Statement geben.

Der Student teilte dem rbb derweil mit, dass das Wohngeld aktuell für ihn nicht mehr relevant ist. Er hat einen zweiten Job gefunden und verdient jetzt über 900 Euro.

Sendung: Inforadio, 18.05.2019, 07:10 Uhr

Beitrag von Oliver Soos

Kommentar

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59 Kommentare

  1. 59.

    Vielen Dank an den rbb für die Klarstellung auch in der Abendschau.

  2. 58.

    Wieso Meinungsmache? Die Berichterstattung erscheint mir zumindest sehr plausibel, da es in Berlin im Bereich Informatik nur noch Bachelor und Master Studiengänge gibt, wenn man ein Studium beginnt. Man kann hier kein Diplomstudium in diesem Bereich mehr beginnen. Seit wann das so ist, weiß ich allerdings auch nicht.

    https://studiengaenge.zeit.de/studienangebote?riasec-code=&ort=berlin&abschluss=&kurstyp=&fachgruppe=mathematik%2C+naturwissenschaften&studienbereich=informatik&studienfeld=informatik&land=deutschland&bundesland=berlin

  3. 57.

    schließe mich den Bitten um Klarstellung in der Abendschau an. Und lieber rbb, fragt auch mal bei der Berliner Tafel nach, warum diese es immer noch falsch berichtet. Auch wenn die taz es hier nicht lesen wird: Dank an die taz für die Aufklärung.

  4. 56.

    Ich kann diese Meinung nur unterstützen.

    Lieber rbb, die Abendschau ist für viele Menschen in der Region das wichtigste Nachrichtenmedium. Viele dieser Menschen informieren sich nicht im Internet. Haben diese Menschen, welche von Ihnen fehlinformiert worden sind, nicht auch das Recht, die korrekten Informationen zu erhalten? Wäre es nicht geboten, das Verhalten der Tafel kritisch zu hinterfragen? Warum hat diese ein wichtiges Detail unterschlagen? Warum werden Angaben der Tafel "treudoof" für bare Münze genommen und nicht überprüft, bevor man rechtmäßig handelnde Menschen in einem Bezirksamt an den Pranger stellt?

    Ich hoffe auf ein Einsehen, muss ich doch sonst davon ausgehen, dass sich die Abendschau und der rbb von seriöser und umfassender Berichterstattung verabschiedet haben. Ein Unterschied zu Boulevardmedien wäre dann für mich nicht zu erkennen.

    Lassen Sie Ihre Zuschauer und Hörer wissen, wie es weitergeht. Ich freue mich auf eine Rückmeldung in den Kommentaren.

  5. 55.

    Mindestens 10 Jahre?? Na wenn das bei Stern TV gesagt wurde...oh man... Nein, pauschal ist dem nicht so, hängt vom Studiengang ab. Diese Meinungsmache ohne explizite Hintergrundinformationen ist unangemessen.

  6. 54.

    Waaass???? Was erzählen Sie denn da? Viele Menschen machen eine Ausbildung, arbeiten in ihrem Beruf und stellen sich dann der Herausforderung, sich weiterzubilden, ihren Horizont zu erweitern und hängen eine weitere Ausbildung oder ein Studium ran. Sogar Arbeitgeber legen das manchmal ihren Angestellten nahe. Das sind ja wirklich sehr tunnelgeblickte Vorurteile, die Sie hier äußern. Das macht sauer. Lieber „Arbeiter“, ein wenig den Blick mal über den Tellerrand schweifen zu lassen könnte helfen.

  7. 53.

    Das sehe ich genau so...

    Wie bei Stern TV rauszuhören war studiert er schon mind. 10 Jahre, sonst würde er wohl kaum ein Diplom beim Abschluss erhalten!

    @ in Dubio
    in einem Bescheid muss auf diesen Artikel des GG nich hingewiesen werden! Daher schließe ich mich der Meinung von Bon an.

  8. 52.

    Vielen Dank liebes rbb 24 Team, für die Erklärung. Doch bleibt ein bitterer Beigeschmack !!! Selbst wenn man hier eine Ungerechtigkeit vermutet, war der Weg den Frau Werth (Tafel)und der rbb gewählt haben falsch und für mich in keinster Weise nachvollziehbar. Es lag ein Widerspruchsbescheid vor, die Zeit der Klagefrist verstrichen. Wenn sich doch Herr T. ungerecht behandelt fühlte, hätte er beim BA nachfragen oder eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen können. Es hat sich keiner die Mühe gemacht den Sachverhalt vor Ausstrahlung in der Abendschau genau zu recherchieren. Der Schuldige stand fest, daran gab es keinen Zweifel, haun wir dann mal drauf. Ihre Auffassung mit "da gab es in der Kommunikation wohl Probleme" teile ich so nicht. Vom rbb hätte ich mehr Seriösität erwartet. Beiden Seiten eine faire Chance zu geben. Der Beitrag wäre Ihnen nicht weggelaufen. Wenn er sich denn als richtig herausstellt!

  9. 51.

    Müssen Sie denn nun wirklich immer wieder egal zu welchem Thema und unter welchem Nick Ihre persönliche Problematik schildern? Hier geht es nicht um eine Behinderung, auch nicht um Hartz IV. Einfach mal beim Thema bleiben wäre schön. Es wurde leider schon genug Meinungsmache in diesem Fall betrieben. Der Sachverhalt ist nun geklärt.

  10. 47.

    Der Student hat keinen Anspruch auf H4!
    Er müsste sein Studium gänzlich aufgeben und sich exmatrikulieren lassen und würde somit ohne Abschluss sein und das mit 32. Wie bei Stern tV berichtet wurde hat er damals BaföG erhalten und als das Auslief, nach Ende der Regelstudienzeit von 3 Jahren besteht Grundsätzlich Anspruch auf Wohngeld, da die Förderhöchstdauer (BaföG) überschritten ist und somit kein Ausschlussgrund besteht.

  11. 46.

    Wir sind uns hoffentlich darüber einig, dass mehrere verschiedene Gesetzesgrundlagen zur Existenzsicherung von Student*innen bestehen, die jedoch niemals höher ausfallen als der HartzIV-Regelbedarf. Sicherlich muss die Exekutive nach Recht und Gesetz handeln, und fehlerfreies Ermessen bei "kann"-Bestimmungen ausüben. Meine Zweifel bleiben bestehen, ob von Sozialleistungen abhängige Student*innen sich in fairen Studiensituationen gebenüber den unabhängigen befinden. Offen gesagt, benötige ich seit 2005 permanten Rechtsbeistand weil die Verwaltungsakte des Jobcenters ohne Prüfung auf Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG ergehen.

  12. 45.

    Welche Zahlenwerte wollen Sie von mit lesen? Den Regelbedarf? Ändert sich jedes Jahr und steht im Gesetz. Ob der ausreicht, ist tatsächlich diskussionswürdig. SachbearbeiterInnen sind jedoch daran gebunden.

    Höhe des Wohngeldes? Einzelfallabhängig. Konkrete Beträge stehen in den Wohngeldtabellen. Mietkosten? Auch wieder vom Einzelfall abhängig. Angemessenheit kann z. B. bei Grundsicherung interessant sein. Ämter haben die AV Wohnen zu beachten. Diese ist allerdings zu Recht umstritten.

    Ihre eigenen schlechten Erfahrungen (mit dem Jobcenter?) glaube ich Ihnen sofort. Ich hoffe, dass Sie sich damals Rechtsbeistand gesucht haben.

  13. 44.

    Ihre Relativierungsversuche, das ernsthaft betriebene Studium als irgendwie durchführbare Aktion darzustellen, entsprechen nicht der Realität des ambitionierten Studienalltags. Dass der Semesterferienjob zumutbar wäre, halte ich für glatt gelogen, weil die Fakten dem gänzlich entgegenstehen. "Die vorlesungsfreie Zeit ist der stressigste Zeitraum im ganzen Semester." https://www.studienscheiss.de/semesterferien-freizeit/

  14. 41.

    Die Ausbildungsförderung ist in Deutschland vergleichsweise gut geregelt; der Gesetzgeber fordert allerdings die Einhaltung gewisser Randbedingungen.

    Grundsätzlich gibt's Bafög, wenn der Elternunterhalt und das Kindergeld nicht reicht. Das ist nicht üppig, aber, aus eigener Erfahrung sage ich, es reicht. In den Semesterferien muss man ggf. zusätzlich jobben gehen, das ist nicht unzumutbar.

  15. 40.

    Nein, gab es nicht. Sie basteln sich mal wieder die eigene "Wahrheit" zusammen.

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/05/berliner-tafel-student-wohngeld-angerechnet.html

    q.e.d.

  16. 39.

    Ihr Mathe hilft hier nicht weiter, da bedarf es schon Juristik. Wohngeld kann nur beantragen, wer seinen Lebensunterhalt ansonsten selbst bestreiten kann, aber für hohe Wohnkosten eine Unterstützung benötigt. Es muss also für den gesamten Lebensunterhalt und einen Großteil der Miete ausreichen. Wer das nicht kann, muss ALG 2 oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Da 450,00 EUR nicht annähernd ausreichend waren, bestand also kein Anspruch auf Wohngeld. Erst durch die Anrechnung des geldwerten Vorteils aus den Lebensmitteln in Höhe von 290,00 EUR war das Einkommen des Studenten überhaupt hoch genug, um Wohngeld beantragen zu dürfen. Mit diesem Einkommen stand ihm dann ein Anspruch von 90,00 EUR zu, den Höchstsatz von 190,00 EUR konnnte der Student nie erreichen, es gab also keine Kürzung.
    Die strikte Trennung zwischen Wohngeld und anderen Sozialleistungen hat der Gesetzgeber explizit festgelegt, um das System zu vereinfachen und die Kosten zwischen Bund und Kommunen klar aufzuteilen.

  17. 38.

    Also Hr. Student, beim nächsten mal GEMEINNÜTZIG in der Alt-Kleidersammlung arbeiten, Lebensmittel sind für die wahren Bedürftigen!

  18. 37.

    Der Sachverhalt scheint doch klar auf dem Tisch zu liegen.
    Der über 30 jährige Student will kein Hartz 4 beantragen. Das würde ihm zustehen. Aber das Jobcenter orientiert auf existenzsichernde Vollzeittätigkeit. Und natürlich müsste sein Studium zurückstehen, wenn ihn das JC in einen Volltagsjob vermittelt.

    Warum der Student überhaupt ausnahmsweise Wohngeld bekommt, hat bisher noch keine Amtsperson erklärt und die RBB Journalisten scheint das auch nicht zu interessieren. Der Bezirksbürgermeister wollte sogar "prüfen" und hat die Akten an sich gezogen. Vielleicht kommt da noch was.

  19. 36.

    Den ÖD mies zu machen ist eben schon immer gut bei allen außerhalb des ÖD angekommen, die Medien berichten über den ÖD immer mit einem Halbwissen, das Insider erschreckt. BTW, Sachbearbeiter für Wohngeld gehören dem mittleren Dienst an. Sind also auch nicht die Großverdiener. Ähnlich wie im Bürgeramt.

  20. 35.

    Das sehe ich genau so!

    Ich finde es schade, dass dieser Artikel nicht wenigstens auf Facebook schon mal verbreitet wird, dort wurden die Mitarbeiter des Bezirksamtes teile schlimm beleidigt.

    Schade, das bisher auch keine Richtigstellung für die Abendschau geklappt ist. Ich hoffe, dass Sie Ihre Meinung noch Überdenken liebes RBB24-Team.

  21. 33.

    Ich denke die Journalisten werden ordentlich bezahlt...
    https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/rbb-zahlt-zu-hohe-gehaelter-kritisiert-der-rechnungshof

    Jahresbericht 2018 des Berliner Rechnungshofs:
    https://www.berlin.de/rechnungshof/_assets/jahresbericht-2018.pdf
    Kritikpunkte des Rechnungshofs ab S.276

  22. 32.

    Die Anrechnung als Einkommen ist vollkommen richtig. Ich muss ja auch für mein Geld respektive meine Nahrungsmittel arbeiten und bekomme sie nicht geschenkt.

  23. 31.

    Tja, ein Student. Hochgebildet und kann nicht mal Zusammenhänge erfassen und deuten.
    Aber erstmal auf wichtig machen. Ein Blender.

  24. 30.

    bin ich jetzt trotz Mathe-LK zu blöd? Er kriegt (nicht wirklich eingenommene) 240 Tacken angerechnet, damit er nicht 190 Euronen ausgezahlt bekommt sondern 90 Euro? Wo wollte man ihm da Gutes tun? Hm. Ist natürlich auch glatter Betrug, dem man ihm von einem anderen Amt anlasten könnte: falsche Angaben gemacht (zu hohes Einkommen) um Wohngeld zu erschleichen.

    Da stimmt doch was am System nicht.
    Entweder,
    - jeder kriegt bafög, der sich nicht selber unterhalten kann als Student (und zwar egal ob die Eltern nicht-zahlender Krösus sind oder Straßenkehrer)
    - oder jeder kriegt Hartz4 komplett, also Vollsatz mit Wohnung,
    - oder wir lassen einfach nur noch ausländische, reiche Studenten rein, weil wir unseren Jungs und Mädels Bildung verwehren, mangels Bereitwilligkeit, Bildung für ALLE sicherzustellen.
    klar kann jeder nebenbei studieren, also 48 std Job, die teuren Mieten davon selber zahlen, ggf. noch Frau und Kinder ernähren - wann wird der fertig mit dem Studium?????

  25. 29.

    Ich bin nicht Ihr Anwalt. Suchen Sie sich einen solchen. Der beantwortet Ihnen gern Ihre Rechtsfragen.

  26. 28.

    Warum eigentlich nicht? Die Falschdarstellung ist nahezu reißerisch auf genau diesen Kanälen verbreitet worden. Sollte es nicht im Interesse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, in gleicher Form die Klarstellung zu verbreiten? Eventuell wäre ja auch eine Entschuldigung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngeldstelle Lichtenberg angezeigt. Immerhin wurden diese in den RBB-Sendungen vollkommen zu unrecht förmlich an den Pranger gestellt.

  27. 27.

    Ihr "grundsätzlich" ist mir durch diskriminierende und herbe "Grundsicherungserfahrungen" seit 01.01.2005 sehr deutlich vorstellbar. Die Kalkulationskünste der dt. Regierungsparteien im Bezug auf Bedarfe des tatsächlichen Lebens, werden bei Student*innen nicht geringere willkürliche Schwächen aufweisen wie bei HartzIV-Empfänger*innen. Sie haben mir immer noch nicht die gesetzlichen Geldansprüche zur Existensicherung und zur Durchführung eines Studiums in Berlin genannt. In Euro, bitte!

  28. 26.

    Ich finde es enttäuschend, wie sofort von allen Seiten auf die Bearbeiter des Amtes geschimpft wurde... Da sollten besonders Politiker mal darüber nachdenken. Normal sollte man sich vor seine Mitarbeiter stellen und erstmal alles intern hinterfragen. So bekommt man den Respekt seiner Mitarbeiter nicht.

  29. 25.

    Würden Journalisten anständig bezahlt, müßten sie nicht schlampen, um von ihrem Beruf leben zu können.

  30. 24.

    Guten Abend Matthias,
    der Artikel ist weit oben auf der Seite und in der App, Auf Twitter und im Radio. Trotzdem nicht groß genug für Sie?
    Viele Grüße
    rbb|24

  31. 22.

    Gern nochmal: Die Existenz eines Studenten ist grundsätzlich durch die von mir genannten Einkommensquellen gesichert. Oder haben Sie daran Zweifel? Dann dürfen Sie die auch gern begründen.

    BAföG-, Unterhalts- und Kindergeldansprüche können Sie gern im Gesetz nachlesen. Was an meiner Darstellung also unbewiesene sein soll, müssten Sie dann bitte auch gleich erklären.

  32. 21.

    Doch, mit Bafög. Und jobben während des Studium ist insbesondre bei angehenden Informatikern nicht sonderlich schwer. Sogar meist lukrativ. Oft so lukrativ, dass man das Studium eher nebenbei macht ;-)

  33. 20.

    Ja, diese Hinweise gab es - auch von mir und das sehr früh in der ursprünglichen Diskussion. Das wurde entweder mit fragwürdigen "Antworten" kommentiert oder gänzlich negiert.Aber wenigstens gibt es aufmerksame Leser wie Sie, die sich an die entsprechend korrigierenden Antworten erinnern :-)

  34. 19.

    Das ist ja Interessant, bin gespannt wie es weiter geht.

    Kommt dazu auch noch ein Beitrag bei der Abendschau?

    Wäre auch toll wenn RBB das auf Ihrer Facebook-Seite posten würde.

    Viele Grüße

  35. 18.

    Besser wirksame Polik als Ihre unbewiesenen Tatsachenbehauptungen. - Erklären Sie mir bitte, wie ein durch Existenzprobleme belastetes Bewusstsein ungestört studieren kann.

  36. 17.

    Die Tafel hat es nicht mal geschafft, den neuen Sachverhalt auf ihrer Hompage in ihrer Darstellung zu korrigieren. Das ist schlimm. Auch wie die Politik sofort auf die Kritik der Tafel angesprungen ist ohne sich sachkundig zu machen. Die Medien haben dadurch natürlich die falschen Infos gehabt. So schnelllebig ist die Zeit, dass meist erst aufgeschrieen wird statt sich sachkundig zu machen. Schade.

  37. 15.

    ... das ist eben das wichtige Detail, als Student ist er vom Bezug von Leistungen nach dem SGB II gesetzlich ausgeschlossen (vom Bafög wahrscheinlich aufgrund des Überschreitens de Förderungshöchstdauer, von der Grundsicherung weil er erwerbsfähig ist) ... und kann dann nur auf diese Weise überhaupt Wohngeld beziehen. Der rbb belässt es dann bei der Aussage, "ist hier auch untergangen", anstatt einzuräumen, "(auch) wir haben uns nur mit der Hälfte des Falles befasst und gleich draufgehauen"... üblicherweise nennt man so etwas Populismus, aber nicht sauberen Journalismus, so lernt man das scheinbar heute an der Universität... macht doch die Geschichte des Fehlers jetzt genauso groß auf wie vorher das Draufhauen, das wäre doch nur fair, oder!

  38. 14.

    Ja, das ist der interessante Teil der Story. Warum sinkt die Zahl an bafögberechtigten Studierenden? Bafög scheint übrigens auch so bemessen zu werden (unter Hartz4), dass jobben neben dem Studium trotzdem notwendig ist.

  39. 13.

    Sofern man BAFÖG berechtigt ist, bekommt man auch anteilig darin das Wohngeld. War bei mir auch damals. Nur muss er auch angeben, wenn er zusätzliches Einkommen, z.B von den Eltern oder durch kleinen Job hat. Zwischenzeitlich hat dieser Student aber einen Zweitjob und der Fall hat sich erledigt. Besser so....

  40. 12.

    Ohne Job kann man also nicht leben und studieren. Nix mit Gleichheit!

  41. 11.

    Wer wenig bis Garnichts verdient, ist nicht wohngeldberechtigt. Das hat der Gesetzgeber in der Tat so gewollt. Der Wenig-Verdiener muss dann Hartz 4 beantragen und erhält damit eine existenzsichernde Sozialunterstützung.

  42. 10.

    Doch. Und die Kosten hierfür könnten ggf. beim Jobcenter beantragt werden. Dort würde das "Einkommen" aus Lebensmitteln auch nicht berücksichtigt werden.

  43. 9.

    Dass bei der Studenten-Wohngeld-Geschichte hier ein zentraler Aspekt überhaupt nicht thematisiert wird, ist befremdlich.

    Prinzipiell haben Studenten keinen Anspruch auf Wohngeld, wenn Sie „dem Grunde nach“ einen Anspruch auf BAföG haben, unabhängig davon, ob sie auch tatsächlich BAföG erhalten.
    Wenn also besagter über 30 jähriger Student von BAföG, wie man so sagt, ausgesteuert ist, bekommt er trotzdem kein Wohngeld.

    www.gesetze-im-internet.de/wogg/__20.html

    Man braucht nicht über die Plausibilitätsgrenze, die sicherstellen soll, dass überhaupt ein gewisses erforderliches Einkommen diskutieren, wenn ein pauschaler Ausschussgrund entspr. $ 20 WoGG vorliegt.

  44. 8.

    Ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht gleich alles in der Presse breittreten muss, ohne es vorher sachlich prüfen zu lassen. Die Politikerkommentare mit Halbwissen taten ihr restliches. Aber die richtige Story wäre doch auch keine Schlagzeile gewesen und nur das zählt- scheinbar.

  45. 7.

    Der faule 32-Jährige Student hat einen zweiten Job? Das glaube ich nicht. Wo man sich doch hier so negativ über ihn ausgelassen hat^^ Bravo junger Mann, ich freue mich für Sie und bin entzückt, dass sie den Miesepetern und Nörglern hier eine lange Nase drehen. Viel Glück für die Zukunft :-)

  46. 5.

    Ehrenamtlich heißt schließlich nicht sich selbst den Bauch vollhauen. Sondern, für die Hilfsbedürftigen unentgeltlich Arbeiten. Wie auch immer, war das ein geldwerter Vorteil, vor dem Gesetz sollten alle gleich sein.

  47. 4.

    Schon früh gab es von anderen Lesern in den Kommentaren die entsprechenden Hinweise, dass der Sachverhalt sich wie jetzt endlich nach zig Artikeln auch "offiziell" dargestellt verhält.

  48. 3.

    ... ich verstehe das nicht. Wer sehr wenig verdient, braucht also keine Wohnung?

  49. 2.

    Gut, dass auch Sie das Missverständnis aufgeklärt haben.

  50. 1.

    Tja, da verschwiegt man ein entscheidendes Detail und macht nur Stimmung. Umkehrschluss, keine Lebensmittel als Einkommen anrechnen und den Wohngeldantrag abzulehnen wäre besser gewesen.... Die Tafel hat sich damit keinen Gefallen getan aus meiner Sicht. Leider. Ich spende nichts mehr

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